Plessen (Adelsgeschlecht)

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Plesse ist der Name einer aus dem Stammesherzogtum Sachsen stammenden Familie, die ab dem 12. Jahrhundert als edelfreie Dynasten eine um die Burg Plesse bei Göttingen gelegene reichsunmittelbare Herrschaft innehatte und über großen, teils weit entfernt gelegenen Streubesitz verfügte. Dieser jüngere Zweig erlosch im Jahr 1571. Dem älteren Zweig gehörten Bernhard I. von Höckelheim/Plesse und seine Agnaten an.

Die Ursprünge des Mecklenburger Geschlechts der Plessen gehen vermutlich auf das 12., mindestens jedoch auf das 13. Jahrhundert zurück.[1][2][3] Zweige dieses Geschlechts verbreiteten sich im 18. Jahrhundert auch nach Dänemark und Holstein.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Südniedersachsen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen der niedersächsischen Edelherren von Plesse

Die Geschichte der Herren von Plesse beginnt mit Helmoldus de Huckelem (Höckelheim) (1097/1144).[4] Seine mutmaßlichen Söhne Bernhard I. (1150–1190) und Gottschalk I. (1170–1190) besaßen seit 1150[5] das bischöflich Paderborner Lehen an der Burg Plesse. Sie nannten sich gelegentlich noch Höckelheim,[6] aber ab 1170 zunehmend Plesse,[7] weil sie fortan die Burg zu ihrem Herrschafts- und Lebensmittelpunkt machten.

Die nachgewiesene Stammreihe der älteren Linie der Herren/Edelherren von Plesse beginnt mit Bernhard I. Mit seinem Bruder Gottschalk I. begann die jüngere Linie. Dessen Enkel Gottschalk III. von Plesse (1238–1300) erwarb in den Jahren 1284/1288 die Anteile der älteren Linie,[8] die damit aus der Erbengemeinschaft ausschied. Die jüngere Linie besaß die Herrschaft bis zum Jahr 1571. In diesem Jahr starb Dietrich IV. Edelherr von Plesse. Mit ihm erlosch die jüngere Linie und die Herrschaft Plesse ging durch lehnsrechtlichen Heimfall auf Landgraf Wilhelm IV. von Hessen-Kassel über.

Mecklenburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen der Mecklenburger von Plesse(n)

In den 1220ern verschwanden Helmold III. und Bernhard III., zwei Mitglieder der Bernhard-Linie, von der Burg Plesse. Zwischenzeitlich hielten sie sich im Weserraum bei Wahlingen auf, bevor sie 1240 in Mecklenburg auftauchten.[9] Bernhard III. erhielt in Mecklenburg ein Burglehen und weilte häufig im Gefolge Johanns I. von Mecklenburg, zu dessen Räten er zählte.

In Mecklenburg wurde die Namensform Plesse in einer bis ins 17. und 18. Jahrhundert währenden Entwicklung allmählich durch die Namensform Plessen verdrängt, wobei von der Namensform Plessen frühe Belege bereits aus dem Anfang des 14. Jahrhunderts vorliegen und im 15. Jahrhundert an Häufigkeit zunehmen.[10]

Helmolds III. gleichnamiger Sohn, Helmold von Plesse (1263/1283), ist als erster Plessen vollständig in Mecklenburg urkundlich nachweisbar.[10] Damit gilt er als der Stammvater der dortigen Herren von Plesse(n). Spätestens er nahm den Wappenwechsel vor. Seinen Schild schmückte nicht mehr der rote Maueranker, sondern ein schwarzer Stier. Obwohl solche Wappenwechsel nicht grundsätzlich ungewöhnlich sind, wird seine Verwandtschaft mit den burggesessenen Herren/Edelherren von Plesse im einschlägigen Schrifttum auch bezweifelt.[11] Helmold zählte zu den landesherrlichen Räten. In zwanzig Urkunden der Fürsten Johann und Heinrich wurde er stets an vorderer Stelle als Zeuge genannt und dabei oft als „unser Ritter“ bezeichnet.[12] Diese Anrede belegte seine Zugehörigkeit zur „Mannschaft“ und sein Lehensverhältnis zu den Landesherren.[13] Auf der Burg in Wismar beschützte Helmold Plessen während der jahrzehntelangen Gefangenschaft Heinrichs I. von Mecklenburg in Kairo dessen unmündige Kinder und nahm dafür eigenen Schaden in Kauf.[14] Seine Tat stellte engste Beziehungen der Plessen zum künftigen Landesherrn her.

Nachdem Heinrich II. von Mecklenburg die Mündigkeit erreicht hatte, stiegen Helmold Plessens fünf Söhne Bernhard (1286/1325), Helmold d. Ä. (1291/1310), Johann (1294/1324), Helmold d. J. (1295/1321) und Reimar Plessen (1295/1328) allesamt zu landesherrlichen Räten auf, ein in Mecklenburg einmaliger Vorgang. Von ihnen stammen die ältesten Siegelabdrücke mit dem Plessen-Stier. Außerdem betätigten sich Johann und Helmold d. J. als mecklenburgische Kriegsunternehmer in Diensten ihres Auftraggebers Heinrichs II. von Mecklenburg.

Ihrem Vorbild eiferten die Familienmitglieder Johann Plessen in Lübz (1318/1367), Reimar Plessen in Barnekow (1325/1368), Reimar Plessen in Brüel (1361/1399), Johann Plessen (1369/1376) und Helmold Plessen in Barnekow (1356/1400) im Laufe des 14. Jahrhunderts nach. Sie alle waren herzogliche Räte und zugleich mecklenburgische Kriegsunternehmer.[15] Die Gewinne aus ihrer Kriegsunternehmertätigkeit legten sie in umfangreichen Besitzkomplexen an,[16] deren Erhalt für die Familie sie mit einer Belehnung zur gesamten Hand absicherten.[17] Insgesamt stellte die Familie Plessen vom 13. bis zum 15. Jahrhundert 25 landesherrliche Räte in Mecklenburg und damit deutlich mehr als jedes andere Adelsgeschlecht in diesem Zeitraum.

Die Herren von Plesse(n) waren vom 14. Jahrhundert bis zum Beginn des 18. Jahrhunderts die beherrschende Familie des Klützer Winkels. Von 1336 bis 1945 saßen sie auf dem Rittergut Damshagen. Ausgehend von der Dorfkirche Gressow unter dem Patronat von Berend von Plesse waren sie die Hauptförderer der Reformationsbewegung im nordwestlichen Mecklenburg.[18][19]

Plessenwappen im Nonnenchor der Klosterkirche Ribnitz

Als eines der ältesten mecklenburgischen Adelsgeschlechter waren die von Plessen frühzeitig auch mit dem Kloster Dobbertin verbunden. Schon 1343 wurde im Benediktinerinnenkloster Alheydis de Plesse als Priorissa (Priorin) erwähnt.[20] Im Verzeichnis der Priorinnen und Jungfrauen zu Dobbertin von 1491 bis 1560, welches sich im Original im Dänischen geheimen Reichsarchiv zu Kopenhagen befindet und dort am 17. Mai 1859 vom Geheimen Archivrat G. C. F. Lisch aus Schwerin verglichen wurde, werden ab 1491 Caterina, Margarete und Elisabeth van Pletzen (Plessen) als Nonnen im Kloster Dobbertin geführt. In der 1591 aufgestellten Namensliste wird eine Sophia von Plessen als Unterpriorin nicht genannt.[21] Auch nach der Reformation mit der Umwandlung des Nonnenklosters in ein adeliges Damenstift hatten ab 1572 die von Plessen über 300 Jahre viele ihrer Töchter zur Absicherung ihrer Versorgung in den verschiedensten Damenstiften Mecklenburgs untergebracht, vornehmlich im Kloster Rühn, im Klarissenkloster Ribnitz sowie im Kloster Dobbertin. So finden sich zum Beispiel im Einschreibebuch des Klosters Dobbertin 56 Eintragungen von Töchtern der Familien von Plessen aus Barnekow, Cambs, Damshagen, Dolgen, Gressow, Herzberg, Krambs, Klein Renzow, Müsselmow, Raden, Reez, Schönfeld, Steinhusen und Trechow aus den Jahren 1700–1902 zur Aufnahme in das dortige adelige Damenstift; zehn von ihnen wurden als Konventualinnen im Kloster Dobbertin aufgenommen.[22] Neben einigen Wappenschildern und den Allianzwappen der Konventualinnen befindet sich an der nördlichen Gebetsloge auf der Nonnenempore in der Klosterkirche noch ein Bildwappen der 1711 ins Kloster gekommenen Magdalene von Plessen auf Müsselmow.[23]

Holstein und Dänemark[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Teil der Nachfahren Helmolds von Plessen wanderte im 18. Jahrhundert von Mecklenburg über Dänemark nach Holstein aus. Zur in der dänisch-holsteinischen Linie geführten Namensform Scheel-Plessen oder Scheel von Plessen siehe unter Scheel von Plessen.

Zum Besitz der dänischen Barone Scheel-Plessen gehörte von 1702 bis 1945 das von der Familie Skeel geerbte Gut Fussingø in der Randers Kommune, von 1720 bis 2004 das Gut Selsø (seither Freiherren von Malsen-Plessen), den Grafen von Plessen-Cronstern seit dem 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart das Gut Nehmten in Holstein. Der gräflichen Linie gehört ferner das Gut Wahlstorf in Holstein seit 1736 und das Gut Sierhagen seit 1809.

Standeserhöhungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die früheste Wappenabbildung der burggesessenen Herren/Edelherren von Plesse aus dem Jahr 1209 zeigt auf rotem Schild einen silbernen Maueranker. Das Wappen schmückt zusammen mit zweiunddreißig anderen Wappen das Quedlinburger Wappenkästchen,[27] ein Reliquiar aus dem Schatz der dortigen Stiftskirche.[28] Alle Wappen auf dem Kunstwerk sind ohne Helmzier und Decken dargestellt. Spätere Plesse-Wappen zeigen auf silbernem Schild einen roten Maueranker oder, der Überlieferung zufolge, auch einen goldenen Schild mit dem roten Maueranker.[29] Das Vollwappen zeigt über dem Schild den Helm mit Decken in den jeweiligen Wappenfarben und dem roten Maueranker vor einer mit Pfauenfedern besteckten Säule in der Tingierung des Schildes.
  • Das Stammwappen der nach Mecklenburg ausgewanderten Linie zeigt (in Anlehnung an das landesherrliche Wappen) in Gold einen nach rechts schreitenden, rot bezungten schwarzen Urstier. Auf dem Helm mit schwarz-goldenen Decken zwei halbe rote Räder, ringsum besteckt mit 21 Pfeilschäften, die auf ihrer Spitze Sterne tragen (Siegel des Johann von Plesse 1318), woraus später natürliche Pfauenfedern wurden.
Historische Wappenbilder und Siegel

Historische Stätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Biographien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Helmold I. von Höckelheim und ausgewählte Nachkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ritter Helmold von Plesse; unten sind die sieben „Plessen-Kirchen“ aufgeführt. Darstellung von 1743
Volrad von Plesse als Lehrer von Prinz Karl Ludwig, Gemälde von Jan Lievens, 1631
Leopold von Plessen, Minister, Repräsentant auf dem Wiener Kongress, Geheimeraths- und Regierungspräsident von Mecklenburg-Schwerin
Hans von Plessen, Generaloberst mit dem Rang als Generalfeldmarschall, mit 76 Lebensjahren ältester aktiver Offizier des Deutschen Kaiserreiches
Ahnennachweis für Augusta Charlotta Sophia von Plessen (1772–1840, Württembergische Linie der Plessen)
  • Helmold I. von Höckelheim (1144), möglicherweise verwandt mit Gottschalk von Lengede (1070) und den Grafen von Padberg (1030)
  • Bernhard I. von Höckelheim/Plesse (1150–1190), Begründer der älteren Linie, empfängt zusammen mit seinem Bruder Gottschalk I. (Begründer der jüngeren Linie) nach dem Aussterben der Grafen von Winzenburg die Burg Plesse vom Bistum Paderborn zu Lehen
  • Helmold III. von Plesse (1191–1236), Ritter des Schwertbrüderordens, Gefolgsmann Kaiser Ottos IV., 1211 Befehlshaber eines Kreuzheeres in Livland, Zeuge bedeutender politischer Beurkundungen im Ostseeraum
  • Poppo von Plesse (1209–1247, † vor 1255), Ritter, jüngster Sohn Bernhards I., stiftet mit seinen Vettern aus der "jüngeren Linie" 1247 das Kloster Höckelheim, macht große Stiftungen an Kirchen und Klöster
  • Helmold IV. von Plesse (1240–1268), Alleinerbe Poppos, richtet mit seinen Vettern das Familien-Erbbegräbnis in der Klosterkirche zu Höckelheim ein, streitet mit den Klöstern von Osterode und Walkenried, gibt den Herzögen von Braunschweig-Lüneburg ein bedingtes Beistandsversprechen
  • Helmold V. von Plesse (1269–1292), Alleinerbe Helmolds IV., ist der letzte aus der "älteren Linie" mit einer namhaften Beteiligung an der Burg und Herrschaft, die er 1284/1288 verkauft, macht große Stiftungen an Kirchen und Klöster

Mecklenburger Linie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bernhard Plessen in Wahlingen (1226/1263), Ritter und Rat von Johann I. von Mecklenburg, Burgmann in Mecklenburg
  • Helmold Plessen (1263/1283), Ritter, führt ein neues Wappen, Rat von Heinrichs des Pilgers, Burgmann in Wismar, beschützte die unmündigen Kinder des Landesherrn während der Vormundschaft
  • Bernhard Plessen (1286/1325), Ritter, landesherrlicher Rat, Stifter und Patron einer Vikarie in Hohen Viecheln, Ritterstatue (frühes 14. Jahrhundert)
  • Helmold Plessen d. Ä.(1291/1310), Ritter, landesherrlicher Rat, Mitbesitzer des Patronats in Hohen Viecheln
  • Johann Plessen in Rosenthal (1294/1324), Ritter, landesherrlicher Rat, mecklenburgischer Kriegsunternehmer
  • Helmold Plessen d. J. in Rosenthal (1295/1321), Ritter, landesherrlicher Rat, mecklenburgischer Kriegsunternehmer
  • Reimar Plessen (1295/1328), Ritter, Rat von Heinrich II., des Löwen, von Mecklenburg
  • Heinrich von Plesse(n) in Arpshagen (1318/1337), Ritter, Regentschaftsrat für die Söhne Heinrichs II., des Löwen, von Mecklenburg
  • Johann Plessen in Lübz (1318/1367), Ritter, Regentschaftsrat für die Söhne Heinrichs II., des Löwen, von Mecklenburg, Rat Herzog Albrechts II. von Mecklenburg, mecklenburgischer Kriegsunternehmer, Pfandbesitzer der Vogtei Lübz
  • Reimar Plessen in Barnekow (1325/1368), Knappe, Rat Albrechts II. von Mecklenburg, mecklenburgischer Kriegsunternehmer, Pfandbesitzer der Vogteien Wittenburg, Neustadt und Marnitz
  • Adelheid (Adelheydis) von (de) Plessen (Plesse), Priorin (Priorissa) im Kloster Dobbertin (1343)
  • Reimar Plessen in Brüel (1361/1399), Ritter, herzoglicher Rat, mecklenburgischer Kriegsunternehmer, Pfandbesitzer von Marnitz und Neustadt
  • Johann Plessen (1369/1376), Ritter, herzoglicher Rat, mecklenburgischer Kriegsunternehmer, Pfandbesitzer der Vogteien Neustadt und Marnitz
  • Helmold Plessen (1356/1400), Ritter, herzoglicher Rat, mecklenburgischer Kriegsunternehmer, Pfandbesitzer der Vogteien Neustadt und Marnitz, stiftete eine Vikarie in Gressow
  • Bernhard Plessen in Arpshagen (1395/1434), Ritter, Rat Herzog Johanns IV. von Mecklenburg, Vormundschaftsrat
  • Johann Plessen in Barnekow (1398/1436), Knappe, herzoglicher Rat
  • Konrad Plessen in Damshagen (1392/1448), Knappe, herzoglicher Rat
  • Helmold Plessen in Lübz (1399/1442), Ritter, herzoglicher Rat, Pfandbesitz der Vogtei Lübz
  • Helmold von Plesse(n) (1412–1443), Marschall (1440) von Lübeck, Mitglied der Zirkelgesellschaft
  • Reimar Plessen in Zülow (1421/1471), Knappe, herzoglicher Rat
  • Bernhard Plessen (1449/1468), Ritter, herzoglicher Rat, Komtur in Mirow
  • Reimar Plessen in Arpshagen (1420/1458), Knappe, herzoglicher Rat
  • Bernhard Plessen in Röggelin (1431/1454), Ritter, herzoglicher Rat
  • Bernhard Plessen in Grundshagen (1455/1489), Knappe, herzoglicher Rat
  • Wichbert Plessen in Großenhof (1455/1495), Knappe, herzoglicher rat
  • Heinrich Plessen in Brüel (1472/1512), Ritter, herzoglicher Rat, erbaute das Ritterhaus in Brüel
  • Helmold Plessen in Müsselmow (1472/1518), Knappe, herzoglicher Rat
  • Theodor (Diedrich) von Plessen auf Zülow (1487–1576), während der Umwandlung des Klosters Dobbertin in ein adeliges Damenstift 1572/73 Provisor
  • Berend von Plesse(n) († 1555), Hauptförderer der Mecklenburger Reformation, beginnend in Gressow
  • Bernd von Plesse(n) (1528–1604), herzoglicher Hofmeister, Kommandant der Festung Rostock
  • Volrad von Plessen (1560–1631), kurpfälzischer Geheimer Rat und Staatsminister
  • Volrad von Plessen (zu Bützow) (1581–1638), Geheimer Rat und Kanzleidirektor, bischöflicher Statthalter zu Bützow
  • Diedrich Barthold von Plessen (1594–1652), Hofmarschall, Hessischer Geheimer Ratspräsident
  • Daniel von Plessen (1606–1672), deutscher Verwaltungsbeamter und Landrat von Mecklenburg, (1653–1659) Provisor im Kloster Dobbertin
  • Helmuth von Plessen (Militär) (1612–1694), Oberst und Kommandeur eines Kaiserlichen Kürassier Regiments
  • Christian Siegfried von Plessen (1646–1723), Geheimer Rat und Hofmarschall des Prinzen Joergen von Dänemark
  • Diedrich Joachim von Plessen (1670–1733), Wirklicher Geheimer Rat und Kammerpräsident
  • Karl Adolf von Plessen (1678–1758), dänischer Hofmarschall und Oberkämmerer
  • Helmuth von Plessen (Politiker) (1699–1761), Wirklicher Geheimer Rat und Staatsminister
  • Jakob Levin von Plessen (1701–1761), Oberhofmarschall in Eutin, Dompropst im Hochstift Lübeck
  • Bernhard Hartwig von Plessen (1709–1767), dänischer Kammerherr, Erster Rat und Kanzler am Obergericht Gottorf
  • Louise von Plessen (1725–1799), Oberhofmeisterin am dänischen Hof von König Christian VII. und Caroline Mathilde
  • Mathias von Plessen (1730–1794), Mecklenburgischer Generalmajor
  • Hans Georg Gottfried von Plessen (1765–1837), Kanzleirat und Kammerherr, Braunschweiger Landschaftspräsident
  • Leopold von Plessen (1769–1837), Diplomat, Kammerherr, Minister, Geheimeraths- und Regierungspräsident, Vertreter von Mecklenburg-Schwerin auf dem Wiener Kongress
  • Wilhelm Friedrich Albrecht von Plessen (1778–1856), württembergischer Kammerherr und Landtagsabgeordneter
  • Ludwig (Louis) von Plessen (1784–1828), Oberst und Kommandeur des Lanciers-Garde-Regiments in Paris
  • Hans Adolf von Plessen (1790–1871), Kammerherr, Wirklicher Geheimer Rat und Oberkammerherr
  • August Leopold von Plessen (1797–1862), Oberst und Kommandant von Ludwigslust
  • Hermann von Plessen (1803–1877), preußischer Generalleutnant
  • Wilhelm August von Plessen (1808–1887), Württembergischer Staatsminister
  • Otto von Plessen (1816–1897), dänischer Diplomat
  • Hugo von Plessen (1818–1904), Amtmann der Ämter Gottorf und Hütten, erster Landrat des Kreises Schleswig
  • Adolf von Plessen (1835–1909), deutscher Gutsbesitzer und Reichstagsabgeordneter
  • Hans Georg von Plessen (1841–1929), preußischer Generaloberst mit dem Rang als Generalfeldmarschall und Domherr von Brandenburg
  • Ludwig von Plessen-Cronstern (1848–1929), deutscher Diplomat
  • Hennecke von Plessen (1894–1968), Gauwirtschaftsberater der NSDAP in Mecklenburg und Vorsitzender des Familienverbandes der Plessen
  • Leopold von Plessen (Diplomat) (1894–1971), deutscher Diplomat
  • Victor Baron von Plessen (1900–1980), deutscher Forschungsreisender
  • Elisabeth Plessen (* 1944), deutsche Schriftstellerin und literarische Übersetzerin, berufliche Partnerin und ab 1980 Lebensgefährtin von Peter Zadek (1926–2009)
  • Marie-Louise von Plessen (* 1950), deutsche Kulturhistorikerin, Schriftstellerin und Museologin
  • Gero von Plessen (* 1964), Universitätsprofessor für Physik an der RWTH Aachen
  • Magnus (von) Plessen (* 1967 in Hamburg), Künstler[32]

Scheel von Plessen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Peter Aufgebauer: Die Herren von Plesse und ihre Burg in der Politik des 12. und 13. Jahrhunderts. In: Peter Aufgebauer (Hrsg.): Burgenforschung in Südniedersachsen. Herausgegeben im Auftrag des Vereins der „Freunde der Burg Plesse e.V.“ Buchverlag Göttinger Tageblatt, Göttingen 2001, ISBN 3-924781-42-7.
  • Josef Dolle (Hrsg.): Urkundenbuch zur Geschichte der Herrschaft Plesse (bis 1300). (= Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen, Quellen und Untersuchungen zur Geschichte Niedersachsens im Mittelalter. 26). Verlag Hahnsche Buchhandlung, Hannover 1998, ISBN 3-7752-5820-5.
  • Manfred Hamann: Mecklenburgische Geschichte von den Anfängen bis zur Landständischen Union von 1523. (= Mitteldeutsche Forschungen. 51). Auf der Grundlage von Hans Witte neu bearbeitet. Böhlau Verlag, Köln u. a. 1968.
  • Detlev Hellfaier: Plesser Siegel und Wappen im Stift Freckenhorst. In: Plesse-Archiv. 16, 1980, ISSN 0341-3837, S. 93–114.
  • Nathalie Kruppa: Neue Gedanken zum Quedlinburger Wappenkästchen. In: Concilium medii aevi. 4, 2001, ISSN 1437-9058, S. 153–177. (online, PDF; 558 KB)
  • Friedrich Lisch: Das Schloß zu Wismar. In: Jahrbücher des Vereins für mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde. 5, 1840, ISSN 0259-7772, S. 5–19.
  • Friedrich Lisch: Thomas Aderpul oder die Reformation zu Gressow, Malchin und Bützow. In: Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde. Jahrgang. 16, Schwerin 1851, S. 57–97.
  • Verein für mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde (Hrsg.): Mecklenburgisches Urkundenbuch. I. Band (786) bis XXV. Band (1400), Stiller in Kommission u. a., Schwerin 1863–1936.
  • Max Naumann: Die Plessen – Stammfolge vom XIII. bis XX. Jahrhundert. Herausgegeben von Helmold von Plessen im Auftrag des Familienverbandes. 2., neu durchgesehene und erweiterte Auflage. C. A. Starke, Limburg an der Lahn 1971.
  • Ulrich von Oeynhausen: Die Plessen und Hohen-Viecheln. Schwerin 1907.
  • Plesse-Archiv (Hrsg.): Flecken Bovenden. Schriftenreihe in jährlicher Folge, 1966–1998. Gesamtherstellung Goltze-Druck, Göttingen.
  • Detlev Schwennicke: Zur Genealogie der Herren von Plesse. In: Peter Aufgebauer (Hrsg.): Burgenforschung in Südniedersachsen. Herausgegeben im Auftrag des Vereins der „Freunde der Burg Plesse e.V.“ Buchverlag Göttinger Tageblatt, Göttingen 2001, ISBN 3-924781-42-7, S. 113–125.
  • Reinhard Wenskus: Sächsischer Stammesadel und fränkischer Reichsadel. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1976, ISBN 3-525-82368-1.
  • Joachim Meier: Origines Et Antiqvitates Plessenses. Verlag König, Leipzig 1713.
  • Christian von Plessen (Hrsg.): Maueranker und Stier. Plesse, Plessen. Tausend Jahre eines norddeutschen Adelsgeschlechts. Thomas Helms Verlag, Schwerin 2015, ISBN 978-3-944033-03-7.
  • Plessen. In: Friedrich Cast: Süddeutscher Adelsheros. Stuttgart 1839, S. 296ff.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Archiv für Landeskunde in den Großherzogthümern Mecklenburg und Revüe der Landwirthschaft. Band 17, Verlag A.W. Sandmeyer, Schwerin 1867, S. 395.
  2. Bernhard Latomus: Origines Plessiacae Megapolitanae. Anno 1611.
  3. Die Bildersammlung des Vereins. Leichenstein des Helmold Plessen in der Kirche zu Viecheln vom J. 1186. In: Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde. Band 21 (1856), S. 20. (Digitalisat)
  4. UBPlesse Nrn. 4, 13; siehe Literaturverzeichnis: Josef Dolle (Hrsg.): Urkundenbuch zur Geschichte der Herrschaft Plesse (bis 1300)
  5. UBPlesse Nr. 15
  6. UBPlesse Nrn. 29, 24
  7. UBPlesse Nrn. 15, 19, 21, 22, 26
  8. UBPlesse Nrn. 297, 320.
  9. Bernd Ulrich Hucker: Wie kamen die von Plesse nach Mecklenburg und warum führten sie dort einen Stier im Wappen? In: Christian von Plessen (Hrsg.): Maueranker und Stier. Plesse/Plessen – Tausend Jahre eines norddeutschen Adelsgeschlechts. Schwerin 2015, S. 170–183.
  10. a b Die Plessen. Website „Gut Schönfeld“, Magnus von Plessen, Schönfeld in Mühlen Eichsen
  11. Schwennicke 2001
  12. MUB Nrn. 989, 996, 1040, 1056, 1059, 1078, 1107, 1122, 1158, 1183, 1192, 1193, 1215, 1216, 1230, 1231, 1237, 1311, 1332, 1488, 1524, 1656
  13. Im Mecklenburg des 13. Jahrhunderts spielten geburtsständische Unterschiede in der Ritterschaft keine Rolle mehr, war das Institut der Ministerialität (gar) nicht erst eingeführt worden. Nur wenige hochadlige Geschlechter des Westens, wie etwa die Herren von Plesse, hatten sich an der Siedlung beteiligt. Hamann 1968.
  14. Wolfgang Huschner, Anke Huschner: Wer regierte in Mecklenburg? Konflikte um die Regentschaft während der Haft Heinrichs I. in Kairo. In: Ernst Münch, Mario Niemann, Wolfgang Eric Wagner (Hrsg.): Land – Stadt – Universität. Historische Lebensräume von Ständen, Schichten und Personen. Hamburg 2010, S. 19–75.
  15. Tobias Pietsch: Johann Plessen zu Rosenthal und Johann Plessen zu Lübz. Zwei mecklenburgische Kriegsunternehmer. In: Christian von Plessen (Hrsg.): Maueranker und Stier. Plesse/Plessen – Tausend Jahre eines norddeutschen Adelsgeschlechts. Schwerin 2015, S. 201–204. – Tobias Pietsch: Die Barnekower Plessen als Kriegsunternehmer des 14. Jahrhunderts. In: Christian von Plessen (Hrsg.): Maueranker und Stier. Plesse/Plessen – Tausend Jahre eines norddeutschen Adelsgeschlechts. Schwerin 2015, S. 220–226.
  16. Tobias Pietsch: Besitzkomplexe der Plessen im Spätmittelalter. In: Christian von Plessen (Hrsg.): Maueranker und Stier. Plesse/Plessen – Tausend Jahre eines norddeutschen Adelsgeschlechts. Schwerin 2015, S. 264–269.
  17. Tobias Pietsch: Die Belehnung der Plessen zur Gesamten Hand. In: Christian von Plessen (Hrsg.): Maueranker und Stier. Plesse/Plessen – Tausend Jahre eines norddeutschen Adelsgeschlechts. Schwerin 2015, S. 227–232.
  18. Lisch 1851
  19. Berend v. Plesse(n) (1527-1555) in landschaft-mv.de (Memento vom 25. Januar 2017 im Internet Archive)
  20. Mecklenburgisches Urkundenbuch (MUB) Band XI, Schwerin (1875) Nr. 6315
  21. LHAS 2.12-2/3 Klöster und Ritterorden, Dobbertin Nr. 248.Verzeichnis der in Urkunden gefundenen Geschlechternamen sowie der Priorinnen und Klosterjungfrauen zu Dobbertin.
  22. M. Naumann: Die Plessen - Stammfolge vom XIII. bis XX. Jahrhundert. Herausgegeben von Dr. Helmold von Plessen im Auftrag des Familienverbandes. 2., neu durchgesehene und erweiterte Auflage. C. A. Starke, Limburg an der Lahn 1971.
  23. Friedrich Preßler: Die Wappen der Nonnenempore. In: Kloster Dobbertin, Geschichte-Bauen-Leben. (= Beiträge zur Kunstgeschichte und Denkmalpflege in Mecklenburg-Vorpommern. Band 2). Schwerin 2012, ISBN 978-3-935770-35-4, S. 214–228, Abb. 5. 10.
  24. Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, E 157/1 Bü 631: Aufnahme des Barons Ludwig von Plessen in die Adelsmatrikel in der Deutschen Digitalen Bibliothek
  25. Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, E 157/1 Bü 630: Plessen-Hohenentringen, von Aufnahme des Kreisoberforstmeisters und Kammerherrn von Plessen in die Adelsmatrikel und familiäre Veränderungen in der Deutschen Digitalen Bibliothek
  26. Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, E 177 I Bü 501: Freiherren v. Plessen (auf Hohenentringen) in der Deutschen Digitalen Bibliothek
  27. „Quedlinburger Wappenkästchen“ (PDF; 572 kB)
  28. Kruppa 2001
  29. Hellfaier 1980
  30. Helmold Plesse. In: Bernhard Latomus: Monumenta inedita rerum Germanicarum praecipue Cimbriacarum et Megapolensium - Origines Plessiacae Megapolitanae. 1611. (digital.ub.uni-duesseldorf.de)
  31. Friedrich Schlie: Die Kunst- und Geschichts-Denkmäler des Grossherzogthums Mecklenburg-Schwerin. II. Band: Die Amtsgerichtsbezirke Wismar, Grevesmühlen, Rehna, Gadebusch und Schwerin. Schwerin 1898. (Neudruck: Schwerin 1992, ISBN 3-910179-06-1, S. 302–311)
  32. Internetseite über Magnus Plessen bei Artnet

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Plessen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien