Pneumokoniose

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Vergleich zwischen normaler und Staublunge
Klassifikation nach ICD-10
J60 Kohlenbergarbeiter-Pneumokoniose
J61 Pneumokoniose durch Asbest und sonstige anorganische Fasern
J62 Pneumokoniose durch Quarzstaub
J63 Pneumokoniose durch sonstige anorganische Stäube
J64 Nicht näher bezeichnete Pneumokoniose
J65 Pneumokoniose in Verbindung mit Tuberkulose
ICD-10 online (WHO-Version 2013)
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Asbestose im Röntgenbild

Die Pneumokoniose (früher Pneumonokoniose, aus griechisch πνεύμων pneumon „Lunge“, κόνις konis „Staub“ und -ose) oder Staublunge entsteht durch Inhalation von Staub unter Ablagerung fester anorganischer oder – seltener – organischer Teilchen in Bronchien, Lymphknoten und/oder Parenchym, die Veränderungen der Lunge bewirken. Dies kann sowohl mit als auch ohne Funktionsstörung einhergehen.[1]

Der Begriff der Pneumokoniose wurde 1867 von Zenker eingeführt.[2][3]

Art, Menge, Größe und fibroblastische Reizwirkung der Staubpartikel beeinflussen ebenso wie die Expositionsdauer und die individuelle Resistenz die Symptomatik und den Verlauf der Krankheit.

  1. Die „maligne“ (bösartige) Pneumokoniose ist durch eine fortschreitende Fibrose gekennzeichnet, die zu Funktionseinschränkungen führt. Beispiele sind Silikose, Asbestose, Talkose und unter Umständen Anthrakose.
  2. Zur „benignen“ (gutartigen) Pneumokoniose zählen die inaktive Speicherung oder entzündlich-allergische und auch manchmal fibrös-nodöse Veränderungen, beispielsweise bei Aluminiumstaublunge, Stannose, Bagassose, Berylliose, Byssinose und Eisenstaublunge.

Die Pneumokoniosen werden nach der ILO-Klassifikation beurteilt. Sie sind in den meisten Staaten als entschädigungspflichtige Berufskrankheiten gewertet.

Silikose ist derzeit die häufigste Pneumokoniose.

Gesundheitshinweis Dieser Artikel behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine Arztdiagnose. Bitte hierzu diese Hinweise zu Gesundheitsthemen beachten!

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. K. G. Hering, K. Hofmann-Preiß: Pneumokoniosen erkennen und klassifizieren. In: Der Radiologe, Band 54, Nr. 12, Dezember 2014, S. 1189–1198, doi:10.1007/s00117-014-2735-2.
  2. Friedrich Albert von Zenker: Beiträge zur normalen und pathologischen Anatomie der Lunge. G. Schönfeld (CA Werner), 1882.
  3. Gerhard Reichel: Die Geschichte der Pneumokoniosen. In: Wolfgang T. Ulmer, Gerhard Reichel: Pneumokoniosen. Springer-Verlag, 12.03.2013.