Pniewy

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zum Ort und Gemeindesitz in Masowien siehe Pniewy (Powiat Grójecki).
Pniewy
Wappen von Pniewy
Pniewy (Polen)
Pniewy
Pniewy
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Großpolen
Powiat: Szamotuły
Fläche: 9,21 km²
Geographische Lage: 52° 30′ N, 16° 15′ OKoordinaten: 52° 30′ 30″ N, 16° 15′ 11″ O
Einwohner: 7981
(30. Jun. 2015)[1]
Postleitzahl: 62-045
Telefonvorwahl: (+48) 61
Kfz-Kennzeichen: PSZ
Wirtschaft und Verkehr
Straße: DK 24 Pniewy–Skwierzyna
DK 92 LwówekPosen
Nächster int. Flughafen: Posen-Ławica
Gmina
Gminatyp: Stadt- und Landgemeinde
Gminagliederung: 21 Schulzenämter
Fläche: 158,57 km²
Einwohner: 12.545
(30. Jun. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 79 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 3024063
Verwaltung (Stand: 2008)
Bürgermeister: Michał Chojara
Adresse: ul. Dworcowa 37
62-045 Pniewy
Webpräsenz: www.pniewy.wlkp.pl



Schrein in Pniewy (Ursula Ledóchowska)
Rittergut Pinne um 1860, Sammlung Alexander Duncker

Pniewy (deutsch Pinne) ist eine Stadt in Polen in der Woiwodschaft Großpolen. Sie ist Sitz einer Stadt- und Landgemeinde im Powiat Szamotulski.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pniewy liegt im Westen Polens, etwa 50 Kilometer westlich von Posen. Westlich der Stadt liegt der See Pniewy (Jezioro Pniewskie).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Erwähnung des heutigen Pniewy stammt aus dem Jahr 1256. Stadtrecht erhielt der Ort möglicherweise schon Ende des 13. Jahrhunderts[2] oder im 14. Jahrhundert.[3] Bei der Dritten Teilung Polens wurde der Ort Teil Preußens. Diese Zugehörigkeit wurde 1807 und 1815 mit der Eingliederung in das Herzogtum Warschau unterbrochen. 1888 wurde der Ort an das Schienennetz von Posen nach Birnbaum (Międzychód) angeschlossen. 1893 wurde die Freiwillige Feuerwehr gegründet. Nach dem Ersten Weltkrieg 1920 wurde der Ort Teil des wiederentstandenen Polens. Im September 1939 marschierte die Wehrmacht im Rahmen ihres Polenfeldzugs in Pniewy ein. Die Deutschen richteten ein Arbeitslager für Juden ein. Anfang 1944 wurde ein Lager für den Reichsarbeitsdienst eingerichtet, das im Herbst des Jahres wieder aufgelöst wurde. Die Besatzung endete zum Ende des Zweiten Weltkrieges am 25. Januar 1945. Die deutsche Bevölkerung wurde, soweit nicht schon geflüchtet, vertrieben.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gmina Pniewy[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Gemeinde Pniewy gehören folgende kleinere umliegende Ortschaften:

polnischer name deutscher Name
(1815–1918)
deutscher Name
(1939–1945)
Berdychowo  ?  ?
Buszewko Gut Buschewo
1907–1918 Gut Marisfeld
Marisfeld
Buszewo Buschewo Marisfelde
Chełmno Chelmno Hünenort
Dąbrowa Dombrowo  ?
Dębina Dembina
1911–1918 Dembin
Dembin
Dęborzyce Zalewo Haidchenkrug
Jakubowo Jakubowo  ?
Karmin Vorwerk Karmin Kärmen
Kikowo Gut Nojewo-Kikowo
1900–1918 Richthausen
Richthausen
Konin Konin Kunfelde
Koninek Koninko Klein Kunfelde
Konin-Huby  ?  ?
Koszanowo Koschanowo Ruhland
Lubocześnica Luboszesnica
1911–1918 Luboschesnitza
Feldheim
Lubosina Gut Lubosin 1939–1943 Gut Karlshöhe
1943–1945 Karlssee
Lubosinek Lubosin Abbau 1939–1943 Karlshöhe Abbau
1943–1945 Karlssee Abbau
Nojewo Nojewo
1898–1918 Neuthal
Neutal
Nosalewo Nossalewo Hagedorn
Orliczko Orlitschko Ziegenberg
Podborowo Vorwerk Podborowo  ?
Podpniewki Podpniewki Galgenberg
Przystanki Przystanki
1906–1918 Karlshöhe
Karlshöhe
Psarce Groß Psarskie Hauland  ?
Psarki Klein Psarskie Hauland  ?
Psarskie Psarskie Hauland
Rudka Rudki Hauland  ?
Szymanowo Vorwerk Szymanowo  ?
Turowo Turowo Westfalenhof
Zajączkowo Gut Zajontschkowo Gut Seeland
Zajączkowo-Huby Zajontschkowo Seeland
Zamorze Zamorze
1906–1918 Georgsburg
Georgsburg

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Stadt beginnt die Landesstraße 24 (droga krajowa 24), die in westlicher Richtung verläuft. Sie endet nach etwa 70 Kilometern südlich von Gorzów Wielkopolski mit der Einmündung in die Landesstraße 22. Weiterhin führt die Landesstraße 92 durch Pniewy. In östlicher Richtung führt sie nach etwa 50 Kilometern durch Posen. Im Süden Pniewys wechselt sie die Richtung und führt in südlicher Richtung aus der Stadt, wo die 92 nach etwa 20 Kilometern nördlich der Autostrada A2 auf die Europastraße 30 trifft. Nach Norden führt die Woiwodschaftsstraße 187 (droga wojewódzka 187).

Der Bahnhof der Stadt ist stillgelegt. Für Fernverbindungen gibt es Busverbindungen der PKS (Przedsiębiorstwo Komunikacji Samochodowej)

Der nächste internationale Flughafen ist der Flughafen Posen-Ławica, etwa 40 Kilometer östlich von Pniewy.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Pniewy gibt es eine Grundschule (Szkoła Podstawowa), eine Mittelschule (gimnazjum), den Schulkomplex Emilia Sczaniecka (Zespół Szkół im. Emilii Sczanieckiej) und die Schulen der Ursulinenschwestern vom Heiligen Herzen Jesu im Todeskampf.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Pniewy – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of June 30, 2015. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (ZIP-Ordner mit XLS-Dateien; 7,82 MiB), abgerufen am 28. Mai 2016.
  2. Website der Stadt, Nasze miasto - Historia, abgerufen am 2. Nov. 2008
  3. mapa.szukacz.pl, Pniewy - Informacje dodatkowe, abgerufen am 2. Nov. 2008