Pošip

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Dieser Artikel behandelt eine in Kroatien angebaute Weinrebe. Als Pošip wird auch die Rebsorte ‘Furmint’ bezeichnet, siehe den Artikel Furmint.
‘Pošip’
Synonyme siehe Abschnitt Synonyme
Art Edle Weinrebe (Vitis vinifera subsp. vinifera)
Beerenfarbe grün
Verwendung
Herkunft Kroatien
VIVC-Nr. 16018
Abstammung

Kreuzung aus
‘Zlatarica blatska bijeli’ × ‘Bratkovina bijeli’

Liste von Rebsorten

Pošip (korrekt Pošip bijeli) ist eine autochtone Weißweinsorte, die hauptsächlich in der kroatischen Region Dalmatien auf der Insel Korčula um die Orte Čara und Smokvica, der Insel Hvar und in geringerem Umfang auf der Halbinsel Pelješac angebaut wird. Die Dominanz der Rebsorte auf Korčula ist der Förderung während der kommunistischen Ära geschuldet, da sie ertragreicher und leichter kultivierbar als die ebenfalls auf Korčula heimische Grk ist.

Abstammung, Herkunft[Bearbeiten]

Pošip ist eine natürliche Kreuzung der beiden Rebsorten Zlatarica blatska bijeli und Bratkovina bijeli. [1] Alle drei Sorten werden überwiegend auf der Insel Korčula gefunden. Trotz einiger gleich lautender Synonyme ist Pošip nicht mit der Rebsorte ‘Furmint’ verwandt. [2]

Wein[Bearbeiten]

Aus dem Pošip wird meist ein für kroatische Verhältnisse leichter, trockener und frischer Wein erzeugt. Der Alkoholgehalt liegt bei 12−13 Volumenprozent, die beste Trinktemperatur bei 14 °C. Seltener wird Pošip mit Weinen der Rebsorte Bratkovina bijeli verschnitten. Teilrosinierte Beeren der Sorte finden auch Eingang in den dalmatinischen Dessertwein Prošek.

Synonyme[Bearbeiten]

‘Posip’, ‘Posip Bijeli’, ‘Posip Veliki’, ‘Posipak’, ‘Posipica’, ‘Vrgorski Bijeli’

Weblinks[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. The parentage of Pošip bijeli, a major white wine cultivar of Croatia (PDF; 131 kB), veröffentlicht von Jasenka Piljac, Edi Maletić, Jasminka Karoglan Kontić, S. Dangl, Ivan Pejić, Nikola Mirošević und Carole P. Meredith.
  2. Genetic characterization of Croatian grapevine cultivars and detection of synonymous cultivars in neighboring regions (PDF; 513 kB), veröffentlicht von Edi Maletić, Kristina M. Sefc, Herta Steinkellner, Jasminka Karoglan Kontić und I. Pejić.

Literatur[Bearbeiten]