Poggenhagen (Neustadt am Rübenberge)

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Koordinaten: 52° 28′ 3″ N, 9° 27′ 17″ O

Poggenhagen
Höhe: 47 m ü. NN
Fläche: 5,15 km²
Einwohner: 2326 (27. Mrz. 2013)
Bevölkerungsdichte: 452 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. März 1974
Postleitzahl: 31535
Vorwahl: 05032

Poggenhagen ist ein Ortsteil im Süden der Stadt Neustadt am Rübenberge in der Region Hannover in Niedersachsen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Poggenhagen liegt im Süden von Neustadt und im Norden von Wunstorf. Westlich sind das Wunstorfer Moor sowie das Steinhuder Meer sowie der Fliegerhorst Wunstorf zu finden. Im Osten fließt die Leine am Ort vorbei.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste urkundliche Erwähnung findet der Ortsname Poggenhagen in einem Vertrag vom 10. November 1382. Der Ort ist bereits lange vorher unter den Grafen von Roden entstanden. Der Name „Poggenhagen“ ergibt sich aus Pogge (Frosch) und Hagen (Wald) zu Froschwald. Das heutige Poggenhagen entstand 1928 aus der Zusammenlegung der Dörfer Poggenhagen und Moordorf. Moordorf entstand ab 1756 als Moorkolonie im Toten Moor. Die Bewohner stachen im Sommer Torf, betrieben Landwirtschaft und arbeiten im Herbst und Winter auf dem Gut Poggenhagen.

Am 1. März 1974 wurde Poggenhagen in die Stadt Neustadt am Rübenberge eingegliedert.[1]

Bonifatius-Kirche (ev.-luth.)
St.-Johannes-Kirche (kath.)

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Poggenhagen wird von einem neunköpfigen Ortsrat vertreten.

Ortsbürgermeister ist Klaus Hendrian (SPD).[2]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Gut Harms wurde ab 1704 vom Hannoverschen Infanteriegeneral Christian Wilhelm von Campen als Rittergut errichtet und steht heute unter Denkmalschutz. Seit der Übernahme 2002 durch neue Besitzer wird die Anlage als KulturGut Poggenhagen e.V. der Öffentlichkeit und kulturellen Veranstaltungen zugänglich gemacht.[3]
  • Die evangelische Bonifatius-Kirche an der Bonifatiusstraße wurde am 17. Dezember 1967 geweiht. Ihre Kirchengemeinde gehört zum Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf.
  • Die katholische Kirche St. Johannes Apostel befindet sich an der Schlesierstraße und ist nach dem Apostel Johannes benannt. Sie wurde 1969/70 errichtet, ausgeführt als Fertigteilkirche mit freistehendem Glockenturm, und im September 1970 geweiht. Die Kirche ist auch Garnisonskirche des an Poggenhagen grenzenden Fliegerhorstes Wunstorf und gehört zur Pfarrgemeinde St. Peter und Paul in Neustadt am Rübenberge.
  • Die Friedhofskapelle ist am Alten Postweg zu finden, am Südrand von Poggenhagen.

Baudenkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhof in Poggenhagen

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Werk zur Produktion von Dämmstoffen der Saint-Gobain Rigips wurde Anfang 2016 geschlossen.[4][5] Lediglich der Vertrieb und die Auftragsabwicklung für Norddeutschland blieben weiter in Poggenhagen ansässig.[6]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1908 hat der Ort einen Bahnhof, eingestuft in Bahnhofskategorie 6,[7] an der Hauptstrecke Bremen-WunstorfHannover, der im Stundentakt von der S-Bahn Hannover bedient wird.

Drei Buslinien und ein Rufbus des Großraum-Verkehrs Hannover stellen die Naherschließung sicher.

Die Bundesstraße 442 führt durch Poggenhagen und verbindet den Ort mit dem Stadtzentrum von Neustadt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Poggenhagen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 198.
  2. Ortsrat der Ortschaft Poggenhagen. Abgerufen am 12. April 2016.
  3. KulturGut Poggenhagen. Abgerufen am 12. April 2016.
  4. Rigips schließt sein Werk im Dorf. In: Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 15. April 2015.
  5. Rigips-Betriebsrat will kämpfen. In: Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 22. April 2015.
  6. Saint-Gobain Rigips: Dämmstoff-Werk in Neustadt vor dem Aus
  7. Bahnhofskategorieliste 2017. DB Station&Service AG, 16. Dezember 2016, abgerufen am 14. Februar 2017 (PDF).