Polarfront-Projekt

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Das Polarfront-Projekt umfasste vier temporäre Großbildinstallationen in Bremerhaven, die anlässlich des Jahres der Geowissenschaften 2002 und dem 175. Geburtstag Bremerhavens von der Künstlergruppe Polarfront mit Birgit Mieding, Johannes Freitag und Ingo Sikorski ausgeführt wurden. Mieding und Freitag waren zum Zeitpunkt der Installation Wissenschaftler am Alfred-Wegener-Institutes für Polar- und Meeresforschung (AWI), Ingo Sikorski ist ein Objektkünstler aus Hamburg. Das Projekt wurde finanziert durch AWI und DSM mit technischer Unterstützung durch diverse Bremerhavener Firmen.

Die in einer Blickachse installierten Großbilder zeigten:

  • das Forschungsschiff Polarstern bei der Entladung in der Atka Bucht, montiert an der Außenwand des AWI-Gebäudes (20 × 10 m),
  • die Kante des Ekström-Schelfeises, befestigt gegenüber dem Eingang des Deutschen Schiffahrtsmuseums (DSM) (5 × 13 m),
  • eine Eiswand am Durchgang vom DSM zum Deich (8 × 8 m) und
  • den Eisbergfriedhof vor Kapp Norvegia im östlichen Weddell-Meer, befestigt an 8 m tief verankerten Stahlträgern in der Weser (4 × 45 m).

Die Eisberge wurden nachts beleuchtet und von der Klanginstallation Antarctica beginnt hier des Künstlers Thomas E. Martin beschallt. Als Vorlage dienten Fotos, die AWI-Mitarbeiter auf Expeditionen aufgenommen hatten. Nach der Eröffnung (5. Juni 2002) wurden die Bremerhavener Eisberge den ganzen Sommer über von Zehntausenden von Besuchern bewundert. Zum Ende der Installation (14. September 2002) wurden Teile der Eisbergplane verkauft.