Polizeiruf 110: Jugendwahn

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Folge der Reihe Polizeiruf 110
OriginaltitelJugendwahn
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Produktions-
unternehmen
Mitteldeutsches Filmkontor (MDF)
im Auftrag des MDR
Länge88 Minuten
EinordnungFolge 225 (Liste)
Erstausstrahlung21. Januar 2001 auf Das Erste
Stab
RegieBodo Fürneisen
DrehbuchWolfgang Hesse
ProduktionEmmo Lempert
MusikRainer Oleak
KameraDieter Chill
SchnittMargrit Schulz
Besetzung

Jugendwahn ist ein deutscher Kriminalfilm von Bodo Fürneisen aus dem Jahr 2001. Es ist die 225. Folge innerhalb der Filmreihe Polizeiruf 110 und der 15. Fall für die Hallenser Kommissare Schmücke und Schneider.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die bekannte Schauspielerin Mira Bruns erscheint in der Firma ihres Exmannes. Nachdem sie ihn in seiner Wohnung im oberen Stockwerk aufsuchen will, findet sie ihn leblos auf dem Boden liegend. Er wurde mit einem Kaminhaken erschlagen, der sich noch am Tatort befindet. Allerdings finden sich darauf keine Fingerabdrücke, dafür Lippenstiftspuren von Mira Bruns an der Leiche. Die Kommissare Schmücke und Schneider beleuchten zunächst das Umfeld des Opfers. Dieter Fritsch war seit Jahren geschieden und hatte eine eigene Firma, die ihm seine Gattin finanziert hatte, als es ihr wirtschaftlich sehr gut ging. Mittlerweile war er mit der jungen attraktiven Claudia verheiratet, die allerdings nicht gleich auffindbar ist. Erst spät am Abend kann Schmücke sie erreichen. Nach ihren Schilderungen hatte sie alles getan, um ihrem Mann zu gefallen und auch um ihm seine geliebte Exfrau zu ersetzen. Dazu hatte sie sich gekleidet wie sie, eine Perücke getragen und auch das gleiche Make Up benutzt, um ihm seine Frau so gut es ging zu ersetzen. Sie hatte stets das Gefühl, ihren Mann über kurz oder lang an Mira Bruns zu verlieren. Claudia Fritsch gibt zu, ihrem Mann einen Denkzettel verpassen zu wollen und deshalb so lange weg gewesen zu sein, doch hätte sie ihm nie etwas antun können.

Die Kommissare befragen immer wieder Mira Bruns, um mehr Details zu bekommen, aber sie treffen sie nie richtig nüchtern an. Sie erfahren peu à peu, dass auch sie ihren Mann noch immer liebt und finanziell von ihm abhängig war, da sie schon Jahre keine Engagements mehr erhält. Dafür ist sie einfach nicht mehr jung genug. Monatlich muss sie daher ihren Exmann um Unterhalt bitten. Dieser ist aufgrund ihres jugendlichen und sportlichen Liebhabers Lukas nicht unerheblich.

Für Schmücke und Schneider kommt an sich nur eine der beiden Frauen als die Täterin in Betracht. Beide haben kein Alibi, beide benutzen einen identischen Lippenstift. Nachdem allerdings Claudia Fritsch ihren wertvollen Schmuck vermisst und auf der Terrasse Fußspuren entdeckt werden, ist auch ein Raubmord und ein anderer Täter denkbar. Das Profil lässt auf Golfschuhe schließen. Nach Überprüfung der Schuhe von Lukas Stelzer ist die Kriminaltechnikerin sicher, dass er den Einbruch begangen haben dürfte. Stelzer wird daraufhin festgenommen und räumt ein, bei Fritsch eingebrochen zu sein, um den Schmuck zu stehlen. Er hätte aber niemanden deshalb erschlagen.

Als Mira Bruns erfährt, dass ihr Geliebter des Mordes bezichtigt wird, gibt sie zu, Fritsch erschlagen zu haben, da sie sich, wie so oft, um den Unterhalt gestritten hätten. Nachdem er sie beschimpfte und forderte, dass sie Lukas Stelzer verlässt, sei sie so wütend geworden, dass sie nach dem Kaminhaken gegriffen und zugeschlagen hätte. Sie nahm an, dass er noch lebte und lief in Panik weg, kehrte dann aber zurück und fand Fritsch tot vor.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jugendwahn wurde im Auftrag des MDR vom „Mitteldeutsches Filmkontor“ (MDF) produziert und am 21. Januar 2001 im Ersten zur Hauptsendezeit erstmals ausgestrahlt.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kritiker der Fernsehzeitschrift TV Spielfilm vergaben die bestmögliche Wertung (Daumen nach oben) und nannten Jugendwahn ein „Fulminantes Porträt einer alternden Diva“.[1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Polizeiruf 110: Jugendwahn bei tvspielfilm.de