Polnisches Luftfahrtmuseum

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Kraków, Muzeum Lotnictwa Polskiego - fotopolska.eu (137010).jpg
Großer Hangar
Kleiner Hangar

Das Polnische Luftfahrtmuseum (Polnisch: Muzeum Lotnictwa Polskiego w Krakowie) befindet sich auf dem ehemaligen Kraków-Rakowice-Czyżyny-Flughafen in Krakau. Es handelt sich um eines der weltweit größten Luftfahrtmuseen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Museum wurde 1964 nach einer Flugzeugausstellung gegründet. Bis 2010 wurden die Ausstellungsstücke in vier ehemaligen Flugzeughangars ausgestellt, die für Museumszwecke nur bedingt geeignet waren. Im September 2010 erhielt das Museum einen von den Architekten Peter Ruge und Justus Pysall entworfenen zwölf Meter hohen Neubau, der auf 4.500 Quadratmetern einen Teil der Exponate fasst. Die Sammlung beinhaltet im Neubau, den acht historischen Hallen und in der Open-Air-Ausstellung über 200 Flugzeuge und etwa 100 Flugzeugmotoren, außerdem eine Luftfahrt-Bibliothek und Fotoarchive. In seinem Bestand befinden sich unter anderem schwedische, britische und US-amerikanische Militärmaschinen, aus dem Ersten Weltkrieg stammende Flugzeuge, Zivilmaschinen, Segelflugzeuge sowie seltene Exponate wie eine Etrich Taube von 1910, die Reste eines Société Antoinette-Flugzeugs von 1908 oder die PZL P.11 aus den späten 1920er-Jahren. Darüber hinaus steht in der Haupthalle ein Denkmal für die in der Luftschlacht um England seit 1940 getöteten Polen.[1][2]

Die Bundesrepublik Deutschland fordert bis heute Ausstellungsstücke zurück, die vor allem der Deutschen Luftfahrtsammlung Berlin entstammen. Diese wurden 1943 nach Czarnków im besetzten Polen ausgelagert und verblieben nach Ende des Zweiten Weltkrieges in Polen.[1][3][4]

Exponate[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Albatros B.II der Polnischen Luftstreitkräfte
Grigorowitsch M-15
Curtiss Hawk II, geflogen von Ernst Udet
De Havilland 82A Tiger Moth II
Jak-17UTI
Lim-6bis im Museum, dahinter die „MiG Alley“
PZL M-4 Tarpan
Saab J 35J Draken
Saab AJSF 37 Viggen
WSK-Mielec M-15 Belphegor
TS-11 Iskra
WSK TS-9 Junak 3
BŻ-1 GIL (SP-GIL)
Strahltriebwerk SO-1
Strahltriebwerk Ljulka AL-7F

Flugzeuge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Segelflugzeuge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Motorsegler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hubschrauber[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flugmotoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Nikolaus Bernau: Luftfahrtmuseum Krakau Gelandet um zu bleiben, in: Frankfurter Rundschau, 20. September 2010
  2. BauNetz: Flügeldreieck – Luftfahrtmuseum in Krakau eingeweiht, vom 20. September 2010
  3. Christina Tilmann: Streit um eine Luftfahrt-Sammlung, in: Der Tagesspiegel, 21. September 2010
  4. FAZ vom 23. September 2010, S. 34: Auch Bauchlandungen haben ihren Sinn

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 50° 4′ 39,8″ N, 19° 59′ 26,2″ O