Polyacrylamid

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Strukturformel
Strukturformel von Polyacrylamid
Allgemeines
Name Polyacrylamid
Andere Namen

Poly(2-propenamid)

CAS-Nummer 9003-05-8
Monomer Acrylamid
Summenformel der Wiederholeinheit C3H5NO
Molare Masse der Wiederholeinheit 71,08 g·mol−1
Eigenschaften
Aggregatzustand

fest

Dichte

0,75–0,95 g·cm−3 (20 °C) [1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
keine Einstufung verfügbar
H- und P-Sätze H: siehe oben
P: siehe oben
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Polyacrylamid ist ein Polymer von Acrylamid.

Polyacrylamid lässt sich aus Acrylamid in wässriger Lösung durch radikalische Polymerisation herstellen.[3] Die Reaktion kann z. B. von Ammoniumpersulfat (APS) als Radikalstarter eingeleitet und von Tetramethylethylendiamin (TEMED) katalysiert werden.

Polyacrylamid ist wasserlöslich oder zumindest wird es von Wasser angequollen. Verdünnte wässrige Lösungen von Polyacrylamiden mit niedrigen Molmassen besitzen eine höhere Viskosität als reines Wasser. Bei Zugabe geringer Mengen Polyacrylamid mit hoher Molmasse zu Wasser entsteht ein Gel, dessen Konsistenz der von Götterspeise etwa gleich ist.

Acrylamid ist in der unpolymerisierten Form ein Nervengift, in der polymerisierten Form ist es unschädlich.

Anwendung[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Datenblatt Polyacrylamid bei Carl Roth, abgerufen am 9. April 2010.
  2. Diese Substanz wurde in Bezug auf ihre Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
  3. Arnold Willmes, Taschenbuch Chemische Substanzen, Harri Deutsch, Frankfurt (M.), 2007.