Polycolon

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Polycolon ist eine auf Basis Polypropylen (PP) veredelte Langstapelfaser, die in Mischung mit anderen Textilfasern oder in reiner Form zu Funktionsgarnen verarbeitet wird. Bei Funktionsgarnen aus Polycolon handelt es sich um Kammgarn. Durch das geringe Eigengewicht, die gute Scheuerfestigkeit, die nicht vorhandene Wasseraufnahme und die guten Pflegeeigenschaften, wird Polycolon häufig im Sportfunktions-, Outdoor-, Strumpf- und Unterwäschebereich eingesetzt. Es hat die größte Oberflächenspannung aller synthetischen Fasern. Daraus ergibt sich eine extrem gute Wasser- bzw. Schweißweiterleitfähigkeit. Polycolon ist bis 95 °C in der Waschmaschine waschbar. Polycolon (PP) ist zudem die Faser mit der geringsten Dichte (0,91 g·cm−3), also die leichteste Textilfaser überhaupt.[1] Textilien aus oder mit hohem Polycolonanteil werden oft als Basis-Schicht im Zwiebelschalenprinzip eingesetzt oder auf der Innenseite des Baselayers sowie in Socken plattiert eingestrickt. Durch Polycolon-Fasermischungen z.B. mit Wolle können tragephysiologisch sich ergänzende Effekte erzielt werden.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. *Alfons Hofer: Stoffe 1 - Textile Rohstoffe Garne Effekte. 7. Auflage. DFV, Frankfurt M. 1992, ISBN 3-87150-366-5. S.397 f.