Pomelo

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Geöffnete Pomelo-Frucht

Pomelo ist ein Handelsname für verschiedene Kulturpflanzen-Sorten der Zitrusfrüchte, deren Pampelmusen-Erbanteil größer ist als jener der Grapefruit. So entstand zum Beispiel um 1970 in Israel durch erneutes Kreuzen von Pampelmuse und Grapefruit eine Frucht, die Pomelo genannt wurde und die in Deutschland erstmals 1974 erhältlich war.[1] Diese wurde in Israel und Südafrika angebaut. Später kamen, hiervon unabhängig, auch Früchte aus Südostasien und China unter dem Namen „Pomelo“ oder „Honey Pomelo“ auf den deutschen Markt.[2]

Im Englischen steht pomelo für die Pampelmuse und Pomelo, im Französischen für die Grapefruit, und im Spanischen für die Grapefruit, Pampelmuse und Pomelo. Im Nahen Osten, speziell in der Levante, ist die Frucht auch unter dem Namen Bomali oder Pomaly (Arabisch بومَلي) bekannt.

Pomelos sind keine eigene Art. Die als Pomelos bezeichneten Sorten gehören taxonomisch zur Pampelmuse (Citrus maxima), auch wenn sie einen gewissen Erbanteil von der Grapefruit (Citrus paradisi) haben.

Beschreibung[Bearbeiten]

Pomelos auf den Philippinen
Pomelos auf den Philippinen

Die Pomelo gleicht in ihren allgemeinen Eigenschaften der Pampelmuse. Der immergrüne Baum kann bis zu 15 Meter hoch werden[3], im kommerziellen Anbau wird er aber meist deutlich niedriger geschnitten. Er benötigt warmes, frostfreies Klima. Die Früchte sind rund bis birnenförmig, wiegen 500 bis 2000 g bei einem Durchmesser von 15 bis 25 cm.[4] Unter der weißgelben bis grünlichen Oberfläche der Pomelo folgt eine relativ dicke weiße, schwammige Schicht. Die Mittelachse der Frucht ist hohl. Die Frucht ist in Segmente unterteilt, die jeweils von einer festen Haut umgeben sind. Diese Haut ist bitter schmeckend und wird deshalb vor dem Verzehr vom Fruchtfleisch abgezogen. Das Fruchtfleisch ist hellgelb bis rosafarben, von fester Konsistenz und hat einen schwach säuerlich-süßlichen, erfrischenden Geschmack.

Inhaltsstoffe[Bearbeiten]

100 g Fruchtfleisch der Pomelo haben einen Brennwert von 25 bis 50 kcal und enthalten 0,5 g Fett und Eiweiß[2] sowie 1 g Ballaststoffe und 41 mg Vitamin C.[4]

Wie die Grapefruit enthalten Pomelos Naringin,[2] das Wechselwirkungen mit Medikamenten eingeht.

2009 wurden vom Lebensmittelinstitut Oldenburg des LAVES 25 Proben Pomelo auf Pflanzenschutzmittelrückstände untersucht. Die Herkunftsländer waren China (20 Proben) und Israel (2 Proben). Von 3 Proben waren die Herkunft unbekannt. In allen Proben fanden sich Rückstande von Pflanzenschutzmitteln und es wurden insgesamt 24 unterschiedliche Pflanzenschutzmittel nachgewiesen wie z. B. das Insektizid Chlorpyrifos von der Firma Dow Chemical Co., das in 21 Proben enthalten war. Allerdings sollte in diesem Zusammenhang erwähnt werden, dass die Pomelos aufgrund rechtlicher Vorschriften mitsamt ihrer dicken Schale untersucht wurden. Ob und wie viel Rückstände im Fruchtfleisch enthalten sind, oder ob sich etwa die Rückstände bei üblicher Handhabung von der Frucht lösen, bleibt dabei offen.[5]

Verwendung[Bearbeiten]

Pomelos werden roh als Obst verzehrt und können zu Saft, Chutneys oder Fruchtaufstrichen verarbeitet werden. Die Schale kann zum Würzen verwendet oder kandiert werden, wenn sie von unbehandelten Früchten stammt.

Entstehungsgeschichte[Bearbeiten]

Entstehung der Pomelo durch mehrfache Kreuzung von Mandarine und Pampelmuse

Die Pomelo entstand durch die mehrfache Kreuzung von Mandarine und Pampelmuse. Die Orange, und zwar sowohl Süß- wie Bitterorange (Citrus x sinensis/Citrus x aurantium), ist ein Resultat der ersten Kreuzung von Mandarine (Citrus reticulata) und Pampelmuse (Citrus maxima).[6] Durch erneute Kreuzungen entstand erst die Grapefruit (Citrus paradisi) und schließlich die Pomelo. Während sich in der Grapefruit der bittere Geschmack der Pampelmuse durchgesetzt hat, schmecken Orange und Pomelo eher fruchtig.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Fruchtlexikon bei univeg.de
  2. a b c Küchenlexikon bei huettenhilfe.de
  3. How Much Space Is Needed for a Pomelo Tree?
  4. a b china-pomelo.de
  5. Niedersächsisches Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit
  6. E. Nicolosi et al.: Citrus phylogeny and genetic origin of important species as investigated by molecular markers. In: Theoretical and Applied Genetics. Berlin 100, 8, 2004, S. 1155-1166. ISSN 0040-5752

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Citrus maxima – Sammlung von Bildern, Videos und AudiodateienVorlage:Commonscat/Wartung/P 2 fehlt, P 1 ungleich Lemma