Ponte in Valtellina

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Ponte in Valtellina
Wappen
Ponte in Valtellina (Italien)
Ponte in Valtellina
Staat Italien
Region Lombardei
Provinz Sondrio (SO)
Lokale Bezeichnung Pùnt
Koordinaten 46° 11′ N, 9° 59′ OKoordinaten: 46° 11′ 0″ N, 9° 59′ 0″ O
Höhe 500 m s.l.m.
Fläche 69 km²
Einwohner 2.321 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte 34 Einw./km²
Postleitzahl 23026
Vorwahl 0342
ISTAT-Nummer 014052
Volksbezeichnung Pontaschi, Trumbin
Schutzpatron Mauritius (Heiliger) (22. September)
Website Ponte in Valtellina
Gemeinde Ponte in Valtellina in der Provinz Sondrio
Ponte in Valtellina
Kirche San Rocco, Fresko Deposizione (15. Jahrhundert)

Ponte in Valtellina ist ein Dorf in der Provinz Sondrio in der Lombardei, Italien. Ponte in Valtellina hat 2321 Einwohner (Stand 31. Dezember 2016) auf 69 km².

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt nahe der Grenze zum Kanton Graubünden, Schweiz. Die Nachbargemeinden sind Castello dell'Acqua, Chiuro, Montagna in Valtellina, Piateda, Teglio, Tresivio und Valbondione (BG).

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pfarrkirche San Maurizio im Platz Bernardino Luini; das Hauptportal wird von einer Lünette mit dem Fresko Madonna mit Kind mit San Maurizio des Malers Bernardino Luini überragt; auf der rechten Seite großes Votivfresko mit San Cristoforo (Ende 15. Jahrhundert). Im Innern in der ersten Kapelle nach Rechts hölzernen Altarbild von Giacomo del Maino. Das Presbyterium wurde in Renaissance-Formen von Tommaso und Jacopo Rodari aus Maroggia seit 1498 erneuert; über dem Hochaltar ein imposanter Tabernakel mit einem kleinen Tempel von Francesco und Innocenzo Guicciardi von 1573.
  • Oratorium dei Disciplini bewahrt ein Freskenzyklus mit Sibyllen, Heiligen und einer fragmentarischen Epiphany des Malers Fermo Stella.
  • Kirche Sant’Ignazio (17. Jahrhundert) mit Fresko Sant’Ignazio che irradia la fede sulla quattro parti del mono des Malers Cesare Ligari.
  • Kirche Madonna di Campagna (16. Jahrhundert) mit einen Pronao mit hohem Marmorrelief der Verkündigung (1593); im Innern einer seltenen Renaissance-Orgel der in den frühen neunziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts restauriert wurde; über dem Hauptaltar befindet sich das Fresko Madonna mit Kind (15. Jahrhundert).
  • Kirche San Rocco mit Fresko Deposizione auf den Portal.
  • Wallfahrtskirche San Luigi Gonzaga in der Fraktion Sazzo.
  • Ethnographisches Museum der Bauernkultur befindet sich im Hof der Gefängnisse. Es besteht aus 5 Zimmern und sammelt die alten Werkzeuge für die Herstellung von Käse und Butter, die Empfänger des Weinguts für die Herstellung von Wein, für die Sammlung und Verarbeitung von Getreide, die Werkzeuge zum Spinnen von Wolle und Hanf, eine antike Schlafzimmer und eine Küche mit altem Geschirr.
  • Pfarrmuseum - Neben Gemälden und Fresken aus der Zeit '400-'500 sind sakrale Gewänder, Einrichtungsgegenstände und Gläser von beträchtlichem Wert ausgestellt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Francesco Saverio (Franz Xaver) Quadrio (* 1. Dezember 1695 in Ponte in Valtellina; † 21. Dezember 1756 in Mailand), trat in den Jesuitenorden, war Sprachlehrer in Padua, Theologieprofessor in Bologna, dann wieder Professor in Padua, schrieb Storia generale della poesia., Verliess den Orden und floh nach Zürich, trieb literarische Studien in Paris, unterhielt Beziehungen zu Voltaire und war später Bibliothekar des Gouverneurs von Mailand (Giovanni Luca Pallavicini); schrieb Dissertazioni critico-storiche intorno alla Rezzia, oggi Valtellina. (Mailand 1755–1756)[2]
  • Giuseppe Piazzi (* 16. Juli 1746 in Ponte im Veltlin; † 22. Juli 1826 in Neapel) war ein katholischer Priester, Astronom und Mathematiker.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ponte in Valtellina – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2016.
  2. Celestino Trezzini: Francesco Saverio (Franz Xaver) Quadrio auf biblio.unibe.ch/digibern/hist_bibliog_lexikon_schweiz, S. 507, (abgerufen am 18. Oktober 2017).