Pontus Wernbloom

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Pontus Wernbloom

Pontus Wernbloom im Februar 2009

Spielerinformationen
Voller Name Pontus Anders Mikael Wernbloom
Geburtstag 25. Juni 1986
Geburtsort KungälvSchweden
Größe 187 cm
Position Mittelfeldspieler
Vereine in der Jugend
0000–2003
2003–2004
IK Kongahälla
IFK Göteborg
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
2005–2009
2009–2012
2012–
IFK Göteborg
AZ Alkmaar
ZSKA Moskau
92 (26)
67 0(7)
65 0(5)
Nationalmannschaft2
2006–2009
2007–
Schweden U-21
Schweden
24 0(6)
42 0(2)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: 20. März 2015
2 Stand: 20. März 2015

Pontus Anders Mikael Wernbloom (* 25. Juni 1986 in Kungälv) ist ein schwedischer Fußballspieler. Der Mittelfeldspieler, der 2007 in der schwedischen Nationalmannschaft debütierte, gewann mit dem IFK Göteborg den schwedischen Meistertitel und den Landespokal.

Werdegang[Bearbeiten]

Durchbruch in Schweden[Bearbeiten]

Wernbloom spielte in der Jugend zunächst für IK Kongahälla, ehe er 2003 in die Jugendabteilung des IFK Göteborg wechselte. 2005 rückte der Offensivspieler in den Erstligakader auf und kam in seiner Debütsaison zu sieben Spielen für den Klub in der Allsvenskan. Bereits in der Spielzeit 2006 hatte sich der Nachwuchsspieler in der Stammformation etabliert und erzielte sechs Tor ein 23 Saisoneinsätzen. Damit empfahl er sich für die von Tommy Söderberg und Jörgen Lennartsson betreute U-21-Auswahl Schwedens. Am 24. Mai des Jahres kam er anlässlich eines 3:1-Erfolgs gegen die polnische Juniorennationalmannschaft an der Seite von Spielern wie Petter Andersson, Björn Runström und Oscar Wendt zu seinem Debüt, das er mit dem 1:0-Führungstreffer krönen konnte.[1] In der Folge etablierte er sich als Stammspieler in der Landesauswahl, mit der er in den Play-Off-Spielen zur Qualifikation für die U-21-Europameisterschaftsendrunde 2007 an der serbischen Nachwuchsauswahl nach einem 3:0-Auswärtserfolg durch eine 0:5-Heimschlappe scheiterte.

Durch seine guten Leistungen rückte er in den Fokus von Nationaltrainer Lars Lagerbäck und wurde für eine Amerikareise der A-Nationalmannschaft in den Kader berufen. Am 18. Januar 2007 debütierte er anlässlich eines Spiels gegen Ecuador im Nationaljersey. In der anschließenden Spielzeit 2007 knüpfte Wernbloom bei IFK Göteborg an das Vorjahr an und gehörte mit abermals sechs Saisontoren zu den Stützen der Mannschaft, die den Lennart-Johansson-Pokal für den schwedischen Landesmeistertitel errang. An der Seite von Niclas Alexandersson, Jonas Wallerstedt und Stefan Selakovic bestritt er 24 Ligaspiele und erreichte mit der Mannschaft das Pokalfinale gegen Kalmar FF, in dem er in der Startformation stand. Der Gewinn des Doubles wurde nach Gegentoren von César Santin und Patrik Ingelsten durch eine 0:3-Niederlage deutlich verpasst.[2]

Vor Beginn der folgenden Spielzeit nominierte Lagerbäck erneut Wernbloom für die A-Nationalmannschaft, so dass er zu einem zweiten Länderspieleinsatz kam. Zwar gelangen ihm in der anschließenden Saison acht Saisontore, dennoch reichte es für ihn mit der Vereinsmannschaft nur zum dritten Rang in der Abschlusstabelle hinter Meister Kalmar FF und IF Elfsborg. Jedoch zog sie wie im Vorjahr ins Pokalfinale ein und verhinderte durch einen 5:4-Erfolg nach Elfmeterschießen ihrerseits das Double von KFF. Wernbloom konnte dabei den letzten Elfmeter zum Triumph des Göteborger Klubs gegen Petter Wastå verwandeln.[3] Zu Beginn der Spielzeit 2009 bestätigte er erneut die Form der Vorjahre. Bis zur Sommerpause war er an acht Toren direkt oder durch Torvorlage beteiligt und rangierte damit klubintern hinter Selakovic und Tobias Hysén. Als entscheidende Stütze, die dem Klub zum ersten Tabellenrang zur Sommerpause verhalf, nominierten ihn Ende Mai die Trainer Söderberg und Lennartsson für die U-21-Europameisterschaftsendrunde im Sommer im eigenen Land.[4] Mit der Mannschaft erreichte er das Halbfinale des Turniers, in dem sie gegen England im Elfmeterschießen ausschied.

Wechsel ins Ausland[Bearbeiten]

Jahre in den Niederlanden[Bearbeiten]

Durch seine guten Leistungen machte Wernbloom international auf sich aufmerksam. Bereits im April 2009 gab er seinen Wechsel in die niederländische Ehrendivision bekannt. Der amtierende Meister AZ Alkmaar bot 30 Millionen schwedische Kronen, um den Offensivspieler für vier Spielzeiten zuzüglich Option für ein weiteres Jahr an sich zu binden.[5] Anfangs aufgrund diverser Blessuren – er verpasste daher auch das Spiel um den Johan Cruijff Schaal, das sein Klub gegen den SC Heerenveen gewann – hauptsächlich Ergänzungsspieler, konnte er sich insbesondere in der zweiten Saisonhälfte seiner ersten Spielzeit in den Niederlanden unter dem im Dezember neu verpflichteten Trainer Dick Advocaat in die Startformation spielen. Am Ende der Spielzeit hatte er in 23 Spielen zur erneuten Europapokalqualifikation als Tabellenfünfter beigetragen.

Im Sommer 2010 bekam Wernbloom mit Gertjan Verbeek einen neuen Cheftrainer, da Advocaat als neuer Nationaltrainer der russischen Nationalmannschaft den Klub verließ. Unter dem neuen Trainingsleiter avancierte er an der Seite von Maarten Martens, Jóhann Berg Guðmundsson und seinem Landsmann Rasmus Elm zur Stammkraft im rechten Mittelfeld. Parallel etablierte er sich im Kader der Nationalmannschaft ebenfalls als Stammkraft. Beim Auftaktspiel zur Qualifikation für die Europameisterschaft 2012 im September 2010 krönte er sein Startelfdebüt in einem Pflichtspiel für die Auswahl mit einem Doppelpack zum 2:0-Erfolg über die ungarische Nationalmannschaft.[6]

Während Wernbloom sich mit der Nationalmannschaft hinter der Nationalelf der Niederlande in der Qualifikationsgruppe E festsetzte, schwankte er mit seinem Klub innerhalb der Liga. Nach einem schlechten Start mit nur drei Punkten aus den ersten fünf Spielen folgte eine Serie von fünf Siegen, anschließend verlor die Mannschaft nur ein Spiel bis zum Ende der Hinrunde. In der Rückrunde etwas konstanter verlor die Mannschaft zwar den Anschluss zu den Spitzenplätzen, erreichte aber als Tabellenvierter erneut die Qualifikation für das internationale Geschäft. Mit vier Saisontoren ließ Wernbloom dabei zeitweise seine Torgefahr aus Göteborger Zeiten erkennen, auch in der Qualifikation zur UEFA Europa League 2011/12 trug er mit zwei Toren in vier Spielen maßgeblich zum Einzug in die Gruppenphase bei. Dort blieb die Mannschaft in sechs Spielen unbesiegt, aufgrund von fünf Unentschieden wurde jedoch erst am letzten Spieltag der Aufstieg ins Sechzehntelfinale erreicht. Auch in der Nationalmannschaft war Wernblooms Einsatz von Erfolg gekrönt: Im Oktober 2011 wirkte er im letzten Gruppenspiel zur EM-Qualifikation gegen die Niederlande als Einwechselspieler mit und war somit am 3:2-Erfolg beteiligt, der als bester Gruppenzweiter die direkte Qualifikation bedeutete.

Unter Vertrag bei ZSKA Moskau[Bearbeiten]

Wernbloom in der Champions League gegen Real Madrid im Februar 2012

Mitte Januar 2012 verkündete Wernbloom seinen Abschied aus der niederländischen Ehrendivision. Er folgte einem Angebot des russischen Erstligisten ZSKA Moskau. Bei seinem neuen Klub unterzeichnete er einen bis Sommer 2012 gültigen Vertrag mit einer Laufzeit von viereinhalb Jahren, der Verein zahlte geschätzte 3 Millionen Euro als Ablösesumme an AZ Alkmaar.[7] Bei seinem Pflichtspieldebüt im Achtelfinale der UEFA Champions League im Februar des Jahres erzielte er in der Nachspielzeit auf Vorlage von Alexei Wladimirowitsch Beresuzki den Treffer zum 1:1-Ausgleich gegen Real Madrid, nach einer 1:4-Niederlage im Rückspiel schied er mit der Mannschaft aus dem Wettbewerb aus. Anfang März stand er erstmals in der Premjer-Liga auf dem Spielfeld und war bis zum Saisonende Stammspieler. Am letzten Spieltag verpasste er mit dem Klub aufgrund einer 1:3-Niederlage gegen Rubin Kasan einen Platz zur Qualifikation zur UEFA Champions League 2012/13, da Spartak Moskau mit einem gleichzeitigen Sieg gegen Lokomotive Moskau an ZSKA vorbeizog und Vizemeister wurde.

Erfolge[Bearbeiten]

Titel[Bearbeiten]

  • Schwedischer Meister: 2007
  • Schwedischer Pokalsieger: 2008
  • Schwedischer Supercup: 2008
  • Russischer Meister: 2013, 2014
  • Russischer Pokalsieger: 2013

Persönliche Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • Nominierung schwedischer Mittelfeldspieler des Jahres: 2010[8]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. svenskfotboll.se: „U21 herr: Kanonhalvlek gav 3-1 mot Polen“ (abgerufen am 15. Juni 2009)
  2. svenskfotboll.se: „Kalmar FF svenska cupmästare 2007“ (abgerufen am 15. Juni 2009)
  3. svenskfotboll.se: „IFK Göteborg cupmästare 2008“ (abgerufen am 15. Juni 2009)
  4. svenskfotboll.se: „U21 herr: EM-truppen uttagen“ (abgerufen am 15. Juni 2009)
  5. fotboll.expressen.se: „Wernbloom klar för fyra år i Alkmaar“ (abgerufen am 15. Juni 2009)
  6. svenskfotboll.se: „Herr: Wernbloom dubbel målskytt mot Ungern“ (abgerufen am 6. September 2010)
  7. fotbolltransfers.com: „Officiellt: Pontus Wernbloom klar för CSKA Moskva“ (abgerufen am 18. Mai 2012)
  8. svenskfotboll.se: „Nomineringarna till Fotbollsgalan 2010“ (abgerufen am 18. Mai 2012)

Weblinks[Bearbeiten]