Poopó-See

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Poopó-See
Satellitenaufnahme 1991
Satellitenaufnahme 1991
Geographische Lage Bolivien
Zuflüsse Río Desaguadero
Abfluss Río Laca Jahuira (zeitweise)
Inseln Isla de Panza, 14 weitere
Orte am Ufer Poopó, Challapata, Huari
Daten
Koordinaten 18° 33′ S, 67° 5′ W-18.55-67.0833333333333686Koordinaten: 18° 33′ S, 67° 5′ W
Poopó-See (Bolivien)
Poopó-See
Höhe über Meeresspiegel 3686 m
Fläche 1340 km²f5
Volumen ca. 4,02 km³dep1f8
Mittlere Tiefe 3 mf11

Der Poopó-See war ein rund 1340 km² großer Salzsee in den Anden in Bolivien. Die Behörden erklärten den See im Dezember 2015 offiziell für ausgetrocknet.

Das Stillgewässer, das sich südöstlich des Titicaca-Sees ungefähr 50 km südlich von Oruro auf 3686 m Höhe in einem abflusslosen Becken der Anden befand, wurde vom Río Desaguadero gespeist, dem Abfluss des Titicaca-Sees. Die durchschnittliche Tiefe des Sees betrug 3 m.

Der Poopó-See war vor etwa 10.000 Jahren aus dem etwa 43.000 km² großen Tauca-See hervorgegangen, einem Glazialgewässer, das die drei Teilbecken des heutigen Poopó-Sees, des Coipasa-Salzsee und des Salar de Uyuni umfasste und eine Wassertiefe von bis zu 60 Metern aufwies.[1][2]

Flamingos am Poopó-See

Das stark schlammige Wasser des Poopó-Sees war Lebensraum für Flamingos. Mangels Wassernachschub war der See schon 1994 nahezu völlig ausgetrocknet. Seit Dezember 2015 rechnen Wissenschaftler aber nicht mehr mit einer Regeneration.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Albrecht Kessler. Zur Rekonstruktion von spätglazialem Klima und Wasserhaushalt auf dem peruanisch-bolivianischen Altiplano (1984) (PDF; 1,01 MB)
  2. Troy A. Blodgett, Bryan L. Isacks, John D. Lenters. Constraints on the Origin of Paleolake Expansions in the Central Andes (1996)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Poopó-See – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien