Pop-up-Verkauf

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Pop-up-Verkauf einer Lebensmittelmarke in London

Ein Pop-up-Verkauf [ˈpɒpˌʌp] (von englisch to pop up „plötzlich auftauchen“) – im Englischen Pop-up Retail – ist ein kurzfristiges und provisorisches Einzelhandelsgeschäft, das vorübergehend in leerstehenden Geschäftsräumen betrieben wird.[1] Das Warenangebot entspricht meist dem einer Boutique, kann aber auch einem Lagerverkauf ähneln.

Konzept[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Geschäftsfläche kann an einem Tag noch den Pop-up-Verkauf beherbergen und einen Tag oder wenige Wochen später bereits wieder anderweitig genutzt sein. Das Ziel neben dem offensichtlichen Warenabsatz ist es einerseits, durch das plötzliche Auftauchen und die Werbung mittels Mundpropaganda den empfundenen Wert der angebotenen Waren – oft nur einer einzigen Marke – zu steigern. Andererseits entstehen kaum Werbekosten, und übergangsweise leerstehende Verkaufsräume lassen sich preiswert anmieten. Ein Pop-up-Verkauf dient primär dem schnellen, profitablen Warenabsatz, insbesondere für Saisonwaren, und der Imagepflege.

Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der erste Verkauf dieser Art, die Ritual Expo, fand an nur einem Tag im Jahr 1997 in Los Angeles statt, bot Szenebekleidung an und war die Idee des Eventmanagers Patrick Courrielche.[2] Die Methode gilt mittlerweile als Trend insbesondere in der Bekleidungsbranche und ist vor allem in den Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada, Großbritannien und Australien verbreitet. Seit den späten 2000er-Jahren tauchen auch in Deutschland Pop-up-Verkäufe auf. Mittlerweile sind in den Großstädten Berlin, München, Hamburg aber auch in anderen Städten Pop-Up-Stores ein gelebtes Konzept für den Leerstand in Verkaufsflächen. Neben mehreren Online-Datenbanken für den Leerstand von Ladenflächen gibt es mittlerweile auch spezialisierte Pop-Up-Agenturen die sich auf den Betrieb von reinen Pop-Up-Stores konzentrieren.[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Pop-up retail – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. UBL: Bitte, was ist eigentlich ein Pop-up-Store? auf welt.de vom 21. August 2008, abgerufen am 5. Dezember 2014
  2. Moore, Booth, (July, 1999) LA Times. "Cutting-Edge Clothes and Music at Ritual Expos." http://articles.latimes.com/1999/jul/09/news/cl-54193
  3. Harald Reil: Pop, pop, pop: Pop-up-Shops schießen weltweit wie Pilze aus dem Boden. GBI Genios Wirtschaftsdatenbank GmbH, 2014, ISBN 978-3-7379-5612-3 (google.com [abgerufen am 11. Mai 2016]).