Poppenrod

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Poppenrod
Gemeinde Hosenfeld
Koordinaten: 50° 29′ 51″ N, 9° 28′ 8″ O
Höhe: 386 m ü. NHN
Fläche: 1,59 km² [LAGIS]
Einwohner: 202 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 127 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1971
Postleitzahl: 36154
Vorwahl: 06669
Teilansicht von Poppenrod
Teilansicht von Poppenrod

Poppenrod ist ein Ort in Osthessen, der der Gemeinde Hosenfeld im Landkreis Fulda angehört.

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Poppenrod liegt am östlichen Rande des Vogelsberges und am südwestlichen Ortsrand von Hosenfeld. Der Ort liegt an der Mündung des von Brandlos kommenden Brandloser Wassers in die Jossa. Poppenrod liegt an der Landesstraße 3079, die von Fulda über Giesel und Hosenfeld nach Bermuthshain im Vogelsbergkreis führt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fachwerkhaus in der Ortsmitte.

Seinem Namen nach war der Ort eine wohl spätestens im 11. Jahrhundert seitens eines nicht näher bekannten Bobbo (Poppo) erfolgten Rodung. Die erste urkundliche Erwähnung geschah 1273.

Das markante Feldsteinbackhaus in der Ortsmitte.
  • 1273: Winther von Steinaha (Steinau) verkauft mit Zustimmung seiner Gemahlin Lukardis und seines Sohnes Friedrich seine Güter zu Bobbinrode dem Nonnenkloster Blankenau.
  • 1528: Die Ortschaft heißt inzwischen Bappenrode und zählt sechs Zinsende.
  • 1543: Der Name der Ortschaft wird jetzt mit Boppenrodt und Poppenrodt bezeichnet. Das Dorf gehörte zum Gericht Hosenfeld und war bis 1752 im Besitz der Herren von Lüder.

Neugliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Am 31. Dezember 1971 wurde Poppenrod im Rahmen der Gebietsreform in die Gemeinde Hosenfeld eingegliedert.[2]

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohner bekennen sich zur katholischen und zur evangelischen Religion wobei die Katholiken die überwiegende Mehrheit bilden.

Katholisch: Pfaffenrod ist der römisch-katholische Pfarrei St. Peter und St. Paul in Hosenfeld im Bistum Fulda zugeordnet.

Evangelisch: Die evangelischen Christen zählen zur Kreuzkirche Fulda im Kirchenkreis Fulda, Sprengel Hanau der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsvorsteher ist Thomas Simon (Stand Dezember 2016).[3]

Kultur und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einziger Verein des Ortes ist die Freiwillige Feuerwehr Poppenrod. Da in Poppenrod keine weiteren Vereine existieren, schreibt sich die Feuerwehr neben den Hauptaufgaben des Brandschutzes besonders die Förderung der Brauchtumspflege und des Heimatgedankens auf die Fahnen. Sie stellt mit ihren ehrenamtlichen Mitgliedern in der Einsatzabteilung und mit finanzieller Ausstattung der Gemeinde Hosenfeld den Brandschutz und die allgemeine Hilfe sicher.

Gemeinschaftliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Poppenrod verfügt über ein Kriegerehrenmal. Ein Bürgerhaus mit Feuerwehrhaus im Untergeschoss und ein markantes Backhaus in der Ortsmitte. Den Kindern und Jugendlichen des Dorfes stehen ein Kinderspielplatz und ein Bolzplatz hinter dem Bürgerhaus, der auch vereinzelt bei Festveranstaltungen der Vereine als Festplatz genutzt wird, zur Verfügung.

Das Bürgerhaus

Mit einer Bürgerversammlung des Ortsbeirates am 16. Mai 2003 um 20.00 Uhr im "Stall" – dem alten Dorfgemeinschaftsraum – wurde mit Bürgermeister Bruno Block, den anwesenden Gemeindepolitikern und der Bürgerschaft die Umsetzung der Eigenleistung "Bau eines Bürgerhauses" besprochen. Das Richtfest wurde bereits am 13. Dezember 2003 gefeiert. Die Einweihung und Inbetriebnahme des neuen Bürgerhauses erfolgte mit der kirchlichen Segnung am 24. September 2006. Die Errichtung erfolgte ohne staatliche Förderung mit Gemeindemitteln und mit großer Eigenleistung der Bürgerschaft unter dem Ortsvorsteher Thomas Simon. Die planungsmäßigen Vorarbeiten begannen bereits unter seinem Amtsvorgänger Anton von Keitz.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerungsstatistik der Gemeinde Hosenfeld, abgerufen im Dezember 2016.
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 394.
  3. Ortsbeiräte der Gemeinde Hosenfeld, abgerufen im Dezember 2016.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]