Porlezza

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Porlezza
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Porlezza (Italien)
Porlezza
Staat Italien
Region Lombardei
Provinz Como (CO)
Koordinaten 46° 2′ N, 9° 8′ OKoordinaten: 46° 2′ 0″ N, 9° 7′ 30″ O
Höhe 275 m s.l.m.
Fläche 18,64 km²
Einwohner 4.947 (31. Dez. 2019)[1]
Postleitzahl 22018
Vorwahl 0344
ISTAT-Nummer 013189
Volksbezeichnung porlezzesi oder porlezzini
Schutzpatron Victor von Mailand (8. Mai)
Website Porlezza
Die Gemeinde Porlezza im Provinz Como
Porlezza

Porlezza ist eine am Ostufer des Luganersees in Norditalien gelegene Gemeinde mit 4947 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2019). Die Gemeinde gehört zur Provinz Como in der Lombardei.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Gemeinde Porlezza bedeckt eine Fläche von 18,64 km² und befasst die Ortsteile: Agria, Begna, Cima und Tavordo. Die Nachbargemeinden sind: Bene Lario, Carlazzo, Claino con Osteno, Corrido (Lombardei), Tremezzina, Ponna, Val Rezzo und Valsolda.

Wenige Kilometer vom Ort entfernt, in Richtung Menaggio, liegt der Lago di Piano, ein Naturschutzgebiet und EU-Gebiet von gemeinschaftlicher Bedeutung. In Richtung Val d’Intelvi befinden sich die Grotten von Rescia, die reich an eindrucksvollen Stalaktiten und Stalagmiten sind und die Osteno-Schlucht (eine tiefe Schlucht, die von einem Bach gegraben wurde).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im 10. Jahrhundert kam Porlezza, bis dahin ein Lehen der Markgrafen Corradidi aus Lecco, Attonidi, unter die Kontrolle des Erzbischofs von Mailand. Während des zehnjährigen Krieges zwischen Mailand und Como (1117–1127) war Porlezza eine mailändische Hochburg und blieb nach der Niederlage von Como Teil der Grafschaft Mailand.

1470 wurden Porlezza und seine Pfarrei durch eine Konzession von Galeazzo Maria Sforza an Ambrogino Longagnana belehnt. Nachdem es 1486 an Ugo Sanseverino übergegangen war, gelangte das Lehen zunächst in die Hände von Paolo Camillo Trivulzio und 1552 in die der Familie D'Este, die ihre Lehnsrechte bis 1752 ausübte, als der letzte männliche Erbe starb und das Lehen wieder in den Besitz des Staates des Herzogtums Mailand überging.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1771 1799 1805 1809 1853 1871 1881 1901 1921 1951 1971 1991 2011 2020
Einwohner 748 677 1044 *957 1222 2095 2122 2000 2269 2272 3041 3928 4661 4766
  • Fusion mit Tavordo im 1809.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt an der Straße von Lugano nach Menaggio (Comer See). Der Teil entlang des Luganersees wurde durch Tunnels teilweise ausgebaut. Der geplante Tunnel zwischen der Schweizer Grenze und Porlezza (7 km der Statale Regina 340) hätte im Februar 2011 eröffnet werden sollen. Die Eröffnung des seit 25 Jahren im Bau befindlichen Tunnels wurde jedoch zunächst bis September 2011 verschoben. Der Tunnel wurde Anfang Oktober 2012 für den Verkehr freigegeben. Daneben bestehen Schiffsverbindungen über den Luganersee nach Lugano und den Ortschaften entlang des Sees.

Zwischen 1884 und 1939 verkehrte die Eisenbahn Menaggio-Porlezza zwischen Menaggio am Comer See und dem Ort.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Propsteikirche San Vittore: im Presbyterium befinden sich Fresken von Giulio Quaglio aus Laino mit Episoden aus dem Leben des Heiligen und ein Barockaltar, Stuckarbeiten aus dem 18. Jahrhundert, Möbel, Gemälde und Holzskulpturen. Der Glockenturm hat ein Konzert von fünf Glocken, gegossen 1938 von der Gießerei Carlo Ottolina aus Seregno. Daneben stehet das Oratorium San Giovanni Battista mit Fresken (14. Jahrhundert)[2]
  • Kirche Beata Vergine dei Miracoli (1686)[3]
  • Kirche Santa Marta[4]
  • Kirche Beata Vergine Assunta (1581)[5]
  • Oratorium San Rocco[6]
  • Romanische Kirche San Maurizio. Im 14. Jahrhundert von einem Erdrutsch verschüttet, wurde sie bis 1966 ausgegraben und restauriert und 1982 von Erzbischof Carlo Maria Martini den Opfern des Berges geweiht. Sie besteht aus einem romanischen Oratorium (10.–11. Jahrhundert) und einem 18 m hohen Glockenturm mit quadratischem Grundriss, der mit einer Kapelle (14. Jahrhundert) ausgestattet ist und sich durch Öffnungen an den vier Seiten mit überlappenden Schlitzreihen, einbogigen Fenstern und zwei zweibogigen Fenstern auszeichnet.[7]
  • Oratorium San Carlo im Fraktion Lugino di Tavordo (1556)[8]
  • Oratorium San Giuseppe in der Fraktion Begna (1643)[9]
  • Il Conventino (Klösterlein)[10]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • M. Cianci: La Pastorale Diocesana rivisitata nella Pieve di Porlezza attraverso i tre santi cardinali: Borromeo, Ferrari e Schuster. Tesi di Baccellierato, 2005.
  • Anna Ferrari Bravo, Paola Colombini: Guida Lombardia. TCI, Milano 1987, S. 311–312.
  • Alverio Gualandris: Il San Maurizio di Porlezza. Gruppo Alpini Val Rezzo Porlezza, 2.a Edizione, 2016; Idem: Porlezza, il suo lago e la sua valle. Edizioni Cairoli, 1970; Idem: Porlezza – Storia–Arte–Statuti–Artisti–Documenti. Attilio Sampietro Editore, Menaggio 2004.
  • Lombardia - Touring club italiano, Touring Editore (1999), ISBN 88-365-1325-5, Porlezza Online

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Porlezza – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]