Portal:COVID-19/Neuigkeiten/Archiv

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Archiv der Rubrik Neuigkeiten



August[Quelltext bearbeiten]

Am 11. August 2021 hat die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) ihre monatlichen Sicherheitsupdates für zugelassene COVID-19-Impfstoffe veröffentlicht (Stand 29. Juli 2021). Für den Impfstoff Ad26.COV2.S (Janssen / Johnson & Johnson) wurden bei 10,3 Millionen verimpften Dosen 15.371 Fälle von vermuteten Nebenwirkungen gemeldet; bei 95 Fällen davon wurde von einem tödlichen Ausgang berichtet. Für den Impfstoff Spikevax (Moderna) wurden bei 43,5 Millionen verimpften Dosen 48.788 Fälle von vermuteten Nebenwirkungen gemeldet; bei 392 Fällen davon wurde von einem tödlichen Ausgang berichtet. Für den Impfstoff Vaxzevria (AstraZeneca/Oxford) wurden bei 66 Millionen verimpften Dosen 170.316 Fälle von vermuteten Nebenwirkungen gemeldet; bei 1.053 Fällen davon wurde von einem tödlichen Ausgang berichtet. Für den Impfstoff Comirnaty (BioNTech/Pfizer) wurden bei 330 Millionen verimpften Dosen 244.807 Fälle von vermuteten Nebenwirkungen gemeldet; bei 4.198 Fällen davon wurde von einem tödlichen Ausgang berichtet. Die EMA stellt fest, die Tatsache, dass jemand ein medizinisches Problem hatte oder nach der Impfung gestorben ist, bedeute nicht unbedingt, dass der Impfstoff dies verursacht habe. Dies könne zum Beispiel durch gesundheitliche Probleme verursacht worden sein, die nicht mit der Impfung zusammenhängen. Precision Vaccincations
14. August 2021.


In ihrem monatlichen Sicherheitsupdate zu den COVID-19-Impfstoffen teilte die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) am 11. August 2021 mit, dass sie weitere potenzielle unerwünschte Wirkungen der mRNA-Impfstoffe Comirnaty (BioNTech/Pfizer) und Spikevax (Moderna) untersuche. Es handele sich dabei um die entzündliche Hautreaktion Erythema multiforme sowie um die beiden Nierenkrankheiten Glomerulonephritis und nephrotisches Syndrom, die im zeitlichen Zusammenhang mit den Impfungen beobachtet worden waren. Es sei noch unklar, ob diese Erkrankungen durch die Impfungen verursacht wurden oder zufällig danach aufgetreten seien. Ferner wird untersucht, ob möglicherweise ein Zusammenhang zwischen Menstruationsbeschwerden und COVID-19-Impfungen besteht, und zwar zu allen vier zugelassenen Vakzinen. PZ
13. August 2021.


Aufgrund der Delta-Variante des Coronavirus gibt es nach Angaben der Oxford Vaccine Group keine Möglichkeit für das Erreichen einer Herden­immunität. Zwar belegen diverse Untersuchungen, dass die derzeit verfügbaren Corona-Impftstoffe schwere Krankheits- und Todesfälle verhindern können. Auch deuten beispielsweise Daten aus einer kürzlich vom Imperial College London durchgeführten React-Studie darauf hin, dass vollständig geimpfte Personen im Alter von 18 bis 64 Jahren ein um 49 Prozent geringeres Infektionsrisiko haben als ungeimpfte Personen. Die Impfung ist aber trotz erfreulicher Forschungsergebnisse keine Garantie dafür, sich nicht mehr mit dem Coronavirus infizieren zu können. „Im Vergleich zur α-Variante atmet ein Infizierter 1000-mal soviel Virus aus.“ The Guardian, Stellungnahme Lauterbach bei Maischberger.
12. August 2021.


Die deutsche Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) beschloss, dass die AHA-L-Regeln unverändert weiter gelten. Die 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet) bleibt für alle Aktivitäten in Innenräumen bei Inzidenz über 35 bestehen. Für die Feiern in Bars und Clubs können die Bundesländer den Betreibern weitere Corona-Regeln auferlegen. In Deutschland können die Bundesländer die 3G-Regel bei Großveranstaltungen oder großen Innenveranstaltungen verschärfen; bei Veranstaltungen mit mehr als 5.000 Zuschauern werden maximal 50 % der Zuschauerkapazität zugelassen. Die Epidemische Lage von nationaler Tragweite wird über den 11. September 2021 hinaus verlängert. Wer nicht gegen das Coronavirus geimpft ist und z. B. ins Kino, Theater, Restaurant oder zum Friseur gehen will, braucht bald einen negativen Testnachweis. Ab 11. Oktober 2021 werden die Corona-Tests kostenpflichtig. Menschen, die sich bisher nicht impfen lassen konnten, wie Kinder und Schwangere, bekommen die Tests weiterhin bezahlt. swp
10. August 2021.


Laut einer Auswertung des Anbieters von Sicherheitssoftware Kaspersky Lab wollen Cyberkriminelle potentielle Opfer mit Anzeigen zum Kauf von gefälschten Impfausweisen verleiten. Zu den am häufigsten angewandten kriminellen Methoden, an Nutzerdaten zu gelangen, gehören gefälschte Zahlungsangebote und vergünstigte Corona-Tests. Seit einiger Zeit seien zudem Anzeigen, in denen gefälschte QR-Codes und Impfausweise für Restaurants und Veranstaltungen angeboten werden, populär. Hierfür nutzten die Angreifer häufig das Phishing mittels E-Mails und Online-Anzeigen. aend
9. August 2021.


Basierend auf den Ergebnissen einer mathematischen Modellierung wurden Effekte der Corona-Impfungen im Zeitraum von Januar bis Juli 2021 auf den Pandemieverlauf in Deutschland quantifiziert. Es wurde der mögliche Verlauf einer dritten Corona-Welle ohne die Impfkampagne gegen COVID-19 modelliert. Die Ergebnisse zeigten, dass die Impfkampagne geschätzt 706.000 Meldefälle, 76.600 stationäre und etwa 19.600 intensivmedizinische Fälle sowie mehr als 38.300 Sterbefälle verhindert hat. Epidemiologisches Bulletin
9. August 2021.


Der Gemeinsame Ausschuss für Impfung und Immunisierung (JCVI) des Vereinigten Königreichs empfiehlt, 16- und 17-Jährigen bei der Impfung mit Tozinameran (BioNTech/Pfizer) voerst nur die erste Dosis zu verabreichen. Wann die zweite Impfdosis verabreicht werden soll, werde später entschieden. Nach einer Impfung mit Tozinameran wurden vereinzelt Fälle der Pericarditis und Myokarditis festgestellt – überwiegend bei Männern. Bei Anzeichen von Herzproblemen (Schmerzen im Brustkorb, Atemnot, Herzrhythmusstörungen usw.) solle ein Arzt aufgesucht werden. Unverändert gelte, dass 12- bis 16-Jährige zwei Mal im Abstand von 8 Wochen vorerst nur beim Vorliegen neurologischer Vorerkrankungen oder immunsupprimierten Familienangehörigen geimpft werden sollten. Precision Vaccinations
8. August 2021.


Die deutsche Bundesregierung stufte wegen der hohen Infektionszahlen große Regionen Südfrankreichs ebenso wie die französischen Überseegebiete als Hochinzidenzgebiete ein. Für Reisende, die aus den genannten französischen Regionen nach Deutschland einreisen wollen, gelten besondere Einreisebestimmungen. Außerhalb der Europäischen Union (EU) wurden weitere Staaten als Hochrisikogebiete eingestuft (siehe Abschnitt COVID-19-bedingte Reisewarnungen). Die Niederlande werden nach einem Rückgang der Infektionszahlen nicht mehr als Hochinzidenzgebiet eingestuft. tagesschau.de, rki.de
8. August 2021.


Mit der zunehmenden Verbreitung der Delta-Variante von SARS-CoV-2 in Europa ermutigen die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) und das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) nachdrücklich diejenigen Personen, für die eine Impfung in Frage kommt, die aber noch nicht geimpft wurden, die empfohlenen COVID-19-Impfungen durchführen zu lassen. Eine vollständige Impfung mit einem der EU/EWR-zugelassenen Impfstoffe biete einen hohen Schutz vor schweren Erkrankungen und Todesfällen nach einer Infektion mit SARS-CoV-2 einschließlich Varianten wie der Delta-Variante. Das höchste Schutzniveau werde erreicht, wenn nach vollständiger Impfung sieben bis vierzehn Tage vergangen sind. Wenn es trotz vollständiger Impfung zu einer Infektion kommt, können Corona-Impfstoffe schwere Verläufe von COVID-19 weitgehend verhindern und so die Zahl von Krankenhausaufnahmen stark reduzieren. Bis genügend Menschen vollständig geimpft sind, sollten weiterhin Hygienemaßnahmen wie das Tragen von Masken und die Einhaltung der Abstandsregeln auch von den vollständig Geimpften eingehalten werden. EMA
5. August 2021.


Am 7. Juli 2021 beschloss die deutsche Bundesregierung, bis Ende 2021 insgesamt mindestens 30 Millionen Impfdosen der Corona-Impfstoffe AZD1222 (AstraZeneca / Oxford) und Ad26.COV2.S (Janssen /Johnson & Johnson) unentgeltlich vor allem an Entwicklungsländer abzugeben. Mindestens 80 Prozent davon im Rahmen der Covax-Impfinitiative der Vereinten Nationen. Außerdem soll ein kleiner Teil der Impfdosen bilateral an Staaten auf dem Westbalkan sowie nach Namibia in Südwestafrika gehen. Gestartet werden soll die Spendenaktion im August 2021.MDR.de
2. August 2021.


Die Corona-Impfstoffe von Moderna und Biontech werden in Deutschland künftig für alle Jugendlichen ab 12 Jahren angeboten. Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern fassten den Beschluss ohne eine entsprechende Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO). Zudem wurden auf der Gesundheitsministerkonferenz 2021 (GMK2021) Auffrischungsimpfungen für Risikogruppen beschlossen. Darüber hinaus wird allen bereits vollständig Geimpften, die bei ihrer ersten Impfung den Vektor-Impfstoff AZD1222 (AstraZeneca/Oxford) oder Ad26.COV2.S (Janssen/Johnson & Johnson) erhalten haben, eine weitere Impfung mit dem mRNA-Impfstoff Comirnaty (BioNTech/Pfizer) oder mRNA-1273 (Moderna) ab September 2021 angeboten. Diese mRNA-Impfstoffe wurden bereits von der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) auch für Kinder ab zwölf Jahren zugelassen. Sie stünden laut Beschluss von Bund und Ländern in ausreichender Menge zur Verfügung, um allen der ca. 4,5 Millionen 12- bis 17-Jährigen in Deutschland eine Impfung damit anbieten zu können.Der Spiegel, GMK2021
2. August 2021.

Juli[Quelltext bearbeiten]

Seit 27. Juli 2021 gelten die Niederlande als Hochinzidenzgebiet. Für Reisende, die von dort nach Deutschland einreisen wollen, gelten besondere Einreisebestimmungen. Sie müssen zehn Tage in Quarantäne, haben aber die Möglichkeit, diese nach fünf Tagen mit einem negativen Corona-Test vorzeitig zu beenden. Ausnahmen gelten für Pendler und kurze Besuche im Nachbarland: Bei Aufenthalten von weniger als 24 Stunden sowie beim Besuch enger Verwandter für maximal 72 Stunden entfällt die Anmelde- und Quarantänepflicht; bei der Einreise nach Deutschland muß jedoch der Nachweis eines negativen Corona-Tests, einer Corona-Impfung oder ein Nachweis der Genesung von COVID-19 mitgeführt werden. NDR.de
28. Juli 2021.


Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) hat eine Indikationserweiterung für den COVID-19-Impfstoff Spikevax von Moderna empfohlen, wodurch die Anwendung bei Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren einbezogen wird. Der Impfstoff verfügt bereits über eine bedingte Zulassung für den Einsatz bei Personen über 18 Jahren. Er wird ebenfalls mittels zweier intramuskulärer Injektionen im Abstand von vier Wochen verabreicht. Die Wirkungen von Spikevax wurden in einer Studie untersucht, an der 3.732 Kinder zwischen 12 und 17 Jahren teilnahmen. Sie zeigte, dass SpikeVax bei 12- bis 17-Jährigen eine ähnliche Antikörperreaktion erzeugt wie bei jungen Erwachsenen im Alter von 18 bis 25 Jahren. Keiner der 2.163 Jugendlichen, die den Impfstoff erhalten hatten, erkrankte an COVID-19 – im Vergleich zu vier von 1.073 Jugendlichen, die ein Placebo erhalten hatten. Auch die meist milden unerwünschten Wirkungen entsprachen den bisherigen Erkenntnissen. EMA
23. Juli 2021.


Die US-amerikanische Behörde Centers for Disease Control and Prevention (CDC) berichtete am 21. Juli 2021, das Vaccine Adverse Event Reporting System (VAERS) habe 6.207 Todesfallmeldungen (0,0018 %) über Personen erhalten, die gegen COVID-19 geimpft worden waren. Die Daten des CDC basieren auf mehr als 339 Millionen COVID-19-Impfungen, die in den USA vom 14. Dezember 2020 bis zum 19. Juli 2021 verabreicht wurden. Eine Überprüfung der verfügbaren klinischen Informationen – einschließlich Sterbeurkunden, Autopsien und Krankenakten – ergab jedoch keinen kausalen Zusammenhang zwischen einem COVID-19-Impfstoff und den Todesfällen. Jüngst veröffentlichte Berichte weisen aber darauf hin, dass ein kausaler Zusammenhang zwischen der Verimpfung des COVID-19-Impfstoffs Ad26.COV2.S (Johnson & Johnson / Janssen) und dem Auftreten des Thrombose-mit-Thrombozytopenie-Syndroms (TTS) im Zusammenhang mit der Verimpfung dieses Vektorimpfstoffs besteht. Bei einem TTS – einer sehr seltenen Erkrankung, die bereits zu Todesfällen geführt hat – treten Thromben (Blutgerinnsel) in verschiedenen Organen und Körperteilen, verbunden mit einer verringerten Zahl der Thrombozyten (Blutplättchen), auf.CDC, AkdÄ
22. Juli 2021.


Einem Bericht von Spektrum vom 7. Juli 2021 zufolge schätzen Fachleute die potentielle Anwendung einer Nasenspray-Impfung gegen COVID-19 positiv ein. Es lasse sich damit theoretisch eine sterile Immunität erreichen, bei der man sich nicht einmal mehr anstecken kann. Das Virus würde bereits dort gestoppt, wo es in den Körper eindringt. Die bislang verfügbaren, intramuskulär zu verabreichenden Impfstoffe verhindern zuverlässig schwere Erkrankungen, jedoch nicht das Eindringen des Virus in den Körper. Allerdings steht die klinische Entwicklung von nasalen COVID-19-Impfstoffen erst am Anfang, so dass diese absehbar noch keine Rolle spielen dürften. spektrum
22. Juli 2021


Ein gutes halbes Jahr nach Start der Corona-Impfungen befürchten Gesundheitsministerinnen und -minister von Bund und Ländern, dass in Deutschland die Verfügbarkeit an Impfstoffen die Nachfrage schon bald „deutlich“ übersteigen werde. In ihrem Beschluss heißt es: „Ein Rückgang der Nachfrage ist sowohl in den Impfzentren als auch in den Arztpraxen und bei den Betriebsärzten zu verzeichnen.“ Um einem Verfall der Impfdosen gegenzusteuern, soll die laufende Impfkampagne verstärkt werden, unter anderem durch zusätzliche niedrigschwellige Angebote. dw
21. Juli 2021


Das Joint Committee on Vaccination and Immunisation (JCVI, Gemeinsamer Ausschuss für Impfung und Immunisierung) des Vereinigten Königreichs empfiehlt derzeit keine routinemäßige Impfung von Jugendlichen im Alter von 12 bis 15 Jahren. Jedoch sollte Jugendlichen dieser Altersgruppe, die ein erhöhtes Risiko für eine schwere COVID-19-Erkrankung haben, der Impfstoff Tozinameran (Comirnaty) von Pfizer/BioNTech angeboten werden. Zur genannten Risikogruppe gehören Jugendliche mit schweren neurologischen Behinderungen, dem Down-Syndrom, Immunsuppression und multiplen oder schweren Lernbehinderungen, ebenso diejenigen, die mit einer immunsupprimierten Person zusammenleben. Gesunde Jugendliche, die an COVID-19 erkranken, durchlaufen eine sehr milde Form der Krankheit; die gesundheitlichen Vorteile einer Impfung seien bei ihnen gering. Die Vorteile einer Verringerung der Übertragung von Jugendlichen auf die breitere Bevölkerung sind ungewiss. Precision Vaccinations
20. Juli 2021


In einer Studie wurde die Immunantwort, die durch mRNA-Impfstoffe ausgelöst wird, sehr detailliert untersucht. Die Schlüsselkomponenten des Immunsystems sind die T-Zellen, die sich nicht wie Antikörper an Viruspartikel heften, sondern das Körpergewebe nach Zellen absuchen, die verräterische Anzeichen einer Virusinfektion aufweisen. Einmal gefunden, vernichten T-Zellen diese Zellen. Darüber hinaus wird dem angeborenen Immunsystem, einer Ansammlung von First-Responder-Zellen, eine immense Bedeutung zugemessen, die als erste die Anwesenheit eines Krankheitserregers wahrnehmen. Obwohl sie nicht gut zwischen einzelnen Krankheitserregern unterscheiden können, sezernieren sie „Startschuss“-Signalproteine, die die Reaktion des adaptiven Immunsystems auslösen. Während der Zeit, die das adaptive Immunsystem braucht, um auf Touren zu kommen, erfüllen die angeborenen Immunzellen die Aufgabe, beginnende Infektionen in Schach zu halten, indem sie schädliche Substanzen verschlingen – oder, wenn auch etwas wahllos, Schadstoffe gegen Krankheitserreger abfeuern – wie auch immer ein solcher aussieht. Nature
19. Juli 2021


In der „Krankenhausbasierten Onlinestudie zur COVID-19-Impfung“ (KROCO) wird die Impfquote und Impfbereitschaft des Krankenhauspersonals in Deutschland geschätzt und Gründe für sowie gegen eine COVID-19-Impfung erfragt. 83 % des teilnehmenden Krankenhauspersonals hatten bis Mitte April 2021 bereits mindestens eine Dosis eines SARS-CoV-2-Impfstoffes erhalten, 48 % waren vollständig geimpft. Die Impfquote unterschied sich deutlich zwischen den Berufsgruppen: 94 % der Ärzteschaft hatte bereits mindestens eine Impfstoffdosis erhalten – beim teilnehmenden Pflegepersonal lag dieser Anteil bei 87 %. Ein Großteil der Nichtgeimpften gab an, sich (eher) impfen lassen zu wollen (64 %), 28 % der bisher Ungeimpften lehnen eine Impfung (eher) ab. STIKO
18. Juli 22021


Argentinien hat die zweite Welle der COVID-19 Pandemie zu Beginn des Winters auf der Südhalbkugel besonders hart getroffen und das obwohl die Regierung bereits Mitte März vergangenen Jahres recht harte Ausgangssperren verhängt hatte, die immer wieder verlängert wurden. Am 15. Juli 2021 wurde die Zahl von 100.000 Corona-Toten überschritten. Allein am Vortag waren 614 Todesfälle hinzugekommen. Mehr als 4,7 der rund 45 Millionen Einwohner des Landes haben sich seit Ausbruch der COVID-19-Pandemie in Argentinien mit dem Coronavirus infiziert. In Lateinamerika sind derzeit außer Argentinien auch Peru und Brasilien von der Seuche besonders stark betroffen. web.de
15. Juli 2021


Laut einem gemeinsamen Statement der US-amerikanischen Behörden Food and Drug Administration (FDA, US-Behörde für Lebens- und Arzneimittel), Centers for Disease Control and Prevention (CDC, Zentren für Krankheitskontrolle und -prävention ) und National Institutes of Health (NIH, Nationale Gesundheitsinstitute) sind in den Vereinigten Staaten die Menschen durch allgemein verfügbare, hochwirksame SARS-CoV-2-Impfstoffe vor schweren Verläufen von COVID-19, verursacht durch die derzeit im Land zirkulierenden SARS-CoV-2-Varianten wie der Delta-Variante, geschützt. Menschen, die nicht geimpft sind, bleiben gefährdet. Praktisch alle COVID-19-Krankenhauseinweisungen und Todesfälle betreffen diejenigen, die nicht geimpft sind. Menschen, die vollständig geimpft wurden, würden derzeit keine Auffrischimpfung benötigen. FDA, CDC und NIH arbeiten mit einem wissenschaftlich fundierten, strengen Verfahren, um zu prüfen, ob oder wann eine Auffrischung erforderlich werden könnte. Dieser Prozess berücksichtigt Labordaten, klinische Studiendaten und Kohortendaten, die Daten von bestimmten Pharmaunternehmen umfassen können, stützt sich aber nicht ausschließlich auf diese Daten. HHS
14. Juli 2021


Laut einer in Mailand durchgeführten Studie erkranken Männer mit symptomatischer COVID-19, bei denen nach der Aufnahme in ein Krankenhaus ein niedriger Testosteronspiegel festgestellt wurde, mit größerer Wahrscheinlichkeit schwer und sterben eher an der Krankheit. Offentsichtlich besteht ein ursächlicher Zusammenhang zwischen dem Testosteronspiegel und dem Schweregrad der Erkrankung. Es liegen jedoch keine Daten über den Testosteronspiegel von COVID-Patienten vor, bevor diese an Covid-19 erkrankten; daher kann nicht gesagt werden, ob der niedrige Testosteronspiegel ein vorbestehender Langzeitzustand war, der die Krankheit verschlimmerte, oder ob er durch das SARS-COV2-Virus verursacht wurde. Andere Untersuchungen haben gezeigt, dass einige Rezeptoren, an denen SARS-CoV-2 anbindet, darunter das Enzym TMPRSS2, mit männlichen Hormonen verbunden sind und dass das Virus die Anzahl der Leydig-Zellen im Körper reduziert, die Testosteron produzieren. EAU
13. Juli 2021


Die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA, US-Behörde für Lebens- und Arzneimittel) warnte am 12. Juli 2021 vor dem Risiko des möglichen Auftretens einer seltenen, aber schwerwiegenden Nebenwirkung, des Guillain-Barré-Syndroms (GBS), nach Impfung mit dem Janssen (Johnson & Johnson) COVID-19-Impfstoff , indem sie die Aufnahme eines entsprechenden Warnhinweises in die Produktinformation anordnete. Nach Angaben der Centers for Disease Control and Prevention (CDC) wurden aus 12,8 Millionen Dosen des in den USA gelieferten Janssen COVID-19-Impfstoffs etwa 100 vorläufige Berichte über GBS identifiziert. Diese Symptome treten etwa zwei Wochen nach der Impfung und vor allem bei Männern über 50 Jahren auf. TIME FDA
13. Juli 2021


Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) teilte am 9. Juli 2021 mit, dass nach einer Impfung mit den mRNA-COVID-19-Impfstoffen Comirnaty (Pfizer-BioNTech) und Spikevax (Moderna) in sehr seltenen Fällen Myokarditis und Perikarditis auftreten könnten. Die Fälle traten hauptsächlich innerhalb von 14 Tagen nach der Impfung, häufiger nach der zweiten Dosis und bei jüngeren erwachsenen Männern auf. Bei den beiden anderen in Europa zugelassenen COVID-19-Impfstoffen, COVID-19-Impfstoff Janssen und Vaxzevria, gebe es zum jetzigen Zeitpunkt keinen kausalen Zusammenhang mit Herzerkrankungen. Bis Mai 2021 wurden in Europa rund 177 Millionen Dosen Comirnaty und 20 Millionen Dosen Spikevax verabreicht. Davon wurden jeweils in 145 Fällen Myokarditis und in 19 Fällen eine Perikarditis festgestellt. EMA
12. Juli 2021


In Russland hat die Zahl der mit oder an COVID-19 Verstorbenen mit 752 gemeldeten Todesfällen am 10. Juli 2021 einen neuen Höchststand erreicht; zudem wurden den Behörden binnen 24 Stunden mehr als 25.000 Neuinfektionen gemeldet; Anfang Juni waren es noch rund 9.000 Neuinfektionen pro Tag gewesen. Den Anstieg der Zahlen führen die Behörden auf die Delta-Variante des Virus zurück. Dennoch hat die Regierung erklärt, keinen neuen Lockdown verhängen zu wollen. Insgesamt wurden offiziellen Angaben zufolge seit dem Ausbruch der COVID-19-Pandemie in Russland mehr 5,7 Millionen Infektionen mit SARS-CoV-2 und mehr als 142.000 Todesfälle mit dem Virus registriert. tagesschau.de
11. Juli 2021


Zwei Wochen vor Beginn der Olympischen Spiele hat der japanische Premierminister Yoshihide Suga wegen stark steigender Infektionszahlen erneut den Corona-Notstand in Tokio ausgerufen. Er wird während der Olympischen Spiele fortbestehen. Zudem gab Japan in Absprache mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) bekannt, dass keine Zuschauer bei den Spielen in Tokio zugelassen werden. tagesschau.de sportschau.de
8. Juli 2021


Im neuesten epidemiologischen Bulletin 27/2021 hält das RKI eine Zielimpfquote (Impfschutz durch vollständige Impfung) von 85 % für die 12- bis 59-Jährigen sowie von 90 % für Personen ab dem Alter von 60 Jahren für notwendig und auch erreichbar. Bei rechtzeitigem Erreichen dieser Impfquote scheint eine ausgeprägte 4. Welle im kommenden Herbst/Winter unwahrscheinlich, sofern sich die Bevölkerung zusätzlich zur Impfung weiter an die Basishygienemaßnahmen hält und bei möglicherweise wieder ansteigenden Infektions­zahlen Kontakte zu einem gewissen Grad reduziert. Darüber hinaus sollte sichergestellt werden, dass die Kapazität zur Verimpfung der verfügbaren Impfstoffdosen ausreichend hoch ist und es (z.B. aufgrund der Sommerferien) nicht zu einer Verzögerung beim Erreichen dieser Zielimpfquote kommt. Epidemiologischen Bulletin
8. Juli 2021


Seit fast einem Jahr verbreitet sich die Lambda-Variante des SARS-CoV-2-Virus vor allem in Lateinamerika aus und ist inzwischen in Europa angekommen. Die Variante C.37 (alias B.1.1.1.37) des ursprünglichen Coronavirus wurde erstmals im August 2020 in Peru identifiziert. Seit Mitte Juni 2021 steht Lambda nun auch unter besonderer Beobachtung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als Variant of Interest (Variante von Interesse). Aufgrund ihrer Mutationen könnte die Virus-Variante möglicherweise ansteckender sein oder vom menschlichen Immunsystem schlechter bekämpft werden. Focus
7. Juli 2021


Die Ständige Impfkommission (STIKO) informierte am 1. Juli 2021 nach aktuellen Studienergebnissen zur gemischten Corona-Impfung (sog. Kreuzimpfung) darüber, dass die Immunantwort nach heterologem Impfschema (Vaxzevria/mRNA-Impfstoff) der Immunantwort nach homologer Vaxzevria-Impfserie (2 Impfstoffdosen Vaxzevria) deutlich überlegen sei. Vorbehaltlich der Rückmeldungen aus dem noch zu eröffnenden Stellungnahmeverfahren empfiehlt die STIKO daher für Personen, die Vaxzevria als 1. Impfstoffdosis erhalten haben, unabhängig vom Alter einen mRNA-Impfstoff als 2. Impfstoffdosis mit mindestens 4-wöchigem Impfabstand zur 1. Impstoffdosis. Demgegenüber steht nachfolgend beschriebene Studie aus dem Lancet. RKI; Ärzteblatt
2. Juli 2021


In einem Preprint wird über eine Studie zum SARS-CoV-2-Impfstoff Vaxzevria von AstraZeneca berichtet, dass die Antikörperspiegel bei Personen im Alter von 18 bis 55 Jahren nach einer Einzeldosis für mindestens ein Jahr erhöht bleiben. Bei einem 45-wöchigen Dosierungsintervall zwischen der ersten und der zweiten Dosis waren die Antikörpertiter sogar viermal höher als bei einem 12-wöchigen Intervall; das zeige, dass ein längeres Dosierungsintervall nicht nachteilig sei, sondern sogar eine stärkere Immunität bewirken könne. 28 Tage nach der zweiten Dosis wurde eine bis zu 18-fache Erhöhung der Antikörperantwort gemessen. Darüber hinaus erhöhte eine dritte Dosis von Vaxzevria, die mindestens 6 Monate nach der zweiten Dosis verabreicht wurde, die Antikörperspiegel um das Sechsfache und hielt die T-Zell-Antwort aufrecht. T-Lymphozyten (T-Zellen) stellen gemeinsam mit den B-Lymphozyten die erworbene (adaptive) Immunantwort dar. Eine dritte Dosis führte bei Neutralisationstests auch zu einer höheren neutralisierenden Aktivität gegen die Varianten Alpha, Beta und Delta von SARS-CoV-2. The Lancet, Preprint
1. Juli 2021


US-Forscher haben eine Gesichtsmaske entwickelt, die in etwa 90 Minuten erkennt, ob der Träger mit SARS-CoV-2 infiziert ist. Sie unterscheidet sich äußerlich nur durch einen roten Knopf von einer herkömmlichen FFP2-Maske. Die in Nature Biotechnology vorgestellte Technik könnte auch zum Nachweis anderer Erreger oder von Toxinen genutzt werden. Im Prinzip könnte er die gleiche Genauigkeit wie ein PCR-Abstrich erzielen. Die Anwendung wäre angenehmer und das Ergebnis würde schneller vorliegen. Damit der Test anschlägt, muss die Sammelzone der Maske laut den Entwicklern Nguyen und Soenksen etwa 1 Million bis 10 Millionen Viren aus der Atemluft gefiltert haben, was bei einem Infizierten rasch der Fall ist, da dieser etwa 1.000 bis 100.000 Viren pro Minute ausatmet. doi:10.1038/s41587-021-00950-3
1. Juli 2021


In der EU wird am 1. Juli 2021 ein einheitliches Digital COVID-Certificate (DCC) für Geimpfte, Genesene und Getestete eingeführt. Das Zertifikat gibt es digital und auf Papier, jeweils mit QR-Code. Es zeigt an, wenn jemand vollständig geimpft, genesen oder negativ getestet ist. Für diese Personengruppen entfällt zum Beispiel die Quarantäne bei einer Einreise aus einem Risiko- oder einem Hochinzidenzgebiet. Wer hingegen aus einem Virusvariantengebiet einreist, kann die 14-tägige Quarantänepflicht nicht umgehen. Europäische Kommission
1. Juli 2021


Das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland hat für 80 Länder COVID-19-bedingte Reisewarnungen aufgehoben, darunter sind die gesamte Türkei sowie Urlaubsgebiete in Spanien und Kroatien. Eine Reisewarnung gilt erst ab einer Inzidenz von 200 (Hochinzidenzgebiete) und für Gebiete, in denen sich gefährliche Virusvarianten stark verbreitet haben (Virusvariantengebiete). Das sind weltweit 40 von insgesamt rund 200 Ländern. In Europa gibt es gar keine Hochinzidenzgebiete mehr. Nur Großbritannien und Portugal sind derzeit noch als Virusvariantengebiet eingestuft. Für die 26 EU-Länder außer Deutschland sowie Island, Liechtenstein, Norwegen und die Schweiz wird in den Reisehinweisen des Auswärtigen Amts nur noch „um besondere Vorsicht gebeten“. Ausnahmen sind einzelne Regionen in Spanien, Irland, Kroatien und Schweden. RND
1. Juli 2021


Ende Juni endeten in Deutschland die sogenannte Bundesnotbremse sowie die sogenannte Homeoffice-Pflicht. Somit müssen Firmen ihren Mitarbeitern nun wegen der Pandemie kein Homeoffice mehr anbieten, wenn diese danach fragen. Die Bundesnotbremse sicherte ein einheitliches Vorgehen bei Sieben-Tage-Inzidenzen von mehr als 100. Derzeit liegt die Inzidenz bei 5. Sollte sich die Delta-Variante von SARS-CoV-2 jedoch weiter stark ausbreiten, könnte die Notbremse auch wieder zum Einsatz kommen. web.de
1. Juli 2021


Juni[Quelltext bearbeiten]

Portugal und die Russische Föderation wurden am 25. Juni 2021 von der Deutschen Bundesregierung laut Mitteilung des Robert Koch-Instituts (RKI) als Virusvariantengebiete eingestuft. Die Einstufung der genannten Staaten ist erst ab Dienstag, den 29. Juni 2021, um 0:00 Uhr wirksam. Wegen der starken Verbreitung der Delta-Variante von SARS-CoV-2 gelten für Einreisende aus beiden Ländern dann besonders strenge Wiedereinreisevorschriften, wie ein weitreichendes Beförderungsverbot und strikte Quarantäneregeln.
Dänemark, die Niederlande und große Teile Schwedens sind dagegen keine Corona-Risikogebiete mehr. Einreisende, die auf dem Landweg einreisen, müssen künftig keinerlei Beschränkungen mehr beachten; nur Flugpassagiere müssen noch einen negativen Corona-Test vorweisen. RKI, tagesschau.de
27. Juni 2021


Das in der Schweiz ansässige Unternehmen Hoffmann-La Roche gab am 25. Juni 2021 bekannt, dass die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA, US-Behörde für Lebens- und Arzneimittel) eine Notfallzulassung für die intravenöse Gabe von Tocilizumab zur Behandlung von COVID-19 bei hospitalisierten Erwachsenen sowie bei Patienten ab zwei Jahren, die systemische Kortikosteroide und zusätzlichen Sauerstoff erhalten, nicht-invasive oder invasiv-mechanische Beatmung oder extrakorporale Membranoxygenierung (ECMO) benötigen, erteilt hat. Die FDA hat diese Notfallzulassung auf der Grundlage der Ergebnisse von vier randomisierten, kontrollierten Studien ausgestellt, in denen Tocilizumab zur Behandlung von COVID-19 bei mehr als 5.500 hospitalisierten Patienten untersucht wurde. Precision Vaccinations
27. Juni 2021


Der Impfstoff-Beratungsausschuss der US-amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention (CDC) erklärte am 23. Juni 2021, es bestünde ein wahrscheinlicher Zusammenhang zwischen seltenen Fällen von Myokarditis oder Perikarditis und mRNA-Impfstoffen bei jungen Männern nach der zweiten Dosis eines mRNA-Impfstoffs. In den USA wurden etwa 323 bestätigte Fälle bei geimpften Erwachsenen unter 30 Jahren festgestellt. Ähnliche Daten hatte die englische Medicines and Healthcare products Regulatory Agency (MHRA) veröffentlicht, wonach bis zum 2. Juni 2021 39 Berichte über Myokarditis und 27 Berichte über Perikarditis nach der Anwendung eines mRNA-Impfstoffs festgestellt wurden. Precision Vaccinations
24. Jun i 2021


Die Deutsche Bundesregierung hat viele Länder wegen hoher SARS-CoV-2-Infektionszahlen als Hochinzidenzgebiete eingestuft. Um einer Verbreitung von hochansteckender Coronavirus-Mutanten entgegenzuwirken, gelten auch für Virusvarianten-Gebiete verschärfte Einreiseregeln. Auf Grund sinkender Corona-Infektionszahlen streicht die Bundesregierung andererseits ab dem 21. Juni 2021 Griechenland, Belgien, Frankreich sowie mehrere Regionen Spaniens von der Liste der Risikogebiete. Das Robert Koch-Institut (RKI) teilt die Corona-Risikogebiete in Hochinzidenzgebiete, Virusvarianten-Gebiete, Normale Risikogebiete und Nicht-mehr-Risikogebiete ein. Die betreffenden Länder werden in der Meldung von ZDF/dpa vom 18. Juni 2021 gelistet und die genannten Risiko-Kategorien jeweils erläutert. Die Bundesärztekammer rät insbesondere von Reisen in Urlaubsgebiete ab, in denen die Delta-Variante (B.1.617.2) grassiert. ZDF.de, Tagesspiegel.de
22. Juni 2021


Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt am 21. Juni 2021, dass Kinder derzeit nicht gegen COVID-19 geimpft werden sollten. Es gäbe noch nicht genügend Daten über den Einsatz von Impfstoffen gegen COVID-19 bei Kindern, um Empfehlungen für die Impfung von Kindern gegen COVID-19 abgeben zu können. Kinder und Jugendliche neigen im Vergleich zu Erwachsenen zu einem leichteren Krankheitsverlauf. Diese Empfehlung der WHO steht im Widerspruch zur Genehmigung der US-amerikanischen FDA vom 10. Mai 2021, Personen im Alter ab 12 Jahren in das Pfizer-BioNTech COVID-19-Impfprogramm aufzunehmen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) hatte am 10. Juni 2021 empfohlen, Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren nur dann gegen Corona zu impfen, wenn sie bestimmte Vorerkrankungen haben, die mit einem erhöhten Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf einhergehen. Precision Vaccinations
22. Juni 2021


Die SARS-CoV-2-Variante Delta verursacht andere Symptome als bisherige Mutationen. Am häufigsten treten Symptome einer Erkältung auf, wie Kopf­schmerzen, eine laufende Nase und eine raue Kehle. Zwar gehöre Fieber noch immer dazu, aber der Verlust von Geruchs- und Geschmackssinn, die bislang als typische Corona-Symptome galten, seien weniger gängig. Es wird empfohlen, sich beim Auftreten der Symptome eines einfachen Schnupfens oder einer Erkältung auf den SARS-CoV-2-Virus testen zu lassen. RTL
21. Juni 2021


Zurzeit gehen nach Aussage vom Chef des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, in Großbritannien mehr als 90 Prozent der Infektionen mit SARS-CoV-2 auf die in Indien entdeckte Variante Delta zurück. Am häufigsten steckten sich mit der Delta-Variante Menschen unter 50 an. In Deutschland hat die Delta-Variante ihren Anteil an den Neuinfektionen binnen einer Woche deutlich gesteigert. Mit 6,2 Prozent in der Kalenderwoche 22 (31. Mai bis 6. Juni) bleibe sie aber weiter relativ selten, heißt es im jüngsten Bericht des RKI – in der Vorwoche waren es 3,7 Prozent. Mit einem Anteil von gut 86 Prozent an den untersuchten Proben löste die Variante Alpha (entdeckt in Großbritannien) in der ersten Juniwoche bundesweit jedoch weiter den Großteil der Infektionen aus. Ihr Anteil sinkt allerdings langsam. Die weiteren als besorgnis­erregende Varianten (VOC) klassifizierten Coronavirus-Mutanten Beta und Gamma spielen nach wie vor nur eine untergeordnete Rolle. SZ, RKI
17. Juni 2021


In einer Zwischenanalyse erzielte der vom Biopharmazie-Unternehmen Curevac entwickelte Corona-Impfstoff CVnCoV eine vorläufige Impfstoffwirksamkeit von 47 Prozent gegen COVID-19-Erkrankungen jeglichen Schweregrades und erreichte damit nicht die vorgegebenen statistischen Erfolgskriterien. Die EU hat sich von dem Curevac-Impfstoff bis zu 405 Millionen Dosen gesichert. In Deutschland gab das Gesundheitsministerium zuletzt bekannt, das Mittel werde erst nach der Zulassung in die Planung für die Impfkampagne aufgenommen, was im Jahr 2021 nicht mehr erfolgen wird. In diesem Quartal habe man die Lieferung von 1,4 Millionen Impfdosen gestrichen. SZ
17. Juni 2021


Der Impfstoffhersteller BioNTech wird seine Impfstofflieferungen für Deutschland im Juli deutlich reduzieren. Das Bundesgesundheitsministerium prognostiziert für die erste Juliwoche 3,2 Millionen BioNTech-Dosen – nach 5,7 Millionen für die letzte Juniwoche. Das Ministerium betonte, Biontech habe durch eine vorgezogene Lieferung aus den Folgequartalen ermöglicht, dass im zweiten Quartal und insbesondere im Juni deutlich mehr Impfdosen geliefert werden können. Johnson & Johnson gab bekannt, dass es sein Lieferziel für Corona-Impfstoffe bis Ende Juni nicht einhalten könne. Die den EU-Staaten zugesagte Menge von 55 Millionen Dosen im zweiten Quartal werde nicht erreicht. aend
16. Juni 2021


Beim Hauptstadtkongress in Berlin warnte der Virologe Christian Drosten am 15. Juni 2021 vor einer vierten Welle der Covid-19-Pandemie. Man müsse sich darauf einstellen, dass Immun-Escape-Varianten kommen. Die Delta-Variante habe einen Immun-Escape-Anteil und einen Fitnessgewinn. Sie werde die oder eine dominierende Variante sein, die wir im Herbst haben werden. Es sei ganz wichtig, dass man eine Auffrischungsimpfung für den Herbst bereits jetzt ins Auge fasst. Dabei sei es besser, mit einem herkömmlichen Erstgenerationen-Impfstoff aufzufrischen als zu angepassten Impfstoffen zu wechseln. Die Frage sei jedoch, wie hoch der Bedarf und wie groß die verfügbaren Impfstoffmengen sein werden. aend
15. Juni 2021


Auf Grund der raschen Verbreitung der hoch ansteckenden Delta-Variante (B.1.617.2) von SARS-CoV-2 wird die geplante Aufhebung der letzten Corona-Beschränkungen in England um vier Wochen verschoben. Die zuerst in Indien aufgetretene Virusvariante könnte nach Einschätzung der britischen Gesundheitsbehörden um 60 Prozent ansteckender sein als die bisher in Großbritannien vorherrschende Alpha-Variante (B.1.1.7). Die Zahl der Covid-19-Erkrankungen steige derzeit um 64 Prozent pro Woche; immer mehr Patienten müssen auf den Intensivstationen behandelt werden. Die Delta-Variante macht inzwischen in Großbritannien mehr als 90 Prozent der Neuinfektionen aus. Dennoch sind bei mehreren großen Sportveranstaltungen in den kommenden Wochen Zehntausende Zuschauer zugelassen; zum Finalspiel der Fußball-EM kommen 40.000 Zuschauer. tagesschau.de
15. Juni 2021


Rund 140.000 digitale Impfnachweise haben deutsche Apotheken am Vormittag des 14. Juni 2021 ausgestellt. Dabei kam es zunächst zu technischen Problemen, da der der Server angesichts des großen Andrangs völlig überlastet war. Der digitale Nachweis ist eine freiwillige Ergänzung zum weiterhin gültigen gelben Impfausweis aus Papier. Deutschland setzt damit ein Vorhaben der Europäischen Union (EU) um. spiegel
15. Juni 2021


Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) hat für den Corona-Impfstoff von Moderna am 11. Juni 2021 die Errichtung einer zusätzlichen Produktionsstätte am Standort in Monts (Frankreich) genehmigt. Neben der neuen Produktionsanlage für diesen mRNA-Impfstoff, die von der Firma Recipharm betrieben wird, hat der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) auch die Genehmigung mehrerer alternativer Standorte empfohlen, die für die Chargenkontrolle zuständig sind. EMA
15. Juni 2021


Am 11. Juni 2021 empfahl der Pharmakovigilanzausschuss (PRAC) der Europäischen Arzneimittelagentur – nachdem sechs Fälle des Kapillarlecksyndroms (Clarkson-Syndrom, CLS) nach Verimpfung des Corona-Imfstoff von AstraZeneca aufgetreten waren – ein bereits erlebtes Kapillarlecksyndrom als Kontraindikation aufzunehmen. Um CLS vorzubeugen, dürfen Personen mit einer entsprechendenden Vorgeschichte nun nicht mehr mit dem AstraZeneca-Impfstoff geimpft werden. Zudem soll das Kapillarlecksyndrom auch als mögliche seltene Nebenwirkung in der Produktinformation aufgeführt werden. Mit dem AstraZeneca-Vakzin Geimpfte sollen sich umgehend an einen Arzt wenden, wenn Arme und Beine rasch und stark anschwellen oder das Gewicht plötzlich zunimmt. Die Symptome gehen meist mit einem Schwächegefühl einher, das durch den Blutdruckabfall entsteht. EMA aerzteblatt.de
15. Juni 2021


Die deutsche Bundesregierung beschloss die Aufhebung der Reisewarnungen für Corona-Risikogebiete ab 1. Juli 2021; diese betraf mehr als 100 Länder weltweit. In den Reisehinweisen des Außenministeriums wird nur noch „um besondere Vorsicht gebeten“. Das betrifft zum Beispiel Italien, große Teile Spaniens und ab 13. Juni 2021 auch ganz Österreich. Auch die Urlaubsinseln Madeira (Portugal), der Inselstaat Zypern und zwölf Balkan-Staaten sowie Staaten in Osteuropa, Asien und Nordamerika werden von der Risikoliste gestrichen. Für die USA und Kanada gilt aber nach wie vor eine Einreisesperre für Deutsche, die nicht dort leben. RND
12. Juni 2021


Nach Auffassung des Bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder ist es für Lockerungen bei Großveranstaltungen noch zu früh . Obwohl sich die Corona-Lage in Deutschland entspannt hat, „wachse jedoch jeden Tag die Sorge über die Entwicklung in Großbritannien“. Dort hat sich die Delta-Variante des Virus stark ausgebreitet. Deshalb sollten bestimmte Einschränkungen beibehalten werden. Süddeutsche
11. Juni 2021


Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt am 10. Juni 2021, Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren nur dann gegen Corona zu impfen, wenn sie folgende Vorerkrankungen haben, die mit einem erhöhten Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf einhergehen:

10. Juni 2021


Die erwarteten Impfstoff-Lieferungen von CVnCoV der deutschen Firma Curevac lassen weiter auf sich warten: In einer vertraulichen Sitzung der Gesundheitsminister am 7. Juni 2021 hieß es, eine Zulassung komme wohl erst im August. Offenbar gibt es jedoch Probleme mit einer größeren klinischen Studie, die für die Zulassung entscheidend sei, heißt es. Demnach gibt es noch nicht genug Infektionsfälle, die für die Studie vorgeschrieben sind. So wurde etwa bekannt, dass sich in der Doppelblindstudie nach der Entblindung der ersten Dosis, die den Impfstoff enthielt, herausstellte, dass eine Zweitimpfung fehlerhaft mit einem Placebo erfolgte. In den aktualisierten Prognosen für eine bedingte Zulassung vom Juni 2021 taucht Curevac für dieses Jahr überhaupt nicht mehr auf. businessinsider
10. Juni 2021


Mit der CovPass-App können Bürgerinnen und Bürger ihre Corona-Impfungen ab 10. Juni 2021 direkt auf das Smartphone laden und mit dem QR-Code belegen. Zukünftig lassen sich in der App auch Nachweise über die Genesung von einer Corona-Infektion oder über einen negativen Corona-Test anzeigen. Die App ist ein kostenloses Angebot des Robert Koch-Instituts (RKI). Die Nutzung der App ist freiwillig. Der internationale gelbe Impfpass bleibt weiterhin gültig. Der digitale Impfnachweis soll künftig auch in der Corona-Warn-App des RKI angezeigt werden können. Die Ausstellung erfolgt durch Apotheken, wobei mindestens zwei Wochen nach der Zweitimpfung abgewartet werden müssen, weil dann erst der volle Impfschutz besteht. Derzeit sind rund 25 % aller Erwachsenen (17,3 Millionen) in Deutschland vollständig geimpft. RKI; HNA
10. Juni 2021


Die Bundesregierung verlängert die Überbrückungshilfen für betroffene Unternehmen und Soloselbstständige bis zum 30. September 2021 als Überbrückungshilfe III Plus. Unternehmen, die Überbrückungshilfe erhalten, dürfen keine Gewinne und Dividenden ausschütten. Das gilt auch für die Zahlung von Boni und den Rückkauf von Aktien. Neu hinzu kommt mit gleicher Laufzeit die Restart-Prämie als Neustarthilfe Plus, mit der Unternehmen einen höheren Zuschuss zu den Personalkosten erhalten können. Die Neustarthilfe für Soloselbständige steigt auf bis zu 12.000 Euro für die ersten drei Quartale 2021. Ebenfalls wurde eine Verlängerung des Kurzarbeitergeldes beschlossen. PM BMWi + BMF
9. Juni 2021


In Deutschland plant das Bundesgesundheitsministerium (BMG) eine Neuregelung der kostenlosen Bürgertests auf das Corinavirus. Hintergrund sei, dass es „vermehrt Berichte über Betrügereien, Falschabrechnungen oder eine unsachgemäße Ausstattung von Teststellen“ gegeben habe. Apothekerverbände kritisieren, dass aufgrund der geplanten bürokratischen Hürden zu befürchten sei, dass Apotheken die Leistung nicht mehr anbieten. Es bestehe eine Gefährdung der Testung im ländlichen Raum, wo vor allem die Apotheken die Schnelltests durchführen. DAZ
9. Juni 2021


Auch der US-Hersteller Moderna hat bei der Europäischen Arzneimittelagentur EMA die Zulassung seines Corona-Impfstoffs (mRNA-1273) für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren beantragt. Momentan ist der Impfstoff in der EU ab 18 Jahren zugelassen. In einer Phase-2/3-Studie bei 2500 Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren in den USA habe sich ein Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil wie bei der Phase-3-Studie von Erwachsenen gezeigt. Zeitgleich hat Moderna diese Zulassung auch in Canada beantragt; eine Erweiterung der Notfallzulassung in den USA für diese Altersgruppe ist beabsichtigt. tagesschau, Precision Vaccinations
8. Juni 2021


Die Zulassung des Corona-Impfstoffs CVnCoV der Tübinger Firma Curevac dauert länger als geplant. Der baden-württembergische Gesundheitsminister Manfred Lucha bestätigte am Dienstag in Stuttgart, dass sich das Verfahren weiter verzögern wird. Zuletzt hatte es geheißen, man rechne mit einer Zulassung im Juni. Nach jetzigem Stand ist die Zulassung wohl nicht vor August zu erwarten. PZ
8. Juni 2021


Der „EU-Lenkungsausschuss für durch große Ereignisse ausgelöste Arzneimittelengpässe“ (EU Executive Steering Group on Shortages of Medicines Caused by Major Events) hat ein Reflexionspapier zur Prognose von Nachfragen für Humanarzneimittel verbschiedet. Es soll helfen, die Arzneimittelversorgung in den Ländern der Europäischen Union (EU) in globalen Gesundheitsnotfällen sicherzustellen, und wurde von einer Ad-hoc-Arbeitsgruppe aus Experten der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA), den zuständigen nationalen Behörden und der Europäischen Kommission erarbeitet. Das am 3. Juni 2021 publizierte Dokument enthält praktische Empfehlungen und Beispiele speziell für die COVID-19-Pandemie, jedoch lassen sich viele der Grundsätze auch allgemein anwenden. EMA
8. Juni 2021


Die Delta-Variante des Coronavirus (B.1.617.2), die zunächst in Indien auftrat, scheint nicht nur deutlich ansteckender, sondern auch stärker krankmachend als andere Varianten zu sein. Das meldet die britische Gesundheitsbehörde Public Health England (PHE). Offenbar kann die Variante auch Teilimmunisierte infizieren. PZ
6. Juni 2021


Am Montag, dem 7. Juni 2021, endet in Deutschland die feste Impfreihenfolge (Impfpriorisierung). Ärzte rechnen deshalb mit einem großen Andrang von Impfwilligen in den Praxen. Der Vorstandschef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, appellierte an die Menschen, Geduld zu haben. StZ
6. Juni 2021


Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat ihren Beschlussentwurf zu Corona-Kinderimpfungen an Länder und Fachgesellschaften geschickt. Das sagte der STIKO-Vorsitzende Thomas Mertens am 4. Juni 2021 der Deutschen Presse-Agentur, ohne sich zu Details zu äußern. Zuvor hatten aber Mertens und andere STIKO-Mitglieder deutlich gemacht, dass keine allgemeine Empfehlung zum Impfen von Kindern zu erwarten ist. zeit.de
5. Juni 2021


In Deutschland nahm das Bundesgesundheitsministerium (BMG) am 5. Juni 2021 zu Berichten Stellung, die sich um die Verteilung beziehungsweise Vernichtung von als vermutlich nutzlos anzusehenden Masken dreht. Das Nachrichtenmagazin „Spiegel“ hatte berichtet, das BMG habe Anfang 2020 für schätzungsweise eine Milliarde Euro unbrauchbare Masken gekauft. Das BMG weist den Vorwurf zurück, dass unbrauchbare Masken quasi heimlich hätten vernichtet werden sollen. StZ
5. Juni 2021


Antibiotika werden bei COVID-19-Patienten einer Studie zufolge weitaus häufiger eingesetzt, als nötig wäre. Die Präparate würden wegen möglicher bakterieller Co-Infektionen verabreicht – diese gebe es aber bei COVID-19 vergleichsweise selten, berichteten britische Forscher am 2. Juni 2021 im Fachmagazin »The Lancet Microbe«. SZ thelancet
4. Juni 2021


Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat am 1. Juni 2021 einem zweiten chinesischen Corona-Impfstoff eine Notfallgenehmigung erteilt. Es handelt sich um das Präparat CoronaVac der Firma Sinovac. WHO
4. Juni 2021


Laut einem Preprint einer Studie zur Wirksamkeit und Sicherheit eines gemischten Corona-Impfschemas werde das derzeit empfohlene heterologe ChAdOx/mRNA-Impfschema gut vertragen und wirke etwas stärker immunogen im Vergleich zum homologen mRNA/mRNA-Impfschema; es habe sich jedoch nicht um eine randomisierte kontrollierte Studie gehandelt. Eine vor Kurzem in der medizinischen Fachzeitschrift »The Lancet« veröffentlichten Studie lieferte dagegen Hinweise auf eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für milde und moderate Nebenwirkungen nach solchen Kreuzimpfungen. Mögliche Ursachen für den scheinbaren Widerspruch könnten Unterschiede beim Studiendesign, dem Alter der Probanden und unterschiedlichen Impfintervallen bei den Studien sein. bz-berlin.de
3. Juni 2021


Das Gesundheitsministerium Israels gab am 2. Juni 2021 bekannt, dass eine gewisse Wahrscheinlichkeit für einen möglichen Zusammenhang zwischen der zweiten Impfdosis des BioNTech/Pfizer-Impfstoffs Tozinameran und dem Auftreten einer Myokarditis bei jungen Männern im Alter von 16 bis 30 Jahren bestünde. Dieser Zusammenhang war bei der jüngeren Altersgruppe (16 bis 19 Jahre) im Vergleich zu anderen Altersgruppen stärker. In den meisten Fällen handelte es sich um einen milden Verlauf, der nur wenige Tage dauerte. Die Empfehlung, Jugendliche im Alter von 12–15 Jahren zu impfen, solle geprüft werden. Trotzdem starten in Israel am 7. Juni 2021 die Impfungen bei dieser Altersgruppe. PM Gesundheitsministerium Israels; Jüdische Allgemeine
3. Juni 2021


Die Priorisierung der COVID-19-Impfmaßnahmen soll in Deutschland zum 7. Juni 2021 aufgehoben werden. Es bleibt in der Entscheidung der Bundesländer, in den Impfzentren eine Priorisierung für bestimmte Bevölkerungsgruppen beizubehalten oder neu einzuführen (beispielsweise für Jugendliche). Bisher priorisierte erstgeimpfte Personen bleiben für die Zweitimpfung priorisiert. Ferner werden Betriebsärzte und Privatärzte ermächtigt, ebenfalls Impfungen im Rahmen der Impfstrategie durchzuführen. Bundespressekonferenz
2. Juni 2021


Die Briten planen alle laufenden Coronaschutz-Maßnahmen am 21. Juni 2021 zu beenden. Mit Blick auf die zunächst in Indien entdeckte und nun auch in Großbritannien grassierende Delta-Variante von SARS-CoV-2 (B.1617.2) haben mehrere Wissenschaftler die britische Regierung davor gewarnt, die Corona-Beschränkungen zu früh aufzuheben. Die Inzidenz sei zurzeit zwar mit »29« recht niedrig, doch hat die Zahl der COVID-19-Erkrankungen, verursacht durch eine Infektion mit der wohl ansteckenderen Delta-Variante, rapide zugenommen. Sie wurde mittlerweile bei rund drei Viertel der an COVID-19 in Großbritannien erkrankten Personen nachgewiesen. SäZ/dpa (2. Juni 2021, S.4)
2. Juni 2021


Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) hat für den Biontech/Pfizer Impfstoff (Comirnaty) am 1. Juni 2021 die Genehmigung einer Erweiterung von Fertigungskapazitäten am Standort in Puurs (Belgien) empfohlen. Dadurch soll sich die Versorgung mit diesem Vakzin in den Ländern der EU weiter verbessern. EMA
1. Juni 2021


Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) benennt die unterschiedlichen Varianten des Coronavirus ab den 31. Mai 2021 nach Buchstaben aus dem griechischen Alphabet. Dies soll die Stigmatisierung der Länder vermeiden, in denen sie erstmals festgestellt wurden. Nach dem neuen System wird die erstmals in Großbritannien aufgetretene Variante B.1.1.7 nun Alpha (α) genannt, die erstmals in Südafrika entdeckte Variante B.1.351 nun Beta (β) und die in Brasilien zuerst entdeckte Variante P.1 nun Gamma (γ) genannt. Die beiden erstmals in Indien aufgetretenen Varianten B.1.617.2 („besorgniserregend“) und B.1.617.1 („von Interesse“) werden nun mit den griechischen Buchstaben Delta (δ) bzw. Kappa (κ) bezeichnet. DW WHO
1. Juni 2021


Mai[Quelltext bearbeiten]

In Deutschland entwickeln sich mit dem Sinken der Inzidenzen, dem Wegfall der Testpflicht in vielen Bundesländern sowie dem Angebot kostenloser Bürgertests die Corona-Selbsttests in Drogerie- und Discountermärkten zu Ladenhütern.chip.de BR24
31. Mai 2021


Eine Mischform aus den Varianten B.1.1.7 und B.1.617 des Coronavirus SARS-CoV-2 breitet sich zurzeit in Vietnam aus. Regierungsangaben zufolge ist die Mischform offenbar ansteckender als die bereits bekannten Varianten des Virus. Unter den ca. 100 Millionen Einwohnern des südostasiatischen Landes gab es bislang nur 6396 COVID-19-Erkrankte; von diesen infizierten sich seit Ende April 2021 mehr als 3000. 47 Menschen starben mit oder an einer SARS-CoV-2-Infektion. Besonders viele Infizierte gab es unter den hunderttausenden Fabrikarbeitern, die in den in den großen Industriegebieten der Provinzen Bac Ninh und Bac Giang beschäftigt sind. Trotz strenger Hyigenevorschriften infizierten sich bei einer Firma in Bac Giang 960 der dort beschäftigten 4800 Mitarbeiter. In der 9-Millionen-Metropole Ho-Chi-Minh-Stadt wurden bisher 85 Personen corona-positiv getestet. tagesschau.de
31. Mai 2021


Eine Gruppe von Forschern der Universitäten Ulm und Frankfurt hat eine weitere Hypothese aufgestellt, die die Entstehung der Thrombosen, die in sehr seltenen Fällen nach der Impfung mit dem COVID-19-Impfstoff von AstraZeneca (Vaxzevria) auftraten, erklären könnte. Demzufolge könnten sie mit einem „Spleißen“ genannten biologischen Prozess im Zellkern der Wirtszelle im Zusammenhang stehen. Es handelt sich um einen Vorgang in der Weiterverarbeitung der mRNA, die durch Übersetzung der mit dem Adenovirus übermittelten genetischen Information entsteht und den Bauplan für das Spike-Protein des Coronavirus liefert. Neben der Bildung von Spike-Protein, das die gewünschte Immunantwort auslöst, könnte es durch Vorkommnisse beim Spleißen auch zur Entstehung von Varianten des Spike-Proteins kommen, die nicht auf dem üblichen Weg dem Immunsystem präsentiert würden, sondern statt dessen im Blut zirkulieren und Entzündungsreaktionen verursachen könnten. Bislang wurden als Ursachen für die sehr selten auftretenden Nebenwirkungen Wechselwirkungen mit dem Plättchenfaktor 4 sowie kürzlich im Impfstoff entdeckte Proteinverunreinigungen in Betracht gezogen. DAZ.online NW
30. Mai 2021


Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat sich am 28. Mai 2021 für eine bedingte Zulassung des Impfstoffs Tozinameran (Comirnaty) von BioNTech/Pfizer in Europa für Jugendliche ab 12 Jahren ausgesprochen. Sie folgte damit der US-Arzneimittelbehörde FDA und Kanada, die bereits am 10. Mai 2021 die Notfallzulassung auf die Altersgruppe 12–15 Jahre ausgeweitet haben. Der Ständigen Impfkommission (STIKO) genügen die bisher vorliegenden Daten aus einer Doppelblindstudie mit 2.270 Teilnehmern nicht, um die Impfung zu empfehlen. Laut Bund und Ländern soll ab 7. Juni 2021 eine Anwendung nach Aufklärung und Zustimmung möglich werden, jedoch stehen nicht ausreichende Mengen an Impfstoff zur Verfügung, um 2,3 Millionen Jugendliche kurzfristig impfen zu können. Mögliche Impfungen würden sich bis in den Herbst hinziehen. Die Zeit online
28. Mai 2021


Der Bundesrat hat am 28. Mai 2021 mehreren Änderungen an der Corona-Notbremse des Bundes zugestimmt. Unter anderem wird damit geregelt, dass Kinder zwischen 6 und 16 Jahren keine FFP2-Masken tragen müssen – für sie reicht die meist blaue OP-Maske aus. Künftig dürfen nicht nur Ärzte, sondern auch Apotheker Nachtragungen im Impfpass vornehmen, was nachträgliche Einträge in den digitalen Impfausweis erleichtert. Wer falsche Impf- oder Testbescheinigungen ausstellt, muss künftig mit bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe rechnen. Wer die falschen Bescheinigungen nutzt, kann mit bis zu einem Jahr Freiheitsentzug bestraft werden. aend, Bundesrat, Bundesratsdrucksache28. Mai 2021
Update: Dieses Zweite Gesetz zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes und anderer Gesetze wurde am 31. Mai im Bundesgesetzblatt verkündet, so dass es mehrheitlich am 1. Juni in Kraft treten wird. Bundesgesetzblatt
31. Mai 2021


Auf Grund der Ausbreitung der von der WHO weltweit als »besorgniserregend« klassifizierten Variante B.1.617.2 von SARS-CoV-2 im Land wurde Großbritannien als »Virusvariantengebiet« eingestuft. Die von der deutschen Bundesregierung vorgenommene Einstufung in die höchste Kategorie, in die epideminologische Risikogebiete staatlicherseits eingestuft werden können, trat am 23. Mai 2021 in Kraft. Dadurch kommt es zu drastischen Beschränkungen bei der Einreise aus Großbritannien nach Deutschland. Fluggesellschaften, Bus- und Bahnunternehmen dürfen nur noch deutsche Staatsbürger oder in Deutschland lebende Personen nach Deutschland befördern. Für Einreisende gilt eine zweiwöchige Quarantänepflicht, die aber durch einen negativen Coronatest verkürzt werden kann. Neben Großbritannien sind zurzeit elf Länder Asiens, Lateinamerikas und Afrikas als Virusvariantengebiete eingestuft. SäZ/dpa (22./23. Mai 2021, S.4)
25. Mai 2021


Die Corona-Impfstoffe Tozinameran (BioNTech/Pfizer)) und AZD1222 (AstraZeneca/Oxford) bieten laut einer Studie aus Großbritannien einen hohen Schutz vor Erkrankung durch die bisher vor allem in Indien verbreitete »besorgniserregende« Virusvariante B.1.617.2 (Subtyp). Die beiden Präparate schützen nach zweifacher Impfung beinahe ebenso effektiv vor einer durch diese Variante ausgelösten COVID-19-Erkrankung wie gegen eine Erkrankung durch Ansteckung mit der zuerst in Großbritannien aufgetretenen Virusvariante B.1.1.7. Der Impfstoff von Pfizer/Biontech schützt demnach zwei Wochen nach der zweiten Dosis mit 88-prozentiger Effektivität gegen eine Erkrankung durch Infektion mit B.1.617.2 verglichen mit 93 Prozent bei einer Ansteckung mit B.1.1.7. Bei dem Astrazeneca-Impfstoff liegt der Effekt gegen eine Erkrankung durch B.1.617.2 bei 60 Prozent, verglichen mit 66 Prozent bei B.1.1.7. Beide Impfstoffe wiesen den Angaben zufolge drei Wochen nach der Erstimpfung eine 33-prozentige Effektivität bei B.1.617.2 auf. RDN
23. Mai 2021


Am 20. Mai 2021 gab die Bundesregierung bekannt, dass der digitale Impfnachweis als separate App unter der Bezeichnung CovPass implementiert wird, aber auch in andere Apps wie die Corona-Warn-App integriert werden soll. Wer bereits vollständig geimpft ist, soll den QR-Code nachträglich per Post bekommen. Jedoch liegen nicht von allen Geimpften die Adressdaten vor. Ab dem 1. Januar 2022 werden Versicherte zudem die Möglichkeit erhalten, alle Impfungen digital auf der elektronischen Patientenakte speichern zu lassen. Der separate digitale Impfnachweis für die COVID-19-Impfung soll dann nicht mehr nötig sein. Ärzteblatt, Der Spiegel
22. Mai 2021


Am 22. Mai 2021 wurde in der französischen Stadt Bordeaux bei 46 Personen die Variante VOC 20I/484Q von SARS-CoV-2 diagnostiziert. Sie ist mit der britischen Variante B.1.1.7 (VOC-202012/01) verwandt, weist aber zusätzlich zur Mutation N501Y die Mutation E484K in der Rezeptorbindungsdomäne des Spike-Proteins auf, die auch die brasilianische Variante (Lineage P.1) und die südafrikanische Variante (501.V2) kennzeichnet. Da befürchtet wird, VOC 20I/484Q könne sehr ansteckend sein und resistenter gegen die aktuellen Impfstoffe, wurde für den Bordeauxer Stadtteil Bacalan eine beschleunigte Impfkampagne gestartet. tagesschau.de
22. Mai 2021


Die Bundesregierung will die in der Coronakrise geltenden Erleichterungen bei der Kurzarbeit zunächst für weitere drei Monate bis Ende September gewähren. Laut Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) werden sie bei Bedarf auch weiter verlängert. Zudem reicht es für die Anmeldung von Kurzarbeit aus, wenn mindestens zehn Prozent der Beschäftigten betroffen sind und nicht, wie sonst vorgesehen, ein Drittel. Die Kosten belaufen sich auf knapp 2,6 Milliarden Euro. Donaukurier
22. Mai 2021


Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat sich der Stellungnahme des Ausschusses für Humanarzneimittel (CHMP) angeschlossen und empfiehlt allen mit dem AstraZeneca-Impfstoff AZD1222 (Vaxzevria) Geimpften bei jedem der folgenden Symptome wegen der möglichen Gefahr der Sinusthrombose in Kombination mit einer Thrombozytopenie (TTS) unverzüglich ärztliche Hilfe aufzusuchen, wenn diese innerhalb von drei Wochen nach der Impfung auftreten: Kurzatmigkeit, Brustschmerzen, Beinschwellung, Beinschmerzen, anhaltende Bauchschmerzen, neurologische Symptome, wie schwere und anhaltende Kopfschmerzen, verschwommene Sicht, Verwirrung oder Anfälle oder ungewöhnliche Hautschäden oder runde Flecken (über die Injektionsstelle hinaus). Ferner sei nach einer diagnostizierten TTS eine Zweitimpfung mit Vaxzevria kontraindiziert. EMA
21. Mai 2021


In einem Forschungsbericht aus Israel wurde 6 Wochen nach der Impfung mit dem Covid-19-Impfstoff Tozinameran (Comirnaty) von BioNTech-Pfizer eine hohe Sekretion von SARS-CoV-2-spezifischen IgA- und IgG-Antikörpern in der Muttermilch nachgewiesen. Bei den Säuglingen wurden keine ernsthaften unerwünschten Nebenwirkungen festgestellt. Vier Säuglinge entwickelten Fieber nach der Impfung der Mütter. Alle hatten Symptome einer oberen Atemwegsinfektion, einschließlich Husten. Eine Behandlung war nicht notwendig. Andere Studien haben ähnliche Erkenntnisse bei nicht geimpften Frauen gezeigt, die mit SARS-CoV-2 infiziert waren. Die in der Muttermilch dieser Frauen gefundenen Antikörper zeigten starke neutralisierende Effekte und erzeugten potenzielle Schutzeffekte gegen die Infektion bei Säuglingen. JAMA, mBio
20. Mai 2021


Der Bundestag will am Donnerstag über die Regeln bezüglich der digitalen Impfnachweise beraten. In Deutschland sollen mit der geplanten Änderung des Infektionsschutzgesetzes Apotheker die Ärzte und Impfzentren bei der Erstellung der digitalen Impfnachweise unterstützen. Der digitale Impfnachweis soll helfen zu erkennen, ob eine Person bereits eine Impfung gegen das Coronavirus erhalten hat oder nicht. PZ
19. Mai 2021


Für den Impfstoff Ad26.COV2.S von Janssen / Johnson & Johnson empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) beim Robert-Koch-Institut (RKI) die Verabreichung an Menschen über 60 Jahren. Die Gesundheits­minister­konferenz (GMK) verständigte sich darauf. Jedoch können sich Menschen unter 60 Jahren – wie auch beim Impfstoff AZD1222 (Vaxzevria) von Astrazeneca – „nach ärztlicher Aufklärung und individueller Risikoakzeptanz“ entscheiden, ob sie mit dem Impfstoff geimpft werden wollen. Grund sind bei beiden Impfstoffen seltene Fälle von Sinusthrombosen. Vorteilhaft sei beim Impfstoff Ad26.COV2.S, dass nur eine Impfung ausreiche. Hausärzte in Deutschland sollen ab dem 25. Mai 2021 erstmals den Impfstoff von Johnson & Johnson erhalten. Ärzteblatt
18. Mai 2021


Die FFP2-Maskenpflicht in Deutschland, die je nach Sieben-Tage-Inzidenz gemäß Bundesnotbremse greift, soll für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren wegfallen. Eine entsprechende Änderung der Passage im Infektionsschutzgesetz soll voraussichtlich an diesem Donnerstag vom Bundestag beschlossen werden. Statt der vorgeschriebenen FFP2-Masken sollen Kinder zwischen 6 und 16 Jahren künftig auch OP-Masken tragen können. Hintergrund ist, dass es für Kinder kaum FFP2-Masken gibt, die von der Größe passend sind und den einschlägigen Normen entsprechen. DAZ
18. Mai 2021


Auf Grund neuerer Untersuchungen änderte der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittelagentur die Lagerungsbedingungen für den BioNTech/Pfizer-Impfstoff Tozinameran (Comirnaty, BNT 162b2). Das in Ultratiefkühlschränken aufzubewahrende, unverdünnte Konzentrat des Impfstoffs kann nach Entnahme statt bisher 5, ab sofort bis zu 31 Tage bei einer normalen Kühlschranktemperatur von 2 °C bis 8 °C gelagert werden, was das Handling mit dem Impfstoff in Impfzentren innerhalb der Europäischen Union erleichtert. EMA
18. Mai 2021


Die Priorisierung der COVID-19-Impfmaßnahmen wird spätestens ab 7. Juni 2021 bundesweit aufgehoben. Darauf haben sich die Gesundheitsminister des Bundes und der Länder geeinigt. In Baden-Württemberg kann man sich bereits ab 18. Mai 2021 ohne Eingruppierung impfen lassen. In den Impfzentren bleibt die Priorisierung aber erhalten, damit dort Menschen mit hohem Risiko auf jeden Fall zuerst geimpft werden. In Bayern und Berlin soll die Priorisierung bei den Hausärzten im Laufe der Woche fallen. Sachsen gibt sie ab 24. Mai 2021 frei. Brandenburg gab lediglich die Prioritätsgruppe 3 vollständig frei. Hessen will von Juni an die Registrierung für die Impfungen für alle Bürger öffnen. Frühere Impf-Freigaben in einzelnen Ländern sollen dem Vorschlag des Bundes zufolge bestehen bleiben können. Tagesschau
18. Mai 2021


Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (STIKO) beim RKI, Thomas Mertens, geht davon aus, dass 2022 alle ihren Impfschutz werden auffrischen müssen. Einige Bürger könnte das bereits dieses Jahr treffen, meint SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach. Wie Mertens den Zeitungen der Funke-Mediengruppe sagte, „wird uns das Virus nicht wieder verlassen. Deshalb werden die aktuellen Impfungen nicht die letzten sein.“ Hersteller arbeiten bereits an modifizierten Impfstoffen, die gegen relevante derzeit bekannte Mutanten wirksam sein sollen. Für die dritte Impfung wird erneut eine Priorisierung eingeführt werden. Ärztezeitung (16. Mai 2021)
17. Mai 2021


Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) warnt in einer Mitteilung vom 14. Mai 2021 vor den gesundheitlichen Risiken einer eigenständigen Einnahme von Vitamin-D-Präparaten. Es rät, dass die Einnahme höherer Mengen nur unter ärztlicher Kontrolle und unter Berücksichtigung des individuellen Vitamin-D-Status erfolgen sollte. Zwar gebe es Hinweise darauf, dass ein unzureichender Vitamin-D-Serumspiegel mit einem erhöhten Risiko für akute Atemwegsinfekte einhergehe, jedoch sei bei COVID-19 die Datenlage dazu aktuell noch unsicher. Es habe bisher nicht gezeigt werden können, dass gut mit Vitamin D versorgte Personen von einer zusätzlichen Vitamin-D-Gabe profitieren. „Eine generelle Empfehlung zur Einnahme von Vitamin-D-Präparaten zur Vorbeugung einer Sars-CoV-2-Infektion oder eines schweren Verlaufs einer Covid-19-Erkrankung ist daher derzeit nicht begründbar.“ BfR
16. Mai 2021


Bereits seit Anfang März prüft die EU-Arzneimittelbehörde (EMA) den russischen Vektor-Impfstoff Sputnik V. Ihr brasilianisches Pendant ANVISA hat dem russischen Corona-Impfstoff Sputnik V sogar die Zulassung verweigert. Die Behörde kritisiert nicht nur die fehlende Datenlage zu dem Vakzin, sondern sieht auch eine potenzielle Gefahr darin. In Laboren hätten Forscher in jeder untersuchten Sputnik-V-Probe vermehrungsfähige Adenoviren (Ad5) gefunden. Es gebe keine Studien, die die Sicherheit des Impfstoffs belegen. Karl Lauterbach hält eine baldige Erlaubnis für sehr unwahrscheinlich. Business Insider, HNA
16. Mai 2021


Die Verwendung verschiedener SARS-CoV-2-Impfstoffe bei der Erst- und Zweitimpfung kann häufiger leichte bis mäßige unerwünschte Nebenwirkungen (Fieber, Erkältung, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen, allgemeines Krankheitsgefühl und Muskelschmerzen) erzeugen als die Verwendung jeweils des gleichen Impfstoffs. Die Nebenwirkungen traten meist während der ersten 48 Stunden nach der Zweitimpfung auf. Dies geht aus einer Veröffentlichung im The Lancet mit Peer-Review der University of Oxford vom 12. Mai 2021 hervor. Diese Studie verglich die Gabe des AstraZeneca-Impfstoffs gefolgt vom Pfizer-Biontech-Impfstoff sowie die Gabe des Pfizer-Biontech-Impfstoffs gefolgt vom AstraZeneca-Impfstoff jeweils mit der zweimaligen Gabe des gleichen Impfstoffs. The Lancet
14. Mai 2021


Zunehmend wird die Priorisierung der Impfstoffe für alle Impfstoffe in den Arztpraxen aufgehoben, so in Bayern und Baden-Württemberg. In den Impfzentren wird die Priorisierung jedoch beibehalten. Zugleich werde in den Impfzentren die gesamte in der Coronaimpfverordnung aufgeführte Prioritätengruppe 3 geöffnet. Die Impfstoffe AZD1222 (Vaxzevria) von AstraZeneca und Ad26.COV2.S von Janssen / Johnson & Johnson sollen in Deutschland zwar in der Regel bei Menschen ab 60 Jahren eingesetzt werden. Nach ärztlicher Aufklärung können sich jedoch auch Jüngere dafür entscheiden. In Bayern wurde die Außen-Gastronomie mittlerweile geöffnet, der Tourismus folgt am 21. Mai.BR, SWR
12. Mai 2021.


Der freien Entscheidung von Schwangeren für eine Impfung soll durch eine aktuell im Abstimmungs­prozess befindliche, aktualisierte Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) mehr Raum gewährt werden. Bisher liegen keine Erkenntnisse aus kontrollierten Studien zum Einsatz der COVID-19-Impfstoffe in der Schwangerschaft vor. Schwangeren mit Vorerkrankungen und einem daraus resultierenden hohen Risiko für eine schwere COVID-19-Erkrankung oder mit einem erhöhten Expositionsrisiko aufgrund ihrer Lebensumstände soll nach Nutzen-Risiko-Abwägung und nach ausführlicher ärztlicher Aufklärung eine Impfung mit einem mRNA-Impfstoff ab dem 2. Trimenon angeboten werden können. STIKO
12. Mai 2021.


Medienberichten zufolge sehen Experten die Umsetzung eines kürzeren Impfintervalls beim Verimpfen des AstraZeneca-Impfstoffes Vaxzevria kritisch. Dadurch könnte die Schutzwirkung negativ beeinflusst werden. Besser sei es, mit der Zweitimpfung die maximale Spanne von 12 Wochen abzuwarten. Der deutsche Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte sich dafür ausgesprochen, dass Hausärzte den Zeitraum zwischen Erst- und Zweitimpfung auf vier Wochen verkürzen können. Dadurch solle die Impfung attraktiver werden für Menschen, die nicht über drei Monate auf den vollen Impfschutz warten wollen. www.focus.de PZ
11. Mai 2021


Nach Auffassung des Fuldaer Immunologen Peter M. Kern macht die britische Variante (B.1.1.7) von SARS-CoV-2, die den Wildtyp des Virus beinahe völlig verdrängt hat, jetzt praktisch 99 Prozent aller Isolate aus. Die Virusvarianten P1 und B1.351 konnten neben ihr nicht Fuß fassen. B.1.1.7 ist zwar deutlich ansteckender, aber wahrscheinlich kaum tödlicher – dazu gibt es derzeit noch widersprüchliche Studien. Entscheidend sei, so Peter M. Kern, dass unsere Impfung genauso gut wie gegen den Ursprungstyp schützt. RTL.DE, n-tv.de
11. Mai 2021.


Nach Kanada ist nun auch in den USA die Impfung von Kindern und Jugendlichen im Alter von 12 bis 15 Jahren mit dem Covid-19-Impfstoff des deutschen Herstellers Biontech und seines US-Partners Pfizer (Tozinameran) zugelassen. Die US-Arzneimittelbehörde FDA gab am 10. Mai 2021 an, die bereits bestehende Notfallzulassung entsprechend angepasst und erweitert zu haben zur Verabreichung ab 16 Jahren. FDA Pharmazeutische Zeitung
11. Mai 2021.


Während die Impfkampangne gegen COVID-19 noch läuft, bereitet sich die Sächsische Impfkommission bereits auf Nachimpfungen vor. Ihr Vorsitzender Thomas Grünewald, der auch Leiter der Infektionsmedizin in Chemnitz ist, sprach gegenüber der Sächsischen Zeitung (SZ) die Hoffnung aus, dass nicht vor Anfang nächsten Jahres damit begonnen werden müsse. Eine dritte Impfung werde vor allem dann notwendig sein, wenn sich die Viren so verändert haben, dass die durch die aktuellen Impfstoffe erzielte Immunität nicht mehr ausreicht. Der Virus werde sich durch den Druck, der durch Impfungen und Hyigenemaßnahmen gegen ihn ausgeübt werde, so verändern, dass es zu neuen Varianten kommen wird, für die die aktuellen Impfstoffe nicht mehr optimal sind; man wisse nur nicht genau, wann. SäZ (12. Mai 2021, S.1)
11. Mai 2021


Der Impfstoff gegen das Coronavirus hat Biontech in den ersten drei Monaten einen Gewinn von 1,1 Milliarden Euro gebracht. Das Biotech-Unternehmen will seine Produktionskapazitäten weiter ausbauen – und dafür auch eine Niederlassung in Singapur gründen. Welt
10. Mai 2021


Laut Bekanntmachung des Robert Koch-Instituts (RKI) vom 7. Mai 2021 streicht die Bundesregierung am 9. Mai 2021 wegen stark sinkender Infektionszahlen weitere Urlaubsgebiete im Ausland von der SARS-CoV-2-Risikoliste beim RKI, auf der mehr als 40 Länder mit besonders hohen SARS-CoV-2-Infektionszahlen als Hochinzidenzgebiete eingestuft sind. Wer künftig aus Malta oder von der portugiesischen Algarve nach Deutschland einreist, muss nun nicht mehr in Quarantäne. Polen wird vom Hochinzidenzgebiet zum Risikogebiet heruntergestuft; vor Einreise von Polen nach Deutschland – auf dem Landweg in die angrenzenden Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen – entfällt damit die SARS-CoV-2-Testpflicht. Ein SARS-CoV-2-Test, der spätestens 48 Stunden nach der Einreise erfolgen muss, ist dann wieder ausreichend. Dasselbe gilt für Ungarn, Armenien und Montenegro. SäZ/dpa (8./9. April 2021), ZDF.de
9. Mai 2021


Gemäß der COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung können vollständig gegen COVID-19 Geimpfte und von einer Infektion Genesene künftig ohne vorherigen SARS-CoV-2-Test Einkäufe tätigen, zum Friseur und zur Fußpflege gehen sowie Zoos und botanische Gärten besuchen. Sie sind rechtlich Personen gleichgestellt, die einen aktuellen, negativen SARS-CoV-2-Test vorweisen können. Vollständig Geimpfte und Genesene zählen künftig bei Kontakt­beschränkungen für private Zusammen­künfte oder bei der Sport­ausübung nicht mehr mit, auch nächtliche Ausgangs­beschränkungen gelten für diesen Personenkreis nicht mehr. Eine Öffnungs­klausel gibt den Ländern die Möglichkeit, weitere Ausnahmen für vollständig geimpfte, genesene und getestete Personen vorzusehen. Die Verordnung tritt am 9. Mai 2021 in Kraft. Juris
8. Mai 2021


Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat am 6. Mai 2021 zusammen mit der Gesundheitsministerkonferenz beschlossen, die Impfung mit dem AstraZeneca-Impfstoff AZD1222 (Vaxzevria) unabhängig von der Priorisierung freizugeben. Nach Aufklärung durch den Arzt und eigener Risikoabwägung soll es jedem möglich sein, sich mit diesem Impfstoff impfen zu lassen. Außerdem soll es dem impfenden Arzt in Absprache mit dem Impfling freistehen, den Abstand zwischen Erst- und Zweitimpfung im Rahmen der Zulassung zu verkürzen. BMG
8. Mai 2021.


Ersten Ergebnissen zufolge aus einer laufenden Phase-2-Studie, in der die Firma Moderna eine Variante ihres SARS-CoV-2-Impfstoffes mRNA-1273 gegen die aufkommenden Virusvarianten erprobt, habe sich der auf die südafrikanische Virusvariante angepasste Impfstoff mRNA-1273.351 als wirksam und gut verträglich gezeigt. Moderna untersucht in drei verschiedenen Ansätzen Auffrischimpfungen mit dem bereits zugelassenen Impfstoff mRNA-1273, mit der Variante mRNA-1273.351 und mit einem Mix aus beiden. DAZ.online
7. Mai 2021


Als eines der ersten Länder weltweit hat am 5. Mai 2021 in Kanada die zuständige Gesundheitsbehörde „Health Canada“ die Verabreichung des SARS-CoV-2-Impfstoffes von Biontech/Pfizer (Tozinameran) auch an 12- bis 15-Jährige genehmigt. Zuvor galt für das Vakzin ein Mindestalter von 16 Jahren. Auch bei der europäischen Zulassungsbehörde EMA und der US-amerikanischen FDA liegen bereits entsprechende Anträge des Herstellers für eine Zulassungserweiterung für diese Altersgruppe vor. www.tagesspiegel.de, Health Canada
6. Mai 2021


Eine neue Studie zeigt auf, dass das SARS-CoV-2 das Gefäß­system auf zellulärer Ebene schädigt und angreift. COVID-19 sei deshalb keine Atemwegs­erkrankung, sondern eine Gefäßerkrankung. Insbesondere das Spike-Protein schädige die Zellen durch eine Bindung des Angiotensin-konvertierenden Enzyms 2 (ACE2), das hauptsächlich von Zellen der Lunge produziert wird und wo es an der Zelloberfläche als Eintrittsstelle für das Virus dienen kann. Die Bindung stört die molekulare Signalübertragung von ACE2 an die Mitochondrien (Organellen, die Energie für die Zellen erzeugen), wodurch diese beschädigt und fragmentiert werden. Circulation Research
5. Mai 2021.


Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) begann mit einem Rolling-Review-Verfahren („fortlaufende Überprüfung“) für den SARS-CoV-2-Impfstoff CoronaVac des chinesischen Arzneimittel­herstellers Sinovac Biotech. Er wurde 2020 entwickelt und wird bereits in mehreren Ländern produziert und verimpft. In der EU soll er durch das italienische Unternehmen Life’On S.r.l. vermarktet werden. EMA
4. Mai 2021.


Bayern wird bereits ab 6. Mai 2021 vollständig Geimpfte den negativ auf das SARS-CoV-2 Getesteten gleichstellen und ihnen weitere Lockerungen zugestehen. Sie sollen von der Testpflicht und von den Ausgangsbeschränkungen befreit sowie bei der Zahl der maximal erlaubten Kontakte nicht mitgezählt werden. Niedersachsen will mit einem Stufenplan die COVID-19-Beschränkungen lockern. In Städten und Kreisen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 soll es vom kommenden Wochenende an mehr Möglichkeiten und Freiheiten für vollständig geimpfte Personen und für solche mit einem tagesaktuellen negativen SARS-CoV-2-Test geben. Als vollständig geimpft gelten alle, die zwei Impfungen mit einem in der EU zugelassenen Impfstoff erhalten haben; die letzte Impfung muss mindestens 14 Tage zurückliegen. Für diese Gruppen sollen der komplette Einzelhandel sowie in Teilen auch Tourismus und Gastronomie wieder öffnen. Auch Kulturveranstaltungen im Freien sollen wieder möglich werden. Tagesschau
4. Mai 2021.


Das Oktoberfest, das vom 18. September bis zum 3. Oktober 2021 hätte stattfinden sollen, fällt wegen der COVID-19-Pandemie zum zweiten Mal in Folge aus. Das gaben Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) bekannt. Auch für andere Volksfeste sind die Aussichten schlecht. Rund sechs Millionen Besucher aus aller Welt kommen alljährlich zum Oktoberfest nach München. BR
3. Mai 2021.


Moderna gab am 3. Mai 2021 eine Vereinbarung mit Gavi, der Impfallianz, bekannt, wonach an Covid-19 Vaccines Global Access (COVAX) bis zu 500 Millionen Dosen des mRNA-1273-SARS-CoV-2-Impfstoffs an 92 Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen geliefert werden. Die ersten 34 Millionen Dosen werden im vierten Quartal 2021, 466 Millionen Dosen im Jahr 2022 zu einem besonders niedrigen Preis geliefert. Moderna
3. Mai 2021.


In Indien forderte die Pandemie bisher die meisten Todesopfer. Nach Angaben des indischen Gesundheitsministeriums vom 2. Mai 2021 starben dort 3.689 Menschen an nur einem Tag mit COVID-19. Das Gesundheitssystem des Staates mit über 1,3 Milliarden Einwohnern ist zurzeit völlig überlastet, in den überfüllten Krankenhäusern mangelt es an Sauerstoff, Medikamenten und Impfstoff. Zur Unterstützung hat Deutschland auf dem Luftweg bereits 120 Beatmungsgeräte in die indische Hauptstadt Neu-Delhi geschickt. 13 Bundeswehrsanitäter sollen dort eine mobile Sauerstoffgewinnungsanlage aufbauen. Russland lieferte eine erste Charge des kürzlich in Indien zugelassenen SARS-CoV-2-Impfstoffs Sputnik V. Auch die USA, Großbritannien und Japan haben ihre Unterstützung zugesagt. In: SäZ/dpa (3. Mai 2021, S.4.)
3. Mai. 2021.


Die offizielle Corona-Warn-App kann seit 3. Mai 2021 auch die Ergebnisse von Schnelltests anzeigen. Das Update auf Version 2.1 steht im App-Store von Apple für das iPhone bereit. Die Version für Android-Smartphones soll im Google Play Store spätestens am 4. Mai 2021 zur Verfügung stehen. Mit dem Update können die Anwender nach dem Schnelltest einen QR-Code scannen und erhalten kurze Zeit später das Testresultat. Ein negatives Ergebnis wird 48 Stunden lang in der App angezeigt und kann beim Einkaufen oder beim Friseurbesuch vorgelegt werden. Tagesschau
3. Mai. 2021.


Bei jüngeren Menschen ist das Nutzen-Risiko-Verhältnis einer Impfung mit dem AstraZeneca-Vakzin AZD1222 schwer einzuschätzen. In welchem Verhältnis das Risiko, eine Sinusthrombose zu entwickeln, zu einem schweren COVID-19-Verlauf bei ausbleibender Impfung steht, wurde an der University of Cambridge genauer untersucht. Die dort entwickelten Grafiken stellen die Risiken für ein niedriges, mittleres und hohes Infektionsszenario in verschiedenen Altersgruppen gegenüber. In: forschung-und-lehre.de, Winton Centre Cambridge
2. Mai 2021.


Am 27. April 2021 beschlossen Bayern, Berlin, Hessen und Mecklenburg-Vorpommern, dass die Vorlage eines Tests für vollständig Geimpfte beim neuen Shopping-Konzept Click & Meet nicht mehr notwendig sei. Update: Ab 3. Mai 2021 gilt dies auch für Nordrhein-Westfalen. Es erlaubt das Einkaufen in Läden mit einem zuvor vereinbarten Termin. Der Impfnachweis kann durch einen Impfpass erbracht werden, der belegt, dass die zweite Impfung gegen das SARS-CoV-2 mindestens 14 Tage zurückliegt. Gleiches gilt bei Personen, die in den letzten sechs Monaten an COVID-19 erkrankt waren und genesen sind. Bei Genesenen genügt ein positiver PCR-Test, der eine Infektion im letzten halben Jahr belegt. In: rbb24.de, berlin.de, StMGP, WDR
1. Mai 2021.


April[Quelltext bearbeiten]

Der bekannte kenianische Arzt und Vorsitzende der katholischen Ärztevereinigung, Stephen Karanja, der seit März 2021 wiederholt dazu aufgerufen hatte, sich nicht gegen das SARS-CoV-2 impfen zu lassen, ist nach einer Erkrankung an COVID-19 gestorben. Die Katholische Bischofskonferenz in Kenia hatte sich von den Äußerungen des Arztes distanziert und sich für Impfungen ausgesprochen. tonight/RP-online
30. April 2021.


Das Pharmaunternehmen BioNTech hat am 30. April 2021 die Zulassung für den Impfstoff Tozinameran (BNT162b2) für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur beantragt. Laut Biontech-Gründer Uğur Şahin sei der Impfstoff in dieser Altersgruppe zu 100 Prozent wirksam und gut verträglich. Damit könnten Kinder ab Juni geimpft werden. Die Studiendaten für die 12- bis 15-Jährigen wurden bereits in den USA für die Notfallzulassung eingereicht. WDR
30. April 2021.


Die US-Regierung sieht vorerst keinen Bedarf an dem in den USA nicht zugelassenen Vakzin AZD1222 (AstraZeneca/Oxford) und kündigte daher an, bis zu 60 Millionen Impfstoffdosen anderen Staaten überlassen zu wollen. Bisher wurden bereits zehn Millionen Dosen dieses SARS-CoV-2-Impfstoffs in den USA produziert. Rund 50 Millionen weitere Dosen sollen sich noch in verschiedenen Produktionsstadien befinden. Nach einer Sicherheitsüberprüfung des AstraZeneca-Vakzins durch die FDA könnte der Export bereits im Mai und Juni dieses Jahres erfolgen. In: tagesschau.de, AP
27. April 2021.


Gavi, die Impfallianz, gab am 21. April 2021 bekannt, dass es weltweit 91 experimentelle SARS-CoV-2-Impfstoffkandidaten in klinischen Studien gebe und 184 Impfstoffe, die sich in vorklinischen Prüfungen befinden. Diese SARS-CoV-2-Impfstoffe umfassen neue Plattformen wie DNS, mRNS, virusähnliche Partikel, viralen Vektor, rekombinantes Protein, abgeschwächtes Lebendvirus und inaktiviertes Virus. GAVI
24. April 2021.


Nach dem Bundestag hat auch der Bundesrat am 22. April 2021 die Novelle des Infektions­schutz­gesetzes, das Vierte Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite, gebilligt. Das auch als (bundeseinheitliche) „Corona-Notbremse“ bezeichnete Gesetz soll das Infektionsschutzgesetz ergänzen. Mit der Unterschrift des Bundespräsidenten wird es voraussichtlich ab 26. April 2021 in Kraft treten. Es gilt jedoch längstens bis Ende Juni 2021. Die Regeln sind daran geknüpft, dass der Bundestag eine epidemische Lage von nationaler Tragweite feststellt. Einzelne Bundesländer können die Vorgaben verschärfen, jedoch nicht aufweichen. Beim Bundesverfassungsgericht wurde umgehend ein Eilantrag gegen das Gesetz eingereicht. In: Die Zeit, BR
22. April 2021.


Update: Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Bayern haben die Priorisierung der COVID-19-Impfmaßnahmen für den Impfstoff AZD1222 (AstraZeneca/Oxford) aufgehoben. Ab Juni rechne Bundesgesundheitsminister Jens Spahn mit der Aufhebung der festgelegten Impfreihenfolge für ganz Deutschland. In: taz
23. April 2021.


In seiner Sitzung vom 20. April 2021 kam der Ausschuss für Risikobewertung im Bereich der Pharmakovigilanz (PRAC) der Europäischen Arzneimittel-Agentur zu dem Schluss, dass in die Produktinformationen für den SARS-CoV-2-Impfstoff Ad26.COV2.S (Johnson & Johnson) eine Warnung über ungewöhnliche Blutgerinnsel mit erniedrigter Blutplättchenanzahl aufgenommen werden sollte. Es seien jedoch nur sehr seltene Nebenwirkungen. Die Beobachtungen entsprächen den Nebenwirkungen, die beim Impfstoff AZD1222 (AstraZeneca/Oxford) aufgetreten seien. In: EMA
21. April 2021.


Aerosol-Forscher, wie der Präsident der Gesellschaft für Aerosolforschung, Christof Asbach, sehen in der Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes im Freien sowie in nächtlichen Ausgangssperren eine „wenig sinnvolle Symbolpolitik“. Stattdessen müssten in Wohnungen, Büros, Klassenräumen, Wohnanlagen und Betreuungseinrichtungen sinnvolle Infektionsschutz-Maßnahmen ergriffen werden. Für eine Ansteckung mit dem SARS-CoV-2 sei es in schlecht belüfteten Räumen schon ausreichend, wenn sich vor dem Aufenthalt dort ein SARS-CoV-2-Infizierter aufgehalten habe. In: GAeF, aerztezeitung.de
19. April 2021.


Mitte April wurde bekannt, dass ein reger Handel mit gefälschten Impfpässen stattfindet, wonach man SARS-CoV-2-geimpft sei. Berichte sind aus Deutschland, den USA und England bekannt. Ein Impfpass würde 150,– € bzw. 150,– US-$ kosten. Der Vertrieb erfolge sowohl über Internetplattformen als auch über das Darknet. Die Käufer versprechen sich Vorteile im Reiseverkehr und Privatleben. Seit Jahren sei bekannt, dass insbesondere in Afrika gefälschte Impfpässe gegen das Gelbfieber im Umlauf seien. In: Precision Vaccinations, Welt.
18. April 2021.


Am 14. April 2021 ergänzte die deutsche Bundesregierung die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung um die Verpflichtung für Arbeitgeber, ihren Beschäftigten nun SARS-CoV-2-Tests anzubieten. Die Arbeitgeber sind jetzt verpflichtet, Beschäftigten, die nicht im Homeoffice arbeiten können, einmal pro Woche einen SARS-CoV-2-Test anzubieten. Beschäftigtengruppen mit erhöhtem Infektionsrisiko sollen zweimal pro Woche ein Testangebot erhalten. Bisher in der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung angeordnete Maßnahmen gelten weiterhin. Diese wurde bis zum 30. Juni 2021 verlängert. In: bundesregierung.de
16. April 2021


Am 14. April 2021 stellte Dänemark als erstes europäisches Land die Verimpfung des Impfstoffs AZD1222 (AstraZeneca/Oxford) nach Berichten über das Auftreten von sehr seltenen Hirnvenenthrombosen und dem Kapillarlecksyndrom dauerhaft ein, da ein möglicher Zusammenhang mit der Verimpfung bestehe. Die Impfkampagne werde deshalb für alle Altersgruppen einige Wochen länger als geplant dauern.In: ZDFheute
14. April 2021


Update: Die deutsche Bundesregierung brachte am 13. April 2021 das Vierte Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite auf den Weg. Das auch als (bundeseinheitliche) „Corona-Notbremse“ bezeichnete Gesetz soll das Infektionsschutzgesetz ergänzen. Der Bundestag hat dem Gesetz am 21. April 2021 zugestimmt. Am 22. April 2021 hat es den Bundesrat passiert, muss jetzt noch im Bundesgesetzblatt veröffentlicht werden und kann dann frühestens am 24. April 2021 in Kraft treten. In: ZDFheute, MDR.DE, Die Zeit
23. April 2021


Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern haben sich einstimmig der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) vom 1. April 2021 angeschlossen, wonach Unter-60-Jährige nach einer Erstimpfung mit dem Impfstoff AZD1222 (AstraZeneca/Oxford) bei der Zweitimpfung den mRNS-Impfstoff Tozinameran (Biontech/Pfizer) oder mRNA-1273 (Moderna) erhalten sollten. Die Zweitimpfung sollte nach 9–12 Wochen stattfinden. Die Einschränkung der AstraZeneca-Impfung auf die Altersgruppe ≥ 60 Jahre bleibt bestehen. In:FAZ, RKI/STIKO-Empfehlungen, Stand 13. April 2021
14. April 2021


Der Impfstoff Ad26.COV2.S (Johnson & Johnson) ist neben AZD1222 (AstraZeneca/Oxford) bereits der zweite SARS-CoV-2-Impfstoff, bei dem ein Zusammenhang mit dem Auftreten von Sinusvenenthrombosen vermutet wird. Am 9. April 2021 gab der Pharmakovigilanzausschuss der europäischen Arzneimittelagentur bekannt, dass er diese Fälle untersuche und entscheiden werde, ob Maßnahmen erforderlich sind, was aus einem Update der Produktinformation bestehen dürfte. Die CDC und die FDA haben am 13. April 2021 in den USA einen vorläufigen Stopp des Impfstoffs verfügt, die Auslieferung des Vakzins in die Europäische Union wird verschoben. In: EMA/PRAC Precision Vaccinations aerzteblatt.de
13. April 2021


Am 9. April 2021 wurde eine Studie der Canadian Medical Association veröffentlicht, wonach der Nasopharynx-Abstrich bei Kindern, die auf SARS-CoV-2 positiv getestet worden sind, im Vergleich zu Erwachsenen weniger Viruslast enthielt, was darauf hindeutet, dass Kinder nicht zu den Hauptüberträgern gehören. Diese neuen Erkenntnisse seien für Entscheidungen zu Einschränkungen in den Kindertagesstätten, beim Präsenzunterricht in den Schulen, bei außerschulischen Aktivitäten und hinsichtlich der Ansteckungsgefahr für das Personal von großer Bedeutung. In: CMAJ.
13. April 2021.


Die am 12. April 2021 veröffentlichte Phase-3-Studie (2069B) zu kürzlich mit dem SARS-CoV-2 infizierten COVID-19-Patienten, die keine Symtome zeigen und mittels subkutaner Injektion das Kombinationspräparat Casirivimab/Imdevimab (Regen-COV) verabreicht bekommen haben, zeigte, dass das Gesamtrisiko an symptomatischem COVID-19 zu erkranken, um 31 % bis zum 29. Tag (primärer Endpunkt) und um 76 % nach dem dritten Tag verringert wird. Die Studie zeigte auch, dass Regen-COV die Dauer des Auftretens von Symtomen verkürzt und die Viruslast um mehr als 90 % reduziert. In:Regeneron
13. April 2021.


Laut einer neuen Studie aus Israel scheint der SARS-CoV-2-Impfstoff Tozinameran (BioNTech/Pfizer) weniger wirksam gegen die aus Südafrika bekannte Variante 501.V2 (alias B.1.351) des SARS-CoV-2 zu sein. Ob die Impfung den Krankheitsverlauf bei einer Infektion mit der Variante abmildert, lässt sich bisher jedoch auf Grund der geringen Zahl von 501.V2-Infizierten nicht sagen. Der Impfstoff lässt sich an neue Varianten anpassen. Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat bereits angekündigt, neue Formen der Vakzine könnten deutlich schneller zugelassen werden als der Vorgänger. In: Der Spiegel
12. April 2021.


Am 11. April 2021 wandte sich die Gesellschaft für Aerosolforschung (GAeF) mit einem offenen Brief an die Bundesregierung, wonach die Übertragung der SARS-CoV-2-Partikel durch Aerosole fast ausnahmslos in Innenräumen stattfindet. Im Freien werde das Virus nur „äußerst selten“ übertragen und führe nie zu sogenannten Clusterinfektionen, breitgefächerten Ansteckungen. Die COVID-19-Maßnahmen würden an der falschen Stelle ansetzen. Stattdessen müsse der Schutz in Innenräumen verstärkt werden.
In:GAeF
11. April 2021.


Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) informierte am 9. April 2021, dass sie die kombinierte Verimpfung unterschiedlicher Impfstoffe gegen das SARS-CoV-2 nicht empfehlen könne. Zu den Risiken und für eine möglicherweise bessere Immunisierung der Geimpften durch derartige sogenannte Kreuzimpfungen lägen der WHO derzeit noch nicht genügend Daten vor, weitere Forschungsarbeiten seien erforderlich.In:Pharmazeutische Zeitung
12. April 2021.


Am 9. April 2021 berichtete die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) über eine weitere, in zeitlichem Zusammenhang mit der Verimpfung des AZD1222 (AstraZeneca/Oxford) aufgetretene Komplikation; bei fünf Personen sei ein Kapillarlecksyndrom aufgetreten.
In: EMA
10. April 2021.


Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin hat zusammen mit der Deutschen Krankenhausgesellschaft am 9. April 2021 eindringlich einen sofortigen, harten, bundesweiten Lockdown von mindestens zwei bis drei Wochen gefordert. Es gebe eine massive Zunahme der 40- bis 60-jährigen Patienten auf den Intensivstationen. Beim aktuellen Anstieg der Infektionszahlen seien in zehn Tagen dort keine Kapazitäten mehr vorhanden und man müsse auf die – unzulängliche – Notfallreserve zurückgreifen.
In: aend
9. April 2021.


Die Deutsche Dermatologische Gesellschaft warnt, dass Handekzeme während der COVID-19-Pandemie durch häufiges Händewaschen mit Seife zugenommen haben. Stattdessen sollten Händedesinfektionsmittel zur Vermeidung einerSchmierinfektion mit Krankheitserregern verwendet werden. Notwendig sei das Händewaschen mit Seife lediglich vor dem Essen, nach der Toilette, oder wenn die Hände stark verschmutzt sind.
In: Berliner Zeitung
8. April 2021.


Während die Europäische Arzneimittel-Agentur ihre Empfehlung für die Verimpfung des Vakzins AZD1222 (AstraZeneca/Oxford) trotz mehr als 60 Berichten zu Fällen von Hirnvenenthrombosen bekräftigte hat, erklärte die britische Impfkommission, dass bei 18- bis 29-Jährigen nach Möglichkeit ein anderer Impfstoff gespritzt werden solle. Deutschland bleibt vorerst bei der Empfehlung der Ständigen Impfkommission, den Astra-Zeneca-Impfstoff für Personen im Alter ab 60 Jahren zu verwenden. Bei Auftreten folgender Symptome soll umgehend ein Arzt aufgesucht werden: Kurzatmigkeit • Brustschmerzen • Schwellung im Bein • anhaltende Bauchschmerzen und neurologische Symptome, einschließlich schwerer, anhaltender Kopfschmerzen oder verschwommener Sicht • winzige Blutflecken unter der Haut jenseits der Injektionsstelle.
In:EMA, Tagesschau
8. April 2021.


Nach einem Rückgang am Anfang des Jahres steigen aktuell die SARS-CoV-2-Fallzahlen in Deutschland und dementsprechend auch die 7-Tage-Inzidenz rasant an, dies betrifft insbesondere die Altersgruppen unter 65 Jahren; ein besonders rascher Anstieg wird auch bei Kindern und Jugendlichen beobachtet. Seit Mitte März 2021 wird eine deutlich steigende Zahl schwerwiegend an COVID-19 erkrankter Patienten auf den Intensivstationen der Krankenhäuser betreut.
In:Aktuelle Risikobewertung des RKI
5. April 2021.


Mit Geltung ab 1. April 2021 trat eine aktualisierte Fassung der SARS-CoV-2-Impfstoffverordnung in Kraft, in der auch die Priorisierung der COVID-19-Impfmaßnahmen geändert wurde. Ab dem 7. April starten die Schutzimpfungen gegen das SARS-CoV-2 in Hausarztpraxen. Wegen einer begrenzten Liefermenge von etwa einer Million Dosen pro Woche sollen zunächst die Hausärzte impfen. Vom 7. bis 18. April steht der mRNS-Impfstoff Tozinameran (BioNTech/Pfizer) zur Verfügung. Danach sollen die Vektorimpfstoffe AZD1222 (AstraZeneca/Oxford) und Ad26.COV2.S (Johnson & Johnson) hinzukommen.
In: Buzer, KBV
4. April 2021.

Die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) gaben am 2. April 2021 neue Zwischenergebnisse bekannt, wonach die mRNS-Impfstoffe Tozinameran (BioNTech/Pfizer) und mRNA-1273 (Moderna) eine Wirksamkeit bei vollständiger Immunisierung (≥ 14 Tage nach der zweiten Dosis) von 90 % gegen das SARS-CoV-2 habe. Die Wirksamkeit des Impfstoffs bei teilweiser Immunisierung (≥ 14 Tage nach der ersten Dosis und vor der zweiten Dosis) betrug 80 %.
CDC
3. April 2021.


Nach einer Empfehlung der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO) sollten die bereits mit einer ersten Dosis des Vakzins AZD1222 (AstraZeneca/Oxford) geimpften Personen, die jünger als 60 Jahre sind, bei der zur Immunisierung gegen die COVID-19-Erkrankung notwendigen Zweitimpfung mit einem anderen Impfstoff geimpft werden. Am 15. April 2021 will Bundesgesundheitsminister Spahn mit den zuständigen Ministern der Bundesländer über die Empfehlung der STIKO sprechen.
Sächsische Zeitung
3. April 2021.


Laut SäZ/dpa starten in der Woche nach Ostern in den Hausartztpraxen bundesweit Impfungen mit dem Vakzin Tozinameran (BionTech/Pfizer).
Sächsische Zeitung
3. April 2021


Die Pharmauntrrnehmen BioNTech und Pfizer gaben am 31. März 2021 bekannt, dass in einer Phase-3-Studie an 2.260 Jugendlichen im Alter von 12 bis 15 Jahren mit oder ohne vorherigen Nachweis einer SARS-CoV-2-Infektion der Impfstoff Tozinameran (BioNTech/Pfizer) eine 100-prozentige Wirksamkeit, robuste Antikörperreaktionen und gute Verträglichkeit zeigte. Das Unternehmen will deshalb bei der FDA und EMA die Erweiterung der Zulassungen für diese Altersgruppe beantragen.
Precision Vaccinations
1. April 2021.


März[Quelltext bearbeiten]

Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat ihre Altersempfehlungen für den Impfstoff AZD1222 (AstraZeneca/Oxford) geändert. Er wird nur noch bei über-60-jährigen Frauen und Männer eingesetzt, so die Ländergesundheitsministerkonferenz, da inzwischen weitere Hirnvenenthrombosen bei Frauen bekannt geworden sind. „Unterhalb dieser Altersgrenze bleibe sein Einsatz nach ärztlichem Ermessen und individueller Risikoakzeptanz nach sorgfältiger Aufklärung möglich.“ Hinsichtlich der zweiten Impfstoffdosis für Jüngere werde die STIKO bis Ende April Stellung nehmen.
tagesschau
30. März 2021.


Die Pharmaunternehmen BioNTech und Pfizer gaben am 25. März 2021 den Beginn einer Wirksamkeits- und Sicherheitsstudie des SARS-CoV-2-Impfstoffs Tozinameran bei Kindern im Alter von 6 Monaten bis 11 Jahren – in drei Alterskohorten – bekannt. Die Wirksamkeit des Impfstoffs wird durch Immunobridging (Übertragbarkeit der Immunogenität) an die 16- bis 25-jährige Bevölkerung aus der zentralen Phase-3-Studie abgeleitet. Pfizer erwartet, bis Anfang 2022 eine Zulassung für die Impfung dieser Altersgruppen zu erhalten.
In:Precision Vaccinations
26. März 2021.


In einer Studie wurde die Neutralisationsstärke des Impfstoffs Tozinameran (BioNTech/Pfizer) an einem künstlich hergestellten Virus (Pseudovirus), das dem SARS-CoV-2 ähnelt, experimentell überprüft. Im Vergleich zu Rekonvaleszentenseren induzierte die Impfung mit Tozinameran hohe Titer neutralisierender Antikörper, die gegen die verwendeten Pseudoviren hoch wirksam waren. Pseudoviren mit den Mutationen SA-N501Y/​K417N/​E484K im Genom, wie bei der südafrikanischen Variante, neutralisierte Tozinameran jedoch nur mäßig.
In: doi:10.1016/j.chom.2021.03.008
25. März 2021.


Am 24. März 2021 hat die Bundeskanzlerin Angela Merkel die geplante Verordnung, wonach zusätzlich der Gründonnerstag und der Karsamstag als einmalige Ruhetage bestimmt werden sollten, revidiert. Die Verordnung sei in der Kürze der Zeit nicht umsetzbar.
In: WDR24. März 2021.


In der Nacht zum 23. März 2021 hat die Bund-Länder-Konferenz für Deutschland eine Verlängerung des Shutdowns bis 18. April 2021 beschlossen. Die Anfang März vereinbarte „Notbremse“ müsse ab einer 7-Tage-Inzidenz > 100 umgesetzt werden. Vom 1. bis 5. April 2021 gelten weitgehende Kontaktbeschränkungen. Private Zusammenkünfte sind auf den eigenen Haushalt und einen weiteren Hausstand (maximal fünf Personen) beschränkt. Kinder bis 14 Jahre werden nicht mitgezählt. Paare gelten als ein Haushalt.
Die Zeit
23. März 2021.


Die Gesellschaft für Thrombose- und Hämostaseforschung (GTH) gab am 19. März 2021 eine Stellungnahme bezüglich der sehr selten aufgetretenen Thrombosen in Kombination mit Thrombozytopenien im Zusammenhang mit einer Impfung mit dem AstraZeneca-Impfstoff AZD1222 heraus. Die GTH beschreibt mögliche Ursachen und gibt Therapieempfehlungen.
GTH
20. März 2021.


GER Bundesverdienstkreuz 5 GrVK Stern.svg Die beiden Entwickler des Impfstoffes Tozinameran, die Pharmaunternehmen BioNTech und Pfizer, und die Gründer von BioNTech, Uğur Şahin und Özlem Türeci, wurden am 19. März 2021 durch den Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier mit dem Großen Verdienstkreuz mit Stern des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland im Beisein der Bundeskanzlerin Angela Merkel ausgezeichnet.
Bundespräsident
19. März 2021.


Laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn haben sich nach der Stellungnahme der Europäischen Arzneimittel-Agentur EMA Bund, Länder und das zuständige Paul-Ehrlich-Institut (PEI) darauf verständigt, dass der Impfstoff AZD1222 (AstraZeneca/Oxford) ab dem 19. März 2021 weiter eingesetzt wird.
Tagesschau
18. März 2021.


Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) gab am 18. März 2021 bekannt, dass die bedingte Zulassung und damit die Weiterverwendung des Impfstoff AZD1222 (AstraZeneca/Oxford) nach einer weiteren Prüfung durch den Ausschuss für Risikobewertung im Bereich der Pharmakovigilanz (PRAC) aufrecht erhalten wird. Es wurden keine Chargenprobleme festgestellt. Es gäbe kein erhöhtes Risiko für die Bildung von Thrombosen (Blutgerinnseln) gegenüber der Normalbevölkerung. Die Produktinformationstexte (Fachinformation, Packungsbeilage) sollen jedoch einen Warnhinweis aufnehmen. Auch sei es noch zu früh, Bewertungen zu eventuellen Risikogruppen abzugeben.
Pressekonferenz EMA, Pressemitteilung EMA
18. März 2021.


Der Ausschuss für Risikobewertung im Bereich der Pharmakovigilanz (PRAC) bei der EMA prüft seit 15. März 2021, ob und wie sich die neuen Erkenntnisse über den Impfstoff AZD1222 (AstraZeneca/Oxford) auf dessen Nutzen-Risiko-Profil und die „bedingte Zulassung“ des Impfstoffs auswirken werden.
PEI (FAQ)
16. März 2021.


Die Bundesregierung hat die Impfungen mit dem SARS-CoV-2-Impfstoff AZD1222 ((BioNTech/Pfizer) nach einer aktuellen Empfehlung des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) vorsorglich ausgesetzt. Die Impfungen wurden bereits in mehreren europäischen Ländern aus Sicherheitsgründen ausgesetzt. Ob von der Vakzine eine Gefahr wegen der Bildung von Thrombosen (Blutgerinnseln) ausgeht, ist bislang unklar. Der Ausschuss für Risikobewertung im Bereich der Pharmakovigilanz (PRAC) wird am 18. März 2021 Schlussfolgerungen aus weiteren Prüfungen bekannt geben.
EMA
15. März 2021.


Gemäß einer Stellungnahme des Ausschusses für Risikobewertung im Bereich der Pharmakovigilanz (PRAC) bei der EMA gibt es derzeit keine Hinweise, dass Thrombosen durch die Impfung mit dem AstraZeneca-Impfstoff AZD1222 verursacht worden seien. Unverändert überwiegt der Nutzen des Impfstoffs weiterhin die Risiken. Der Impfstoff kann weiterhin verabreicht werden. Die Anzahl der thromboembolischen Ereignisse bei geimpften Personen ist nicht höher als die Anzahl in der Allgemeinbevölkerung. Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) vertritt die gleiche Meinung.
EMA
11. März 2021.


Die Europäische Kommission hat den vierten SARS-CoV-2-Impfstoff in der EU, Ad26.COV2.S (Johnson & Johnson), nach der Bewertung durch die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) zugelassen. Es soll die Gabe einer einzelnen Dosis bereits ausreichenden Impfschutz erreichen.
EMA
11. März 2021.


Das Bundeskabinett hat am 10. März 2021 die am 15. März 2021 auslaufende SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung bis einschließlich 30. April 2021 verlängert. Damit bleiben die bisherigen Bestimmungen zur Reduzierung betriebsbedingter Personenkontakte weitgehend unverändert in Kraft.
Bundesregierung
11. März 2021.


Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) gab bekannt, dass die monoklonalen Antikörper Bamlanivimab und Etesevimab in Kombination als Therapeutika zur Behandlung von solchen COVID-19-Patienten, die keine Sauerstoffzufuhr benötigen und ein hohes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf aufweisen, verwendet werden können.
EMA
5. März 2021.


Die Pharmaunternehmen Curevac und Novartis gaben bekannt, das sie eine erste Vereinbarung zur Herstellung des von ihnen entwickelten SARS-CoV-2-Impfstoffs CVnCoV unterzeichnet haben. Die Lieferungen des Vakzins aus der Produktionstätte in Österreich wird voraussichtlich im Sommer 2021 beginnen.
Precision Vaccinations, 4. März 2021).


Der Ausschuss für Humanarzneimittel der EMA hat das Rolling-Review-Verfahren des SARS-CoV-2-Impfstoffs Sputnik V, der vom russischen Gamaleja-Institut für Epidemiologie und Mikrobiologie entwickelt wurde, eingeleitet.
(EMA, 4. März 2021).


Bund und Länder haben einen Plan für die Lockerung der Infektionsschutzmaßnahmen gegen COVID-19 in Deutschland beschlossen. Dazu gehört auch die verstärkte Nutzung von Antigen-Schnelltests im Rahmen der Nationalen Teststrategie.
(Bundesregierung, 3. März 2021).


Wie die Pharmanehmen BioNTech und Pfizer Mitte Februar 2021 bekannt gaben, bleibt die Stabilität des von ihnen entwickelten SARS-CoV-2-Impfstoffs Tozinameran nach neueren Erkenntnissen auch bei Temperaturen zwischen −25 °C und −15 °C über zwei Wochen erhalten. Nach dem Auftauen kann das unverdünnte Konzentrat im Kühlschrank bis zu fünf Tage bei 2 °C bis 8 °C aufbewahrt werden sowie bis zu zwei Stunden bis 30 °C.
(investors.biontech.de).