Portalmast

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Ein Portalmast ist ein Freileitungsmast, bei dem die Traversen mit den Leiterseilen auf mindestens zwei Stützen ruhen. Portalmaste können als Holzmast, Betonmast, Stahlrohrmast oder Gittermast ausgeführt sein. Sie werden in Deutschland wegen ihres größeren Platzbedarfes im Regelfall nur für Abspannmaste, die hohen Zugkräften widerstehen müssen, und als Stützpunkte für Leitungen in Schaltanlagen verwendet (Abspannportal). Portalmaste haben in der Regel zwei Tragwerke. Es gibt aber auch Masten mit drei und mehr Tragwerken wie das Masttripel von Saporischschja. Bei der Elektrifizierung von Bahnstrecken vor allem bei der Überspannung einer Vielzahl von Gleisen ist der Einsatz von Portalmasten weltweit üblich, da sie bei hohen Fahrgeschwindigkeiten ein besseres Schwingungsverhalten als Quertragwerkwerke aus Seilen aufweisen. In Deutschland werden Quertragwerke in diesen Fällen hingegen nicht durch Portalmasten, sondern durch Einzelmasten ersetzt.

2015 knickte ein Sturm 14 Donaumasten einer 380 kV-Freileitung der Firma 50 Hertz bei Erdeborn um.[1] Anstelle der alten Donaumasten wurden unter anderem Portalmasten errichtet.

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Unwetter im Kreis Mansfeld-Südharz Sturm knickte 14 Höchstspannungsmasten um, MZ, 9. Juli 2015