Porträt per Telefon

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Porträt per Telefon war eine Fernsehsendung des Deutschen Fernsehfunks beziehungsweise des Fernsehens der DDR. Die monatlich ausgestrahlte Sendung mit einer Dauer von 45 Minuten, von der insgesamt 254 Folgen gesendet wurden, zählte zu den populärsten Produktionen des DDR-Fernsehens. In der Sendung, die stets live gesendet wurde, führte der vor allem als Sportkommentator tätige Moderator Heinz Florian Oertel Gespräche mit in der DDR bekannten Persönlichkeiten.

Die erste Ausgabe der Sendereihe lief am 28. Oktober 1969 im 2. Programm des DFF unter dem Sendetitel „Porträt ohne Titel“. Ab der zweiten Sendung am 9. November 1969 lautete der Titel bis zum Ende der Reihe „Porträt per Telefon“. Mitunter wird auch diese Sendung als erste Ausgabe der Sendereihe genannt. Namensgebende Besonderheit der Sendung war die Möglichkeit für die Zuschauer, während der laufenden Sendung anzurufen und über in Telefonkabinen im Studio tätige Mitarbeiter Fragen an die Gäste zu stellen. Die kurzen musikalischen Interludien lagen in die Händen der Pianisten Hasso Veit und später Harry Heinze. Ein weiteres Merkmal der Sendung war die Autogrammwand im Hintergrund, auf der alle Gäste zum Abschluss der Sendung ihre Unterschrift hinterließen. Diese Wand wurde nach der Abwicklung des DDR-Fernsehens auf einer Mülldeponie entsorgt.[1] 1990 wurde die Sendereihe eingestellt.

Gäste der Sendereihe waren unter anderem Theo Adam, Manfred von Ardenne, Wolfgang Behrendt, Waldemar Cierpinski, Günter Dorning (7. Dezember 1982), Heinz Draehn, Christian Ehwald (17. August 1982), Walter Felsenstein, Günther Fischer, Heinz Fülfe, Erwin Geschonneck, Helga Göring, Iris Grund, Helga Hahnemann, Wolfgang Heinz, Bernhard Heisig, Joachim Herz, Walter Heynowski, Jan Hoffmann, Renate Holland-Moritz, Jochen Kowalski, Agnes Kraus (160. Sendung, 7. Juni 1983), Manfred Krug, Edgar Külow, Dieter Mann, Erich Markowitsch, Kurt Masur, Gisela May (29. Februar 1972), Moritz Mebel, Hans-Peter Minetti, Jutta Müller, Wolfgang Nordwig, Vera Oelschlegel, Hans Pischner, Heinz Quermann, Dean Reed, Ilse Rodenberg, Gerd E. Schäfer, Ekkehard Schall (7. November 1975), Gerhard Scheumann, Annerose Schmidt, Karl-Eduard von Schnitzler, Max Gerd Schönfelder, Günter Schubert, Gustav-Adolf Schur, Willi Schwabe, Konrad Seige, Otto Stark, Hilmar Thate, Ulrich Thein, Lothar Thoms, Lothar Warneke, Manfred Wekwerth, Katharina Witt, Konrad Wolf und Marianne Wünscher (16. November 1982).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Heinz Florian Oertel: Pfui Teufel, 2009, S. 114.