Posterstein

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Posterstein
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Posterstein hervorgehoben
Koordinaten: 50° 52′ N, 12° 15′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Altenburger Land
Verwaltungs­gemeinschaft: Oberes Sprottental
Höhe: 250 m ü. NHN
Fläche: 5,53 km²
Einwohner: 430 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 78 Einwohner je km²
Postleitzahl: 04626
Vorwahl: 034496
Kfz-Kennzeichen: ABG, SLN
Gemeindeschlüssel: 16 0 77 041
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorfstraße 12
04626 Posterstein
Webpräsenz: www.posterstein.de
Bürgermeister: Stefan Jakubek
Lage der Gemeinde Posterstein im Landkreis Altenburger Land
Altenburg Nobitz Langenleuba-Niederhain Altkirchen Dobitschen Drogen Fockendorf Frohnsdorf Gerstenberg Göhren (bei Altenburg) Göllnitz Göpfersdorf Gößnitz Haselbach (bei Altenburg) Heukewalde Heyersdorf Jonaswalde Jückelberg Kriebitzsch Löbichau Lödla Lucka Lumpzig Mehna Meuselwitz Monstab Nöbdenitz Ponitz Posterstein Rositz Nobitz Schmölln Starkenberg Thonhausen Treben Vollmershain Wildenbörten Windischleuba Ziegelheim Thüringen Landkreis Greiz Sachsen-Anhalt SachsenKarte
Über dieses Bild
Burg Posterstein

Posterstein ist eine Gemeinde im thüringischen Landkreis Altenburger Land. Sie gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Oberes Sprottental.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die Gemeinde fließt die Westliche Sprotte, die nordöstlich des Gemeindegebiets mit der Mannichswalder Sprotte zusammenfließt. Das Gemeindegebiet wird nach der naturräumlichen Gliederung des Landes Thüringen dem Rand des Altenburger Lössgebiets zugerechnet. Der größte Teil der Gemeindefläche wird landwirtschaftlich genutzt, kleinere Waldflächen gibt es lediglich im Norden der Gemeinde am linken Ufer der Westlichen Sprotte und im Westen der Gemeinde. Die nächsten Städte sind Ronneburg (3 km westlich), Schmölln (5 km nordöstlich) und Crimmitschau (7 km südöstlich).

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im so genannten Bruchfeld von Posterstein verlaufen Verwerfungen durch die Schichtenserien von Silur, Devon und Karbon sowie vulkanische Durchbrüche von Porphyr, Diabas und Melaphyr. In dieser Störungszone trat zuletzt im Jahr 1872 ein weithin spürbares Erdbeben auf.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angrenzende Gemeinden sind Heukewalde, Löbichau, Nöbdenitz und Vollmershain im Landkreis Altenburger Land sowie Paitzdorf und die Stadt Ronneburg im Landkreis Greiz.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsteile sind Posterstein und Stolzenberg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 14. April 1191 wurde Posterstein erstmals urkundlich erwähnt.[2] Im 15. Jahrhundert besaß die Familie Puster die Burg „Stein“, von ihr stammt der heutige Name.[3] 1952 kam Posterstein vom Landkreis Gera an den Kreis Schmölln, über den es 1994 an den Landkreis Altenburger Land gelangte.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1910 lebten in Posterstein und Stolzenberg zusammengenommen 436 Einwohner,[4] 1933 waren es 432 Einwohner.[5]

Entwicklung der Einwohnerzahl (Stand jeweils 31. Dezember):

  • 1994: 365
  • 1995: 366
  • 1996: 398
  • 1997: 444
  • 1998: 487
  • 1999: 495
  • 2000: 518
  • 2001: 526
  • 2002: 521
  • 2003: 527
  • 2004: 507
  • 2005: 504
  • 2006: 493
  • 2007: 487
  • 2008: 480
  • 2009: 464
  • 2010: 464
  • 2011: 431
  • 2012: 428
  • 2013: 427
  • 2014: 432
Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 setzt sich der Gemeinderat wie folgt zusammen[6]:

  • Bürgerinitiative der SPD – 4 Sitze (50,8 %)
  • Pro Land und Leute – 2 Sitze (49,2 %)

Die Wahlbeteiligung lag bei 63,9 % (-4,2 %p).

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist seit dem 1. August 1992 Stefan Jakubek,[7] der bei den Bürgermeisterwahlen entweder für die SPD oder die Bürgerinitiative der SPD gewählt wurde.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Markantestes Bauwerk ist die Postersteiner Burg, die, nachts angeleuchtet, auch von der nördlich der Gemeinde entlangführenden BAB 4 leicht erkennbar ist. Zur Burg gehört auch eine Burgkirche.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kreisstraße K 503 verbindet Posterstein und Stolzenberg mit Nöbdenitz und der Landesstraße L 1081, die wiederum zur Bundesstraße 7 und zur Anschlussstelle Ronneburg der BAB 4 führt. Die Gemeinde liegt im Mitteldeutschen Verkehrsverbund und ist über die an Werktagen außer an Samstagen verkehrende Buslinie 355 Schmölln–Untschen–Thonhausen der THÜSAC Personennahverkehrsgesellschaft angebunden. Der nächstgelegene Anschluss zum Schienenpersonennahverkehr befindet sich zwei Kilometer nordöstlich in Nöbdenitz.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Posterstein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik (Hilfe dazu).
  2. Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer bis 1300. Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza 2001, ISBN 3-934748-58-9, S. 48.
  3. Thomas Bienert: Mittelalterliche Burgen in Thüringen. Wartberg Verlag, 2000, ISBN 3-86134-631-1, S. 22.
  4. Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900 - Herzogtum Sachsen-Altenburg - Landratsamt Ronneburg. Abgerufen am 25. Oktober 2012.
  5. Stadt und Landkreis Gera. In: Deutsche Verwaltungsgeschichte. Abgerufen am 25. Oktober 2012.
  6. Gemeinderatswahl 2014 abgerufen am 4. August 2014
  7. Ein Dorf feiert seinen Bürgermeister in Posterstein. OTZ Altenburg, abgerufen am 25. Oktober 2012.