Postmünster

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Postmünster
Postmünster
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Postmünster hervorgehoben
Koordinaten: 48° 25′ N, 12° 54′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Rottal-Inn
Höhe: 390 m ü. NHN
Fläche: 43,51 km2
Einwohner: 2288 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 53 Einwohner je km2
Postleitzahl: 84389
Vorwahl: 08561
Kfz-Kennzeichen: PAN, EG, GRI, VIB
Gemeindeschlüssel: 09 2 77 139
Gemeindegliederung: 153 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstr. 23
84389 Postmünster
Webpräsenz: www.postmuenster.de
Bürgermeister: Stefan Weindl (CSU)
Lage der Gemeinde Postmünster im Landkreis Rottal-Inn
Geratskirchen Zeilarn Wurmannsquick Wittibreut Unterdietfurt Triftern Tann (Niederbayern) Stubenberg (Niederbayern) Simbach am Inn Schönau (Rottal) Roßbach (Niederbayern) Rimbach (Landkreis Rottal-Inn) Reut Postmünster Pfarrkirchen Mitterskirchen Massing Malgersdorf Kirchdorf am Inn (Landkreis Rottal-Inn) Julbach (Inntal) Johanniskirchen Hebertsfelden Gangkofen Falkenberg (Niederbayern) Ering Egglham Eggenfelden Dietersburg Bad Birnbach Bayerbach (Rottal-Inn) Arnstorf Landkreis Landshut Landkreis Dingolfing-Landau Landkreis Deggendorf Landkreis Passau Landkreis Altötting Landkreis Mühldorf am Inn ÖsterreichKarte
Über dieses Bild
Die Pfarrkirche St. Benedikt
Der Rottauensee

Postmünster ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Rottal-Inn.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Postmünster liegt in der Region Landshut im Tal der Rott am Rottauensee in der niederbayerischen Hügellandschaft. Postmünster befindet sich unweit der B 388 nur fünf Kilometer südwestlich der Kreisstadt Pfarrkirchen, zwölf Kilometer östlich von Eggenfelden und 17 km westlich von Bad Birnbach. Der nächstgelegene Bahnhof an der Bahnstrecke Passau–Neumarkt-Sankt Veit befindet sich in Pfarrkirchen.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt 153 Ortsteile[2]:

  • Adelöd
  • Afterhausen
  • Aign
  • Aist
  • Altenwöhr
  • Amixlöd
  • Asang
  • Bach
  • Bacher
  • Baiern
  • Baumgarten
  • Berg
  • Böll
  • Brandl
  • Brandstatt an der Rott
  • Brandstatt bei Isel
  • Brenn
  • Bruck
  • Bürch
  • Dachsberg
  • Diepold
  • Dirnhub
  • Dobl
  • Ed
  • Ed am Berg
  • Edfurt
  • Edholzen
  • Eham
  • Engberg
  • Enghub
  • Engmühle
  • Etzelsbach
  • Fasselsberg
  • Fechten
  • Federlehen
  • Federling
  • Fischerwimm
  • Forster
  • Fuchsgrub
  • Fürstberg
  • Fürstberg bei Neuhofen
  • Gambach
  • Gangerbauer
  • Geiern
  • Geislöd
  • Goldsberg
  • Gollerbach
  • Gölling
  • Großschnail
  • Grübl
  • Gschaid
  • Gutenöd
  • Hag
  • Hangetlehen
  • Hansöd
  • Hasenöd
  • Heiblhub
  • Henglberg
  • Hieb
  • Hinten
  • Hinteröd
  • Hof
  • Hofing
  • Hohenlin
  • Holzen
  • Irlsbach
  • Isel
  • Kaismühle
  • Kienbach
  • Kigl
  • Kleinschnail
  • Kogl
  • Koppenöd
  • Krampl
  • Kräuterl
  • Kremmel
  • Kreuzöd
  • Kroed
  • Kronwitten
  • Kuchl
  • Kumpfmühl
  • Lang
  • Lenzhub
  • Lödl
  • Maieröd
  • Marchen
  • Marchetsöd
  • Massing
  • Mehlsteibl
  • Meisteröd
  • Mitteröd
  • Mühlstraß
  • Neuhofen
  • Nussing
  • Oberwies
  • Österreich
  • Pfefferöd
  • Pimmerstorf
  • Pinzenell
  • Plaß
  • Polting
  • Postmünster
  • Quingl
  • Rahberg
  • Rahhof
  • Rauchöd
  • Reinsperg
  • Reischl
  • Reising
  • Reith
  • Roßtauschen
  • Saam
  • Schachten
  • Schalldorf
  • Schirgnhub
  • Schlettwagen
  • Schmiedgrub
  • Schmiedhub
  • Schned
  • Schned bei Neuhofen
  • Schönöd
  • Schreihof
  • Schwanhof
  • Spendlholzen
  • Spöck
  • Stapfen
  • Stapfl
  • Stegen
  • Stegmühl
  • Steinbüchl
  • Stöckl
  • Straß
  • Straß bei Neuhofen
  • Stumm
  • Stütz
  • Thal
  • Thurnstein
  • Trausburg
  • Überöd
  • Unterwies
  • Vöglsberg
  • Wald
  • Waldhörn
  • Walln
  • Weichselöd
  • Weng
  • Wichtleiten
  • Winklschuß
  • Wippl
  • Wolfsberg
  • Wühr
  • Zaun
  • Zeilhub

Es gibt die Gemarkungen: Postmünster, Gangerbauer, Schalldorf und Neuhofen (ein eigenständiges Dorf, dessen Einzugsgebiet flächenmäßig größer als das von Postmünster ist).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort lag vermutlich an einer alten Römerstraße, die von Massing bis zur Mündung der Rott verlief. Um 1150 wird mit dem Zeugen Eckolf de Possenmunstiure zum ersten Mal ein Geschlecht erwähnt, das sich nach Postmünster benannte. Der Name begründet sich vermutlich auf einen Poso, der hier im 8. Jahrhundert ein Eigenkloster gründete. Danach werden diese Adeligen von Postmünster häufig erwähnt, bei denen es sich um Ministerialen des Hochstifts Passau handelte.

In der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts waren die Siegenheimer Besitzer der Hofmark Postmünster-Thurnstein. Im dritten bayerischen Herzogsurbar wird Postmünster als wittelsbachische Hofmark aufgeführt. Die Obmannschaft Postmünster war 1482 Teil des Amtes Pfarrkirchen. 1508 gelangte Postmünster durch Heirat an die Paulsdorffer. Ende des 16. Jahrhunderts wurde der Besitz aufgeteilt. 1599 gehörte eine Hälfte dem unmündigen Christoph von Paulsdorff, die andere Hälfte dem in der Pfalz lebenden Leo von Sinzenhofen.

Im Kurfürstentum Bayern bildete Postmünster eine geschlossene Hofmark im Pfleggericht Reichenberg. Die Hofmark wurde auf kurfürstlichen Regimentsbefehl hin eingezogen und anscheinend ungeteilt 1638 an Paul Scheibel verkauft. Nach 1648 ersteigerte die Familie Strobel Postmünster-Thurnstein. 1661 verkaufte es Hans Georg Strobel an Johann Imsland zu Hofstetten. Die Imsland ließen das Schloss Thurnstein ausbauen, doch zu geringe Einnahmen führten dazu, dass die Hofmark nach 1730 versteigert werden musste. Michael Plinganser war etwa 14 Jahre Konkursverwalter. Erst 1750 erwarben die Grafen zu Goder für 58 000 Gulden die Hofmark.

Der letzte Graf zu Goder starb 1789. Nach langwierigen Erbstreitigkeiten kamen die Besitzungen 1818 wieder auf die Gant. Die Käuferin Freifrau von Venningen veräußerte die Güter 1836 für 58 000 Gulden an Ludwig Graf von Geldern-Egmont.

Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Gebietsreform in Bayern wurde die Gemeinde Postmünster am 1. April 1971 durch den Zusammenschluss mit den früheren Gemeinden Neuhofen, Gangerbauer und Schalldorf erheblich vergrößert.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1840: 1686 Einwohner
  • 1925: 2388 Einwohner
  • 1961: 2613 Einwohner
  • 1970: 2394 Einwohner
  • 1987: 2240 Einwohner
  • 1991: 2361 Einwohner
  • 1995: 2275 Einwohner
  • 2000: 2372 Einwohner
  • 2005: 2359 Einwohner
  • 2010: 2296 Einwohner
  • 2015: 2288 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Stefan Weindl (CSU). Er wurde im Jahr 2014 Nachfolger von Ludwig Eder (Christlich Freie Wählergemeinschaft).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pfarrkirche St. Benedikt. Das spätgotische Bauwerk von etwa 1500 hat eine barocke und neubarocke Ausstattung mit gotischen und barocken Figuren.
  • Schloss Thurnstein südlich von Postmünster. Es entstand im 13. Jahrhundert und erhielt im 17. Jahrhundert sein heutiges Aussehen. Die Schlosskapelle von 1782 ist im Rokoko-Stil und klassizistisch ausgestattet.

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Postmünster

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 39 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 150 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 702. Im verarbeitenden Gewerbe gab es einen Betrieb, im Bauhauptgewerbe keine Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 155 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 3041 ha, davon 1849 ha Ackerfläche und 1186 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergärten: 75 Kindergartenplätze mit 86 Kindern
  • Grundschule: eine mit 82 Schülern

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Conrad Fink (1900–1981), Landrat im Landkreis Pfarrkirchen und Bundestagsabgeordneter
  • Bernhard Dilling, auch Hadti Dilling (1932–1994), Bühnenbildner, Maler, Grafiker und Bildhauer; lebte in Postmünster
  • Lisa Wahlandt (* 1971), Jazz- und Popsängerin
  • Andreas Artur Reichelt (* 1977), Schriftsteller; lebt in Postmünster

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei Postmünster liegt der als Hochwasser-Rückhaltebecken konzipierte Rottauensee, der auch als Naherholungsgebiet von Bedeutung ist. In Postmünster gibt es eine Sendeanlage der Deutschen Telekom AG.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111130/211209&attr=OBJ&val=811
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 552.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Postmünster – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien