Posttranskriptionale Modifikation

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Unter Posttranskriptioneller Modifizierung oder Posttranskriptionaler Modifikation werden alle Modifikationen der mRNA zusammengefasst, die nach der Transkription erfolgen, teilweise auch währenddessen (kotranskriptionell).[1][2] Beispiele sind Capping, Polyadenylierung und Spleißen.

Durch diese Modifikationen kann die Stabilität der RNA erhöht, die mRNA für den Transport aus dem Nukleus durch die Kernporen in das Cytoplasma aufbereitet wie auch der Abbau durch Exonukleasen verhindert werden. Doch kann auch der Informationsgehalt nach der Transkription noch verändert werden, indem etwa als sogenannte Introns Bereiche der RNA herausgeschnitten werden, die somit nicht codieren, beziehungsweise durch ein alternatives Spleißen aus den verbleibenden Exons verschiedene Varianten verwandter Proteine ermöglicht werden.

Posttranskriptionelle Modifikationen sind in dieser Form nur bei Eukaryoten feststellbar, da die Transkription hier räumlich von der Translation getrennt ist. Bei Prokaryonten kommt es hingegen zur gleichzeitigen Translation der noch in der Transkription entstehenden mRNA. Weiterhin treten keine Introns auf.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. D. L. Bentley: Coupling mRNA processing with transcription in time and space. In: Nature reviews. Genetics. Band 15, Nummer 3, März 2014, ISSN 1471-0064, S. 163–175, doi:10.1038/nrg3662. PMID 24514444.
  2. Y. Brody, N. Neufeld, N. Bieberstein, S. Z. Causse, E. M. Böhnlein, K. M. Neugebauer, X. Darzacq, Y. Shav-Tal: The in vivo kinetics of RNA polymerase II elongation during co-transcriptional splicing. In: PLoS biology. Band 9, Nummer 1, 2011, ISSN 1545-7885, S. e1000573, doi:10.1371/journal.pbio.1000573. PMID 21264352. PMC 3019111 (freier Volltext).