Präexpositionsprophylaxe

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Die HIV-Präexpositionsprophylaxe (PrEP) bezeichnet die Einnahme systemisch wirksamer antiviraler Medikamente durch HIV-negative Personen in Erwartung einer potenziellen HIV-Exposition aus bekannten oder unbekannten Quellen, um die HIV-Übertragung zu verhindern.[1] Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt die PrEP seit September 2019 „als zusätzliche Präventionsmöglichkeit für Menschen mit einem erheblichen HIV-Infektionsrisiko als Teil von kombinierten HIV-Präventionsansätzen“.[2] Zur PrEP sind in der Europäischen Union seit 2016 Kombinationspräperate mit den Wirkstoffen Emtricitabin und Tenofovir zugelassen.[3][4] Die Präexpositionsprophylaxe ist eine von mehreren Präventionsmaßnahmen gegen HIV neben beispielsweise Kondomen, einer antiretroviralen Therapie und der HIV-Postexpositionsprophylaxe.[5] Im Gegensatz zu Kondomen schützt die PrEP nicht gegen andere sexuell übertragbare Erkrankungen.

Indikation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltgesundheitsorganisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Weltgesundheitsorganisation[6] sieht eine Präexpositionsprophylaxe als indiziert an bei einer Person ohne nachgewiesene HIV-Infektion, die Geschlechtsverkehr mit serodiskordanten Personen ohne (erfolgreiche) antiretrovirale Therapie hat oder in Bevölkerungsgruppen mit einer hohen HIV-Inzidenz bzw. HIV-Prävalenz sexuell aktiv ist, sofern:

  • diese Person Vaginal- oder Analverkehr ohne Kondome mit mehr als einer Person hat oder sofern
  • diese Person Sex mit Personen mit einem oder mit mehreren HIV-Risikofaktoren hat oder sofern
  • bei dieser Person eine sexuell übertragbare Erkrankung durch Labordiagnostik nachgewiesen wurde, diese Person von einer erlittenen sexuell übertragbaren Erkrankung berichtet oder bei dieser Person eine sexuell übertragbare Erkrankung symptomatisch behandelt wurde oder sofern
  • diese Person eine Postexpositionsprophylaxe durchgeführt hat oder sofern
  • diese Person eine Präexpositionsprophylaxe verlangt.

Deutsch-Österreichische Leitlinien zur HIV-Präexpositionsprophylaxe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der unter Federführung der Deutschen AIDS-Gesellschaft gemeinsam mit der Österreischischen AIDS-Gesellschaft und weiterer medizinischer Fachgesellschaften erarbeiteten deutsch-österreichische Leitlinien zur HIV-Präexpositionsprophylaxe der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften[5] ist das Angebot der PrEP bei Menschen mit „substanziellem HIV-Infektionsrisiko“ indiziert. Dies liegt bei einer HIV-Inzidenz von mehr als 3 pro 100 Personenjahren ohne Zugang zur PrEP vor, insbesondere bei folgenden HIV-negativen Personen:

  • Männer, die Sex mit Männern haben, oder Transgender-Personen:
    • welche in den letzten drei bis sechs Monaten analen Geschlechtsverkehr ohne Kondom praktiziert haben oder diesen in den nächsten Monaten praktizieren werden,
    • bei denen in den letzten zwölf Monaten eine sexuell übertragbare Erkrankung auftrat
  • Personen in serodiskordanten Konstellationen mit einer virämischen HIV-positiven Person, welche keine antiretrovirale Therapie durchführt oder die eine nicht suppressive antiretrovirale Therapie, beispielsweise in Folge einer Resistenz, durchführt,
  • Personen in serodiskordanten Konstellationen in der Anfangsphase einer antiretroviralen Therapie, mindestens in den ersten sechs Monaten und dann, solange mehr als 200 RNA-Kopien pro Milliliter Blut nachgewiesen werden,
  • Personen mit Sex ohne Kondom mit Personen, bei denen eine undiagnostizierte HIV-Infektion wahrscheinlich ist,
  • drogeninjizierenden Personen, die nicht sterile Injektionsmaterialien benutzen.

Darüber hinaus kann bei Personen, welche nicht in die erwähnten Gruppen fallen, ein substanzielles Risiko bestehen. Da bislang ein signifikanter Zusammenhang zwischen der Nachfrage nach der PrEP und einem erhöhtem Risiko gezeigt wurde,[7] sollte bei jeder Person, die aktiv nach einer PrEP fragt, eine sorgfältige Risikoevaluation durchgeführt werden und gegebenenfalls eine PrEP verschrieben werden.

Centers for Disease Control and Prevention[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Richtlinie zur klinischen Praxis[8] der Gesundheitsbehörde der Vereinigten Staaten von Amerika (Centers for Disease Control and Prevention) empfiehlt eine PrEP bei folgenden Personen:

  • HIV-negative, erwachsene Männer, die Sex mit Männern haben, welche
    • innerhalb der letzten sechs Monate, außerhalb einer monogamen Beziehung mit einer gesichert HIV-negativen Person, kondomlos, empfangend analen Geschlechtsverkehr hatten oder
    • innerhalb der letzten sechs Monate eine bakterielle, sexuell übertragbare Erkrankung (Syphilis, Gonorrhoe, oder Chlamydiose) hatten
  • HIV-negative, erwachsene Personen, welche
    • innerhalb der letzten sechs Monate, außerhalb einer monogamen Beziehung mit einer gesichert HIV-negativen Person, Geschlechtsverkehr mit mehr als einer Person anderen Geschlechts kondomlosen Geschlechtsverkehr hatten und mindestens eine der anderen Personen einen ungesicherten HIV-Status und ein substantielles HIV-Risiko als Mann, der Sex mit Männern hat oder Person, die Drogen injeziert hat,
    • innerhalb der letzten sechs Monate eine bakterielle sexuell übertragbare Erkrankung (Syphilis, Gonorrhoe, oder Chlamydiose) hatten oder
    • in einer Geschlechtsverkehr in einer serodiskordanten Konstellationen haben.

Kontraindikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltgesundheitsorganisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laut der Weltgesundheitsorganisation ist eine PrEP kontraindiziert bei:

  • einer HIV-Infektion
  • Symptomen einer HIV-Infektion
  • einem möglichen infektiösen Kontakt mit einer HIV-positiven Person
  • einer geschätzten glomerulären Filtrationsrate von weniger als 60 ml/min (soweit bekannt)
  • Allergien gegen die Medikation

Deutsch-Österreichische Leitlinien zur HIV-Präexpositionsprophylaxe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Leitlinie der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften[5] sieht eine PrEP nicht angezeigt bei:

Schutzwirkung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Übersichtsstudien ergaben, dass die PrEP „eine wirksame und sichere Therapie zur Verhinderung der HIV-Übertragung“ ist, welche „mit zunehmenden Verschreibungsraten für Patienten mit HIV-Risiko das Potenzial hat, HIV-Neuinfektionen zu reduzieren“.[9] Die Wirksamkeit der PrEP hängt jedoch stark von der Adhärenz ab. Bei einer Adhärenz von ≥70 Prozent reduziert sich das relative Risiko auf 27 Prozent (95 Prozent CI: 19 bis 39 Prozent), bei einer Adhärenz zwischen 40 Prozent und 70 Prozent auf 51 Prozent (95 Prozent CI: 38 bis 70 Prozent) und bei einer Adhärenz von weniger als 40 Prozent auf 93 Prozent (95 Prozent CI: 72 bis 120 Prozent).[10]

Wirkmechanismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die PrEP beinhaltet die beiden Wirkstoffe Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil, ein Prodrug von Tenofovir. Emtricitabin ist ein chemisches Analogon des Nukleosids Cytidin. Tenofovirdisoproxil wird in vivo in Tenofovir, ein Nukleotid-Analogon von Adenosinmonophosphat, umgewandelt. Beide Substanzen wirken als Inhibitoren der reversen Transkriptase (Nukleosidische Reverse-Transkriptase-Inhibitoren). Beide Wirkstoffe werden von zellulären Enzymen über nicht überlappende Wege phosphoryliert und bilden Emtricitabintriphosphat und Tenofovirdiphosphat, alternative Substrate für Desoxyadenosintriphosphat und Desoxycytidintriphosphat. Der Einbau in die sich bildende Virus-Desoxyribonukleinsäure führt zu einer Kettenabbruchreaktion und zur Hemmung der viralen reversen Transkriptase: Nukleosidische Reverse-Transkriptase-Inhibitoren haben keine 3'-Hydroxygruppe an der 2'-Desoxyribosyl-Einheit. Aufgrund der fehlenden 3'-Hydroxygruppe verhindert das NRTI die Bildung einer 3'-5'-Phosphodiesterbindung in wachsenden Desoxyribonukleinsäure-Ketten und kann so die Replikation des Virus verhindern.

Nebenwirkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Rahmen der Zulassung durch die Europäische Arzneimittel-Agentur wurden als sehr häufige Nebenwirkungen Durchfall und Übelkeit festgestellt, darüber hinaus Hypophosphatämie, Kopfschmerzen, Schwindel, Erbrechen, Ausschlag, Schwäche sowie erhöhte Creatin-Kinasespiegel im Blut.[11] Die Europäische Arzneimittel-Agentur empfahl dennoch das Inverkehrbringen zu genehmigen, da der Nutzen die Risiken überwiege.

Kosten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kosten-Nutzen-Analyse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Originalmedikament „Truvada“ hatte in Deutschland einen Einführungspreis von 819 Euro für 30 Tabletten, wobei die Einnahme von täglich einer Tablette empfohlen wurde. Aufgrund des Patentschutzes war es das einzig verfügbare PrEP-Medikament. Nach dem Ende des Patentschutzes 2017 kamen erste Generika für um 600 Euro auf den deutschen Markt.[12] Zwischenzeitlich sank der Preis auf rund 50 Euro.

Dies führte vor Ablauf des Patentschutzes dazu, dass Studien zu divergierenden Kosten-Nutzen Ergebnissen-kamen.[13][14][15] Seit dem Ablauf des Patentschutzes bestätigen Studien einvernehmlich ein positives Kosten-Nutzen-Verhältnis der PrEP.[16][17][18][19]

Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Deutschland haben gesetzlich krankenversicherte Personen, die das 16. Lebensjahr vollendet und ein substantielles HIV-Infektionsrisiko haben, seit dem 1. September 2019 einen gesetzlichen Anspruch auf die Durchführung einer PrEP sowie auf Beratungen und Untersuchungen (§ 20j SGB V i. V. m. § 2 Anlage 33 BMV-Ä).[20]

Zu den Menschen, die ein substantielles HIV-Infektionsrisiko haben, zählen

  • Männer, die Sex mit Männern haben, oder Transgender-Personen mit der Angabe von analem Geschlechtsverkehr ohne Kondom innerhalb der letzten drei bis sechs Monate und/oder voraussichtlich in den nächsten Monaten bzw. mit einer sexuell übertragbaren Erkrankung in den letzten zwölf Monaten,
  • Personen in Zusammenhang mit serodiskordanten Konstellationen mit einer virämischen HIV-positiven Person ohne antiretrovirale Therapie, mit einer nicht suppressiven antiretroviralen Therapie oder in der Anfangsphase einer ART (HIV-RNA, die nicht schon sechs Monate unter 200 RNA-Kopien/ml liegt),
  • nach individueller und situativer Risikoüberprüfung drogeninjizierende Personen ohne Gebrauch steriler Injektionsmaterialien und
  • nach individueller und situativer Risikoüberprüfung Personen mit Geschlechtsverkehr ohne Kondom mit einer Person, bei der eine undiagnostizierte HIV-Infektion wahrscheinlich ist (z. B. Personen aus Hochprävalenzländern oder mit risikoreichen Sexualpraktiken).

Die Kosten einer PrEP werden in Deutschland seit September 2019 von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Der Patient muss die Zuzahlung bei verschreibungspflichtigen Arzneimitteln in Höhe von fünf bis zehn Euro entrichten. Die privaten Krankenkassen haben eigene Regelungen. Man kann sich die PrEP-Tabletten auch auf Privatrezept verschreiben lassen.[21][22]

Auch Personen mit Anspruch auf Beihilfe nach der Bundesbeihilfeverordnung können, unter den gleichen Voraussetzungen wie gesetzlich versicherte Personen, die PrEP erstattet bekommen. Zu diesen Personen zählen Bundesbeamte, Bundesrichter, Versorgungsempfänger des Bundes und ggf. Familienangehörige der vorgenannten Personengruppen. Die Beihilfetarife der privaten Krankenversicherungen übernehmen den nicht beihilfefähigen Anteil. Zum 1. Januar 2021 wurde in die Bundesbeihilfeverordnung aufgenommen, dass für beihilfeberechtigten Personen, die das 16. Lebensjahr vollendet haben, Aufwendungen beihilfefähig sind für ärztliche Beratungen zu Fragen der medikamentösen Präexpositionsprophylaxe zur Verhütung einer Ansteckung mit HIV sowie Untersuchungen, die bei Anwendung der für die medikamentöse Präexpositionsprophylaxe zugelassenen Arzneimittel erforderlich sind.[23] Auch Soldaten der Bundeswehr haben Anspruch auf die PrEP im Rahmen der Heilfürsorge in Form der unentgeltlichen truppenärztlichen Versorgung.

Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Derzeit werden die Kosten für die PrEP in Österreich nicht von den Krankenkassen übernommen. Menschen müssen für die Medikamente und für manche Kontrolluntersuchungen selbst aufkommen.[24]

Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Schweiz werden die Kosten für Arzt und Untersuchung durch die Grundversicherung der Krankenkasse gedeckt, die Kosten für das Medikament selbst werden jedoch nicht von der Krankenkasse übernommen.[25]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Schutz gegen andere sexuell übertragbare Erkrankungen besteht durch die PrEP nicht. Umstritten ist, ob durch die Verwendung einer PrEP ein risikoreicheres Sexualverhalten provoziert wird und ob so ein höheres Risiko besteht, an anderen sexuell übertragbaren Erkrankungen zu erkranken.[26] Eine Übersichtsstudie[27] fand vielfach erhöhte Wahrscheinlichkeiten, sich mit anderen sexuell übertragbaren Erkrankungen zu infizieren. Eine andere Übersichtsstudie[28] konnte keinen Nachweis für ein risikoreicheres Sexualverhalten erbringen, sondern fand bei den PrEP-Verwendern nur einen besseren Zugang zu entsprechenden Testmöglichkeiten. Darüber hinaus bestehen Bedenken, ob die PrEP anders durchgeführt wird als verordnet (z. B. eine Tabletteneinnahme nur kurz vor oder nach dem Sex).[29] Eine Studie zeigt das Risiko möglicher Resistenzentwicklungen auf.[30]

Bedeutung für Männer, die mit Männern Sex haben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Zeit wird die Präexpositionsprophylaxe überwiegend von Männern, die Sex mit Männern haben, verwendet, oft als eine Alternative zum Kondom. Sie ermöglicht zum ersten Mal seit dem Ausbruch der AIDS-Pandemie kondomlosen, aber HIV-präventiven Geschlechtsverkehr und ändert deshalb die Geschlechtskultur zwischen Männern, die Sex mit Männern haben: Mit der Verbreitung der PrEP nimmt laut einer Studie die absolute Anzahl der Sexualkontakte sowie der Anteil der kondomlosen Sexualkontakte zu.[31] Da das Kondom für lange Zeit als das einzig effektive HIV-Präventionsmittel galt, lehnen einige Männer, die Sex mit Männern haben, Sex ohne Kondom ab. Auf Online-Dating-Plattformen, die sich an Männer richten, die Sex mit Männern haben, wie Grindr oder PlanetRomeo, teilweise aber auch in den Medien, gibt es entsprechend „Slutshaming“/„PrEP-Shaming“ von PrEP-Nutzern, also eine Stigmatisierung von Promiskuität durch Herabwürdigung.[32] Jedoch könnte die PrEP auch zur Verminderung von Stigmata und zu einer (internalisierte) Homophobie beitragen, da sie langfristig zu einer verminderten Assoziation zwischen Männern, die Sex mit Männern haben, und erhöhten Krankheitsrisiken beitragen könnte, die seit dem Ausbruch der AIDS-Pandemie gesellschaftlich verbreitet ist.[33]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Theodoros Kelesidis, Raphael J. Landovitz: Preexposure Prophylaxis for HIV Prevention. In: Current HIV/AIDS Reports. Band 8. Springer Nature, 5. April 2011, S. 94–103, doi:10.1007/s11904-011-0078-4, PMC 3269441 (freier Volltext) – (englisch).
  2. Weltgesundheitsorganisation: Guideline on when to start antiretroviral therapy and on pre-exposure prophylaxis for HIV. Genf 2015, ISBN 978-92-4150956-5, S. 42 (englisch, who.int [PDF; 5,5 MB; abgerufen am 27. November 2020]).
  3. Truvada – emtricitabine / tenofovir disoproxil. Europäischer Öffentlicher Beurteilungsbericht. EMA, 18. September 2018, abgerufen am 31. Dezember 2018 (englisch).
  4. Verzeichnis der Beschlüsse der Europäischen Union über die Zulassung von Arzneimitteln vom 1. August 2016 bis 31. August 2016 (Veröffentlichung gemäß Artikel 13 bzw. Artikel 38 der Verordnung (EG) Nr. 726/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates), abgerufen am 31. Dezember 2018
  5. a b c Deutsche AIDS-Gesellschaft, Österreichische AIDS-Gesellschaft, Deutsche Arbeitsgemeinschaft niedergelassener Ärzte in der Versorgung HIV-Infizierter, Deutsche Gesellschaft für Infektiologie, Deutsche STI-Gesellschaft, Deutsche Tropenmedizinische Gesellschaft, Gesellschaft für Virologie, Paul-Ehrlich-Gesellschaft, Deutsche AIDS-Hilfe, Robert Koch-Institut, Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz, Gemeinnützige Stiftung Sexualität und Gesundheit, Projekt Information, Nicholas Feustel: Leitlinien zur HIV-Präexpositionsprophylaxe. AWMF-Register-Nr.: 055-008. Hrsg.: Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften. Hannover 24. Mai 2018 (awmf.org [PDF; 893 kB; abgerufen am 4. Dezember 2020]).
  6. Weltgesundheitsorganisation. (2017). WHO implementation tool for pre-exposure prophylaxis (PrEP) of HIV infection: module 1: clinical. World Health Organization. [1].
  7. Luis Sagaon-Teyssier, Marie Suzan-Monti, Baptiste Demoulin, Catherine Capitant, Nicolas Lorente, Marie Préau, Marion Mora, Daniela Rojas Castro, Christian Chidiac, Julie Chas, Laurence Meyer, Jean-Michel Molina, Bruno Spire: Uptake of PrEP and condom and sexual risk behavior among MSM during the ANRS IPERGAY trial. In: AIDS Care. Psychological and Socio-medical Aspects of AIDS/HIV. Band 28, Supplement 1, 17. Februar 2016, doi:10.1080/09540121.2016.1146653, PMID 26883400, PMC 4828609 (freier Volltext) – (englisch).
  8. Centers for Disease Control and Prevention: United States Public Health Service: Preexposure Prophylaxis for the Prevention of HIV Infection in the United States – 2017 Update. (PDF) In: cdc.gov. März 2018, abgerufen am 8. Dezember 2020 (englisch).
  9. James Riddell, K. Rivet Amico, Kenneth H. Mayer: HIV Preexposure Prophylaxis – A Review. In: The Journal of the American Medical Association. Band 12, Nr. 319, 27. März 2018, S. 1261–1268, doi:10.1001/jama.2018.1917, PMID 29584848 (englisch, net.pe [PDF; 184 kB; abgerufen am 4. Dezember 2020]).
  10. Roger Chou, Christopher Evans, Adam Hoverman, Christina Sun, Tracy Dana, Christina Bougatsos, Sara Grusing, P. Todd Korthuis,: Preexposure Prophylaxis for the Prevention of HIV Infection – Evidence Report and Systematic Review for the US Preventive Services Task Force. In: The Journal of the American Medical Association. Band 33, Nr. 321, 11. Juni 2019, S. 2214–2230, doi:10.1001/jama.2019.2591, PMID 31184746 (englisch, jamanetwork.com [PDF; 723 kB]).
  11. Europäische Arzneimittel-Agentur: Truvada (Emtricitabin / Tenofovirdisoproxil) – Übersicht über Truvada und warum es in der EU zugelassen ist. (PDF) In: ema.europa.eu. Februar 2018, abgerufen am 5. Dezember 2020.
  12. Ab sofort Truvada-Generika auf dem deutschen Markt. 27. Juli 2017, abgerufen am 23. Oktober 2019.
  13. Karen Schneider, Richard T. Gray, David P. Wilson: A Cost-effectiveness Analysis of HIV Preexposure Prophylaxis for Men Who Have Sex With Men in Australia. In: Clinical Infectious Diseases. Band 58, Nr. 7, 1. April 2014, S. 1027–1034, doi:10.1093/cid/cit946, PMID 24385445.
  14. Sheena McCormack, David T. Dunn, Monica Desai, David I. Dolling, Mitzy Gafos: Pre-exposure prophylaxis to prevent the acquisition of HIV-1 infection (PROUD): effectiveness results from the pilot phase of a pragmatic open-label randomised trial. In: The Lancet. Band 387, Nr. 10013, 2. Januar 2016, ISSN 0140-6736, S. 53–60, doi:10.1016/S0140-6736(15)00056-2 (thelancet.com [abgerufen am 23. Oktober 2019]).
  15. Brooke E. Nichols, Charles A. B. Boucher, Marc van der Valk, Bart J. A. Rijnders, David A. M. C. van de Vijver: Cost-effectiveness analysis of pre-exposure prophylaxis for HIV-1 prevention in the Netherlands: a mathematical modelling study. In: The Lancet Infectious Diseases. Band 16, Nr. 12, 1. Dezember 2016, ISSN 1473-3099, S. 1423–1429, doi:10.1016/S1473-3099(16)30311-5, PMID 27665989 (thelancet.com [abgerufen am 23. Oktober 2019]).
  16. David A. M. C. van de Vijver, Ann-Kathrin Richter, Charles A. B. Boucher, Barbara Gunsenheimer-Bartmeyer, Christian Kollan, Brooke E. Nichols, Christoph D. Spinner, Jürgen Wasem, Knud Schewe, Anja Neumann: Cost-effectiveness and budget effect of pre-exposure prophylaxis for HIV-1 prevention in Germany from 2018 to 2058. In: Eurosurveillance. Band 29, Nr. 7, 14. Februar 2019, 1800398, doi:10.2807/1560-7917.ES.2019.24.7.1800398, PMID 30782266, PMC 6381659 (freier Volltext) – (englisch).
  17. Lise Jamiesona, Gabriela B. Gomez, Kevin Rebe, Ben Brown, Hasina Subedar, Sarah Jenkins, Natsai Shoko, Linda-Gail Bekker, Leigh F. Johnson, Gesine Meyer-Rath: The impact of self-selection based on HIV risk on the cost-effectiveness of preexposure prophylaxis in South Africa. In: AIDS. Band 34, Nr. 6, 1. Mai 2020, S. 883–891, doi:10.1097/QAD.0000000000002486, PMID 32004205 (englisch, researchgate.net [PDF]).
  18. Lei Zhang, Peng Peng, Yumeng Wu, Xiaomeng Ma, Nyi Nyi Soe, Xiaojie Huang, Hao Wu, Martin Markowitz, Kathrine Meyers: Modelling the Epidemiological Impact and Cost-Effectiveness of PrEP for HIV Transmission in MSM in China. In: AIDS and Behavior. Band 23, 3. Juli 2018, S. 523–533, doi:10.1007/s10461-018-2205-3, PMID 29971734, PMC 6318074 (freier Volltext) – (englisch).
  19. Annick Bórquez, Juan Vicente Guanira, Paul Revill, Patricia Caballero, Alfonso Silva-Santisteban, Sherrie Kelly, Ximena Salazar, Patricia Bracamonte, Percy Minaya, Timothy B. HallettP, Carlos F, Cáceres: The impact and cost-effectiveness of combined HIV prevention scenarios among transgender women sex-workers in Lima, Peru: a mathematical modelling study. In: The Lancet Public Health. Band 4, Nr. 3, März 2019, S. e127-e136, doi:10.1016/S2468-2667(18)30236-6, PMID 30683587, PMC 6447307 (freier Volltext) – (englisch).
  20. Vereinbarung über die HIV-Präexpositionsprophylaxe zur Prävention einer HIV-Infektion gemäß § 20j SGB Vvom 24. Juli 2019, auf kbv.de
  21. FAQ PrEP. In: aidshilfe.de. Deutsche Aidshilfe e.V., abgerufen am 13. Dezember 2020.
  22. Zuzahlung und Erstattung von Arzneimitteln. In: bundesgesundheitsministerium.de. Bundesministerium für Gesundheit, abgerufen am 13. Dezember 2020.
  23. BGBl. 2020 I S. 2713
  24. AIDS-Hilfe Wien: Die PrEP – Kompaktes Wissen. (PDF) In: aids-hilfe.at. Abgerufen am 6. Dezember 2020.
  25. Aids-Hilfe Schweiz: https://aids.ch/de/haeufigste-fragen/schutz-und-risiko/prep/. In: aids.ch. Abgerufen am 6. Dezember 2020.
  26. Hyman M. Scott, Jeffrey D. Klausner: Sexually transmitted infections and pre-exposure prophylaxis: challenges and opportunities among men who have sex with men in the US. In: AIDS Research and Therapy. Band 13, 19. Januar 2016, 5, doi:10.1186/s12981-016-0089-8, PMID 26793265, PMC 4719214 (freier Volltext) – (englisch, biomedcentral.com [PDF; 951 kB; abgerufen am 5. Dezember 2020]).
  27. Noah Kojima, Dvora Joseph Davey, Jeffrey D. Klausner: Pre-exposure prophylaxis for HIV infection and new sexually transmitted infections among men who have sex with men. In: AIDS. Band 30, Nr. 14, S. 2251–2252, doi:10.1097/QAD.0000000000001185, PMC 27314179 (freier Volltext) – (englisch, researchgate.net).
  28. Kellie Freeborn, Carmen J. Portillo: Does pre‐exposure prophylaxis for HIV prevention in men who have sex with men change risk behaviour? A systematic review. In: Journal of clinical nursing. Band 27, Nr. 17-18, 3. August 2017, S. 3254–3265, doi:10.1111/jocn.13990, PMID 28771856, PMC 5797507 (freier Volltext) – (englisch).
  29. Laura Sivitz Leifman: NIH to test maraviroc-based drug regimens for HIV prevention. In: nih.gov. National Institutes of Health, 18. Juli 2012, abgerufen am 23. Dezember 2018 (englisch).
  30. Ume L. Abbas, Gregory Hood, Arthur W. Wetzel, John W. Mellors: Factors Influencing the Emergence and Spread of HIV Drug Resistance Arising from Rollout of Antiretroviral Pre-Exposure Prophylaxis (PrEP). In: PLOS ONE. Band 6, Nr. 4, 5. April 2011, 18165, doi:10.1371/journal.pone.0018165.
  31. Patrick Ahaus, Anja Potthoff, Arne Kayser, Janet Wach, Norbert H. Brockmeyer, Adriane Skaletz-Rorowski: HIV-Präexpositionsprophylaxe – Versorgung in intersektoraler Zusammenarbeit. In: Der Hautarzt. Band 2020, Nr. 71, 3. März 2020, S. 211–218, doi:10.1007/s00105-020-04545-y (springer.com [PDF; 575 kB; abgerufen am 8. Dezember 2020]).
  32. Freie Fahrt für wilde Nutten: „So gefährlich ist PrEP!“ Abgerufen am 24. Februar 2020.
  33. Karsten Schubert: The Democratic Biopolitics of PrEP. In: Biopolitiken – Regierungen des Lebens heute (= Politologische Aufklärung – konstruktivistische Perspektiven). Springer Fachmedien, Wiesbaden 2019, ISBN 978-3-658-25769-9, S. 121–153, doi:10.1007/978-3-658-25769-9_5.