Präfektur Fukui

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Fukui-ken
福井県
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Über dieses Bild
Basisdaten
Verwaltungssitz: Fukui
Region: Chūbu
Hauptinsel: Honshū
Fläche: 4.189,83 km²
Wasseranteil: 0,2 %
Einwohner: 778.329
(1. Oktober 2017)
Bevölkerungsdichte: 186 Einw. pro km²
Landkreise: 7
Gemeinden: 17
ISO 3166-2: JP-18
Gouverneur: Issei Nishikawa
Website: www.pref.fukui.jp
Symbole
Präfekturflagge:
Flagge der Präfektur Fukui
Präfekturbaum: Kiefer
Präfekturblume: Narcissus tazetta var. chinensis
Präfekturvogel: Naumanndrossel
Präfekturfisch: Chionoecetes opilio
Präfekturlied: Fukui-kenminka
(„Lied der Bürger von Fukui“)
Furusato no hi
(„Tag der Heimat“):
7. Februar

Die Präfektur Fukui (jap. 福井県, Fukui-ken) ist eine der Präfekturen Japans und liegt am Japanischen Meer in der Mitte der japanischen Hauptinsel Honshū. Sie grenzt an die Präfekturen Ishikawa (Norden), Gifu (Osten), Shiga und Kyōto (Süden).

Die Präfektur ist bergig und klimatisch von Regenfällen, hoher Luftfeuchtigkeit und starken Schneefällen geprägt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie archäologische Spuren beweisen, gab es in Fukui schon in der vorgeschichtlichen Zeit Siedlungen. Der Sitz der Präfekturverwaltung, die gleichnamige Stadt Fukui, wurde allerdings erst im 16. Jahrhundert gegründet. Seit dem Altertum liegen auf dem Gebiet der heutigen Präfektur die beiden Ritsuryō-Provinzen Echizen und Wakasa. Die beiden Provinzen waren zum größten Teil im Besitz großer Tempel. Der berühmteste Tempel und die wahrscheinlich wichtigste Sehenswürdigkeit der Präfektur ist der Tempel Eihei-ji, der Haupttempel der Sōtō-shū, einer der drei wichtigsten japanischen Schulen des Zen-Buddhismus.

In der Edo-Zeit hatten in den Provinzen Echizen und Wakasa unter anderem die Fürstentümer/Großlehen (-han) Fukui (unter den Matsudaira), Maruoka (unter den Hizen-Arima), Katsuyama (unter den Ogasawara), Ōno (unter den Doi), Sabae (unter den Manabe) und Obama (unter den Sakai) ihren Sitz, außerdem lagen hier Shōgunats-/Hatamoto-Güter und Exklaven von Fürstentümern mit Sitz in anderen Provinzen, die in der Meiji-Restauration zunächst in der Präfektur Honbo (ja:本保県) zusammengefasst wurden. 1871 entstand aus dem Fürstentum Fukui eine erste Präfektur Fukui, die bald mit weiteren Fürstentümer/Präfekturen in Echizen fusionierte und in Asuwa umbenannt wurde (ja:足羽県). In Wakasa und dem Süden von Echizen entstand 1871 die Präfektur Tsuruga (ja:敦賀県), die 1873 Asuwa absorbierte. 1876 wurde Tsuruga zwischen Ishikawa und Shiga geteilt.

Die heutige Präfektur Fukui entstand am 7. Februar 1881 durch erneute Abtrennung des Territoriums der Provinzen Echizen und Wakasa von den Präfekturen Ishikawa und Shiga. In einer Präfektursatzung von 1982 wurde der 7. Februar in Fukui als „Tag der Heimat“ (furusato no hi) festgelegt.[1]

Bei der Einführung der heutigen Gemeindeformen 1889 wurde Fukui in über 170 Gemeinden eingeteilt, darunter als erste und zunächst einzige kreisfreie Stadt die Stadt Fukui.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Issei Nishikawa ist seit 2003 Gouverneur von Fukui, ein ehemaliger Beamter der Zentralregierung und unter Vorgänger Yukio Kurita Vizegouverneur. Zuletzt wurde er bei den Regionalwahlen im April 2015 im Amt bestätigt, bei denen auch das Präfekturparlament neu gewählt wurde. Dort verteidigte die Liberaldemokratische Partei (LDP) eine klare Mehrheit.

Für das Shūgiin, das Unterhaus des nationalen Parlaments, ist Fukui seit 2014 nur noch in zwei Wahlkreise eingeteilt, ins Sangiin wählt die Präfektur einen Abgeordneten pro Teilwahl. Nach den Wahlen 2010, 2013 und 2014 besteht die Delegation Fukuis ins nationale Parlament aus:

  • im Shūgiin
    • für den Wahlkreis 1 im Norden mit der Hauptstadt Tomomi Inada (LDP, 4. Amtszeit), seit 2014 PARC-Vorsitzende der LDP,
    • für den Wahlkreis 2 Tsuyoshi Takagi (LDP, 6. Amtszeit),
  • im Sangiin
    • bis 2016 Masaaki Yamazaki (LDP, 4. Amtszeit), seit 2013 Präsident des Sangiin, sowie
    • bis 2019 Hirofumi Takinami (LDP, 1. Amtszeit), der bei der Wahl 2013 nach drei Amtszeiten Ryūji Matsumura ablöste.
Fraktionen im Präfekturparlament
(Stand: 10. Mai 2016)[2]
    
Insgesamt 36 Sitze
  • LDP: 26
  • Minshin・Mirai („Minshintō – Zukunft“): 5
  • Vier Ein-Mann-Fraktionen, darunter KPJ und Kōmeitō: 4
  • Fraktionslos: 1

Verwaltungsgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kreisfreie Städte (, shi)
  • tokureishi („Sonderstadt“)
    • Fukui, Sitz der Präfekturverwaltung
Landkreise (, gun)

Liste der Landkreise der Präfektur Fukui, sowie deren Städte (, chō).

Größte Orte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinde Einwohner
1. Oktober 2000
Einwohner
1. Oktober 2005
Fukui 252.274 252.224
Echizen 87.699 87.742
Tsuruga 68.145 68.401
Sabae 64.898 66.830
Ōno 39.632 37.175
Maruoka 31.731 32.456
Obama 33.295 32.185
Awara 32.178 31.080
Katsuyama 28.143 26.961

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der Küste der Präfektur Fukui stehen die Kernkraftwerke Mihama, Monju, Ōi, Takahama und Tsuruga. Sie leisteten bis zu ihrer Stilllegung nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima einen wichtigen Beitrag zur Stromversorgung Japans und sind lokal oft die größten Steuerzahler und Arbeitgeber.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Präfekturverwaltung Fukui: 2月7日は「ふるさとの日」です。
  2. Präfekturparlament Fukui: Abgeordnete nach Fraktion

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Präfektur Fukui – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 36° N, 136° O