Präfektur Fukushima

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Fukushima-ken
福島県
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Über dieses Bild
Basisdaten
Verwaltungssitz: Fukushima
Region: Tōhoku
Hauptinsel: Honshū
Fläche: 13.782,76 km²
Wasseranteil: 0,9 %
Einwohner: 1.867.150
(1. April 2018)
Bevölkerungsdichte: 135 Einw. pro km²
Landkreise: 13
Gemeinden: 59
ISO 3166-2: JP-07
Gouverneur: Yūhei Satō
Website: www.pref.fukushima.jp
Symbole
Präfekturflagge:
Flagge der Präfektur Fukushima
Präfekturbaum: Japanische Zelkove
Präfekturblume: Rhododendron brachycarpum
Präfekturvogel: Narzissenschnäpper
Tag der Bürger: 21. August

Die Präfektur Fukushima ([ɸɯˈkɯɕima], jap. 福島県, Fukushima-ken) ist eine Präfektur in Japan. Sie liegt in der Region Tōhoku auf der Insel Honshū. Sitz der Präfekturverwaltung ist die gleichnamige Stadt Fukushima.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

topografische Karte der Präfektur

Fukushima ist die südlichste Präfektur der Region Tōhoku und selber wiederum in drei Regionen unterteilt: Hamadōri (浜通り), Nakadōri (中通り) und Aizu (会津).

Hamadōri mit einer Fläche von 2971 km² bildet den Ostteil und erstreckt sich vom Pazifischen Ozean bis zum Gebirgskamm des Abukuma-Hochlandes (阿武隈高地, Abukuma-kōchi). Die Region ist die flachste und besitzt ein warmes Meeresklima.[1]

Daran schließt sich die Region Nakadōri mit 5366 km², die sich bis zum Gebirgskamm des Ōu-Gebirges erstreckt. Sie ist nicht nur das geografische, sondern auch das wirtschaftliche Zentrum mit Kōriyama, sowie politische und kulturelle Zentrum mit der Präfekturhauptstadt Fukushima.[2]

Die westliche Region ist Aizu mit 5342 km². Sie besteht zu einem großen Teil aus Hochgebirge und gilt daher seit alters her als abgelegen. Allerdings befinden sich im Osten größere Becken wie das langgestreckte Aizu-Becken (会津盆地, Aizu-bonchi) mit dem Regionalzentrum Aizu-Wakamatsu oder das benachbarte Inawashiro-Becken (猪苗代盆地, Inawashiro-bonchi) zwischen dem Fuß des Bandai und dem Inawashiro-See – mit 103 km² Japans viertgrößter See. Von hier bis zum Norden der Region erstreckt sich der Bandai-Asahi-Nationalpark, während sich im Südwesten der Nikkō-Nationalpark mit dem Ozegahara-Gebirgshochmoor befindet. Zudem befindet sich in Aizu der Hiuchi, der mit 2356 m höchste Berg von Tōhoku.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gebiet von Fukushima wurde nicht früher als im 4. Jahrhundert in den japanischen Staatsverband eingegliedert. Die Präfektur Fukushima geht in ihrer Ausdehnung auf die 718 gegründeten Provinzen Iwaki und Iwase zurück. Erstere erstreckte sich über die Küste (Hamadōri) und letztere über das Hinterland (Nakadōri und Aizu) des heutigen Fukushima. Beide gingen bereits wieder 724 in der Provinz Michinoku auf, aus der sie vorher herausgelöst wurden. Allerdings dienten diese als Vorbild der 1869 gegründeten Provinzen Iwaki und Iwashiro (Iwashiro soll auch der vermutete korrekte Name des früheren Iwase sein). Innerhalb dieser Provinzen gab es mehrere Lehen (Han), die schon 1869 als Verlierer im Boshin-Krieg oder 1871 bei der landesweiten Abschaffung der Han durch Präfekturen ersetzt wurden. Bei der ersten Welle von Präfekturfusionen 1871/72 entstanden die drei Präfekturen Fukushima, Wakamatsu (若松県, -ken) und Iwamae (磐前県, -ken). Die Präfektur Fukushima erhielt ihren Namen dabei von deren Hauptstadt Fukushima, deren Namen schließlich von der heute nicht mehr vorhandenen Burg stammt, die Sitz des früheren Lehens Fukushima war. Am 21. August 1876[4] wurden letztere beide Präfekturen der Präfektur Fukushima zugeschlagen, die dadurch ihre heutige Form erhielt.[5]

Lage des Kernkraftwerks Fukushima I in Bezug zu sieben Regionen der Präfektur Fukushima [6]

Beim schwersten Erdbeben seit Beginn der Messungen in Japan, dem Tōhoku-Erdbeben vom 11. März 2011, gehörte die Präfektur zu den am gravierendsten betroffenen Gegenden mit der zweithöchsten Intensitätsstufe 6-stark auf der JMA-Skala. Dieses Beben und ein dadurch ausgelöster Tsunami führte auch zu schweren Störfällen bis zu Kernschmelzen und Unfällen bei den Kernkraftwerken Fukushima I und Fukushima II, in deren Folge erstmals in der Geschichte Japans der nukleare Notstand ausgerufen wurde. Der nach dem Atomunfall ausgewiesene Evakuierungsradius um das Kraftwerk Fukushima I von 20 km wurde am 21. April 2011 in eine Sperrzone umgewandelt, die nur noch mit behördlicher Ausnahmegenehmigung betreten werden darf.[7]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fraktionen im Präfekturparlament
(Stand: 15. Februar 2017; 2 Vakanzen)[8]
     
Insgesamt 56 Sitze
  • LDP: 28
  • Minshintō Kenmin Rengō (aus Minshintō und SDP): 19
  • KPJ: 5
  • Kōmeitō: 3
  • Fukushima Mirai Net („Netz Zukunft Fukushima“): 1

Zur Gouverneurswahl im Oktober 2014 trat Gouverneur Yūhei Satō nach zwei Amtszeiten nicht mehr an. Zu seinem Nachfolger wurde mit breiter Unterstützung aus nicht kommunistischen Parteien (LDP, DP, Kōmeitō, SDP) mit rund 490.000 Stimmen der bisherige Vizegouverneur Masao Uchibori gewählt, der sich gegen den ehemaligen Bürgermeister der Stadt Miyako in Iwate, Yoshihiro Kumasaka, (rund 129.000 Stimmen), und vier weitere Kandidaten durchsetzte. Die Wahlbeteiligung erholte sich leicht vom Rekordtief von 2010 und erreichte 45,85 %.[9] Das Präfekturparlament mit regulär 58 Mitgliedern wurde zuletzt im November 2015 neu gewählt. Die Liberaldemokratische Partei blieb trotz leichter Verluste mit 26 Sitzen klar stärkste Partei[10] und hielt zusammen mit parteilosen Fraktionsmitgliedern eine absolute Mehrheit.

Im nationalen Parlament wird Fukushima durch fünf direkt gewählte Abgeordnete im Abgeordnetenhaus vertreten – 2017 gewann die LDP drei der fünf Wahlkreise in Fukushima, die ohne Parteinominierung kandidierenden Demokraten Emi Kaneko und Kōichirō Genba gewannen die Wahlkreise 1 und 3. Ins Rätehaus wählt die Präfektur nach einer 2013 begonnenen Umstellung nur noch einen statt bisher zwei Abgeordnete, und gehört damit nun zu den oft wahlentscheidenden Einmandatswahlkreisen. 2013 setzte sich die Liberaldemokratin Masako Mori souverän gegen die zweite bisherige Amtsinhaberin Emi Kaneko durch, 2016 gewann Demokrat Teruhiko Mashiko Fukushima knapp gegen den zweiten bisherigen Amtsinhaber Mitsuhide Iwaki.

Verwaltungsgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Regionaleinteilung der Präfektur
Hamadōri:
  • Sōma (相馬, in manchen Zusammenhängen mit Futaba als 相双, sinojapanisch Sōsō gelesen)
  • Futaba (双葉, ggf. mit ma als Sōsō)
  • Iwaki (いわき)

  • Nakadōri:
  • Fukushima (福島, ggf. mit Adachi zum „Präfekturnorden“, 県北, kenpoku)
  • Adachi (安達, ggf. mit Fukushima zum „Präfekturnorden“)
  • Kōriyama (郡山)/„Präfekturmitte“ (県中, kenchū)
  • Shirakawa (白河)/„Präfektursüden“ (県南, kennan)

  • Aizu:
  • Kitakata (喜多方), ggf. mit Wakamatsu aber ohne Süd-Aizu als Aizu
  • Aizu-Wakamatsu (会津若松), ggf. mit Kitakata aber ohne Süd-Aizu als Aizu
  • „Süd-Aizu“ (南会津, Minami-Aizu)
  • Seit 2008 gibt es noch 59 Gemeinden in Fukushima: 13 [kreisfreie] Städte (-shi) – davon drei in einer Sonderform für Großstädte –, 31 [kreisangehörige] Städte (-machi) und 15 Dorfgemeinden (-mura). Nach der Einführung der heutigen Gemeindeformen in der Großen Meiji-Gebietsreform 1889 waren es zunächst über 400 Gemeinden in 21 Kreisen[11] und keine kreisfreie Stadt, die erste wurde 1899 die Stadt Wakamatsu (seit umfangreichen Eingemeindungen 1955 Aizu-Wakamatsu) aus dem Kreis Nord-Aizu (Kita-Aizu). Die Hauptstadt Fukushima wurde 1907 aus dem Kreis Shinobu herausgelöst. Vor der großen Shōwa-Gebietsreform der 1950er Jahre gab es in Fukushima immer noch über 350 Gemeinden, im Jahr 2000 vor der Großen Heisei-Gebietsreform noch 90.

    Anmerkungen:

    • Im Sinne der Lesbarkeit wurden mehrteilige Orts- und Kreisnamen (Doppelorte, zur Unterscheidung vorangestellte Provinz-/Regional-/Lehens-/Präfektur-/Kreisnamen, Himmelsrichtungen u. ä.) und Gebietskörperschaftssuffixe hier durch Bindestrich getrennt, die sonstige Romanisierungspraxis ist uneinheitlich.
    • Es gibt Gebiete mit ungeklärtem Verlauf der Gemeindegrenzen.
    Liste der Gemeinden in Fukushima (Stand: 2018)
    Name Suffix/Typ Kreis (-gun) Fläche
    (1. Oktober 2017)[12]
    Einwohner­zahl
    (1. April 2018)
    Gebiets­körperschafts­schlüssel
    (07…-[Prüfziffer])
    Region
    Fukushima
    (Sitz der Präfekturverwaltung)
    -shi, „Kernstadt“ 767,72 km² 289.031 201 Nakadōri/kenpoku/Fukushima
    Aizu-Wakamatsu -shi 382,97 km² 121.068 202 Aizu/Aizu-Wakamatsu
    Kōriyama -shi, „Kernstadt“ 757,20 km² 332.824 203 Nakadōri/kenchū/Kōriyama
    Iwaki -shi, „Kernstadt“ 1.232,02 km² 343.618 204 Hamadōri/Iwaki
    Shirakawa -shi 305,32 km² 60.374 205 Nakadōri/kennan/Shirakawa
    Sukagawa -shi 279,43 km² 76.251 207 Nakadōri/kenchū/Kōriyama
    Kitakata -shi 554,63 km² 47.444 208 Aizu/Kitakata
    Sōma -shi 197,79 km² 37.979 209 Hamadōri/Sōsō/Sōma
    Nihonmatsu -shi 344,42 km² 56.226 210 Nakadōri/kenpoku/Adachi
    Tamura -shi 458,33 km² 36.905 211 Nakadōri/kenchū/Kōriyama
    Minami-Sōma -shi 398,58 km² 54.708 212 Hamadōri/Sōsō/Sōma
    Date -shi 265,12 km² 60.368 213 Nakadōri/kenpoku/Fukushima
    Motomiya -shi 88,02 km² 30.656 214 Nakadōri/kenpoku/Adachi
    Koori -machi Date 42,97 km² 11.956 301 Nakadōri/kenpoku/Fukushima
    Kunimi -machi Date 37,95 km² 9140 303 Nakadōri/kenpoku/Fukushima
    Kawamata -machi Date 120,70 km² 13.551 308 Nakadōri/kenpoku/Fukushima
    Ōtama -mura Adachi 79,44 km² 8845 322 Nakadōri/kenpoku/Adachi
    Kagamiishi -machi Iwase 31,30 km² 12.340 342 Nakadōri/kenchū/Kōriyama
    Ten’ei -mura Iwase 225,52 km² 5359 344 Nakadōri/kenchū/Kōriyama
    Shimogō -machi Minami-Aizu 317,04 km² 5417 362 Aizu/Minami-Aizu
    Hinoemata -mura Minami-Aizu 390,46 km² 577 364 Aizu/Minami-Aizu
    Tadami -machi Minami-Aizu 747,56 km² 4272 367 Aizu/Minami-Aizu
    Minami-Aizu -machi Minami-Aizu 886,47 km² 15.267 368 Aizu/Minami-Aizu
    Kitashiobara -mura Yama 234,08 km² 2671 402 Aizu/Kitakata
    Nishi-Aizu -machi Yama 298,18 km² 6091 405 Aizu/Kitakata
    Bandai -machi Yama 59,77 km² 3477 407 Aizu/Aizu-Wakamatsu
    Inawashiro -machi Yama 394,85 km² 14.278 408 Aizu/Aizu-Wakamatsu
    Aizu-Bange -machi Kawanuma 91,59 km² 15.790 421 Aizu/Aizu-Wakamatsu
    Yugawa -mura Kawanuma 16,37 km² 3110 422 Aizu/Aizu-Wakamatsu
    Yanaizu -machi Kawanuma 175,85 km² 3333 423 Aizu/Aizu-Wakamatsu
    Mishima -machi Ōnuma 90,81 km² 1556 444 Aizu/Aizu-Wakamatsu
    Kaneyama -machi Ōnuma 293,92 km² 2071 445 Aizu/Aizu-Wakamatsu
    Shōwa -mura Ōnuma 209,46 km² 1242 446 Aizu/Aizu-Wakamatsu
    Aizu-Misato -machi Ōnuma 276,33 km² 20.041 447 Aizu/Aizu-Wakamatsu
    Nishigō -mura Nishi-Shirakawa 192,06 km² 20.343 461 Nakadōri/kennan/Shirakawa
    Izumizaki -mura Nishi-Shirakawa 35,43 km² 6334 464 Nakadōri/kennan/Shirakawa
    Nakajima -mura Nishi-Shirakawa 18,92 km² 4920 465 Nakadōri/kennan/Shirakawa
    Yabuki -machi Nishi-Shirakawa 60,40 km² 17.083 466 Nakadōri/kennan/Shirakawa
    Tanagura -machi Higashi-Shirakawa 159,93 km² 13.832 481 Nakadōri/kennan/Shirakawa
    Yamatsuri -machi Higashi-Shirakawa 118,27 km² 5669 482 Nakadōri/kennan/Shirakawa
    Hanawa -machi Higashi-Shirakawa 211,41 km² 8697 483 Nakadōri/kennan/Shirakawa
    Samegawa -mura Higashi-Shirakawa 131,34 km² 3256 484 Nakadōri/kennan/Shirakawa
    Ishikawa -machi Ishikawa 115,71 km² 15.065 501 Nakadōri/kenchū/Kōriyama
    Tamakawa -mura Ishikawa 46,67 km² 6628 502 Nakadōri/kenchū/Kōriyama
    Hirata -mura Ishikawa 93,42 km² 6150 503 Nakadōri/kenchū/Kōriyama
    Asakawa -machi Ishikawa 37,43 km² 6307 504 Nakadōri/kenchū/Kōriyama
    Furudono -machi Ishikawa 163,29 km² 4963 505 Nakadōri/kenchū/Kōriyama
    Miharu -machi Tamura 72,76 km² 17.831 521 Nakadōri/kenchū/Kōriyama
    Ono -machi Tamura 125,18 km² 10.062 522 Nakadōri/kenchū/Kōriyama
    Hirono -machi Futaba 58,69 km² 4004 541 Hamadōri/Sōsō/Futaba
    Naraha -machi Futaba 103,64 km² 976 542 Hamadōri/Sōsō/Futaba
    Tomioka -machi Futaba 68,39 km² 0 543 Hamadōri/Sōsō/Futaba
    Kawauchi -mura Futaba 197,35 km² 1964 544 Hamadōri/Sōsō/Futaba
    Ōkuma -machi Futaba 78,71 km² 0 545 Hamadōri/Sōsō/Futaba
    Futaba -machi Futaba 51,42 km² 0 546 Hamadōri/Sōsō/Futaba
    Namie -machi Futaba 223,14 km² 0 547 Hamadōri/Sōsō/Futaba
    Katsurao -mura Futaba 84,37 km² 18 548 Hamadōri/Sōsō/Futaba
    Shinchi -machi Sōma 46,70 km² 8214 561 Hamadōri/Sōsō/Sōma
    Iitate -mura Sōma 230,13 km² 41 564 Hamadōri/Sōsō/Sōma
    Summe Fukushima -ken
    13 -shi, 31 -machi, 15 -mura
    13 -gun 13.783,90 km² 1.867.150 000

    Polizei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Das heutige, 1954 errichtete (Anbau 1971) Hauptgebäude der Präfekturverwaltung von Fukushima in Sugimatsuchō in der Stadt Fukushima
    Bell 412EP der Präfekturpolizei

    Die Präfekturpolizei Fukushima (福島県警察, Fukushima-ken-keisatsu) gehört zu den kleineren landesweit, ist aber mit rund 3.500 Polizisten die zweitgrößte Polizei in der Polizeiregion Tōhoku nach der von Miyagi. Sie verfügt über 22 Polizeireviere/-bezirke: elf in Nakadōri, sechs in Hamadōri und fünf in Aizu.[13] Das Polizeihauptquartier wie die Präfekturkommission für öffentliche Sicherheit haben ihren Hauptsitz im Hauptgebäudekomplex der Präfekturverwaltung.[14][15]

    Größte Orte nach den Volkszählungen 2000 und 2005[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Gemeinde Einwohner
    1. Oktober 2000
    Einwohner
    1. Oktober 2005
    Iwaki 360.138 354.403
    Kōriyama 334.824 338.830
    Fukushima[Anm. 1] 291.121 290.867
    Aizu-Wakamatsu[Anm. 2] 135.415 131.402
    Sukagawa[Anm. 3] 79.409 80.383
    Minamisōma[Anm. 4] 75.246 72.837
    Shirakawa[Anm. 5] 66.048 65.711
    Nihonmatsu[Anm. 6] 66.077 63.179
    Kitakata[Anm. 7] 58.571 56.396
    Tamura[Anm. 8] 45.052 43.253
    Sōma[Anm. 9] 38.842 38.630
    Anmerkungen
    1. Vergrößerung durch Eingemeindung 2008
    2. Vergrößerungen durch Eingemeindungen 2004, 2005
    3. Vergrößerung durch Eingemeindungen 2005
    4. Summe der Einwohnerzahlen der Vorläufergemeinden, die 2006 zur Stadt Minami-Sōma fusionierten; Zerstörungen durch das Erdbeben und den Tsunami am 11. März 2011, zweite Evakuierungszone: knapp 20 km vom Kernkraftwerk Fukushima Daiichi entfernt
    5. 2005 mit anderen Gemeinden zu einer neuen Stadt Shirakawa fusioniert
    6. 2005 mit anderen Gemeinden zu einer neuen Stadt Nihonmatsu fusioniert
    7. 2006 mit anderen Gemeinden zu einer neuen Stadt Kitakata fusioniert
    8. Summe der Einwohnerzahlen der Vorläufergemeinden aus dem Kreis Tamura, die 2005 zur Stadt Tamura fusionierten
    9. Zerstörungen durch das Erdbeben und den Tsunami am 11. März 2011

    Partnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Demographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Entwicklung der Einwohnerzahl der Gemeinden in Fukushima zwischen den Volkszählungen 2005 und 2010
    Zunahme
  • >10,0 %
  • 7,5–10,0 %
  • 5,0–7,5 %
  • 2,5–5,0 %
  • 0,0–2,5 %

  • Abnahme
  • 0,0–2,5 %
  • 2,5–5,0 %
  • 5,0–7,5 %
  • 7,5–10,0 %
  • >10,0 %
  • Bei der Volkszählung 1995 erreichte die Präfekturbevölkerung mit 2,13 Millionen ein Maximum und ist seitdem bei jeder Volkszählung gesunken. Nach Statistik der Präfekturverwaltung lag die Einwohnerzahl von Fukushima zum 1. Januar 2018 bei 1.877.876 in 746.003 Haushalten. Der Anteil der über 65-jährigen erreichte 2017 30,2 %. In einigen ländlichen Gemeinden vor allem in Aizu übersteigt er 40 %. Zusätzlich zur natürlichen demographischen Entwicklung (seit 2003 abnehmend) und der Abwanderung vor allem in städtischere Präfekturen (die Wanderungsbilanz ist durchgehend seit 1995 negativ) verstärkten in den letzten Jahren die Folgen des Erdbebens von 2011 den Bevölkerungsrückgang. 2011 verließen netto mehr als 33.000 Menschen oder mehr als 1,6 % der Einwohner die Präfektur, 2012 nochmal mehr als 13.000 – in den Jahren vor der Katastrophe waren es jährlich um 7.000 gewesen. In den Folgejahren sank dieser Wert zeitweise auf unter 2.000 pro Jahr. 2017 lag das Wanderungssaldo wieder bei −7.408, die natürliche Geburtenbilanz erreichte mit −11.474 einen neuen Tiefstwert. Insgesamt verzeichneten 2017 mit Ausnahme von drei kleinen, kreisangehörigen Gemeinden (Ōtama, Nishigō, Shinchi) alle Gemeinden in Fukushima eine Abnahme der Einwohnerzahl.[16]

    Die Zahl der in den Gemeinden präfekturweit gemeldeten Ausländer lag zum Jahresende 2017 bei 12.794. Das entspricht einem Ausländeranteil von knapp 0,7 %. Die meisten davon kommen aus China (Volksrepublik), den Philippinen, Vietnam und Korea (beide Staaten).[17]

    Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    1. Hama-dori. Präfektur Fukushima, abgerufen am 23. Dezember 2011 (englisch).
    2. Naka-dori. Präfektur Fukushima, abgerufen am 23. Dezember 2011 (englisch).
    3. Aizu. Präfektur Fukushima, abgerufen am 23. Dezember 2011 (englisch).
    4. Präfekturverwaltung Fukushima: Zum Tag der Präfekturbürger (kenmin no hi) 21. August (japanisch)
    5. History and Tradition. Präfektur Fukushima, abgerufen am 23. März 2011 (englisch).
    6. Tetsuo Ishikawa, Seiji Yasumura, Kotaro Ozasa, Gen Kobashi, Hiroshi Yasuda, Makoto Miyazaki, Keiichi Akahane, Shunsuke Yonai, Akira Ohtsuru, Akira Sakai, Ritsu Sakata, Kenji Kamiya, Masafumi Abe: The Fukushima Health Management Survey: estimation of external doses to residents in Fukushima Prefecture. In: Scientific Reports. Band 5, Nr. 12712, 2015, S. 1–11, doi:10.1038/srep12712. (Online veröffentlicht am 4. August 2015), hier: S. 5, Figure 3 ("Map showing the location of the Fukushima Dai-ichi NPP in relation to seven areas of Fukushima Prefecture"); Lizenz: Creative Commons Attribution 4.0 International (CC BY 4.0).
    7. Regierung richtet Sperrzone um Fukushima ein. In: Die Zeit, 21. April 2011.
    8. Präfekturparlament Fukushima: Abgeordnete nach Fraktion
    9. Fukushima elects new governor in first election since 2011 disasters. In: The Japan Times. 27. Oktober 2014, abgerufen am 18. März 2016 (englisch).
    10. 自民、2減の26議席 福島県議選、民主は3増15議席. In: Fukushima Min’yū. 16. November 2015, abgerufen am 18. März 2016 (japanisch).
    11. Ishida Satoshi: 郡区町村編制法下の郡・区(1889年1月)7 福島県
    12. Kokudo Chiriin: 平成29年全国都道府県市区町村別面積調, 07 福島県
    13. Präfekturpolizei Fukushima: 福島県の警察署 30.7.1 („Polizeireviere der Präfektur Fukushima 1.7.[Heisei 30 [=2018]“)]
    14. Präfekturpolizei Fukushima (japanisch), Informationen für Ausländer (englisch, chinesisch, koreanisch)
    15. Präfekturverwaltung Fukushima: Kommission für öffentliche Sicherheit (japanisch)
    16. Präfekturverwaltung von Fukushima (Fukushima kenchō), Statistikabteilung (tōkei-ka): 福島県現住人口調査年報, 福島県の推計人口 (福島県現住人口調査年報) 平成29年版 (pdf), abgerufen am 11. August 2018.
    17. Präfekturverwaltung Fukushima, Abteilung für Internationales (kokusai-ka): 福島県の国際化の現状, 01 在住外国人等の状況 (pdf), S. 2. Abgerufen am 11. August 2018.

    Koordinaten: 37° 24′ N, 140° 28′ O