Präfektur Karafuto

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Unterpräfekturen (shichō) der Präfektur Karafuto ab 1942:
Эсутору – Esutoru (Uglegorsk)
Сикука – Shikuka (Poronaisk)
Маока – Maoka (Cholmsk)
Тоёхара – Toyohara (Juschno-Sachalinsk)

Die Präfektur Karafuto (japanisch 樺太庁, Karafuto-chō) war ein in der Zeit von 1905 bis 1945 zum Japanischen Kaiserreich gehöriges Gebiet, das den Südteil der Insel Sachalin südlich 50° Nördlicher Breite, und zeitweise auch die gesamte Insel umfasste.

1875 schlossen Japan und Russland den Sankt Petersburger Vertrag. Der Vertrag beinhaltete, dass die gesamte Insel Sachalin zu Russland gehören sollte und dafür die gesamte Inselgruppe der Kurilen zu Japan.

Nach dem Russisch-japanischen Krieg wurde der Südteil Sachalins durch den Vertrag von Portsmouth 1905 eine japanische Besitzung und zunächst als japanisches Außengebiet verwaltet. 1943 wurde es als Präfektur Karafuto administrativ unmittelbarer Bestandteil Japans.

Hauptstadt war zunächst Ōdomari (heute Korsakow), ab 1907 Toyohara (heute Juschno-Sachalinsk).

Nach der Niederlage Japans im Zweiten Weltkrieg 1945 endete die Zeit der japanischen Verwaltung Karafutos. 1951 gab Japan mit dem Friedensvertrag von San Francisco seine Ansprüche auf Karafuto auf. Seit dieser Zeit ist der Südteil Sachalins Teil von Russland (bzw. der Sowjetunion). Ungeachtet des Vertrages war es Teil Japans und einige japanische Parteien beanspruchen es immer noch offiziell als Teil Japans mit der Folge politischer Spannungen mit Russland. Auf manchen japanischen Karten ist Sachalin als Niemandsland dargestellt.

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