Präfektur Nagasaki

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Nagasaki-ken
長崎県
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Über dieses Bild
Basisdaten
Verwaltungssitz: Nagasaki
Region: Kyūshū
Hauptinsel: Kyūshū
Fläche: 4.105,33 km²
Wasseranteil: 8,5 %
Einwohner: 1.357.270
(1. Mai 2017)
Bevölkerungsdichte: 331 Einw. pro km²
Landkreise: 4
Gemeinden: 21
ISO 3166-2: JP-42
Gouverneur: Hōdō Nakamura
Website: www.pref.nagasaki.jp
Symbole
Präfekturflagge:
Flagge der Präfektur Nagasaki
Präfekturbaum: Hinoki-Scheinzypresse
Präfekturblume: Rhododendron kiusianum
Präfekturvogel: Mandarinente
Präfekturfisch:
Präfektursäugetier: Japanischer Sikahirsch
Präfekturlied: Nagasaki-kenminka
(„Lied der Bürger von Nagasaki“)
Baumblüte: Kamelie

Nagasaki (jap. 長崎県 Nagasaki-ken) ist eine der Präfekturen Japans. Sie liegt in Südjapan in der Region Kyūshū hauptsächlich auf der Insel Kyūshū. Sitz der Präfekturverwaltung ist die gleichnamige Stadt Nagasaki.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Präfektur Nagasaki (ohne Shimabara-Halbinsel im Südosten und Inseln im Norden und Westen) mit der Ōmura-Bucht in der Mitte

Die Präfektur Nagasaki liegt im äußersten Westen Kyūshūs. Da die Präfektur sowohl von 3 Richtungen vom Ostchinesischen Meer umgeben ist als auch aus zahlreichen kleineren Inseln besteht, hat sie nach Hokkaidō mit 4.165 km die längste Küstenlinie Japans.[1] Im Norden und Nordosten grenzt sie an die Präfektur Saga.

Größere Inseln und Inselgruppen sind Tsushima und Iki im Norden in der Tsushima-Straße, sowie die Gotō-Inseln im Westen.

Zentral liegt die 320 km² große Ōmura-Bucht. Diese ist lediglich im Norden über die etwa 200 m breite Hario-Meerenge und die an ihrer engsten Stelle 10 m breite Haiki-Meerenge mit der Sasebo-Bucht (佐世保湾, Sasebo-wan) des Ostchinesischen Meeres verbunden. Westlich der Ōmura-Bucht befindet sich die Nishisonogi-Halbinsel und südwestlich die Nagasaki-Halbinsel. Im Südosten befindet sich die Ariake-See, eine 1.700 km² große Bucht, die sich entlang der Shimabara-Halbinsel mit dem dominierenden Unzen-Vulkangebirge windet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Präfektur Nagasaki umfasst den Westteil der historischen Provinz Hizen sowie die Inselprovinzen Tsushima und Iki. In der Edo-Zeit wurde das Gebiet in den Lehen Saga, Shimabara, Ōmura, Hirado, Hirado-Shinden, Fukue und Tsushima-Fuchū regiert. Die Stadt Nagasaki, der ausländische Handelszugang nach Japan während der Landesabschließung, wurde durch einen Magistrat (Bugyō) direkt vom Shōgun verwaltet.

Die Präfektur Nagasaki wurde in der Meiji-Restauration 1868 als Nagasaki-fu – eine Stadtpräfektur wie Edo oder Ōsaka – aus der bisherigen Magistratur des Shōgunats geschaffen. 1869 wurde die Präfektur in eine gewöhnliche Präfektur, -ken, umgewandelt. In den folgenden Jahren veränderten sich die Grenzen mehrfach; die Präfektur Saga (zeitweise: Präfektur Imari) wurde erst 1883 endgültig von Nagasaki getrennt.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fraktionen im Präfekturparlament
(Stand: 18. Juli 2017; 1 Vakanz)[2]
     
Von 45 Sitzen entfallen auf:
Das Hauptgebäude der Präfekturverwaltung im Stadtteil Edomachi von Nagasaki

Gouverneur von Nagasaki ist Hōdō Nakamura, der bei der Gouverneurswahl in Nagasaki 2014 für eine zweite Amtszeit wiedergewählt wurde. Die 46 Mitglieder des Parlaments wurden zuletzt bei den Wahlen im April 2015 gewählt. Die Liberaldemokratische Partei blieb klar stärkste Partei.

Im nationalen Parlament ist Nagasaki durch vier direkt gewählte Abgeordnete im Unterhaus – nach der Wahl 2014, bei der zwei Wahlkreise neu zugeschnitten wurden, alle vier Liberaldemokraten – und einen je Wahl im Oberhaus vertreten, nach den Wahlen 2013 und 2016 beide Liberaldemokraten, darunter der ehemalige Gouverneur Genjirō Kaneko.

Neben der von Tokio ist Nagasaki die einzige Präfekturverwaltung, deren Verkehrsamt öffentliche Verkehrsmittel direkt selbst betreibt.

Verwaltungsgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2010 gibt es noch 21 Gemeinden in Nagasaki: 13 [kreisfreie] Städte (-shi), davon zwei in einer Sonderform für Großstädte, und acht [kreisangehörige] Städte (-chō). Das letzte Dorf (-mura) verschwand in der Heisei-Gebietsreform der 2000er Jahre. Bei der Einführung der heutigen Gemeindeformen 1889 gab es in Nagasaki zunächst über 300 Gemeinden, die meisten davon Dörfer, vor der großen Shōwa-Gebietsreform der 1950er Jahre waren es noch über 150 Gemeinden, im Jahr 2000 noch 79.

Anmerkung: Im Sinne der Lesbarkeit wurden mehrteilige Orts- und Kreisnamen (Doppelorte, zur Unterscheidung vorangestellte Provinz-/Präfektur-/Kreisnamen, Himmelsrichtungen u.ä.) und Gebietskörperschaftssuffixe hier durch Bindestrich getrennt, die sonstige Romanisierungspraxis ist uneinheitlich.

Liste der Gemeinden in Nagasaki
Gemeinde Typ Kreis (-gun) Fläche
(1. Oktober 2015)[3]
Einwohner­zahl
(1. Mai 2017)
Nagasaki
(Sitz der Präfekturverwaltung)
-shi („Kernstadt“) 405,86 km² 423.644
Sasebo -shi („Kernstadt“) 426,06 km² 252.171
Shimabara -shi 82,97 km² 44.630
Isahaya -shi 341,79 km² 136.562
Ōmura -shi 126,62 km² 93.427
Hirado -shi 235,08 km² 30.986
Matsuura -shi 130,55 km² 22.681
Tsushima -shi 708,63 km² 30.419
Iki -shi 139,42 km² 26.378
Gotō -shi 420,05 km² 36.144
Saikai -shi 241,59 km² 27.951
Unzen -shi 214,31 km² 43.197
Minami-Shimabara -shi 170,11 km² 45.052
Nagayo -chō Nishi-Sonogi 28,73 km² 42.420
Togitsu -chō Nishi-Sonogi 20,94 km² 29.967
Higashi-Sonogi -chō Higashi-Sonogi 74,29 km² 8091
Kawatana -chō Higashi-Sonogi 37,35 km² 13.779
Hasami -chō Higashi-Sonogi 56,00 km² 14.694
Ojika -chō Kita-Matsuura 25,53 km² 2469
Saza -chō Kita-Matsuura 32,27 km² 13.615
Shin-Kamigotō -chō Minami-Matsuura 213,94 km² 18.993
Summe Nagasaki-ken 21 Gemeinden 4 Kreise 4.132,09 km² 1.357.270

Regionalbüros[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis 2004 befanden sich auf der Insel Iki, den Gotō-Inseln und der Insel Tsushima die Unterpräfekturen (支庁, shichō) Iki, Gotō und Tsushima. 2004 wurden diese durch die gleichnamigen Regionalbüros (地方局, chihō kyoku) ersetzt.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. „Die Küste der Nagasaki“ auf offizieller Website (Memento vom 19. Mai 2008 im Internet Archive) (Auf Japanisch)
  2. Präfekturparlament Nagasaki: Abgeordnete nach Fraktion
  3. Kokudo Chiriin: 平成27年全国都道府県市区町村別面積調, S. 88 f.: 長崎県

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Präfektur Nagasaki – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 33° N, 130° O