Präsidentschaftswahl im Iran 2001

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Wahlsieger Mohammad Chātami (2001)
Ahmad Tavakkoli belegte den zweiten Platz.
Ali Shamchani wurde abgeschlagener Dritter.

Die Iranische Präsidentschaftswahl 2001 fand am 8. Juni 2001 statt. Der Reformer Mohammad Chātami erhielt 77 % der Stimmen und wurde damit wiedergewählt.

Vorgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Wahl ging die erste Amtsperiode Chātamis voraus, die anfangs von Hoffnungen westlicher Demokratien auf einen Reformprozess in Iran geprägt war. Chātami schlug liberale Töne an und machte es sich zum Ziel, die von staatlichen Reglementierungen und Zensur durchzogene Gesellschaft zu liberalisieren. Insbesondere Pressefreiheit, Meinungsfreiheit und Frauenrechte standen auf seiner Agenda. Seit der Parlamentswahl am 18. Februar 2000 war auch das Parlament in reformerischer Hand. Allerdings sah sich Chātami mit seinen Reformansätzen dem Widerstand der theokratischen Institutionen um den obersten geistigen Führer Seyyed Ali Chamenei gegenüber. Der Wächterrat verhinderte den Großteil der Reformgesetze und schränkte Chātamis Einfluss erheblich ein.

Zur Zeit der Präsidentschaftswahl 2001 hatte sich in großen Teilen der reformwilligen Bevölkerung bereits eine gewisse Resignation über die Machtlosigkeit der Regierung und des Parlaments breit gemacht. Dennoch konnten die Reformer ihre Wählerschaft mobilisieren und die Wahlbeteiligung betrug 67 %.[1]

Der Wächterrat hatte, wie bei allen Wahlen, dem Großteil der Kandidaten und allen Kandidatinnen für das Amt des Präsidenten die Kandidatur verboten. Von 814 Bewerbern wurden nur 10 zur Wahl zugelassen.[2]

Ergebnis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  Stimmen Prozent
Mohammad Chātami 21.659.053 77 %
Ahmad Tavakkoli 4.393.544 15,6 %
Ali Schamchani 737.962 2,62 %
Mahmoud Jasebi 260.082 0,92 %
Mahmoud Kashani 235.363 0,84 %
Hassan Ghafourifard 129.222 0,46 %
Mansour Razavi 114.327 0,41 %
Ali Fallahian 55.176 0,20 %
Mostafa Hashemi-Taba 28.090 0,10 %
 ? Shahabeddin Sadr  ?  ?
Gesamt 28.081.930 100 %

[3]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Johannes Reissner: Stabilitätsanalyse Iran. In: Sigrid Faath (Hrsg.): Stabilitätsprobleme zentraler Staaten, Hamburg 2003, ISBN 3891730772, S. 259
  2. Fischer Weltalmanach: Iran: Präsidentschaftswahlen 2001
  3. princeton.edu 2001 Presidential Election, abgerufen am 2. Februar 2013