Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten 1864

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20. Präsidentschaftswahl
8. November 1864

Abraham Lincoln November 1863.jpg
National Union Party / Republikanische Partei
Abraham Lincoln / Andrew Johnson
Wahlmänner 212  
Stimmen 2.218.388  
  
55,0%
GeorgeMcClellan.png
Demokratische Partei
George B. McClellan / George H. Pendleton
Wahlmänner 21  
Stimmen 1.812.807  
  
45,0%

Wahlergebnisse nach Bundesstaat
Karte der Wahlergebnisse nach Bundesstaat
  24   Lincoln/Johnson
  3   McClellan/Pendleton

Präsident der Vereinigten Staaten

Die Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten 1864 fand während des Sezessionskrieges statt, so dass nur die Nordstaaten stimmberechtigt waren. Auch in den beiden zu der Zeit von der Union beherrschten Südstaaten Tennessee und Louisiana wurden - letztlich nicht gezählte - Stimmen abgegeben. Es war bis dahin die zweite Wahl, nach 1812, dass in den USA während eines Krieges gewählt wurde. Wiedergewählt wurde der von der National Union Party, einer Wahlplattform aus Republikanern und den sogenannten „War Demokrats“, nominierte Abraham Lincoln aus Illinois, der 55 % der Wählerstimmen erhielt und im Electoral College 211 von 233 Stimmen (alle außer denen Kentuckys, Delawares und New Jerseys) erringen konnte. Sein Vizepräsident wurde der Demokrat Andrew Johnson (1808–1875) aus Tennessee.

Der Kandidat der Demokratischen Partei war George B. McClellan (1826–1885) aus New Jersey, Vizepräsidentschaftskandidat George Hunt Pendleton (Ohio). Den größten Teil des Jahres 1864 wurden Lincolns Chancen als schlecht eingeschätzt. Die Konföderierten hatten in den Schlachten von Mansfield, der Kraterschlacht und der Schlacht von Cold Harbor gesiegt. Die hohen Verluste der Unionsarmee führten zu der Idee, einen Frieden um jeden Preis erreichen zu müssen. John C. Frémont, der republikanische Gegenkandidat zu Lincoln, schied im September 1864 aus dem Wahlkampf aus. Er erklärte, dass es zu wichtig sei, den Bürgerkrieg zu gewinnen, als Lincoln zu schaden. Die Niederlage McClellans sei wichtiger, als die persönlichen Interessen. John Cochrane , Kandidat als Vizepräsident unter Frémont schloss sich dieser Meinung an.

Durch den erfolgreichen Atlanta-Feldzug am 2. September schwanden McClellans Chancen schließlich. Der Slogan Man wechselt sein Pferd nicht in der Mitte des Stroms ("Don't change horses in the middle of a stream.") wurde von Lincolns Anhängern ausgegeben[1]

Resultate je Staat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Staaten, die von Lincoln/Johnson gewonnen wurden
Staaten, die von McClellan/Pendleton gewonnen wurden

Abraham Lincoln

National Union
George B. McClellan

Demokraten
Gesamtergebnis
Staat Wahl-
stimmen
# % Wahl-
stimmen
# % Wahl-
stimmen
#
Connecticut 6 44.673 51.4 6 42.285 48.6 - 86.958 100
Delaware 3 8.155 48.2 - 8.767 51.8 3 16.922 100
Illinois 16 189.512 54.4 16 158.724 45.6 - 348.236 100
Indiana 13 149.887 53.5 13 130.230 46.5 - 280.117 100
Iowa 8 83.858 63.1 8 49.089 36.9 - 132.947 100
Kalifornien 5 62.053 58.6 5 43.837 41.4 - 105.890 100
Kansas 3 17.089 81.7 3 3.836 18.3 - 21.580 100
Kentucky 11 27.787 30.2 - 64.301 69.8 11 92.088 100
Maine 7 67.805 59.1 7 46.992 40.9 - 114.797 100
Maryland 7 40.153 55.1 7 32.739 44.9 - 72.892 100
Massachusetts 12 126.742 72.2 12 48.745 27.8 - 175.487 100
Michigan 8 91.133 55.1 8 74.146 44.9 - 165.279 100
Minnesota 4 25.031 59 4 17.376 41 - 42.407 100
Missouri 11 72.750 69.7 11 31.596 30.3 - 104.346 100
Nevada 2 9.826 59.8 2 6.594 40.2 - 16.420 100
New Hampshire 5 36.596 52.6 5 33.034 47.4 - 69.630 100
New Jersey 7 60.724 47.2 - 68.020 52.8 7 128.744 100
New York 33 368.735 50.5 33 361.986 49.5 - 730.721 100
Ohio 21 265.674 56.4 21 205.609 43.6 - 471.283 100
Oregon 3 9.888 53.9 3 8.457 46.1 - 18.345 100
Pennsylvania 26 296.292 51.6 26 277.443 48.4 - 573.735 100
Rhode Island 4 14.349 62.2 4 8.718 37.8 - 23.067 100
Vermont 5 42.419 76.1 5 13.321 23.9 - 55.750 100
West Virginia 5 23.799 68.2 5 11.078 31.8 - 34.877 100
Wisconsin 8 83.458 55.9 8 65.884 44.1 - 149.342 100
TOTAL: 233 2.218.388 55 212 1.812.807 45 21 4.031.887 100


[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. J. G. Randall, Richard Current: Lincoln the President: Last Full Measure. 1955.
  2. Daten von Walter Dean Burnham, Presidential ballots, 1836-1892 (Johns Hopkins University Press, 1955) Seiten 247-57.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: US-Präsidentschaftswahl 1864 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien