Prager Senioren-Convent

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Burschenschaften, Corps, Landsmannschaften und Verbindungen in Prag (1905)

Die böhmische (und später tschechoslowakische) Studentenverbindung Prager (Allgemeine) Senioren-Convent war der Zusammenschluss von zwei Senioren-Conventen in Prag. Der ältere technische SC wurde von Corps mit Hörern des Prager Polytechnikums gegründet. Den jüngeren akademischen SC riefen Corps mit Studenten der Karls-Universität ins Leben. Wie die anderen Studentenverbindungen standen die Corps in der Zeit von 1870 bis 1914 im Brennpunkt des Nationalitätenkonflikts zwischen Tschechen und Deutschen. Der große Chronist der Prager Corps und Senioren-Convente ist Adolf Siegl.[A 1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Historiker schon 1851/52 von Leo von Thun und Hohenstein an die Karls-Universität Prag berufen, betrieb Constantin von Höfler die Reform von Prags akademischen Einrichtungen. Während seines 30-jährigen Ordinariats gewann er höchstes Ansehen.[A 2] Nach der deutschen Reichsgründung erstarkte in Österreich die deutschnationale Bewegung. Im Königreich Böhmen trat der Gegensatz zwischen Deutschliberalen und Deutschnationalen einerseits und dem katholischen, unbedingt Habsburg-treuen Klerus andererseits immer mehr zutage. Die Geistlichkeit verbündete sich mit den slawischen Föderalisten und dem böhmischen Adel.[1] Von den österreichischen Universitäten hatte Innsbruck nach dem Verständnis der Zeitgenossen den rückständigsten Lehrbetrieb, während Prag als aufgeschlossenste Hochschulstadt galt.[2]

Technischer SC[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die tschechisch-deutschen Gegensätzlichkeiten hatten ihre Rückwirkung auf die innere Entwicklung der Studentenverbindungen. Das Corpsprinzip wurde gestärkt, als die technische Verbindung Suevia Prag sich am 11. Mai 1871 zum Corps erklärte und sich wenig später, am 27. Juni 1871, mit Frankonia Prag zu einem technischen Senioren-Convent zusammenschloss.[1] Anders als in den 1860er Jahren und anders als von jeher in Österreich neigte man in Prag nun zur Bildung getrennter SC.[A 3] Die Corps paukten mit den akademischen Verbindungen Albia und Austria.[3]

Progress[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Pfingsten 1873 feierte die Lese- und Redehalle deutscher Studenten in Prag ihr 25. Stiftungsfest. Beim Festakt waren alle farbentragenden Verbindungen Prags und zahlreiche auswärtige Korporationen vertreten. Dabei legte die Burschenschaft Germania – nicht schwarz-gelb, sondern großdeutsch eingestellt – mit anderen progressistischen Vereinigungen den Grundstein zum progressistischen Salmannsdorfer Delegierten-Convent. Zu jener Zeit entstand die Tischgesellschaft Egerländer Landtag. Aus ihr ging später die geachtete gleichnamige Landsmannschaft hervor. Von den damaligen Verbindungen war die Burschenschaft der schärfste Gegner der Corps.[A 4] Im Januar 1874 konstituierte sich mit Concordia eine weitere progressistische Burschenschaft. Ihre Mitglieder waren Hörer der Deutschen Technischen Hochschule.[3]

Akademischer SC[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Corpserklärung Austria 1873
Blaues Kartell: Athesia Innsbruck, Saxonia Wien, Teutonia Graz, Austria Prag

Am 10. Dezember 1873 erklärte sich die Verbindung Austria zum Corps.[4] Bei ihrem Gründungskommers am 23. Februar 1874 pries Carl Wilhelm von Heine den Corpsgedanken. In seiner begeistert aufgenommenen Rede warb er für die Errichtung eines akademischen SC in Prag.

Im Juni 1874 schloss Austria ein Kartell mit Athesia Innsbruck, dem sich bald das Corps Saxonia Wien anschloss. Frankonia Prag, Alemannia Wien und Joannea Graz schlossen ihrerseits ein Kartell am 8. Mai 1874. Der damit einhergehende Versuch einen österreichischen SC-Verband zu gründen misslang.[5]

Die Gründung der akademischen Landsmannschaft Moldavia am 9. Januar 1875 war eine weitere Stärkung von Prags Waffenstudenten. Nach einer PP-Suite stand sie mit Austria in guten Beziehungen.[6] Am 5. Oktober desselben Jahres entstand die (ebenfalls schlagende) akademische Verbindung Hilaria.[A 5]

Teilungsdilemma[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Beginn der 1870er Jahre hatte der Corpsstudent Philipp Knoll vor dem Verfassungsverein der Deutschen in Böhmen eingehend über die Verhältnisse an der Prager Universität berichtet.[A 6] Aufgrund seiner Ausführungen richtete der Verfassungsverein ein Memorandum an den Club der liberalen deutschen Abgeordneten im Reichsrat (Österreich). Er wies darauf hin, „daß der unaufhaltsam an der Universität sich vollziehende (sprachliche) Dualismus, bei Beibehaltung eines gemeinsamen Senates und gemeinsamer Professorenkollegien, nur die Bedeutung und den Zweck einer vollständigen Lähmung des deutschen Elements, den natürlichen Konsequenzen nach den einer vollständigen Tschechisierung der Universität haben könne“. Auf Veranlassung der deutsch-böhmischen Reichsratsabgeordneten schilderte Knoll in einer Denkschrift das an der Prager Universität eingeführte sprachliche System. Zugleich legte er den Modellentwurf zur Errichtung einer eigenen tschechischen Universität vor. Unter Bezugnahme auf diese Unterlagen schlug das Abgeordnetenhaus (Österreich) im März 1872 die Errichtung einer selbständigen tschechischen Universität vor.[6] Die Verhandlungen brachten keine Entscheidung. Einerseits glaubten die deutschen Abgeordneten an ein künftiges, einheitlich deutsches Österreich; andererseits wollten sie die Teilung und die zwangsläufige Verkleinerung der Universität vermeiden. Der überwiegende Teil der Professorenschaft erstrebte die Teilung. Vorausschauend betrieb Ewald Hering die Errichtung zweier Kliniken für Chirurgie, Dermatologie und Gynäkologie.[7]

Konsolidierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schlägermensur zwischen den Corps Austria und Suevia

Ab Juni 1876 wurden die deutschen Studentenverbindungen von der k.k. Statthalterei anerkannt. Die aus Vorsicht vergebenen Kneipnamen kamen außer Gebrauch.[A 7] Im selben Sommersemester kam es zur endgültigen Annahme des Allgemeinen Prager Paukkomments auf Prager Waffe. Eingeführt wurden Paukausweise (Mensurkarten), die der Unparteiische und die Sekundanten unterschreiben mussten.

Am 1. Oktober 1876 erschien in Wien die erste Nummer der Alma mater, die sich als „Organ für Hochschulen“ bezeichnete und corpsfreundlich eingestellt war.[A 8]

Allgemeiner Prager SC[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 29. Juni 1876 hatte sich die Landsmannschaft Moldavia zum Corps erklärt. Die am 1. Dezember desselben Jahres gegründete Cheruskia wurde 1878 auf Antrag von Austria in den akademischen SC aufgenommen. Als indirekte Folge musste das Corps Moldavia II suspendieren.[7] Am 9. Dezember 1876 ratifizierten Austria und Moldavia die SC-Statuten. Dieser akademische SC schloss sich mit dem bis dahin vorherrschenden SC der technischen Corps zum Prager Allgemeinen SC zusammen. Die bedingungslos konservative Albia nahm das Corpsprinzip an und trat im März 1878 zum akademischen SC.[8] Die Corps hatten den Höhepunkt ihrer Macht erreicht. Der Prager Allgemeine SC bestand aus vier akademischen und drei technischen Corps. Er umfasste die Mehrzahl der farbentragenden Studenten an beiden Hochschulen und beanspruchte die Führung der Studentenschaft.[9]

Burschenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die konservativen Burschenschaften wirkte sich die Existenz zweier Progressburschenschaften nachteilig aus. Germania und Concordia wurden als Grundstein der „Halle“ bezeichnet. Die technische Burschenschaft Constantia erklärte sich am 21. Februar 1877 zum technischen Corps. Am 20. November 1877 wurde sie in den technischen SC aufgenommen.[8] Im Juni desselben Jahres hatte die Burschenschaft Teutonia beschlossen konservativ zu werden und mit der Carolina und der Thessalia zu pauken. Das bedeutete den endgültigen Abbruch der Paukbeziehungen zwischen Corps und Burschenschaften.[9]

Große Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Das Jahr 1878 war gekennzeichnet durch einen bedeutsamen Vorgang im politischen Bereich, der sich in der Folgezeit in schwerster Weise auf den Bestand der Corps in Prag wie in Österreich auswirken sollte. Die liberale Partei stimmte gegen die Okkupation von Bosnien-Herzegowina, welche Haltung vom Herrscherhaus sehr ungnädig aufgenommen wurde. Als Folge davon ergab sich ab 1878/79 mit der damit eingeleiteten Abkehr von der liberalen Verfassungspartei eine Zuwendung zur klerikal-feudalen Gruppe, die dann unter dem Ministerium Taaffe bis weit in die 1890er Jahre zu einer ausgesprochen slawenfreundlichen Politik auf Kosten des deutschen Volksteiles in Österreich führte.“

Adolf Siegl

Die Tschechen nutzten diesen Umschwung sofort dazu, erneut die Gleichstellung an der Universität zu fordern; aber auch jetzt noch waren nachdrückliche Vorstellungen der Prager Professoren und zahlreiche Kundgebungen der Deutschen in Böhmen nötig, um die Reichsratsabgeordneten in Wien von der Notwendigkeit der Universitätsteilung zu überzeugen.[9] 1882 entstand die deutsche Karl-Ferdinands-Universität. Für den Prager SC und seine (in Österreich national reinsten) Corps wirkte sich diese politische Entwicklung verheerend aus. Sie hatten die Gleichberechtigung aller akademischen Bürger im Vielvölkerstaat Österreich vertreten. Ihr Patriotismus und ihre Regierungstreue wurden ihnen von der Regierung in Wien nicht gedankt. Die völkische Bewegung nutzte anderen Korporationen. Den Corps wurden Mensuren verweigert, so dass sie in anderen Hochschulstädten fechten mussten. Ende Mai 1878 musste das Corps Frankonia wegen des Bosnien-Feldzugs für anderthalb Jahre suspendieren und konnte sich davon nicht mehr erholen, so dass sie nach einer kurzfristigen Wiedereröffnung bis zum Ende des ersten Weltkriegs vertagt blieb. Die neuerdings slawophile Politik politisierte die Studentenschaft. Im Sommersemester 1878 bildete sich in der Prager Studentenschaft eine deutschnationale Partei. Es begann der Kampf um die Lese- und Redehalle der deutschen Studenten. Im bald darauf gegründeten Komité saßen die drei burschenschaftlich orientierten DC-Korporationen (Carolina, Teutonia, Thessalia), die beiden Progressburschenschaften (Germania, Concordia) und Vertreter der deutschnationalen Nichtkorporierten. Zur Silberhochzeit des Kaiserpaares am 24. April 1879 überbrachten die Corps dem Statthalter die Glückwünsche.[10]

Hass und Gewalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1880 mündete der tschechische Deutschenhass in Gewalt. Beim Kommers zum 20. Stiftungsfest der Burschenschaft Carolina betonten der Rektor Ernst Mach und Edwin Klebs den deutschen Charakter der noch ungeteilten Universität. Berichten in den Prager Zeitungen folgten Agitation und Unruhen. Den beiden Professoren wurden die Wohnungsfenster eingeschlagen. Berliner Techniker bekamen eine Katzenmusik zu hören. Drei Mitglieder der Albia wurden überfallen und misshandelt. Auf einem Dampferausflug nach Zawist wurden Corpsburschen von Schülern des tschechischen Gymnasiums der Prager Altstadt in übler Weise beschimpft.[11] Nach der Burschenschaft feierten die Corps am 3. Dezember 1880 einen Kaiser-Josef-Kommers im Hôtel de Saxe. Es war eine der letzten großen Veranstaltungen, die die Corps des Allgemeinen Prager SC in voller Eintracht vereinte.[12]

Die Wahlen zur Prager Handelskammer am 27. Juni 1881 brachten einen Sieg des deutschen Kandidaten – was in der Stadt eine gewitterschwüle Stimmung entstehen ließ. Am selben Tag feierten die „schwarzen Austern“ – wie man die Austrianer wegen ihrer Mützenfarbe nannte – in Anwesenheit zahlreicher Vertreter österreichischer und reichsdeutscher Korporationen ihr 20. Stiftungsfest. Schon bei der Auffahrt der Wagenkolonnen mit den Chargierten gab es Ärger. Am nächsten Tag kam es zur Kuchelbader Schlacht. Zwar hatte sie an österreichischen und reichsdeutschen Hochschulen viele Sympathiekundgebungen zur Folge; Vorteile brachten sie aber nur den Widersachern der Corps. Ihrem unaufhaltsamen Rückgang versuchten sie mit einem Prinzipienwechsel zu entgehen. Nur Suevia stand zur alten Idee. Hingegen wuchsen Zahl und Einfluss der Burschenschaften, auch begünstigt durch die Erziehung an den Gymnasien.[13] Zur Carolina und Teutonia kam die am 30. Oktober 1880 gegründete Ghibellinia.[14] Die ein Jahr ältere Arminia erklärte sich zur polytechnischen Burschenschaft. Zu Burschenschaften wurden auch Hilaria (1880) und Thessalia (1883). Prag hatte sechs konservative Burschenschaften mit 20 und mehr Aktiven. Die Progressburschenschaft verschwand.[15]

„Der beklagte Rückgang insbesondere der Prager Corps war sicher vor allem auf einen Mangel an Anpassungsvermögen an die politischen Veränderungen im Verhältnis der beiden Völker in Böhmen wie in Prag zurückzuführen. Mit der Vaterlandsliebe zu Alt-Österreich und mit der Begeisterung für das erlauchte Kaiserhaus war nach dem rohen Überfall in Kuchelbad kein Nachwuchs mehr zu gewinnen. Die Corps erlagen einem verhängnisvollen Irrtum, wenn sie in der Vertretung eines nationalen Standpunktes eine politische Betätigung erblickten, deren Ausübung ihre Statuten nicht erlaubten. Diese immer mehr in den Vordergrund tretende nationale Frage hat noch mehr als die Satisfaktionsfrage die Einigkeit in der Prager Studentenschaft schweren Belastungen ausgesetzt. ... Mit dem Aufkommen der nationalen Gegensätze, mit dem Erstarken der Jungtschechen, war es schon kurz nach den Gründungsjahren nicht mehr denkbar, daß ein tschechischer Student es wagen konnte, bei einer deutschen Studentenkorporation aktiv zu werden.“

Adolf Siegl

Unter Taaffe erhielt der Böhmische Landtag 1883 eine tschechische Mehrheit. Die Liberalen erlitten starke Verluste. Deutschnationale Vereinigungen gewannen an Boden und in der Studentenschaft schoben sich vereinzelt bereits Alldeutsche in den Vordergrund.

Juden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Villa Amerika, bis 1880 Corpshaus der Albia

Die Ansicht, Juden nicht als „Deutsche mosaischer Konfession“, sondern als Angehörige einer besonderen Rasse zu betrachten, kam zuerst in der deutschen Studentenschaft Wiens auf, noch vor dem Auftreten Georg von Schönerers.[16] In Prag stieß die Idee auf erhebliche Bedenken. Zahlreiche Professoren und Franz Schmeykal, der Führer der Deutschliberalen Partei, sahen in der dann unvermeidlichen Abkehr der Juden vom Deutschtum eine zusätzliche Gefahr für die Deutschen in Böhmen. Die Prager Juden standen im 19. Jahrhundert überzeugungstreu zur deutschen Kultur, waren aber zweisprachig erzogen und eingefügt in das typische Prager Milieu. So verkehrten die Intellektuellen, Schriftsteller und Künstler im zweisprachigen Café Central (Prag).[17] Wohl unter dem Einfluss Wiener Korporationen und des Kyffhäuserverbandes fand der Antisemitismus um 1883 Eingang bei den Prager Burschenschaften. Von den landsmannschaftlichen Vereinen folgte zuerst der Egerländer Landtag. In der Folge trat das ein, was die Liberalen vorausgesagt hatten: Es entstanden jüdisch-nationale Verbindungen, die sich gegen die Assimilierung jüdischer, deutschsprechender Studenten und gegen den deutsch-böhmischen Liberalismus stellten. Mitte der 1890er Jahre ging der Radikalismus in Prags völkischen Korporationen zurück. Die Einführung des Arierstandpunkts kostete die Burschenschaften viele Mitglieder. Die Burschenschaft Albia verlor nicht nur sämtliche jüdische Alte Herren und Inaktive, sondern auch viele liberale Nichtjuden, insgesamt 40 Mitglieder.[18] Ein Viertel von Austrias Mitgliedern waren Juden.[19]

Erholung der Corps[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1884 bis 1889 war Suevia das einzige Corps in Prag. Das Corps Austria hatte bereits im Jahr 1884 das Corpsprinzip aufgegeben und bezeichnete sich nunmehr als deutsch-akademische Verbindung [A 9]; die anderen Corps waren entweder suspendiert oder wie Albia und Constantia zur Burschenschaft gewechselt. Über sechs Semester hielt Suevias Consenior dem Mensurhagel der radikal-völkischen Korporationen stand.[20] Nachdem 1883 der Kongress des österreichischen Corpsverbandes die Unterscheidung in akademische und polytechnische Corps aufgehoben hatte, firmierte Suevia als akademisch-technisches Corps. Nach dem Ende des Melker Kongreß (1887) blieb sie allen folgenden Verbandsgründungen fern. 1888 entstand in Prag ein Alte-Herren-Senioren-Convent. „Um die Corpssache im allgemeinen hierorts zu heben“, beschloss er die Konstituierung eines zweiten Corps. An der Gründung der Palaio-Austria am 16. November 1889 war der Opernsänger Georg Sieglitz maßgeblich beteiligt, ebenso alte Austrianer, die dem Corpsgedanken treu geblieben waren.[A 10] Suevia hatte zwei Corpsburschen abgegeben. Aktiv wurden der Privatdozent Josef Neuwirth und ein angesehener Prager Rechtsanwalt. Das Ansehen der Corps stieg wieder. Die offen verfolgte corpsfeindliche Politik ihrer Gegner machte sie innerlich stärker.[21] Ferdinand Hueppe engagierte sich im AHSC, der 1891, 1892 und 1894 beachtete Kommerse feierte. Im Wintersemester 1893/94 kam Gothia als drittes Corps zum Prager SC. Aus Nachwuchsmangel musste Palaio-Austria am 17. Mai 1897 suspendieren.[22] Bestimmenden Einfluss hatten nun die Burschenschaften.

Badeni[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Na příkopě oder Graben

In der Politik hatte sich in jener Zeit eine für die Deutschen in Böhmen schicksalsschwere Entwicklung angebahnt. Das langlebige (slawenfreundliche) Kabinett Taaffe ging 1893 zu Ende. Nach einem kurzen Zwischenspiel unter Karl von Auersperg folgte das Ministerium unter dem polnischen Grafen Kasimir Felix Badeni. Seine Sprachenverordnung im April 1897 führte zu Handgreiflichkeiten im Reichsrat und zu Massendemonstrationen in Wien, Graz und Prag. Der Burschenschafter Karl Hermann Wolf forderte Badeni zum Pistolenduell und wurde Böhmens Nationalheld. Dass Badeni am 28. November 1897 zurücktrat, wurde in Prag als Sieg des deutschen Standpunkts gewertet. Die deutsche Studentenschaft rief zu einer Kundgebung im alten Universitätsgebäude in der Eisengasse. Am anschließenden Frühschoppen im Deutschen Haus nahm der Rektor Joseph Ulbrich teil. Die Tschechen empfanden diese Massenkundgebung als provokace. Schon auf dem Heimweg wurden die Teilnehmer angegriffen und mit Steinen beworfen. In den folgenden 48 Stunden wurden „Buden“ gestürmt, das Mobiliar zerstört und Akten vernichtet. Auf Ersuchen der Polizeidirektion trugen die Korporierten kein Couleur mehr. Trotzdem wurden sie als „Burschak“ erkannt und auf der Straße, zum Teil auch in ihren Wohnungen misshandelt. Deutsche Kultureinrichtungen wie das Deutsche Theater und das Heim der Schlaraffia, das bekannte Café „Kontinental“ am Graben, deutsche und jüdische Geschäfte und vor allem die wissenschaftlichen Institute der deutschen Hochschulen wurden zerstört und geplündert. Fast alle deutschen Professoren sagten die Vorlesungen ab. Wer Deutsch sprach oder nach einem Deutschen aussah, wurde tätlich angegriffen, mit Prügel bedroht und teilweise schwer misshandelt. Die meisten der deutschen Studenten verließen die Stadt.[23] Karl Hans Strobl, damals aktiv bei Austria, hat diese Vorkommnisse in seinem Roman Die Vaclavbude wiedergegeben. Durch Badenis Rücktritt geriet Österreich in eine Staatskrise, die erst 1918 mit dem Zusammenbruch der Donaumonarchie endete.

Am 2. Dezember 1897 wurde über Prag das Standrecht verhängt. Als es am 10. Januar 1898 aufgehoben wurde und die Übergriffe sofort wieder einsetzten, erließ die Statthaltereibehörde ein allgemeines Couleurverbot. Daraufhin demissionierte der akademische Senat der Karl-Ferdinands-Universität. Es kam zum Vorlesungsstreik und zur Schließung der Hochschulen am 27. Februar 1898. Das Couleurverbot wurde am 3. März 1898 aufgehoben.

Erschwertes Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor der Jahrhundertwende hatte Prag etwa 1500 Studenten. Unterkünfte gab es reichlich. „Seit den Dezemberunruhen des Jahres 1897 wurde das zweisprachige Prag mit einem Schlage tschechisch.“[24] Das ergab eine grundlegende Änderung der Lebensverhältnisse für die deutsche Studentenschaft. Kaum noch ein Wirt nahm eine Studentenverbindung bei sich auf. Als Einzelmieter hatte der Student unvorhersehbare Schwierigkeiten zu gewärtigen. Eine Spende der Böhmischen Sparkasse hatte bereits 1890 den Kauf des ehemaligen Grand Hotel in der Mariengasse 34 ermöglicht. Im Laufe der Jahre wurden Studentenwohnungen und eine mensa academica eingerichtet. Anlässlich des 50-jährigen Regierungsjubiläums des österreichischen Monarchen am 2. Dezember 1898 wandelte die Böhmische Sparkasse ihren Besitz in eine Studentenheimstiftung für die deutschen Hochschulen in Prag um. Vereinszimmer wurden von deutschen Verbindungen angemietet, so auch von Suevia bis 1937.[25]

Zur 550-Jahrfeier der Prager Universität kam eine studentische Abordnung aus Leipzig. Ihr gegenüber bezeichnete Karl Lamprecht Neuwirth als „deutschesten Mann von Prag“.[26] Der imposanten Kundgebung deutscher Kultur und Wissenschaft blieben die Burschenschaften des Prager Delegierten-Convents fern.[25] Aus Nachwuchsmangel musste das Corps Gothia am 2. April 1898 suspendieren. Suevia war abermals – bis 1905 – das einzige Corps in Prag. Mit „aller Gewalt“ versuchten die Tschechen, den verhassten Farbenbummel auf dem Graben zu verhindern.[A 11] Am 6. März 1904 wurde er angeführt vom Rektor Carl Rabl – in Couleur. Im Böhmischen Landtag prägte er den noch heute berühmten Satz „Farbe tragen heißt Farbe bekennen“. Der Sängerschafter Rabl löste die Freya auf; denn als erste Verbindung in Prag hatte dieser Verein nordböhmischer Studenten das Waidhofener Prinzip angenommen.[A 12] Nolens volens und nach Einflussnahme des Prager AHSC erklärte sich Austria am 24. Mai 1905 bereit, zu ihrem alten Status zurückzukehren und den Namen Prager deutsches Corps Austria anzunehmen. Daraufhin kündigte Suevia das Paukverhältnis mit Markomannia und dem Neustädter Kollegentag. Im Wintersemester 1905/06 wurde der Prager SC neu begründet.[27]

Glaubenskämpfe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Austrianer (1899)
Austrias 2. Corpserklärung (1905)
Hauptartikel: Akademischer Kulturkampf

Das Jahr 1906 brachte eine Verstärkung der völkischen Burschenschaft. Die seit 1892 vertagte Constantia wurde von zwei Mitgliedern der Thessalia und einem Angehörigen der Brünner Burschenschaft Arminia wieder aufgetan. Zur selben Zeit bliesen die völkischen Korporationen zur Abwehr des ultramontanen Katholizismus, der an den Prager Hochschulen immer stärker in Erscheinung trat. Der Wiener Bürgermeister Karl Lueger hatte gewisse Ziele des politischen Klerikalismus offenbart. Das hatte zu Unruhen an Österreichs Universitäten geführt. Der Österreichische Cartellverband war indessen so stark geworden, dass 1907 in Prag die dritte CV-Verbindung gegründet werden sollte. In der Wahrmund-Affäre stellte sich die nationale und liberale Studentenschaft gegen jedweden Eingriff in das Recht der freien Lehre. Es kam zum Hochschulstreik, der mit der Berufung Ludwig Wahrmunds endete.[27]

Durch gesellschaftliche Verpflichtungen überbeansprucht, musste Suevia 1908 suspendieren. Nach der alten liberalen „Lese- und Redehalle“ und der völkischen „Germania“ entstand 1909 der Lese- und Redeverband christlicher deutscher Studenten in Prag „Akademia“ als dritter Dachverband.[28] Austria, nunmehr einziges Corps in Prag, musste aus Partienmangel wieder einmal mit der Burschenschaft Alemannia über die Austragung von Kontrahage-Mensuren verhandeln. Im Wintersemester 1908/09 kam es wieder zu schweren Ausschreitungen der Tschechen. Um den Farbenbummel zu verhindern, ließ die Stadtverwaltung den Graben in ganzer Länge für „Bauarbeiten“ aufreißen. Von Oktober 1908 bis April 1909 wurden die deutschen Farbenstudenten an 22 Sonn- und Feiertagen von einer nach Tausenden zählenden, fanatisierten Menschenmenge erwartet. Als der Farbenbummel auf den Wenzelsplatz verlegt wurde, mussten Gendarmerie und Polizei den Platz und die benachbarten Gassen jedes Mal mit blanker Waffe räumen.[28] Am Abend des 1. Dezember 1908 ritten Dragoner siebenmal Attacke auf dem Wenzelsplatz; drei Infanterie-Regimenter nebst starken Gendarmerie- und Polizeiaufgeboten wurden eingesetzt. Am folgenden Tag sollte aus Anlass des Kaiserjubiläums und des 560-jährigen Bestehens der Prager Universität der Grundstein für die neue deutsche und tschechische Universität gelegt werden. Den eingeladenen Professoren aus Deutschland wurde der Verzicht auf die Reise empfohlen. Als sich die Prager Studentenschaft mit ihren Gästen im Clementinum auf den Festzug vorbereitete, verkündete ein Behördenvertreter, dass soeben das Standrecht verhängt worden sei. Der Festzug entfiel, die Grundsteinlegung wurde nie nachgeholt. Die Vorfälle lösten eine Welle von Kundgebungen im Deutschen Reich aus. Im Mitteilungsblatt des Kösener Senioren-Convents-Verbands wurden die Aktiven aufgefordert, nach den drei Aktivensemestern für ein Semester nach Prag zu gehen.[29][A 13]

Beruhigung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Suevia machte am Tag der vereitelten Grundsteinlegung wieder auf. Im Februar 1909 stiegen die ersten Mensuren im SC. Die Corps hatten wieder Zulauf. Austria admittierte 13 Füchse. Marchia Wien fragte beim Prager SC an, ob im Falle ihrer Corpserklärung mit der Aufnahme von Beziehungen zu rechnen wäre. Nach der Zusage erklärte Marchia sich am 21. Mai 1909 zum Corps.[30] Bei der 500-Jahrfeier der Universität Leipzig war Austria Gast der Corps Saxonia Leipzig, Suevia Gast des Corps Lusatia Leipzig.[31] Die Burschenschaft der Ostmark hatte sich bei ihrer Gründung gegen das liberale Prinzip gestellt. Gemeint waren die Corps, die Juden aufnahmen.[32] Suevia und Austria sahen sich genötigt, den liberalen Gedanken aufzugeben und sich – wie immer mehr österreichische Corps – dem deutschnationalen Standpunkt anzunähern. Das zog schwere Vorwürfe von liberaler Seite nach sich.[33] Markomannia Prag und Marchia Wien wandten sich wegen Austrias Kursänderung ab. Für viele Partien und PP-Suiten mussten die Austrianer nach Brünn, Wien und Graz reisen. Mit dem Corps Joannea wurde 1913 die 1000. Partie der Austria geschlagen. Suevia focht wie Austria mit Hercynia, aber auch mit Alemannia Wien, Frankonia Brünn, Marchia Brünn und Vandalia Graz.[34] Die Rekonstitution von Gothia Prag scheiterte an ihren preußischen Farben. Frankonia Prag hatte 1897 versucht in Wien zu rekonstituieren. In Prag fehlten für die Chargen Stützungsburschen von Corps, die keine Beziehungen zu Suevia oder Austria unterhielten.[35] Das Verhältnis zwischen diesen beiden Corps kam 1913 wieder in das alte Einvernehmen.

Kösener SC-Verband[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Prager SC-Frühschoppen (1934): Franken mit roter Biedermeiermütze, Schwaben mit Stürmer

In den Kösener Senioren-Convents-Verband kam der Prager SC erst 1919[36]. Die Donaumonarchie war zerbrochen, Prag zur Hauptstadt der Tschechoslowakei geworden. Die Corps in Österreich und Deutschland hatten die „großdeutsche“ Erfahrung des Ersten Weltkrieges gemacht. Nach dem Vertrag von Saint-Germain wollten alle Verbindungen in Prag bleiben. Bei den Prager Corps lebten fast alle Alten Herren in Böhmen (und zum kleinen Teil in Wien). Die Corps konnten nicht verlegen, weil sie keine Basis für eine auswärtige Rekonstitution hatten.

Frankonia rekonstituierte am 1. März 1921. Die Rekonstitution wurde vom HKSCV nicht anerkannt. Frankonia suspendierte am 26. September 1922. Das (Kösener) Corps Frankonia wurde am 26. November 1922 unter Übernahme der Traditionen aus der Zeit 1861–1880 und 1921–1922 gestiftet und am selben Tag in den SC recipiert. Die Wassersportliche Vereinigung in Berlin leistete wesentliche Hilfe.[37]

Austria konnte bei ihrem Namen in der Tschechoslowakei so wenig bleiben wie Austria Brünn (und Austria Czernowitz); aber von den Universitäten im restlichen Österreich war Wien überlaufen, Graz zu weit weg und Salzburg zu klein. Auf Betreiben des Rhaetiers Wieser verlegte Austria am 30. Mai 1919 nach Innsbruck. Am 11. Juni 1919 änderte sie die Farben in Schwarz-weiß-gelb. Da die Verhältnisse in Innsbruck nicht besser waren als in Prag, wurde beschlossen an die neue Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main zu gehen. Austria wurde am 20. September 1919 in den HKSCV recipiert und eine Woche später durch reaktivierte Alte Herren rekonstituiert.[38]

Suevia wurde am 4. Juni 1919 in den KSCV recipiert. Als die Zugehörigkeit zu einem ausländischen Verband verboten wurde, trat sie am 27. Oktober 1933 aus dem KSCV aus.

Als das Dritte Reich entstanden war, verließen Frankonia Prag, Suevia Prag, Marchia Brünn und Frankonia Brünn 1933 den KSCV. 1934 gründeten sie den Prager Senioren-Convents-Verband. Im Protektorat Böhmen und Mähren hinfällig geworden, wurde er 1939 aufgelöst.

Heute bestehen noch zwei Prager Corps:

Rückblick[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Die Beleidigten“ (1904)

In den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg war Prag längst eine überwiegend tschechische Stadt. Mit 50.000 Einwohnern machten die Deutschen nur 10 % der Bevölkerung aus; nach wie vor stellten sie aber die Oberschicht aus Professoren, höheren Offizieren und Staatsbeamten, Großbürgern, Kaufleuten, Fabrikanten und Bankdirektoren. Es gab auch Kleingewerbetreibende und Handwerker, aber keine deutsche Arbeiterschaft.[39] Das mag das tschechische Ressentiment gegen die Deutschen zum Teil erklären. In Prag verschränkten sich Deutschenhass und Antisemitismus. In vielen Karikaturen zum tschechisch-deutschen Verhältnis ist der Deutsche mit den Stereotypen des Juden versetzt (siehe Karikatur im Abschnitt Badeni).[40] Der Deutschenhass war eigentlich das Vehikel des Judenhasses.[41][42]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Marek Nekula, Walter Koschmal (Hg.): Juden zwischen Deutschen und Tschechen. Sprachliche und kulturelle Identitäten in Böhmen 1800–1945. R. Oldenbourg Verlag, München 2006. ISBN 978-3486200393.
  • Gary B. Cohen: The Politics of Ethnic Survival – Germans in Prague, 1861–1914. Purdue University 2006, ISBN 978-1-55753-404-0. GoogleBooks
  • Harald Lönnecker: „… freiwillig nimmer von hier zu weichen …“ Die Prager deutsche Studentenschaft 1867–1945. Band 1: Verbindungen und Vereine des deutschnationalen Spektrums (= Abhandlungen zum Studenten- und Hochschulwesen. Bd. 16). SH-Verlag, Köln 2008, ISBN 978-3-89498-187-7.
  • Jürgen Herrlein: Palaio-Austria. Ein vergessenes Prager Corps. In: Einst und Jetzt (= Jahrbuch des Vereins für corpsstudentische Geschichtsforschung), Bd. 55 (2010), 454–457
  • Josef Neuwirth: Das acad. Corps Austria zu Prag. Ein chronistischer Versuch, Prag 1881. Digitalisat (PDF; 2,9 MB)
  • Fritz Ranzi: Die SC-Verbände der vorkösener Zeit in Österreich. In: Einst und Jetzt, Bd. 1 (1956), S. 61 ff.
  • Oskar Scheuer: Die geschichtliche Entwicklung des deutschen Studententums in Österreich mit besonderer Berücksichtigung der Universität Wien von ihrer Gründung bis zur Gegenwart. Wien 1910. GoogleBooks
  • Adolf Siegl: Die Prager deutschen Hochschulen und ihre Studenten in den Jahren von 1870 bis 1914. Einst und Jetzt, Bd. 21 (1976), S. 95–133.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b A. Siegl: Die Prager deutschen Hochschulen und ihre Studenten in den Jahren von 1870 bis 1914. Einst und Jetzt, Bd. 21 (1976), S. 100.
  2. Fritz Ranzi: Die SC-Verbände der vorkösener Zeit in Österreich. Einst und Jetzt, Bd. 1 (1956), S. 61–76, hier S. 62.
  3. a b A. Siegl: Die Prager deutschen Hochschulen und ihre Studenten in den Jahren von 1870 bis 1914. Einst und Jetzt, Bd. 21 (1976), S. 101.
  4. J. Neuwirth: Das Acad. Corps Austria zu Prag. Prag 1881.
  5. Kurt Bräunlich: Die Verbände der österreichischen Corps in den Jahren 1874–1887. Einst und Jetzt, Bd. 10 (1965), S. 83–101.
  6. a b A. Siegl: Die Prager deutschen Hochschulen und ihre Studenten in den Jahren von 1870 bis 1914. Einst und Jetzt, Bd. 21 (1976), S. 102.
  7. a b A. Siegl: Die Prager deutschen Hochschulen und ihre Studenten in den Jahren von 1870 bis 1914. Einst und Jetzt, Bd. 21 (1976), S. 103.
  8. a b A. Siegl: Die Prager deutschen Hochschulen und ihre Studenten in den Jahren von 1870 bis 1914. Einst und Jetzt, Bd. 21 (1976), S. 104.
  9. a b c A. Siegl: Die Prager deutschen Hochschulen und ihre Studenten in den Jahren von 1870 bis 1914. Einst und Jetzt, Bd. 21 (1976), S. 105.
  10. A. Siegl: Die Prager deutschen Hochschulen und ihre Studenten in den Jahren von 1870 bis 1914. Einst und Jetzt, Bd. 21 (1976), S. 106.
  11. Alma mater, Organ für Hochschulen. Wien/Leipzig, V. Jahrg. (1880), Nr. 26.
  12. A. Siegl: Die Prager deutschen Hochschulen und ihre Studenten in den Jahren von 1870 bis 1914. Einst und Jetzt, Bd. 21 (1976), S. 108.
  13. Corps und Burschenschaft in Österreich, Academische Monatshefte, Sommer-Semester 1888, 49, 16.
  14. H. Lönnecker: „… Das einzige, was von mir bleiben wird“. Die Burschenschaft Ghibellinia zu Prag in Saarbrücken 1880–2000. Burschenschaft Ghibellinia zu Prag in Saarbrücken, Saarbrücken 2009, ISBN 978-3-00-028568-4.
  15. A. Siegl: Die Prager deutschen Hochschulen und ihre Studenten in den Jahren von 1870 bis 1914. Einst und Jetzt, Bd. 21 (1976), S. 109.
  16. Oskar Scheuer: Burschenschaft und Judenfrage. Der Rassenantisemitismus in der deutschen Studentenschaft. Berlin Wien 1927.
  17. A. Siegl: Die Prager deutschen Hochschulen und ihre Studenten in den Jahren von 1870 bis 1914. Einst und Jetzt, Bd. 21 (1976), S. 111.
  18. A. Siegl: Die Prager deutschen Hochschulen und ihre Studenten in den Jahren von 1870 bis 1914. Einst und Jetzt, Bd. 21 (1976), S. 112.
  19. Jürgen Herrlein (2015), in Druck.
  20. K. Broche: Beitrag zur Geschichte des Prager Corpsstudententums. Deutsche Corpszeitung 1922, Nr. 1, S. 10.
  21. Ernst Stade: Corpsgeschichte des Corps Suevia zu Prag, herausgegeben zum 100. Stiftungsfest am 11. Mai 1968 in Ulm.
  22. A. Siegl: Die Prager deutschen Hochschulen und ihre Studenten in den Jahren von 1870 bis 1914. Einst und Jetzt, Bd. 21 (1976), S. 115.
  23. A. Siegl: Die Prager deutschen Hochschulen und ihre Studenten in den Jahren von 1870 bis 1914. Einst und Jetzt, Bd. 21 (1976), S. 116.
  24. H. Prohaska: Studentenfürsorge in Prag, in: Unsere alma mater, September 1938.
  25. a b A. Siegl: Die Prager deutschen Hochschulen und ihre Studenten in den Jahren von 1870 bis 1914. Einst und Jetzt, Bd. 21 (1976), S. 118.
  26. A. Siegl: Die Prager deutschen Hochschulen und ihre Studenten in den Jahren von 1870 bis 1914. Einst und Jetzt, Bd. 21 (1976), S. 117.
  27. a b A. Siegl: Die Prager deutschen Hochschulen und ihre Studenten in den Jahren von 1870 bis 1914. Einst und Jetzt, Bd. 21 (1976), S. 121.
  28. a b A. Siegl: Die Prager deutschen Hochschulen und ihre Studenten in den Jahren von 1870 bis 1914. Einst und Jetzt, Bd. 21 (1976), S. 122.
  29. A. Siegl: Die Prager deutschen Hochschulen und ihre Studenten in den Jahren von 1870 bis 1914. Einst und Jetzt, Bd. 21 (1976), S. 123.
  30. Corps Marchia Wien
  31. A. Siegl: Die Prager deutschen Hochschulen und ihre Studenten in den Jahren von 1870 bis 1914. Einst und Jetzt, Bd. 21 (1976), S. 124.
  32. Von den österreichischen Corps und Burschenschaften. Academische Monatshefte 1907, 24. Jahrg, S. 259.
  33. Ein österreichischer SC? Deutsche Hochschule – Blätter für deutschnationale freisinnige Farbenstudenten in Österreich, Jahrg. 1912, S. 6.
  34. A. Siegl: Die Prager deutschen Hochschulen und ihre Studenten in den Jahren von 1870 bis 1914. Einst und Jetzt, Bd. 21 (1976), S. 125.
  35. A. Siegl: Die Prager deutschen Hochschulen und ihre Studenten in den Jahren von 1870 bis 1914. Einst und Jetzt, Bd. 21 (1976), S. 126.
  36. E. H. Eberhard: Handbuch des studentischen Verbindungswesens. Leipzig, 1924/25, S. 186.
  37. Paulgerhard Gladen: Frankonia Prag zu Saarbrücken, in: Die Kösener und Weinheimer Corps: Ihre Darstellung in Einzelchroniken. WJK-Verlag, Hilden 2007, ISBN 978-3-933892-24-9, S. 57–58.
  38. Paulgerhard Gladen: Austria Frankfurt, in: Die Kösener und Weinheimer Corps: Ihre Darstellung in Einzelchroniken. WJK-Verlag, Hilden 2007, ISBN 978-3-933892-24-9, S. 24–26.
  39. A. Siegl: Die Prager deutschen Hochschulen und ihre Studenten in den Jahren von 1870 bis 1914. Einst und Jetzt, Bd. 21 (1976), S. 130.
  40. Peter Becher, Jozo Džambo: Gleiche Bilder, gleiche Worte. Österreicher und Tschechen in der Karikatur (1848–1948). München 1997.
  41. Peter Hallama: Nationale Helden und jüdische Opfer – Tschechische Repräsentanten des Holocaust (2015)
  42. Moshe Zimmermann: Constantin Brunner im Kontext: Ein Intellektueller zwischen Kaiserreich und Exil (2014)

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Adolf Siegl (corpsarchive.de)
  2. Der Sohn Josef von Höfler war Angehöriger des Corps Moldavia I.
  3. Als erste Korporation in Prag nahm die Burschenschaft Teutonia (gestiftet am 16. Dezember 1876) Hörer sowohl der Universität als auch der DTH auf.
  4. Carolina gehörte seit 1866 zum Norddeutschen Kartell. Wegen dessen Neigung zum Progress schied sie 1869 aus.
  5. Hilaria erklärte sich im Juni 1880 zur Burschenschaft und nahm den Namen Alemannia an. Als solche wurde sie wegen einer Verrufsangelegenheit ab 1886 vom Prager DC nicht mehr anerkannt. Deshalb vorübergehend vertagt, gelang ihr nicht der Wiederanschluss an die Burschenschaft. Sie schloss sich dem Burschenbunds-Convent (BC) an.
  6. Knoll war Stifter des Corps Moldavia I.
  7. Die Kneipnamen entstammten der germanischen Mythologie, den Heldensagen und den Werken Friedrich Schillers. Trivialnamen waren Stoff, Stich, Pump, Faß, Spund u. a.
  8. Im Gegenzug beschlossen die Prager Burschenschaften 1878 die Unterstützung der in Graz neugegründeten deutschnationalen Studentenzeitschrift Deutsche Hochschule. Sie musste ihr Erscheinen bereits nach Neujahr 1879 einstellen.
  9. Nach der darauffolgenden Fusion mit der Burschenschaft Cimbria wurde die dritte Farbe von gelb in orange abgeändert und das Fuchsenband in schwarz-rot.
  10. Palaio-Austria schwarz-gelb-weiß, Mütze gelb.
  11. Der Korso der Tschechen war die Ferdinandstraße, die spätere Nationalstraße.
  12. Freya tat sich umstandslos als akademisch-technische Verbindung Saxonia wieder auf, als „schwarze Saxen“ zur Unterscheidung von den liberalen „roten Saxen“.
  13. Das Gleiche wiederholte sich 12 Jahre später in Königsberg; siehe Albertus-Universität Königsberg#Zwischenkriegszeit und Untergang.