Praia da Vitória

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Praia da Vitória
Wappen Karte
Wappen von Praia da Vitória
Praia da Vitória (Azoren)
Praia da Vitória
Basisdaten
Autonome Region: Azoren
Concelho: Praia da Vitória
Koordinaten: 38° 44′ N, 27° 4′ WKoordinaten: 38° 44′ N, 27° 4′ W
Einwohner: 6723 (Stand: 30. Juni 2011)[1]
Fläche: 30,09 km² (Stand: 1. Januar 2010)[2]
Bevölkerungsdichte: 223 Einwohner pro km²
Höhe: m
Postleitzahl: 9760
Politik
Adresse der Gemeindeverwaltung: Junta de Freguesia de Praia da Vitória
Rua Cidade de Artesia, nº37
9760-438 Praia da Vitória
Webseite: www.jfsantacruz.com
Kreis Praia da Vitória
Flagge Karte
Flagge von Praia da Vitória Position des Kreises Praia da Vitória
Einwohner: 21.086 (Stand: 30. Juni 2011)[3]
Fläche: 161,27 km² (Stand: 1. Januar 2010)[2]
Bevölkerungsdichte: 131 Einwohner pro km²
Anzahl der Gemeinden: 11
Verwaltung
Adresse der Verwaltung: Câmara Municipal de Praia da Vitória
Praça Francisco Ornelas da Câmara
9760-851 Praia da Vitória
Präsident der Câmara Municipal: Roberto Lúcio Silva Pereira Monteiro (PS)
Webpräsenz: www.cmpv.pt



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Praia da Vitória (Zum Anhören bitte klicken! [ˈpɾajɐ ðɐ viˈtɔɾiɐ]) ist eine portugiesische Stadt auf der zu den Azoren gehörenden Insel Terceira. Die Stadt gehört zur Gemeinde Santa Cruz da Praia da Vitória[4] und hatte im Jahr 2004 2.313 Einwohner[5], innerhalb der Gemeinde leben 6.171 Menschen (Stand: 2001).

Praia da Vitória
Stadtgarten
Largo José S. Ribeiro mit Kapelle Império dos Marítimos
Hauptgeschäftsstraße Rua Jesus
Alte Stadtmauer
Denkmal für Vitório Nemesio vor der Casa das Tias

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Praia da Vitória, das anfangs nur "Praia" (das portugiesische Wort für Strand) hieß, war von 1456-75 Hauptstadt der Insel Terceira. Durch den Anbau von Weizen in der Umgebung und dessen Ausfuhr gewann der Ort an Bedeutung und erhielt 1480 die Bezeichnung vila, was "Kleinstadt" bedeutet, und die dazu gehörenden Rechte verliehen. Am 24. Mai 1614 sowie am 15. Juni 1841 wurde die Stadt durch Erdbeben zerstört.[6]

Während des Miguelistenkrieges, eines von 1832 bis 1834 dauernden Bürgerkrieges zwischen den Anhängern des absolutistisch herrschenden Königs Michael I. und den Anhängern seines Bruders Peter IV., der sich für eine liberale konstitutionelle Monarchie einsetzte, war die Stadt eine Hochburg der Liberalisten. 1829 wehrten die Einwohner der Stadt nach einer Seeschlacht zwischen den Krieg führenden Parteien erfolgreich einen Landungsversuch der Absolutisten ab. Nachdem 1834 in Portugal eine konstitutionelle Monarchie ausgerufen worden war, verlieh Königin Maria II. der Stadt 1837 offiziell den Beinamen "da Vitória", was wörtlich "des Sieges" bedeutet.[7] Im 20. Jahrhundert gewann Praia da Vitória durch den Ausbau des Hafens und den Bau des nahegelegenen Flughafens an Bedeutung. 1981 wurden die Rechte einer "cidade" (Stadt) verliehen, die über die Rechte und Privilegien einer "vila" weit hinausgehen.[8]

Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Praia da Vitória ist Sitz des gleichnamigen Kreises (Concelho); der Nachbar ist Angra do Heroísmo im Südwesten.

Die folgenden 11 Gemeinden (Freguesias) gehören zum Kreis Praia da Vitória:

Gemeinden Einwohner
30. Juni 2011[9]
Fläche
(km²)[10]
Bevölkerungsdichte
(Einwohner pro km²)
Agualva 1431 38,75 37
Biscoitos 1414 27,05 52
Cabo da Praia 716 3,18 225
Fonte do Bastardo 1278 8,85 144
Fontinhas 1606 12,14 132
Lajes 3751 12,11 310
Santa Cruz (Stadtgemeinde Praia von da Vitória) 6723 30,09 223
Quatro Ribeiras 394 12,83 31
São Brás 1093 4,68 234
Vila Nova 1677 8,14 206
Porto Martins 1003 3,43 292

Architektur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mehrere markante Gebäude prägen das Stadtzentrum. Zu ihnen gehören das nach dem Erdbeben von 1614 im ursprünglichen Stil wieder aufgebaute Rathaus (Paços do Conselho) mit seinem Glockenturm, dessen Baustil an den Norden Portugals erinnert, die 1456 erbaute und im 19. Jahrhundert umgestaltete Kirche Igreja de Santa Cruz und die Festung Santa Catarina. Die Kirche Igreja da Misericordia, auch bekannt unter dem Namen Igreja do Senhor Santo Cristo, von 1521 wurde nach teilweise Zerstörung durch einen Großbrand 1921 wieder aufgebaut.[11] In ihrer Nähe befindet sich an den Platz Largo José São Ribeiro die Heilig-Geist-Kapelle Império dos Marítimos, die 1877 von Fischern erbaut wurde, die von der Nachbarinsel Pico stammten.[12]

Viele Häuser im Stadtzentrum sind mit Erkern und schmiedeeisernen Fenstergittern geschmückt sowie mit ansehnlichen Speichern versehen, z. B. in der Hauptgeschäftsstraße Rua Jesus.[13] Ein besonders repräsentatives Bürgerhaus ist die Casa das Tias, vor der ein Denkmal an den berühmtesten Sohn der Stadt, den Schriftsteller Vitorino Nemésio, erinnert. Sein Geburtshaus steht in der Rua de São Paulo 5-9. Am Strand ist ein gut erhaltenes Teilstück der alten Stadtmauer, die zum Schutz gegen Flutwellen und gegen Überfälle von Piraten aus behauenen Lavablöcken erbaut wurde, zu sehen.

Grünanlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gegenüber der Markthalle befindet sich der Stadtgarten Jardim Municipal, in dem ein 1879 errichtetes Denkmal an den portugiesischen Politiker José Silvestre Ribeiro (1807-91) erinnert. Er erwarb sich große Verdienste beim Wiederaufbau der Stadt nach dem Erdbeben von 1841.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der 1947 gegründete Fußballverein Sport Clube Praiense spielt in der Série H des Campeonato Nacional de Seniores, der dritten portugiesischen Liga (Stand: 2014/15). Er empfängt seine Gäste im städtischen Estádio Municipal da Praia da Vitória, das 1.500 Zuschauer fasst.[14]

Die Inline-Speedskating-Europameisterschaften 1995 fanden in Praia da Vitória statt.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Praia da Vitória – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. www.ine.pt – Indikator Resident population by Place of residence and Sex; Decennial in der Datenbank des Instituto Nacional de Estatística
  2. a b Übersicht über Code-Zuordnungen von Freguesias auf epp.eurostat.ec.europa.eu
  3. www.ine.pt – Indikator Resident population by Place of residence and Sex; Decennial in der Datenbank des Instituto Nacional de Estatística
  4. http://www.jfsantacruz.com/index.php?op=textos&codtexto=4
  5. http://www.igeo.pt/atlas/Cap2/Cap2d_p107_image.html
  6. Stéphan Szeremeta: Açores, S. 165. Paris 2014
  7. Michael Bussmann. Azoren, S.262. Erlangen 2016
  8. Stéphan Szeremeta: Açores, S. 167. Paris 2014
  9. www.ine.pt – Indikator Resident population by Place of residence and Sex; Decennial in der Datenbank des Instituto Nacional de Estatística
  10. Übersicht über Code-Zuordnungen von Freguesias auf epp.eurostat.ec.europa.eu
  11. Stéphan Szeremeta: Açores, S. 170. Paris 2014
  12. http://www.cmpv.pt/turismo/index.php?op=textos&codmaster=26&codcat=16
  13. Wilhelm Voss-Gerling: Madeira, Azoren, S. 57. München 1972
  14. Profil des Sport Clube Praiense auf www.fussballzz.de, abgerufen am 24. Januar 2015