Praseodym(III)-oxid

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Strukturformel
Kristallstruktur von Praseodym(III)-oxid
__ Pr3+      __ O2−
Allgemeines
Name Praseodym(III)-oxid
Andere Namen
  • Dipraseodymtrioxid
  • Praseodymsesquioxid
Summenformel Pr2O3
CAS-Nummer 12036-32-7
PubChem 16211481
Kurzbeschreibung

gelbgrünes Pulver[1]

Eigenschaften
Molare Masse 329,81 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[2]

Dichte

6,9 g·cm−3[3]

Schmelzpunkt

2183 °C[3]

Siedepunkt

3760 °C[3]

Löslichkeit

unlöslich in Wasser[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
07 – Achtung

Achtung

H- und P-Sätze H: 315​‐​319​‐​335
P: 261​‐​305+351+338 [2]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [4][2]
Reizend
Reizend
(Xi)
R- und S-Sätze R: 36/37/38
S: 26
Toxikologische Daten

> 5000 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)[2]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Praseodym(III)-oxid ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Oxide.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Praseodym(III)-oxid kann wie auch Praseodym(IV)-oxid PrO2 durch Reaktion von Praseodym mit Sauerstoff gewonnen werden.[5]

\mathrm{4 \ Pr + 3 \ O_2 \longrightarrow 2 \ Pr_2O_3}

Es kann auch durch Reduktion des schwarzen Praseodym(III,IV)-oxid Pr6O11 mit Hydrazin[6] oder Dehydrierung von Praseodym(III)-hydroxid gewonnen werden.

\mathrm{2\ Pr(OH)_3 \longrightarrow\ Pr_2O_3\ +\ 3\ H_2O}

Eigenschaften[Bearbeiten]

Praseodym(III)-oxid ist ein gelbes Pulver,[5] das unlöslich in Wasser ist. Es kommt sowohl in einer weißen hexagonalen Form[3] als auch in einer gelben bis grünen kubischen Kristallstruktur vor.[7] Unter feuchten Bedingungen reagiert es rasch zu Praseodym(III)-hydroxid.[8]

Verwendung[Bearbeiten]

Praseodym(III)-oxid wird zur Färbung von Glas und Keramik verwendet.[5] Es wird auch als Material für Halbleiterbauelemente untersucht.[9]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b ESPI Metals: Praseodymium Oxide
  2. a b c d e Datenblatt Praseodymium(III) oxide, 99.9% trace metals basis bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 5. März 2012 (PDF).
  3. a b c d David R. Lide (Hrsg.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 90. Auflage. (Internet-Version: 2010), CRC Press/Taylor and Francis, Boca Raton, FL, Properties of the Elements and Inorganic Compounds, S. 4-84.
  4. Seit dem 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Gemischen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  5. a b c  Robert E. Krebs: The history and use of our earth's chemical elements: a reference guide. Greenwood Pub Group, 2006, ISBN 978-0-31333438-2, S. 283 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  6.  Inorganic Syntheses. Wiley-Interscience, 2006, ISBN 978-0-47013268-5, S. 39 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  7.  Jarek Dąbrowski, Eicke R. Weber: Predictive simulation of semiconductor processing: status and challenges. S. 266 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  8.  B.L. Treu, W.G. Fahrenholtz, M.J. O'Keefe: ECS transactions. Electrochemical Society, 2005, ISBN 978-1-56677-893-0, S. 53–54 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  9.  R. Ekwal Sah: Silicon nitride, silicon dioxide, and emerging dielectrics 9, Ausgabe 3. Electrochemical Society, 2007, ISBN 978-1-56677-552-6, S. 99 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).