Precious Wilson

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Precious Wilson (* 18. Oktober 1957 in Spanish Town, Jamaika) ist eine jamaikanische Popsängerin, die sowohl mit ihrer Band Eruption als auch solo erfolgreich war.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Eruption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Eruption

Wilson begann ihre Karriere 1975 als Hintergrundsängerin der zu diesem Zeitpunkt schon mehrere Jahre bestehenden britischen Band Eruption.[1] Die Gruppe gewann den RCA Soul Search Contest in London und brachte ihre erste Single raus. Nachdem der bisherige Leadsänger Lindell Leslie die Band Eruption verlassen hatte, wurde Wilson neue Leadsängerin. In der veränderten Formation tourten sie in den folgenden Jahren auch durch Deutschland, wo Frank Farian 1977 auf die Band aufmerksam wurde, der Band einen Plattenvertrag verschaffte und sie im gleichen Jahr als Vorgruppe von Boney M. auftreten ließ. Die zweite Single, I Can’t Stand the Rain wurde ein Top 10 Hit in Deutschland, England, Österreich, Norwegen, Schweden und der Schweiz[2] sowie ein Top 20 Hit in den Vereinigten Staaten[3]. Ein weiterer Hit in Deutschland gelang mit One Way Ticket, bevor Wilson 1979 die Band zugunsten einer Solokarriere verließ.

Solo[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wilson veröffentlichte mit Hold On I’m Coming, einer Coverversion des Titels von Sam & Dave, bereits im Jahr ihrer Trennung von Eruption ihre erste Single als Solokünstlerin, allerdings ohne nennenswerten Erfolg. 1980 erschien das Album On the Race Track. Die erste Single, Cry to Me, eine Coverversion eines Titels von Solomon Burke, konnte sich in Deutschland nicht in den Charts platzieren, erreichte jedoch in der Schweiz Platz 3. Dieser Titel wurde auch im Fernsehen der DDR ausgestrahlt. Besonders durch den Auftritt mit Helga Hahnemann nahm die Bevölkerung Notiz davon. Erst die zweite Single, We Are on the Race Track, war ein Erfolg und stieg bis auf Platz 11 der deutschen Charts.

Die im darauffolgenden Jahr veröffentlichte Single I Need You erreichte erneut nur einen mäßigen Verkaufserfolg in Deutschland, in der Schweiz war der Titel allerdings erneut in den Top 10. 1982 folgte das zweite Album namens All Coloured in Love, welches ebenso wie die Singleauskopplungen nicht an die vorigen Erfolge anschließen konnte. Als auch das 1983er Album Funky Fingers floppte, löste die Plattenfirma ihren Vertrag auf. Wilson kehrte daraufhin nach England zurück und unterzeichnete einen neuen Vertrag bei Jive Records. Sie veröffentlichte das Album Precious Wilson sowie einige Singles, darunter auch den Titelsong des Spielfilms Auf der Jagd nach dem Juwel vom Nil mit Michael Douglas. Obwohl der Film selbst hoch erfolgreich war, blieb der musikalische Erfolg weiterhin aus, woran auch das Produzententeam Stock Aitken Waterman nichts ändern konnte, mit dem sie 1987 arbeitete. Erst Anfang der 1990er Jahre hatte sie noch einmal kleinere Erfolge, Spacer konnte sich in Frankreich platzieren und eine Coverversion von Donna Summers I Feel Love erreichte die Top 20 in Großbritannien.

Wilson trat in den 2000er Jahren mit ihren Solo- und Band-Erfolgen als Eruption feat. Precious Wilson auf.[4]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Charts[5][6] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE
1981 On the Race Track
34
(14 Wo.)
Erstveröffentlichung: Oktober 1980

weitere Alben

  • 1977: Eruption (Eruption feat. Precious Wilson)
  • 1979: Leave a Light (mit Eruption)
  • 1982: All Coloured in Love
  • 1982: Red Light
  • 1983: Funky Fingers
  • 1986: Precious Wilson

Kompilationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[5][6] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten R&B
1978 I Can’t Stand the Rain
Eruption
1
(31 Wo.)
4
(16 Wo.)
8
(8 Wo.)
5
(11 Wo.)
18
(22 Wo.)
Erstveröffentlichung: 23. Januar 1978
UK: Silber, Verkäufe: + 200.000
Eruption feat. Precious Wilson
1981 Cr-Cr-Cr-Cry to Me
On the Race Track
300! 300! 3
(8 Wo.)
300! 300!
Erstveröffentlichung: August 1980
1981 We Are on the Racetrack
On the Race Track
11
(22 Wo.)
300! 300! 300! 300!
Erstveröffentlichung: Januar 1981
1982 I Need You
(Everybody Needs Somebody To Love)
All Coloured in Love
39
(7 Wo.)
300! 6
(7 Wo.)
300! 300!
Erstveröffentlichung: Oktober 1981
1982 I Don’t Know
All Coloured in Love
33
(13 Wo.)
300! 300! 300! 300!
Erstveröffentlichung: Mai 1982
1983 Raising My Family
All Coloured in Love
61
(8 Wo.)
300! 300! 300! 300!
Erstveröffentlichung: Dezember 1982
1985 I’ll Be Your Friend
Precious Wilson
300! 300! 300! 87
(4 Wo.)
300!
Erstveröffentlichung: September 1985
1992 I Feel Love
21st Century Jesus
300! 300! 300! 19
(5 Wo.)
300!
Erstveröffentlichung: September 1992
Messiah feat. Precious Wilson

weitere Singles

  • 1978: Love Is a Feelin’ (Eruption feat. Precious Wilson)
  • 1979: Hold On I’m Coming / Funky Dancer (You Got Me Dancing) (VÖ: August)
  • 1981: If I Loved You Less (VÖ: 20. Februar)
  • 1982: You Haven’t Heard the Last of Me
  • 1982: Red Light (VÖ: Oktober)
  • 1983: Let’s Move Aerobic
  • 1984: River Deep, Mountain High (VÖ: März)
  • 1984: Cry to Me (EP)
  • 1985: I’ll Be Your Friend (VÖ: September)
  • 1986: Nice Girls Don’t Last
  • 1986: The Jewel of the Nile (VÖ: Mai)
  • 1986: Love Can’t Wait
  • 1987: Only the Strong Survive (VÖ: Juli)
  • 1988: I Can’t Stand the Rain 88 (Eruption feat. Precious Wilson)
  • 1990: I May Be Right 4U
  • 1992: Spacer (mit The Funky French Guy)

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. wellenord.de
  2. swisscharts.com
  3. discomusic.com
  4. Booking4U Networks
  5. a b Chartquellen: Singles Alben UK
  6. a b Gold-/Platin-Datenbanken: UK

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]