Preissystem der Deutschen Bahn

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Die Normalpreise stehen im derzeitigen Preissystem der Deutschen Bahn AG nicht in festem Verhältnis zur Weglänge, sondern sie werden als „Relationspreise“ für die jeweilige Verbindung, abhängig von der Nachfrage, festgelegt. Kürzere Wege sind relativ teurer als längere.

Seit der Überarbeitung des neuen Preissystems gibt es seit August 2003 neben dem BahnCard-Abonnement mit 25 Prozent Rabatt wieder ein BahnCard-Abonnement mit 50 Prozent Rabatt. Daneben gibt es Sparpreise, die in der Regel nur mit Vorausbuchung und Zugbindung gültig sind. Während bis dahin nur die BahnCard 25 auch für Sparpreise galt, rabattiert seit 2016 auch die BahnCard 50 Sparpreise um 25 Prozent, jedoch nur bei ausschließlicher Nutzung von Fernverkehrszügen.

Dieser Artikel befasst sich mit dem seit 12. Dezember 2004 gültigen Preissystem der Deutschen Bahn AG und wurde punktuell fortgeschrieben.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fahrkartenautomat der Deutschen Bahn

Das Preissystem beruhte seit Zusammenlegung der Staatsbahnen der einzelnen deutschen Länder zu einer nationalen Bahngesellschaft auf einer systemischen Gesamtkalkulation des Bahnnetzwerkes. Nach der Umfirmierung des Sondervermögens Deutsche Bundesbahn zur Deutsche Bahn AG am 1. Januar 1994 wurde das bisherige Preissystem, das überwiegend auf Tarifkilometern basierte (inklusive festem Zuschlag für die Benutzung von IC-Zügen) und nur für den Bereich der ICE-Züge Relationenpreise kannte, zunächst übernommen.

Zum 15. Dezember 2002 trat, begleitet von heftiger Kritik, ein neues Preissystem in Kraft. Nach Bahnangaben machten bis dahin Marketing- und Vertriebskosten einen Anteil von 23 Prozent am Umsatz aus.[1] Ferner seien die Fahrpreise im Fernverkehr um bis zu 25 Prozent gesenkt worden. Im Bereich bis 180 km sei es dabei zu Preiserhöhungen um bis zu zehn Prozent gekommen, maximal 3,40 Euro im ICE. Die Preise von Zeitkarten seien unverändert geblieben. Der Regionalverkehr sei von dem neuen Preissystem nicht betroffen gewesen.[1]

Mit der Reform änderte das Unternehmen seine überwiegend linearen Entfernungstarife in ein strecken- und produktbezogenes Tarifsystem. Ein kontingentierter Frühbucherrabatt („Plan&Spar“) in Höhe von 10, 25 oder 40 Prozent ersetzte die bisherigen Sonderangebote im Fernverkehr. Bis zu vier Mitfahrer erhielten je 50 Prozent zusätzlichen Rabatt, Kinder bis 14 Jahre (vormals 6) konnten kostenlos mitgenommen werden. Die bisherige BahnCard, die 50 Prozent Rabatt bot, wurde durch eine günstigere Karte mit gleichem Namen, aber nur 25 Prozent Nachlass, ersetzt. Die Normalpreise (Grundpreise) wurden im gleichen Zug im Durchschnitt um 12 Prozent, in der Spitze um 25 Prozent reduziert. Die Gültigkeit der Fernverkehrs-Fahrkarten wurde von einem Monat auf zwei Tage (Normalpreis) herabgesetzt.

Das Unternehmen verfolgte damit im Wesentlichen drei Ziele:

  • Die starken Nachfrageschwankungen (insbesondere die Spitzen im Wochenendverkehr) sollten durch die gezielte Steuerung des Angebots ausgeglichen werden. Nach Bahnangaben wurden dabei, je nach erwarteter Auslastung des Zuges, zwischen 10 und 90 Prozent der Sitzplätze mit Frühbucherrabatt abgegeben.
  • Durch die Frühbucherrabatte sollte Bahnfahren im Fernverkehr auch für Reisende ohne BahnCard attraktiver gemacht werden.
  • Die unübersichtlich gewordene Vielfalt von Angeboten sollte auf ein überschaubares, leicht verständliches Maß reduziert werden. Laut Angaben des Unternehmens wurden im Zuge der Preisreform rund 35 bisherige Sonderangebote abgeschafft.

In den folgenden Monaten sanken Umsatz und Fahrgastzahlen im Fernverkehr um etwa zehn Prozent. Hauptkritikpunkt war die für einen günstigen Fahrpreis erforderliche Vorausbuchung der Reisen. Diese senkte die Flexibilität in der Auswahl von Reisestrecken und -zeiten; die Preise sanken in der Kundenwahrnehmung nicht genug, um diesen Nachteil auszugleichen. Zum 1. August 2003 besserte die DB nach massiven Protesten Teile ihres Tarifsystems nach und führte unter anderem die alte BahnCard unter dem Namen BahnCard 50 wieder ein. Daneben wurde das Vorausbuchungsverfahren vereinfacht, das nach wie vor auch ohne BahnCard 50 Ermäßigungen von bis zu 50 Prozent des regulären Fahrpreises ermöglicht.

Die Bahn begründet die Einführung des neuen Preissystems unter anderem mit dem zunehmenden Wettbewerbsdruck der Billigfluggesellschaften, die um 2002 auf einigen Relationen bereits einen Marktanteil von etwa zehn Prozent erreicht hatten. Durch Rabatte von bis zu 70 Prozent sollten Frühbucher dabei mit besonderen Preisvorteilen belohnt und gleichzeitig die Auslastung gelenkt werden. Hartmut Mehdorn, damaliger Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG, sah als maßgeblichen Grund für das Scheitern des neuen Systems in seiner ursprünglichen Form die „Stimmungsmache“ von Organisationen wie der Stiftung Warentest und Pro Bahn, die Niedrigpreise bei voller Flexibilität eingefordert hätten.[2]

Nach Angaben der DB AG von 2006 lag das Preisniveau des Fernverkehrs zum Fahrplanwechsel im Dezember 2006, verglichen mit 1994, in etwa auf dem Niveau der Teuerung der Alten Bundesländer im gleichen Zeitraum. Bis zur Preisreform im Dezember 2002 habe das Preisniveau des Fernverkehrs dabei geringfügig über der Inflationsrate gelegen (Bezugsjahr 1994: je 100; 2002: 114 zu 112 %) und sei mit dem neuen Preissystem auf das Niveau von 1994 abgesenkt worden (Fernverkehr Ende 2002: 100, Preisindex Lebenshaltung: 112).[3] Das neue Preissystem wurde von der Deutschen Bahn dabei als Preis- und Erlösmanagement Personenverkehr (PEP) bezeichnet.

Nach eigenen Angaben verkauft das Unternehmen (Stand: Oktober 2009) rund 90 Prozent der Fahrkarten im Fernverkehr sowie mehr als 80 Prozent der Nahverkehrs-Fahrkarten zu rabattierten Preisen.[4]

Kauf von Fahrkarten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fahrkarten der Deutschen Bahn können verschiedentlich käuflich erworben werden, zum Beispiel:

  • Am Fahrkartenschalter der Deutschen Bahn
  • An Fahrkartenautomaten der Deutschen Bahn
  • In DB-Service-Stores
  • Telefonisch unter der Servicerufnummer der DB
  • Im Fernzug beim Bordpersonal
  • Teilweise in Nahverkehrszügen an Automaten oder vom Personal
  • In Reisebüros mit DB-Lizenz
  • Im Internet mit einem Webbrowser, siehe Online-Ticket bei der Deutschen Bahn
    • zum Ausdrucken auf Papier
    • oder ausnahmsweise zur Bildschirmanzeige mit einem PDF-Darstellungsprogramm,
    • zur Anzeige auf einem MMS-fähigen Mobilfunktelefon (seit Mitte 2010),[5] siehe Handyticket bei der Deutschen Bahn
  • Im Internet mit einer Applikation für mobile Geräte mit dem Betriebssystem Android oder iOS

Seit Anfang 2016 ist ein mobiler Erwerb von Tickets, bei denen auch die City+-Option genutzt werden kann, nur per Android oder iOS möglich, da seit Ende 2015 über das mobile Webportal m.bahn.de kein Ticketkauf mehr möglich ist.[6][7] Das Bahnportal „Meine Frage – Deine Antwort“ führt dazu eine Reihe von Kundenanfragen auf,[8][9] und verweist auf ein Onlineformular für Anfragen zu den mobilen Diensten, bei denen lediglich Betriebssystemversionen aus dem Jahr 2012 aufgelistet sind, so z. B. Symbian, Windows Mobile 6.5 und Windows Phone 7.[10] In Nahverkehrszügen der Produktklasse C (IRE, RE, RB und S-Bahnen) ist der Zugstieg zumeist nur mit gültiger Fahrkarte gestattet, der Verkauf durch Zugbegleiter ist in der Regel nur in Fernverkehrszügen (IC/EC und ICE) möglich, in Nachtreisezügen (EuroNight und Nightjet) werden Fahrkarten auch durch das Zugbegleitpersonal verkauft, jedoch sind diese Züge reservierungspflichtig, eine Mitfahrt beim Kauf der Fahrkarte und Reservierung beim Zugbegleitpersonal ist nur dann möglich, wenn freie Plätze im Zug vorhanden sind. Generell werden Fahrkarten auch in DB-Service-Stores verkauft, jedoch mit der Ausnahme der DB-Service-Stores, wenn diese sich in fahrkartenpflichtigen Bereichen befinden, wie etwa auf den Bahnsteigen der S-Bahn Hamburg ist kein Kauf von Fahrkarten möglich. An den Stationen vieler Nebenbahnen in Deutschland befinden sich aufgrund zu geringer Fahrgastzahlen sowie Vandalismusgefahr keine Fahrscheinautomaten oder Fahrkartenschalter, daher ist hier der Kauf von Fahrscheinen an den mobilen Fahrscheinautomaten in den Zügen möglich.

Fern- und Nahverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Preissystem der Deutschen Bahn AG unterscheidet drei Produktklassen:

Produktklasse ICE
(ehemals Produktklasse A)
ICE, ICE Sprinter, TGV, Railjet
(auch der seit dem 10. Dezember 2006 nicht mehr in Deutschland verkehrende Cisalpino gehörte zur Produktklasse ICE; seit März 2012 sind die Thalys nicht mehr in die Produktklasse ICE einbezogen, Seit dem 9. Juni 2013 werden in den Reisezentren überhaupt keine Fahrkarten mehr für den Thalys verkauft.)
Produktklasse IC/EC
(ehemals Produktklasse B)
IC, EC, D, EN, NJ
Produktklasse C
IRE, RE, RB, S (Die entsprechenden Fahrkarten gelten auch für etliche private Nahverkehrsanbieter wie z. B. den Metronom, den Harz-Elbe-Express usw.)

Für jede dieser Produktklassen gibt es eine unterschiedliche Methode zur Errechnung des Flexpreises, auf den dann gegebenenfalls verschiedene Rabatte gewährt werden. Flexpreise werden dabei immer auf volle 10 Cent gerundet, außerdem wird der Flexpreis bei festgelegten Beträgen gedeckelt (siehe Tabelle im Abschnitt Flexpreis im Fernverkehr)[11].

Fernverkehrstarife (ICE oder IC/EC)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für Fahrten mit Zügen des Fernverkehrs gelten Relationspreise, das heißt für jede Verbindung zwischen zwei Fernverkehrstarifpunkten wurde ein Preis festgelegt. Dieser Preis ist im Prinzip entfernungsabhängig, aber auch vom Komfort der Relation beeinflusst (Streckengeschwindigkeit, Reisezeit). So ist die Entfernung Köln–Frankfurt über die Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main deutlich geringer als über die linke Rheinstrecke, dennoch ist der Tarif für die Neubaustrecke deutlich höher, weil der ICE dort mit einer Geschwindigkeit von bis zu 300 km/h nur die Hälfte der Fahrzeit benötigt.

Seit Juni 2007 ist das bis dahin gültige Tarifsystem vereinheitlicht worden. Galt bisher für den ICE-Verkehr die sogenannte „Anstoßtarifierung“ (zu oder an eine bestimmte preislich festgelegte ICE-Relation wurde der B- oder C-Preis entfernungsabhängig angestoßen), so bestehen jetzt im Fernverkehr für die Produktklassen ICE und IC/EC einheitliche und tariflich festgesetzte Relationen, die sich preislich nach der höchsten benutzten Produktklasse richten.

Dabei ist das Fernverkehrsnetz durch sogenannte „Preispunkte“ strukturiert, zwischen denen festgesetzte „Fernverkehrsräume“ bestehen, die sich am Fahrplan der Züge orientieren. Anders als bisher ist es bei Flexpreisen möglich, nicht nur direkte, sondern bei gewissen Strecken auch andere Wege in Richtung auf das Reiseziel zu nutzen. Das war im bisherigen ICE-Relationspreissystem nicht möglich. Auch die „Wegeangaben“ auf den Fahrscheinen haben sich verändert.

So lautete die Wegevorschrift für die Strecke München → Berlin mit ICE-Nutzung zwischen Stuttgart und Berlin bis Juni 2007: VIA: A*UL*(ICE:S*GOE*MD*BWA), seit Juni 2007 aber VIA: (KA*H/FD*HI) Damit ist die Benutzung aller Züge im Raum München – (Karlsruhe – Hannover/Fulda – Hildesheim) möglich. Sind die Abgangs- und Zielbahnhöfe selber Preispunkte, erscheinen sie nicht in der Wegeangabe. Ansonsten werden bei Fahrscheinen der Pk ICE und IC/EC in den Wegeangaben die Preispunkte ausgeschrieben genannt (z. B. lauten die Wegeangaben für die Strecke Friedrichshafen Stadt – Freyung dann: VIA: Aulendorf*UL*(S/A)*PLAT*Passau). Strecken bis und ab den „Preispunkten“ werden entfernungsabhängig und immer für den kürzesten Weg berechnet und an den festgelegten jeweiligen Relationspreis angestoßen (im Prinzip wie bei den früheren ICE-Fahrscheinen); Umwege sind allerdings im Vor- und Nachlauf aufpreisfrei möglich.

Änderungen seit 2012[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2012 werden die Preispunkte in den Wegeangaben nicht mehr ausgeschrieben, sondern an erster und letzter Stelle der Wegevorschrift als Leitpunktkürzel genannt (im oben genannten Beispiel neu: AUL*UL*(S/A)*PLATT*PA) Die Preispunkte werden neu auch dann mit Kürzel genannt, wenn Abgangs- oder Zieltarifpunkt der Fahrkarte selber Preispunkte sind.

IC/EC-Tarife[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Tarif der Produktklasse IC/EC ist von der Entfernung (in Tarifkilometern) zwischen Start und Ziel abhängig. Seit der Tarifreform im Dezember 2002 stieg dieser Tarif jedoch nicht mehr linear an (damals 14 Cent pro Kilometer zuzüglich 3,60 Euro IC/EC-Zuschlag, dieser Zuschlag wurde mittlerweile abgeschafft), sondern beinhaltete eine Entfernungsdegression. Bei einer Entfernung von 650 Kilometern lag der Preis 30 Prozent unter dem des linearen Anstiegs. Seit Juni 2007 ist der bisherige IC/EC-Tarif im Relationspreissystem (siehe oben) aufgegangen. Der IC/EC-Tarif ist ebenfalls der erforderliche Tarif zur Nutzung von Nachtreisezügen im innerdeutschen sowie im grenzüberschreitenden Verkehr. Zur Nutzung von Nachtzügen besteht entweder die Möglichkeit, eine Fahrkarte zum Flexpreis des IC/EC-Tarifes sowie einer Reservierung zu lösen oder ein Dauerspezial bzw. Europaspezialticket zuzüglich der Reservierung zu erwerben. Nach der Auflösung der City Night Line verkehren seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2016 nur noch ausländische Nachtzüge in Deutschland wie der ÖBB Nightjet sowie als EuroNight geführte Nachtreisezüge, welche jedoch auch für innerdeutsche Fahrten genutzt werden können. Angeboten werden zumeist Schlafwagen, Liegewagen und Sitzplätze in Abteilwagen zu je sechs Sitzplätzen, welche jedoch auch reservierungspflichtig sind, eine Reservierung kostet derzeit für alle Züge im deutschen und grenzüberschreitenden Fernverkehr vier Euro.

Nahverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Tarif für die Produktklasse C ist ebenfalls direkt von der Entfernung abhängig, auch hier schwächt der Preisanstieg mit zunehmender Entfernung ab. Nebeneffekt ist, dass sich bei zunehmender Entfernung der Preisunterschied zu den Produktklassen A und B vergrößert, während er bis 2002 konstant war. Für die Berechnung der Tarifentfernungen im Nahverkehr und die nur im Nahverkehr gültigen „Raumbegrenzungen“, die sich von denen des Fernverkehrs unterscheiden, gibt die DB den sogenannten „Entfernungszeiger“ (Tarifverzeichnis 603) als CD-ROM heraus. Für den Fernverkehr existiert kein vergleichbarer Tarif.

Zahlreiche Nahverkehrsstrecken wurden in den letzten Jahren von den Ländern ausgeschrieben und werden jetzt von privaten Eisenbahnunternehmen betrieben. Dies hat auf den Fahrpreis i. d. R. keinen Einfluss, da in den Ausschreibungen sehr oft eine Akzeptierung des DB-Tarifes gefordert wird.

Als Folge der immer größer werdenden Zahl von Verkehrsverbünden unter Einbeziehung der Bahn sowie der Neuausrichtung des Nahverkehrs (Länder bestellen und bezahlen) sind Fahrscheine des DB-Nahverkehrstarifs heute nur noch dort erhältlich, wo keine Verkehrsverbünde bestehen beziehungsweise die Grenze zwischen zwei Verbünden überschritten wird – vorausgesetzt, es werden ausschließlich Produkte des Nahverkehrs (Regional-Express, Regionalbahn, S-Bahn, Interregio-Express und zeitweise auch Stadt-Express) benutzt.

Ausschließlich in Produkten des Nahverkehrs gilt die Freifahrt für Schwerbehinderte, welche für eine pauschale Eigenbeteiligung in Höhe von jährlich 80,00 € die bundesweite Nutzung entsprechender Züge sowie von Straßenbahnen, S-/U-Bahnen und Linienbussen erlaubt. Hierfür muss über das zuständige Versorgungsamt ein Beiblatt zum Schwerbehindertenausweis erworben werden.

Ende 2016 wurden entfernungsabhängige Preissprünge abgeschafft und durch eine stufenlose Zunahme ersetzt.[12]

An den Fahrscheinautomaten der S-Bahn Hamburg werden neben allen gültigen Fahrscheinen zusätzlich Bahnsteigkarten zum Verkauf angeboten. Diese kosten 0,30 Euro und sind ab dem Zeitpunkt des Kaufes eine Stunde in der jeweiligen S-Bahn-Station gültig. Da das Betreten der Bahnsteige der Hamburger S-Bahn nur mit gültiger Fahrkarte oder Bahnsteigkarte erlaubt ist, besteht für Personen ohne Fahrkarte die Möglichkeit, sich mit einer gültigen Bahnsteigkarte eine Stunde in der genannten Station aufzuhalten.

Kombination von Produktklassen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Fahrschein wird immer für die höchste genutzte Produktklasse (ICE, IC/EC bzw. C) ausgegeben. Sobald ein Teilstück im ICE zurückgelegt wird, wird die gesamte Strecke zu ICE-Preis verkauft. Analog wenn ein Teilstück in IC, EC, D, EN zurückgelegt wird, aber auf der gesamten Strecke kein ICE genutzt wird, so wird die Gesamtstrecke in der Produktklasse IC/EC tarifiert.

Rabatte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kinder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kinder unter sechs Jahren reisen kostenlos und eine Fahrkarte ist nicht notwendig. Sollen Plätze im Kinderabteil reserviert werden, so müssen Kinder angegeben werden. Bei der Nutzung von kontingentierten Sparpreisen kann dies dazu führen, dass sich der Preis für die Fahrkarte des Mitreisenden erhöht. Die Ursache dafür ist ein Wechsel des Kontingents und damit des Preises (Ein Reisender = ein Kontingent, ein Reisender mit Kind = ein anderes Kontingent).

Kinder im Alter von 6 bis einschließlich 14 Jahren fahren in Begleitung ihrer Eltern oder Großeltern kostenlos mit. Allein oder in Begleitung anderer Personen sind 50 Prozent des Flex- bzw. Sparpreises zu bezahlen.

Nach Unternehmensangaben reisen jährlich 35 Millionen Kinder kostenlos mit der Deutschen Bahn.[13] Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2013 werden Kinder nicht mehr bei der Berechnung der Sparpreis-Kontingente berücksichtigt.[14]

BahnCard[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: BahnCard

Seit August 2003 gibt es drei verschiedene BahnCard-Abonnements: BahnCard 25, BahnCard 50 und Mobility BahnCard 100 (auch ohne Abo), jeweils mit Versionen für die erste und zweite Klasse. Seit August 2015 existieren zudem Angebote für junge Leute zwischen 6 und einschließlich 26 Jahren, die vergünstigte BahnCards (My BahnCard 25 und My BahnCard 50) erhalten. Die Laufzeit der im Abonnement bezogenen Bahncards verlängert sich dabei um ein Jahr, wenn nicht spätestens sechs Wochen vor Ablauf der Bahncard das Abonnement gekündigt wird. Für Jugendliche bis zur Vollendung des 19. Lebensjahres gibt es zudem die Jugend BahnCard 25, die von den Abonnenment-Regelungen ausgenommen ist.

BahnCard 25
Mit der im Dezember 2002 neu eingeführten BahnCard 25 erhalten Kunden 25 Prozent Rabatt auf den Flexpreis. Sie kann zudem mit allen Sparpreisen und gegebenenfalls mit dem Mitfahrerrabatt kombiniert werden. Die BahnCard 25 kostet für die 2. Klasse 62 Euro (1. Klasse 125 Euro). Für Personen ab 60 Jahren und Schwerbehinderte ab einem Grad der Behinderung von mindestens 70 Prozent wird eine Ermäßigung gewährt (41 Euro in der 2. und 81 Euro in der 1. Klasse, Stand August 2017). Familien können Zusatzkarten erwerben, die für den Ehepartner und die Kinder jeweils 10 Euro kosten. Voraussetzung für den Erwerb der BahnCard 25 für 10 Euro ist mindestens ein Kind unter 18 Jahren. (Preisstand: August 2017)
Jugend BahnCard 25
Seit Dezember 2005 gibt es bei der Deutschen Bahn auch die Jugend BahnCard 25. Sie kostet einmalig 10 Euro und gilt bis zur Vollendung des 19. Lebensjahres. Allerdings ist die jeweilige BahnCard auf fünf Jahre, längstens jedoch bis zum maximal letzten Gültigkeitstag, befristet und wird dann ausgetauscht. Die Jugend BahnCard 25 war rot und ist heute ebenfalls grün hinterlegt und wird als einzige BahnCard nur in einer Version herausgegeben, die sowohl die 1. Klasse als auch die 2. Klasse umfasst.
BahnCard 50
Mit der „alten“ BahnCard 50 gibt es auf den normalen Fahrpreis 50 Prozent Rabatt. Seit August 2016 wird außerdem auch auf den Sparpreis des Fernverkehrs (ICE und IC/EC) ein Rabatt gewährt, allerdings nur in Höhe von 25 Prozent. Die BahnCard 50 kostet für die 2. Klasse 255 Euro (1. Klasse: 515 Euro). Der ermäßigte Preis beträgt 127 Euro in der zweiten und 252 Euro in der ersten Klasse und gilt unter anderem für Senioren ab 60 Jahre und Schwerbehinderte ab einem Grad der Behinderung von 70. (Preisstand: August 2017)

My BahnCard 25 und My BahnCard 50[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der My BahnCard 25 und der My BahnCard50 wurden im August 2015[15] spezielle Angebote für junge Menschen von 6 bis einschließlich 26 Jahren eingeführt. Sie ersetzen das damals nur für Studenten unter 27 Jahren gültige Angebot, eine rabattierte BahnCard 25 oder BahnCard 50 zu erhalten. Die Regelungen der BahnCards gelten analog zu denen der BahnCard 25 bzw. der BahnCard 50, sind aber im Preis deutlich günstiger.
Die MyBahncard 25 kostet im Jahr 39 Euro in der zweiten und 81 Euro in der ersten Klasse; die My BahnCard 50 wird für jährlich 69 Euro in der zweiten bzw. 252 Euro in der ersten Klasse angeboten (Preisstand: August 2017)
BahnCard 100
Die BahnCard 100, früher bekannt als „Netzkarte“, ermöglicht bis auf wenige Ausnahmen (z. B. Autozüge) beliebig viele Fahrten in allen Zügen der Deutschen Bahn. Sie kostet für die 2. Klasse generell 4190 Euro in einem Betrag oder 388 Euro monatlich im Abo (1. Klasse 7090 Euro bzw. 658 Euro; Preisstand: jeweils August 2017).

Die City-Ticket-Funktion wurde am 12. Dezember 2004 auch für die BahnCard 100 eingeführt. Diese berechtigt jetzt in allen Tarifzonen, in denen die City-Ticket-Funktion angeboten wird, zur Fahrt mit den dort verkehrenden Verbund-Verkehrsmitteln. Im Gegensatz zur City-Ticket-Funktion für Einzelfahrscheine berechtigt die BahnCard 100 jedoch zu beliebigen Fahrten innerhalb der jeweiligen Tarifzonen. (Preisstand: August 2017)

Aktions- und Sonderangebote[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • In allen Bundesländern existieren Ländertickets, welche in der Regel zwischen 24 und 29 Euro für eine Person sowie vier Euro je Mitfahrer kosten. Diese gelten von Montag bis Freitag ab 09 Uhr bis 03 Uhr des Folgetages, an Samstagen, Sonn- und Feiertagen ab 00 Uhr bis 03 Uhr des Folgetages. Die Ländertickets gelten im gewählten Bundesland, teilweise jedoch auch in mehreren Bundesländern (Rheinland-Pfalz und Saarland, Schleswig-Holstein und Hamburg, Berlin und Brandenburg sowie Niedersachsen, Bremen und Hamburg).
  • Bundesweit in allen Nahverkehrszügen gültig sind das Schönes-Wochenende-Ticket, Preis 40 Euro für die erste Person sowie vier Euro je Mitfahrer, Stand Fahrplanwechsel 2016 (gültig samstags oder sonntags von 00 Uhr bis 03 Uhr am Folgetag) und das Quer-durchs-Land-Ticket, Preis 44 Euro für die erste Person sowie acht Euro je Mitfahrer, Stand Fahrplanwechsel 2016 (gültig montags bis freitags von 09 Uhr bis 03 Uhr am Folgetag, samstags, sonntags und an bundesweiten Feiertagen ab 00 Uhr bis 03 Uhr am Folgetag).

Die angegebenen Preise der Ländertickets, des Schönes-Wochenende-Ticket sowie des Quer-durchs-Land-Ticket gelten für den Kauf an Fahrscheinautomaten der Deutschen Bahn sowie der Privatbahnen, welche Mitglied im Tarifverband der Bundeseigenen und Nichtbundeseigenen Eisenbahnen in Deutschland (TBNE) sind, in DB-Service-Stores sowie als Onlineticket über das Internet. Beim Kauf in Reisezentren sowie Reisebüros mit DB-Lizenz fällt eine Bearbeitungsgebühr von zwei Euro an, bei telefonischer Bestellung über die Servicehotline der DB fällt eine Bearbeitungs- und Versandpauschale von 3,50 Euro an.

  • Seit dem Fahrplanwechsel 2005/2006 wird das ehemalige Aktionsangebot Europa Spezial unter dem neuen Namen Surf&Rail International als dauerhaftes Angebot fortgeführt und ermöglicht Reisen in Direktzügen zu vielen Europäischen Zielen ab 19 Euro. Es ist wie das ehemalige deutsche Surf & Rail nur im Internet buchbar. Mittlerweile wird wieder die Bezeichnung Europa Spezial genutzt.
  • Für manche EuroNight-Nachtzugverbindungen ins Ausland (Linien Hamburg–Wien–Hamburg, Hamburg–Zürich–Hamburg, Berlin–Wien–Berlin, Düsseldorf–Wien–Düsseldorf) gibt es das Angebot SparNight, das für eine einfache Fahrt ab 29 Euro im Sitzwagen, ab 49 Euro im Liegewagen und ab 69 Euro im Schlafwagen erhältlich ist.

Frühere bzw. unregelmäßige Aktions- und Sonderangebote[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Seit der Einführung der BahnCard 25 wird diese unregelmäßig mit unterschiedlichen Sonderangeboten beworben. Die Deutsche Bahn bietet hierfür zu verschiedenen Anlässen Sonderformen der Bahncard 25 mit eingeschränkter Gültigkeit zu einem reduzierten Preis an. Diese Karten werden, soweit keine Kündigung vorliegt, nach Ende der Gültigkeit automatisch in ein Bahncard-25-Abonnement umgewandelt.
  • Vom 10. Juni 2007 bis zum 31. Dezember 2009 galt das Dauer-Spezial für die 2. Klasse für eine Person und eine einfache Fahrt in fünf Preisstufen von 29 bis 69 Euro, am Fahrkartenschalter jeweils 5 Euro teurer. Die Fahrkarten konnten frühestens drei Monate, spätestens drei Tage vor Reiseantritt gekauft werden und hatten Zugbindung und konnten weder umgetauscht noch erstattet werden. Zumindest die günstigeren Preisstufen waren oft nur schwer erhältlich; die Verbindungsauskunft sucht nicht gezielt nach verfügbaren Kontingenten. Die kostenlose Mitnahme eigener Kinder oder Enkel wie bei den Sparpreisangeboten war nicht möglich. Es gibt weder Kinder- noch BahnCard-Rabatt. Seit 1. Januar 2010 wurde die Preisstaffelung in den Sparpreis überführt, hierbei war nun auch eine Kombination mit BahnCard-Rabatt möglich. Das Dauer-Spezial hatte folgende Angebote abgelöst:
  • Seit dem Sommer 2004 bot die Deutsche Bahn in unregelmäßigen Abständen Sonderpreise an, die ohne BahnCard, aber mit Vorausbuchungsfrist erhältlich waren. Dabei kostete die einfache Fahrt auf einer beliebigen Strecke in einem beliebigen Fernzug beispielsweise 29 Euro (Automat und Internet; am Fahrkartenschalter 34 Euro).
  • Unter dem Begriff Surf & Rail waren ausschließlich übers Internet auf ausgewählten, wöchentlich wechselnden Relationen Fahrkarten zu einem Preis erhältlich, der unter dem BahnCard- oder Sparpreis lag. Ab Februar 2005 wurden jeweils 30 Verbindungen angeboten, bei denen Hin- und Rückfahrt 39 oder 59 Euro kosteten. Der 1999 eingeführte Tarif wurde Ende 2002 vorübergehend eingestellt und von Ende 2003 bis 2007 erneut angeboten.
  • Vom 19. bis 28. Mai 2005 bot die Bahn zum ersten Mal Fahrkarten beim Discounter Lidl an. Ein Lidl-Ticket kostete für zwei Personen für eine einfache Fahrt (oder zwei einfache Fahrten für eine Person) in ganz Deutschland 49,90 Euro. Die Fahrt mit den Fahrscheinen musste bis zum 3. Oktober 2005 erfolgen. Mit dieser Aktion wollte die Bahn neue Kunden gewinnen und den Billigfliegern Konkurrenz machen. Diese Aktion wurde mehrfach (mit höheren Preisen) wiederholt (Preis pro Ticket 66 Euro für 2010, 73 Euro für 2011, 79 Euro für 2014). Auch bei Tchibo und McDonald’s gab es ähnliche Karten.
  • Vom 27. April 2007 bis zum 14. Oktober galt das BUGA-Kombi-Ticket-Angebot. Es umfasste den Eintritt zum Ausstellungsgelände der Bundesgartenschau in Gera und Ronneburg sowie Hin- und Rückfahrt in der zweiten Klasse von jedem Bahnhof in Thüringen, Sachsen oder Sachsen-Anhalt und kostete 22 Euro.
  • Im August 2008 versteigerte die Bahn Fahrkarten auf der Internet-Auktionsplattform eBay. In einer ersten Tranche wurden die Fahrscheine zum Startpreis von 1 Euro angeboten, während eine zweite Tranche zum Festpreis von 66 Euro angeboten wurde. Obwohl die Vorgehensweise (allerdings ohne Nennung des Festpreises) vorher angekündigt worden war, erntete die Bahn für diese Aktion viel Kritik, da viele Ersteigerer der Fahrkarten der ersten Tranche weit mehr als 66 Euro gezahlt hatten.
  • Von Juni bis August 2013 wurde der Deutschland-Pass verkauft. Einen Monat lang konnten alle Nah- und Fernzüge im Netz der Deutschen Bahn (ohne City Night Line und EuroNight) zum Festpreis genutzt werden. Zusätzlich waren je zwei weitere Tage im Netz der Eisenbahnen in Österreich (ÖBB) und Schweiz (SBB) erlaubt.[16]

Freiwilliger Wehrdienst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Freiwillige Wehrdienstleistende erhalten bei Vorlage ihres Truppenausweises 25 Prozent Rabatt auf Fahrkarten für Dienst- und Privatreisen. Eine Kombination mit anderen Rabatten, z. B. Sparpreis 25, oder das Buchen über das Internet ist nicht möglich.

Aufschläge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab Dezember 2008 wollte die Bahn für alle Fahrscheine, die am Schalter oder per Telefon gekauft werden, zusätzlich zum Fahrpreis eine „Bediengebühr“ von 2,50 Euro erheben. Dieses Vorhaben scheiterte aber, nachdem auch Spitzenpolitiker dieses Vorhaben kritisiert haben; die schon seit 1. April 2008 erhobene „Servicegebühr“ von 3,50 Euro für Fahrkarten im Postversand sollte davon unberührt bleiben.

Für Zahlungen per PayPal führte die Bahn 2014 im Fernverkehr innerhalb Deutschlands einen Aufschlag von ca. 1 Prozent des Kaufpreises ein. Das wird mit den Gebühren begründet, die von PayPal erhoben werden. Auch für einige Kreditkarten soll diese Regelung gelten. Dieser Aufschlag wird jedoch erst ab einem Fahrpreis von 50 Euro erhoben und beträgt höchstens 3 Euro.[17]

Fahrradmitnahme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Fahrradmitnahme ist generell in den Zügen der Produktklasse B (Intercity/Eurocity sowie Euronight/Nightjet) sowie der Produktklasse C (IRE, RE, RB und S-Bahn) möglich. Eine Fahrradkarte für die Fernverkehrszüge im innerdeutschen Verkehr kostet 9,00 € bzw. 6,00 €, sofern der Fahrradhalter Inhaber einer gültigen BahnCard ist. Die für Nahverkehrszüge notwendige Fahrradtageskarte Nahverkehr kostet 5,50 €. In Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Hessen, Thüringen und Sachsen-Anhalt ist die Fahrradmitnahme von Montag bis Freitag ab 09 Uhr bis 03 Uhr am Folgetag sowie an Samstagen, Sonn- und Feiertagen ganztägig kostenlos möglich, nur von Montag bis Freitag vor 09 Uhr ist der Kauf einer Fahrradkarte notwendig, die für den Nahverkehr geltenden Regelungen zur Fahrradmitnahme gelten identisch für die Privatbahnen in Deutschland, wenn diese Mitglied im Tarifverband TBNE sind. In ICE-Zügen ist die Fahrradmitnahme generell nicht möglich, in Railjet-Zügen, welche in Deutschland unter der Produktklasse ICE verkehren, sind jedoch teilweise Fahrradabteile vorhanden. Der Allgemeine Deutscher Fahrrad-Club (ADFC) fordert die Einführung der Fahrradmitnahme auch in ICE-Zügen.

Fernverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Die Tarife des Fernverkehrs gelten, wenn mindestens auf einer Teilstrecke ein Fernzug (Intercity-Express (ICE), InterCity (IC), EuroCity (EC), EuroNight (EN) u. a.) benutzt wird. Die Fahrscheine gelten in allen Zügen, in Regionalzügen (Interregio-Express, Regional-Express, Regionalbahn, S-Bahn) gibt es keine Zugbindung.

Bordpreis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Fernverkehr ist es möglich, Fahrkarten an Bord des Zuges zu erwerben. Dies kostet seit 1. Januar 2001 einen Aufpreis. Der Aufpreis beträgt im ICE, IC und EC einheitlich 12,50 Euro. Bei Vorlage des Schwerbehindertenausweises wird kein Aufpreis erhoben. [18]

Flexpreis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Preis-Obergrenzen
für Hinfahrt ohne Bahncard
für Hin-&Rückfahrt mit Bahncard 50
Zeitraum 2. Klasse 1. Klasse
seit 11. Dezember 2016 149 EUR 249 EUR
seit 15. Dezember 2013 142 EUR 237 EUR
bis 15. Dezember 2013 139 EUR 225 EUR
bis 10. Dezember 2012 135 EUR 219 EUR
bis 10. Dezember 2011 129 EUR 209 EUR

Der so genannte Flexpreis dient als Grundlage für die Preisberechnung. Fahrten mit dem Flexpreis können spontan gebucht werden – bis kurz vor Fahrtantritt. Auch die anderen Beschränkungen der Sparpreise (Wochenendbindung, Umtauschgebühr, Mindestpreis und Zugbindung) müssen nicht beachtet werden. In S-Bahn-Zügen und den meisten anderen Nahverkehrszügen gibt es statt Fahrkartenverkauf jedoch nur noch Fahrkartenkontrollen. Es gibt einen Maximalpreis von 149 Euro beziehungsweise 249 Euro[11] (Einzelfahrt 2. Klasse / 1. Klasse), dieser ermäßigt sich um einen eventuellen BahnCard-Rabatt. Vor dem ersten Geltungstag sind der Umtausch und die Erstattung von Flexpreisen mit oder ohne BahnCard-Rabatt jederzeit kostenlos möglich. Ab dem ersten Geltungstag fällt eine Gebühr (17,50 Euro im Nahverkehr, 19 Euro im Fernverkehr[11]) an, im Internet gekaufte Fahrkarten können nur über das Internet-Servicecenter umgetauscht oder erstattet werden. (Alle Preisangaben Stand Dezember 2016)

Bis Dezember 2015 hieß der Flexpreis Normalpreis.

Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2016 wird – zunächst für ein Jahr – die Flexibilität der Flexpreise eingeschränkt und die Preise je nach Reisetag variiert.[19]

Ein Ticket mit Sparpreis 50 (2005)

Sparpreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kontingent der Sparpreise ist begrenzt und orientiert sich an der erwarteten Auslastung.

Kombination mit BC25[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sparpreise können dabei zusätzlich noch mit der BahnCard 25 kombiniert werden, dies ist seit Einführung der Sparpreise am 1. August 2003 möglich.

Sparpreis seit 2010[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Sparpreis wird seit dem 1. Januar 2010 angeboten und ist das Nachfolgeprodukt des vormals als Aktionsangebot vermarkteten „Dauer-Spezial“-Angebotes. Der Sparpreis zeichnet sich im Unterschied zu den bis 2011 gültigen Sparpreisen 25 und 50 durch folgende Merkmale aus:

  • Fahrschein immer nur für eine Strecke, wobei auf einem Abschnitt ein Fernverkehrszug benutzt werden muss.
  • Preis von 19 bis 139,90 Euro in der 2. Klasse und 29 bis 199,90 Euro in der 1. Klasse, wobei es Kontingente mit verschiedenen Preisstufen für dieselbe Verbindung geben kann. Fahrkarten zum Preis von 19 bis 28 Euro in der 2. Klasse und 29 Euro in der 1. Klasse werden nur für Strecken bis 250 km ausgegeben.[20]
  • Im personenbedienten Verkauf wurde bis 13. Dezember 2014 ein Aufpreis von fünf Euro erhoben.
  • Zugbindung im Fernverkehr, gültig im Nahverkehr vor/nach den gebuchten Zügen am ersten Tag und am Folgetag bis 10 Uhr
  • Benutzung mindestens eines Fernverkehrszuges sowie Umtausch/Erstattung analog zum Sparpreis 25

Mit der dauerhaften Einführung des Sparpreises gibt es wieder – wie vormals bei Plan&Spar 10 – die Möglichkeit, einen Sparpreis auch für eine einzelne Fahrt zu buchen, während die Sparpreise 25 und 50 immer eine Hin- und Rückfahrt vorausgesetzt hatten.

Bestimmte Kontingente können sehr schnell erschöpft sein. Gelegentlich konnten für die 1. Klasse noch Fahrkarten verfügbar sein, die günstiger sind als die noch angebotenen Fahrscheine für die 2. Klasse. Es lohnt sich außerdem, wenig ausgelastete Züge zu nutzen. Weniger los auf den Schienen ist meistens zwischen Dienstag und Donnerstag sowie am Sonnabend. Häufig gilt: Wer früher bucht, hat bessere Chancen, einen Sparpreis zu bekommen.[21] Allerdings kommt es auch vor, dass die Sparpreise zu einem späteren Zeitpunkt wieder günstiger werden.

DB Fernverkehr verkauft rund 40 Prozent seiner Fahrkarten zum Sparpreis. Das Unternehmen kündigte Mitte 2013 an, die Kontingente bis zum Jahresende 2013 spürbar zurückzufahren.[22] Nach eigenen Angaben verkauft das Unternehmen (Stand: 2014) rund 25 Millionen Sparpreis-Fahrkarten pro Jahr, davon zwei Drittel für Gruppen von wenigstens zwei Reisenden.[23]

Fernweh- und Spezialpreis-Tickets[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zum 31. Dezember 2015 gab es günstige Tickets, die nur über Dritte kaufbar waren, aber keine Kombination mit Bahncard und keinen Mitfahrer-Rabatt zulassen und erst ab einer Woche vor Reiseantritt gebucht werden konnten. Anfang 2016 werden diese Tickets nicht mehr angeboten.

  • Die Fernweh-Tickets von L'tur waren teilweise günstiger als bei der Bahn. Es gab weitere Aktionen für Fahrten in wechselnde Regionen im nahen Ausland.
  • Busliniensuche.de bot so genannte Spezialpreis-Tickets an.

Sparpreise 2003 bis 2011[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von August 2003 bis 31. Dezember 2009 wurden die Sparpreise 25 und 50 verkauft.

  • 25 Prozent Rabatt auf den Normalpreis, Mitfahrer erhielten zusätzlich 50 Prozent Mitfahrerrabatt
  • Kombination mit der BahnCard 25 möglich
  • Der Fahrschein galt pro Fahrtrichtung an zwei aufeinander folgenden Kalendertagen, höchstens zwei Fahrtunterbrechungen sind zulässig
  • Auf jeder Fahrtrichtung muss zumindest auf einer Teilstrecke ein Fernverkehrszug (Intercity-Express, InterCity oder EuroCity) benutzt werden
  • Bei den Fernverkehrszügen war eine Festlegung auf konkrete Züge notwendig (Zugbindung)
  • Buchung mindestens drei Tage vor Fahrtantritt
  • Kontingentiert
  • Nur Hin- und Rückfahrkarten innerhalb eines Monats
  • Mindestpreis (bis 250 km): 19 Euro (2. Klasse); 39 Euro (1. Klasse) / (Ab 250 km): 29 Euro (2. Klasse); 49 Euro (1. Klasse)
  • Umtausch bis einen Tag vor dem ersten Geltungstag, nur gegen eine Gebühr von 15 Euro (Preisstand: 7. Januar 2007) Danach ist ein Umtausch ausgeschlossen.
  • Ändern sich am Reisetag aus persönlichen Gründen die Reisewünsche, so konnte eine Sparpreis-Zusatzkarte gelöst werden. Diese kostet 15 Euro zuzüglich der Differenz zwischen Sparpreis und Normalpreis.

Der Sparpreis 50 entsprach weitgehend dem Sparpreis 25, aber

  • 50 Prozent Rabatt auf den Normalpreis, Mitfahrer erhalten zusätzlich 50 Prozent Mitfahrerrabatt
  • zusätzliche Wochenendbindung: Zwischen Hin- und Rückfahrt musste eine Nacht von Samstag auf Sonntag liegen, oder Hin- und Rückfahrt mussten jeweils an einem Wochenendtag erfolgen.[24]

„Plan-und-Spar“-Tarife[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von Dezember 2002 bis August 2003 wurden die „Plan-und-Spar“-Tarife in drei Rabattstufen verkauft (Plan&Spar 40, 25 und 10).

Mitfahrerrabatt (historisch)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für Sparpreise 25 und 50 galt bis 31. Dezember 2010, für Normalpreis-Fahrkarten mit Bahncard-Rabatt bis Mitte Dezember 2005, für Normalpreis-Fahrkarten ohne Rabatt bis 12. Dezember 2004 folgende Regelung:

Kaufen mehrere Personen zusammen eine Fahrkarte, so bezahlt die erste Person so als würde sie alleine kaufen, alle weiteren Personen zahlten nur die Hälfte des Normalpreises/Sparpreises, abzüglich 25 %, wenn sie eine BahnCard 25 besaßen.

Durch die Kombination eines Sparpreises, der seinerzeit an die Buchung von Hin- und Rückfahrt gebunden war, mit dem Mitfahrerrabatt konnte sich für eine Gruppe insgesamt ein niedrigerer Preis für Hin- und (gegebenenfalls nicht angetretene) Rückfahrt ergeben als für eine einfache Fahrt, die nur mit Normalpreis durchführbar gewesen wäre.

City-Ticket[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem 14. Dezember 2003 haben Fernverkehrsfahrkarten unter bestimmten Voraussetzungen die „City-Ticket“-Funktion. Diese gestattet es in derzeit 124 Städten (Stand: Dezember 2015), am Tag der Ankunft am Zielbahnhof das eigentliche Ziel innerhalb des Stadtgebiets mit allen dort verkehrenden Verbund-Verkehrsmitteln zu erreichen.

Seit dem 1. Januar 2013 gilt dies auch für die Fahrt zum Startbahnhof am Abreisetag (Neues Motto der Bahn „Bequem von Tür zu Tür“). Bei einer Rückfahrkarte gilt das auch am Tag der Rückfahrt für die Fahrt zum Bahnhof, wenn auf der Fahrkarte das Datum der Rückfahrt aufgedruckt ist. Man darf aber nur einmal direkt zum Ziel oder vom Startpunkt zum Bahnhof fahren. „Stadtgebiet“ schließt im Normalfall die Tarifzone(n) des jeweiligen Verkehrsverbundes ein, die die entsprechende Stadt abdecken. Diese Funktion gilt auch für einen weiteren Mitreisenden (gegebenenfalls ohne BahnCard), sofern er vor Reiseantritt auf dem Fahrschein eingetragen wurde.

Die Voraussetzungen sind folgende:

  • die (einfache) Entfernung ist größer als 100 Kilometer,
  • die Fahrkarte wurde mit BahnCard-Rabatt (BahnCard 25 oder 50) erworben und
  • mindestens eine Teilstrecke wurde mit ICE, IC oder EC zurückgelegt.

Die City-Funktion wird durch den Zusatz „+City“ hinter dem Namen des Zielbahnhofes kenntlich gemacht, zum Beispiel „Köln +City“. Die Mobility BahnCard 100 gilt jederzeit ohne weitere Voraussetzungen als City-Ticket, wobei jedoch hierbei eine kostenfreie Kindermitnahme ausgeschlossen ist.

Folgende Städte beteiligen sich am City-Ticket:

  • Baden-Württemberg: Aalen, Baden-Baden, Esslingen, Freiburg im Breisgau, Friedrichshafen, Heidelberg, Heilbronn, Karlsruhe, Konstanz, Ludwigsburg, Mannheim, Offenburg, Pforzheim, Ravensburg, Reutlingen, Stuttgart, Tübingen, Ulm
  • Bayern: Aschaffenburg, Augsburg, Bamberg, Bayreuth, Erlangen, Fürth, Ingolstadt, München, Nürnberg, Passau, Regensburg, Neu-Ulm, Würzburg
  • Berlin, hier jedoch limitiert auf den Innenstadtbereich ("Tarifbereich A" ≈10% der Fläche Berlins) und damit beispielsweise für außerhalb liegende Fern- und Regionalbahnhöfe (wie Spandau, Wannsee) nutzlos.
  • Brandenburg: Cottbus, Potsdam
  • Hessen: Bad Homburg, Darmstadt, Frankfurt, Fulda, Gießen, Hanau, Kassel, Marburg, Offenbach, Wiesbaden
  • Mecklenburg-Vorpommern: Rostock, Greifswald, Schwerin
  • Niedersachsen / Bremen: Braunschweig, Bremen, Bremerhaven, Celle, Delmenhorst, Göttingen, Hameln, Hannover, Hildesheim, Lüneburg, Oldenburg, Osnabrück, Salzgitter, Wilhelmshaven, Wolfsburg
  • Nordrhein-Westfalen: Aachen, Bergisch Gladbach, Bielefeld, Bochum, Bonn, Bottrop, Detmold, Dortmund, Duisburg, Düren, Düsseldorf, Essen, Gelsenkirchen, Gütersloh, Hagen, Hamm, Herford, Herne, Iserlohn, Krefeld, Köln, Leverkusen, Lippstadt, Minden, Moers, Mülheim, Münster in Westfalen, Mönchengladbach, Neuss, Oberhausen, Paderborn, Recklinghausen, Remscheid, Rheine, Siegen, Solingen, Witten, Wuppertal
  • Rheinland-Pfalz: Kaiserslautern, Koblenz, Ludwigshafen, Mainz, Neustadt an der Weinstraße, Speyer, Trier, Worms
  • Saarland: Saarbrücken
  • Sachsen: Chemnitz, Dresden, Leipzig, Zwickau
  • Sachsen-Anhalt: Halle, Magdeburg
  • Schleswig-Holstein / Hamburg: Hamburg, Kiel, Lübeck, Neumünster und Flensburg
  • Thüringen: Erfurt, Gera, Jena, Weimar

City mobil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter dem Namen „DB City mobil“ können Verbund-Fahrkarten für den Zielort dazugebucht werden, wenn die Voraussetzungen für das City-Ticket nicht erfüllt sind – z. B. einfache Entfernung unter 100 km, kein ICE/IC/EC, oder bei nicht BahnCard-rabattierten Fahrscheinen. In Abhängigkeit vom Zielort stehen Einzelfahrten und/oder Tageskarten zur Auswahl. Das Angebot entspricht dem jeweiligen Verbundfahrschein am Zielort. Dadurch sind einheitliche Angaben zu diesem Ticket schwer möglich, da sich die Verbünde im Preis sowie der zeitlichen und räumlichen Gültigkeit der Tickets und den weiteren Bestimmungen nicht zwangsläufig gleichen.

Nahverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diese Tarife gelten in Nahverkehrszügen (Regionalbahn (RB), Regional-Express (RE), InterRegioExpress (IRE), S-Bahn) der Deutschen Bahn und normalerweise auch bei den nicht zur DB AG gehörenden Privatbahnen.

Ländertickets und Wochenendtickets gelten teilweise auch im ÖPNV (U-Bahn, Straßenbahn, Busse und bei Fährlinien) innerhalb von Verkehrsverbünden – das ist aber von Land zu Land und Verbund zu Verbund unterschiedlich. Außerdem sind sie über die Landesgrenze hinaus nach Stettin, Küstrin (PL), Salzburg, Kufstein (A), Schaffhausen, Basel (CH), Wissembourg (F), Enschede (NL) gültig.

In Nordrhein-Westfalen gibt es keinen Nahverkehrstarif der Deutschen Bahn AG, hier gilt der NRW-Tarif für Fahrten über Verkehrsverbund-Grenzen hinweg (wenn es keine Sonderregelungen bestimmter Verkehrsverbünde gibt, z. B. Köln–Düsseldorf) – innerhalb von Verkehrsverbünden gilt der jeweilige Verbundtarif (VRS, VRR, AVV, VRL, …). Ähnlich ist es in Schleswig-Holstein: hier gibt es den Schleswig-Holstein-Tarif.

Schönes-Wochenende-Ticket[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Schönes-Wochenende-Ticket

Das Schönes-Wochenende-Ticket gilt deutschlandweit in allen Regionalzügen der Deutschen Bahn (IRE, RE, RB sowie S-Bahnen) sowie den Regionalzügen der Privatbahnen, wenn diese Mitglied im Tarifverband der Bundeseigenen und Nichtbundeseigenen Eisenbahnen in Deutschland (TBNE) sind sowie teilweise in Verkehrsmitteln der Verkehrsverbünde, wie beispielsweise in den U-Bahnen und Stadtbussen der Hamburger Hochbahn (HHA). Es kostet 40 Euro für die erste Person plus je vier Euro pro Mitfahrer an Fahrkartenautomaten, in DB-Service-Stores sowie als Onlineticket im Internet, beim Kauf in Reisezentren und Reisebüros mit DB-Lizenz zuzüglich zwei Euro pro Ticket sowie bei telefonischer Bestellung über die DB-Service Hotline zuzüglich 3,50 € Versandpauschale. Das Ticket gilt samstags oder sonntags, nicht jedoch an Feiertagen, wenn diese auf einen Werktag fallen, ab 00 Uhr bis 03 Uhr am Folgetag.

Quer-durchs-Land-Ticket[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Quer-durchs-Land-Ticket

Das Quer-durchs-Land-Ticket entspricht identischen Konditionen wie das Schönes-Wochenende-Ticket, jedoch mit der Ausnahme, das es in der Regel in Verbundverkehrsmitteln keine Gültigkeit hat, sondern ausschließlich in IRE, RE, RB sowie S-Bahn-Zügen sowie in den Nahverkehrszügen der Privatbahnen, welche Mitglied im Tarifverband TBNE sind. Es gilt deutschlandweit montags bis freitags ab 09 Uhr bis 03 Uhr am Folgetag, an Samstagen, Sonntagen und an bundesweiten Feiertagen ab 00 Uhr bis 03 Uhr am Folgetag. Das Quer-durchs-Land-Ticket kostet 44 Euro für die erste Person sowie acht Euro pro Mitfahrer beim Kauf an Fahrkartenautomaten, in DB-Service-Stores sowie als Onlineticket. Beim Kauf in Reisezentren und Reisebüros mit DB-Lizenz fällt ein Zuschlag von zwei Euro pro Ticket an sowie bei telefonischer Bestellung über die DB-Service-Hotline eine Versandpauschale von 3.50 Euro.

Ländertickets[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Länderticket

Mit den bundesweit verfügbaren Ländertickets können bis zu fünf Personen in einem oder mehreren Bundesländern (Rheinland-Pfalz und Saarland, Schleswig-Holstein und Hamburg, Berlin und Brandenburg sowie Niedersachsen, Bremen und Hamburg) beliebig viele Fahrten mit den Regionalzügen der DB sowie der Privatbahnen in Deutschland unternehmen, welche Mitglied im Tarifverband TBNE sind sowie in den Verkehrsmitteln der Verkehrsverbünde. Die Fahrscheine gelten von Montag bis Freitag ab 09 Uhr bis 03 Uhr des Folgetages sowie an Samstagen, Sonntagen und an gesetzlichen Feiertagen ab 00 Uhr bis 03 Uhr des Folgetages.

Europareisen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Kinder-Sparpreis Europa für die Strecke Mönchengladbach–Amsterdam mit dem ICE
  • Sparpreis Europa (ehemals Europa-Spezial): Angebot für einfache Fahrten nach Dänemark, Niederlande, Belgien, Frankreich (nur bei Nutzung der grenzüberschreitenden Züge der LGV Est européenne und LGV Rhin-Rhône), Schweiz, Österreich, Tschechien, Slowakei, Italien (nur durchgehende Züge von Deutschland, nur für Fahrten über Österreich). Der Grenzübertritt muss in einem Fernverkehrszug erfolgen. Es ist das Pendant zum innerdeutschen Sparpreis und kostet je nach Verfügbarkeit ab 39 Euro. Mit BahnCard 25 gibt es 25 Prozent Rabatt. Auf grenznahen Strecken (z. B. Aachen–Belgien, Berlin–Posen, Berlin/Dresden/Leipzig–Tschechien) gibt es das Europa-Spezial ab 19 Euro.
  • Sparpreis 25: Hin- und Rückfahrangebot für Länder ohne EuropaSpezial (vorwiegend Osteuropa), Wochenendbindung (entfällt bei Ländern mit Sparpreis-50-Angebot). Die Zugbindung gilt nicht für die ausländische Strecke.
  • Sparpreis 50: für einige Länder ohne EuropaSpezial-Angebot erhältlich, Wochenendbindung
  • Rail Plus die Zusatzleistung zur BahnCard (bei Erwerb seit 9. Dezember 2007 inklusive). Eine Ermäßigung von 25 Prozent auf den Streckenanteil der ausländischen Bahnen für grenzüberschreitende Reisen gemäß TCV-Tarif.
  • Anerkennung der BahnCard bei grenzüberschreitenden Reisen nach Österreich und in die Schweiz, weitere Informationen unter TEE Rail Alliance
  • Pauschalpreisangebote für Thalys, Eurostar, Berlin-Warszawa-Express.
  • EUREGIO-Tickets (Maas-Rhein, Bodensee u. a.)
  • Interrail und Netzangebote ausländischer Bahngesellschaften (ScanRail, BritRail, Swiss Pass)
  • London-Spezial: Angebot für eine Fahrt von einem beliebigen deutschen Bahnhof nach London. Preis: Je nach Verfügbarkeit ab 49 Euro in der 2. Klasse und 99 Euro in der 1. Klasse. Bedingungen: innerhalb Deutschlands beliebige Fahrt (Nah-/Fernverkehr), Köln–Brüssel im ICE (knapp 2 Stunden, London-Spezial gilt nicht im Thalys), Brüssel–London im Eurostar (circa 2 Stunden)
  • Grenzüberschreitende Fahrkarten (Start- oder Zielbahnhof im europäischen Ausland) zum Normalpreis sind teilweise günstiger als innerdeutsche Verbindungen und können flexibler eingesetzt werden. So gelten Auslandsfahrkarten 14 Tage lang, wohingegen innerdeutsche Normalpreis-Fahrkarten je Richtung maximal 2 Tage gültig sind. Weil man die Fahrt nicht zwangsläufig wirklich im Ausland beginnen oder enden lassen muss sind die Auslandsfahrkarten für manche innerdeutsche Fahrten eine preisgünstige Alternative.[25]

Fahrkarten der DB in Zügen privater Anbieter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

DB-Fahrkarten bei anderen Nahverkehrs-EVU[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fast alle Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) fahren ihre Nahverkehrszüge nach Ausschreibung und Zuschlagserteilung durch die Aufgabenträger für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) und erhalten dafür einen Zuschuss je gefahrenen Zugkilometer aus den Regionalisierungsmitteln. Die Tarife werden durch die jeweiligen EVU und durch die betreffenden Verkehrsverbünde festgelegt. In den Verkehrsverbünden gilt meist ein gemeinsamer Tarif für alle beteiligten Verkehrsunternehmen. Für die Benutzung der verschiedenen Verkehrsmittel spielt es somit keine Rolle, ob die Fahrkarten bei der Deutschen Bahn oder einem anderen Verkehrsunternehmen gekauft werden.

DB-Fahrkarten bei anderen Fernverkehrs-EVU[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jedes EVU kann eigenwirtschaftlichen Schienenpersonenfernverkehr anbieten. Eine öffentliche Bezuschussung ist dafür nicht vorgesehen. Bisher gibt es deshalb nur wenige Angebote privater Betreiber. Zurzeit sind dies:

Das Unternehmen Veolia Verkehr betrieb bis Dezember 2014 unter dem Namen Interconnex auf der Strecke LeipzigBerlinRostockWarnemünde ebenfalls einen eigenwirtschaftlichen Fernverkehr[26].

Die Preise für diese Fernverkehrszüge können die Eisenbahnunternehmen selbst festlegen. Fahrscheine der Deutschen Bahn sind, abgesehen von einigen Teilstrecken in Verkehrsverbünden, in diesen Zügen nicht gültig.

In allen privaten Fernverkehrszügen werden Fahrscheine direkt im Zug verkauft. Für den Interconnex wie auch den Hamburg-Köln-Express ist auch ein Vorverkauf im Internet möglich, der mit Frühbucherrabatten verbunden ist.

Kritik am Preissystem der DB und Fortentwicklung 2015[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Anbetracht der Komplexität des Tarifsystems wird besonders kritisiert, dass die Bahn-Mitarbeiter selbst teilweise unnötig teure Tickets verkaufen[27]. Insbesondere ist es mitunter günstiger, dieselbe Zugverbindung mit zwei getrennten Fahrscheinen durchzuführen als mit einem durchgelösten Ticket. Beispielsweise kann eine Kombination von Sparpreisen für Fernverkehrszüge (IC, ICE) mit getrennten Tickets für einen Regionalzug (u.a. Ländertickets, Quer-durchs-Land-Tickets) zu günstigeren Preisen führen. Solche kostensparenden Lösungen werden zudem von den Auskunftssystemen der DB nicht ohne weiteres angegeben.

Ebenso kann es bei Sparpreisen beträchtliche Ersparnisse bei mäßiger Fahrtzeitverlängerung bringen, nur auf einem kleinen Teil einer Gesamtstrecke einen Regionalzug zu wählen, wenn günstigere Sparpreiskontingente für den kurzen, wegfallenden Teil der Fernverkehrszugstrecke ausgebucht sind; auch solche Angebote können nur umständlich durch Ausprobieren mit Angabe von Zwischenhalten und Auswahl von Zugkategorien für Teilstrecken aufgefunden werden.

Aus wirtschaftlicher Sicht wird kritisiert, dass das komplexe Preissystem gerade Gelegenheitsfahrern ohne BahnCard mit hohen Preisen abschreckt und damit die Gewinnung von Neukunden erschwert. Sparpreise mit Zugbindung bringen hingegen unnötige Einschränkungen für die Flexibilität der Reisenden, selbst wenn diese in einen gleich oder weniger frequentierten Zug wechseln wollten.

Ende 2014 wurden Überlegungen bekannt, weitere Rabatte für Vielfahrer einzuführen,[28] Absichten einer „Abschaffung der Bahncard in ihrer bisherigen Form“ wurden hingegen dementiert.[29]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rail&Fly

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Neue Preise, großes Chaos? In Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 27. Oktober 2002
  2. Hartmut Mehdorn: Diplomat wollte ich nie werden. Hoffmann und Campe, Berlin 2007, ISBN 978-3-455-50047-9, S. 132–134
  3. Deutsche Bahn gibt gestiegene Kosten weiter. In: DB Welt, Ausgabe November 2006, S. 5.
  4. Deutsche Bahn AG: DB-Bahnpreise steigen um durchschnittlich 1,8 Prozent – Vorstand Ulrich Homburg: „Entscheidung mit Augenmaß“. Presseinformation vom 6. Oktober 2009
  5. 2 Monate später – Wie ist der aktuelle Stand der Dinge mit Windows (Phone) App? In: Service-Community der Bahn „Meine Frage – Deine Antwort“! Deutsche Bahn AG, 15. Februar 2016, abgerufen am 21. Februar 2016.
  6. Kann ich PDF Tickets ohne Ausdrucken auch im Nahverkehr mit City-Option nutzen? Deutsche Bahn AG, 3. April 2016, abgerufen am 17. April 2016.
  7. Kann ich als Windows Phone-Nutzer trotzdem noch mit meinem Smartphone Bahn fahren? Abgerufen am 17. April 2016: „Bitte beachten Sie jedoch, dass die Gültigkeit des City-Tickets bei einem Online-Ticket nur in ausgedruckter Form besteht.“
  8. Ticketkauf über m.bahn.de? Abgerufen am 17. April 2016.
  9. Kastration: Kein Handyticket mehr für Windows Phone 8.1.? Abgerufen am 17. April 2016.
  10. Mobile Services über Handy. Abgerufen am 17. April 2016.
  11. a b c Flexibel reisen mit dem Flexpreis. Deutsche Bahn AG, abgerufen am 30. Dezember 2016.
  12. Neue Preise im Nahverkehr. In: DB Welt. Nr. 10, Oktober 2016, S. 10.
  13. Bahnzahlen. In: mobil. Nr. 9, September 2013, ISSN 0949-586X, ZDB-ID 1221702-5, S. 28.
  14. Berichte Deutschland. In: Eisenbahn-Revue International. Nr. 2, 2014, ISSN 1421-2811, S. 54 f.
  15. Deutsche Bahn: Neue Bahncard50 kostet für Jugendliche 69 Euro - WELT. Abgerufen am 25. August 2017.
  16. Deutsche Bahn: FAQ Deutschland-Pässe 2013 (Memento vom 27. Juni 2013 im Internet Archive)
  17. http://www.chip.de/news/Deutsche-Bahn-Versteckte-Preiserhoehung-fuer-PayPal-Zahler_74482754.html
  18. Beförderungsbedingungen der Deutschen Bahn AG. Abgerufen am 31. Dezember 2016 (PDF).
  19. Preise im DB-Fernverkehr steigen zum Ende des Jahres um durchschnittlich 1,3 Prozent • Fernverkehrs-Chefin Birgit Bohle:„Moderate Anhebung“. Presseinformation. Deutsche Bahn, 30. September 2016, abgerufen am 11. November 2016 (deutsch).
  20. Beförderungsbedingungen der Deutschen Bahn AG. DB Fernverkehr AG, 15. August 2016, S. 206, abgerufen am 15. August 2016 (PDF; 2,2 MB).
  21. Stiftung Warentest: Bahnfahrkarten: Sparpreise besser finden test, 01/2012
  22. Die Bahn spart sich Sparpreise. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. Nr. 193, 21. August 2013, ISSN 0174-4909, S. 16 (ähnliche Version online).
  23. DB Mobility Logistics AG (Hrsg.): Frühlingsangebot der Deutschen Bahn: Sparpreise bis einen Tag vor der Reise buchbar. Presseinformation vom 20. März 2014.
  24. Beförderungsbedingungen der Deutschen Bank Personenverkehr 2007, Nr. 3.3.5 (Memento vom 4. Februar 2007 im Internet Archive)
  25. Reiseplanung – Bahnfahren aus Rache, Zeit.de, 11. Juli 2013, abgerufen am 4. März 2015.
  26. Pressemitteilung Veolia Verkehr zieht sich aus dem Schienenfernverkehr zurück, 14. Oktober 2014, zuletzt abgerufen 17. Oktober 2014
  27. Zu oft zu teure Fahrkarten. Abgerufen am 30. Dezember 2016.
  28. Deutsche Bahn will BahnCard-Angebot ausweiten. Abgerufen am 30. Dezember 2016.
  29. Bahn dementiert Pläne für Abschaffung der Bahncard. Abgerufen am 30. Dezember 2016.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]