Preistheorie

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Die mikroökonomische Preistheorie widmet sich als Teil der Wirtschaftstheorie der Erforschung der Preise und der Preisbildung auf den Märkten.

Allgemeines[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erkenntnisobjekt sind die Preise sowie deren Bestimmungsgrößen und Abhängigkeiten.[1] In der Preistheorie grundlegend ist der Unterschied zwischen Marktpreis und natürlichem Preis.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Adam Smith und David Ricardo gelten als Begründer der klassischen Preistheorie für homogene Massengüter (Commodities). Die klassische Preistheorie beruht unter anderem auf den zentralen Annahmen, dass „homogene Güter“ vorliegen und dass eine vollständige Markttransparenz herrscht. Während die Annahme homogener Güter Qualitätsunterschiede ausschließt, versteht man unter der Bedingung vollständiger Markttransparenz die vollkommene Information der Marktteilnehmer über alle relevanten Aspekte eines Gutes. John Elliot Cairnes brachte die klassische Preistheorie zum Abschluss. Die geschichtliche Entwicklung der Preistheorie reicht vom Modell der vollständigen Konkurrenz bei den Klassikern über das Monopol bei Antoine-Augustin Cournot bis zu den heute aktuellen Problemen der Koalitionsbildung. Die neuere Preistheorie, deren Hauptinteresse sich, ebenso wie das der klassischen Preistheorie, auf die Ableitung eines Gleichgewichtspreises richtet, widmet sich zunehmend auch der Preissetzung bei verbundenen Märkten.

Marktformen und Preisbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Teil der Mikroökonomie analysiert sie unterschiedliche Marktformen (Polypol, Oligopol, Dyopol, Monopol, Polypson, Oligopson und Monopson) und deren Auswirkung auf die Preisbildung. Die Preistheorie fragt auch, wie sich Preisänderungen auf Angebot und Nachfrage auswirken.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Clemens Baum, Möglichkeiten und Grenzen der Entwicklung einer gesamtwirtschaftlichen Preistheorie, 1974, S. 15