Prellenkirchen

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Marktgemeinde
Prellenkirchen
Wappen Österreichkarte
Wappen von Prellenkirchen
Prellenkirchen (Österreich)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Bruck an der Leitha
Kfz-Kennzeichen: BL
Fläche: 41,57 km²
Koordinaten: 48° 5′ N, 16° 57′ OKoordinaten: 48° 4′ 30″ N, 16° 57′ 5″ O
Höhe: 178 m ü. A.
Einwohner: 1.620 (1. Jän. 2021)
Postleitzahl: 2472
Vorwahl: 02145
Gemeindekennziffer: 3 07 19
Adresse der
Gemeinde­verwaltung:
Hauptplatz 7
2472 Prellenkirchen
Website: www.prellenkirchen.at
Politik
Bürgermeister: Johann Köck (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2020)
(19 Mitglieder)
15
4
15 
Insgesamt 19 Sitze
Lage von Prellenkirchen im Bezirk Bruck an der Leitha
Au am LeithabergeBad Deutsch-AltenburgBergBruck an der LeithaEbergassingEnzersdorf an der FischaEnzersdorf an der FischaFischamendGöttlesbrunn-ArbesthalGötzendorf an der LeithaGramatneusiedlHainburg an der DonauHaslau-Maria EllendHimbergHof am LeithabergeHöfleinHundsheimKlein-NeusiedlLanzendorfLeopoldsdorfMannersdorf am LeithagebirgeMaria-LanzendorfMoosbrunnPetronell-CarnuntumPrellenkirchenRauchenwarthRohrauScharndorfSchwadorfSchwechatSommereinTrautmannsdorf an der LeithaWolfsthalZwölfaxingLage der Gemeinde Prellenkirchen im Bezirk Bruck an der Leitha (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

BW

Prellenkirchen ist eine Marktgemeinde mit 1620 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2021) im Bezirk Bruck an der Leitha in Niederösterreich.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Prellenkirchen liegt im Industrieviertel in Niederösterreich. Die Grenze im Südwesten bildet die Leitha in einer Meereshöhe von rund 140 Meter. Im Norden steigt das Land auf Steinberg (288 m) und Spitzerberg (302 m) an. Die Marktgemeinde umfasst 41,57 Quadratkilometer, sie ist damit die flächenmäßig zweitgrößte Gemeinde im Bezirk. Von der Fläche sind 83 Prozent landwirtschaftliche Nutzfläche, je 2 Prozent sind Gärten und Weingärten und 6 Prozent sind bewaldet.[1]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst vier Katastralgemeinden bzw. drei Ortschaften (Fläche 2016[2]; Einwohner: Stand 1. Jänner 2021[3]):

  • Deutsch Haslau (703,91 ha), Deutsch-Haslau (349 Ew.)
  • Prellenkirchen (2.780,39 ha, 1075 Ew.)
  • Schönabrunn (449,01 ha, 196 Ew.)
  • Wangheim (223,26 ha)

Mit der NÖ. Kommunalstrukturverbesserung wurden 1972 die Gemeinden Prellenkirchen, Deutsch-Haslau und Schönabrunn 1972 zur Großgemeinde Prellenkirchen zusammengeschlossen.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bad Deutsch-Altenburg Hundsheim Edelstal, Kittsee (Burgenland)
Rohrau Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Pama (Burgenland)
Parndorf, Potzneusiedl (Burgenland) Gattendorf (Burgenland)
Gräberfeld auf der Baustelle der A6.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Altertum war das Gebiet Teil der Provinz Pannonien.

1982, im Jahr des 850-jährigen Bestehens von Prellenkirchen, erfolgte die Erhebung zur Marktgemeinde.[4]

Fundstelle Prellenkirchen: Im Zuge der Errichtung der Nordost Autobahn A 6 wurde 2002 bis 2003 bei der Rettungsgrabung des Bundesdenkmalamtes an der Fundstelle Prellenkirchen ein frühbronzezeitliches Gräberfeld, eine keltische Siedlung und Überreste aus der Völkerwanderungszeit gefunden.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wegen einer starken Zuwanderung wächst die Einwohnerzahl seit 2001.[5]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarrkirche Prellenkirchen
  • Pfarrkirche Hl. Geist: Beim 5. Österreichischen Türkenkrieg (1683) wurde die Kirche schwer beschädigt, anschließend weitgehend neu in barockem Stil errichtet und 1744 geweiht. Die Kirche mit einem hohen vorgestellten Westturm befindet sich in erhöhter Lage am östlichen Ortsrand und ist von einem Friedhof sowie einer Bruchsteinmauer umgeben.[6]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 47, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 130. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 556. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 44 Prozent.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Prellenkirchen befindet sich ein Kindergarten[7] und eine Volksschule.[8]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

BW

Der Gemeinderat hat 19 Mitglieder.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1990–2003 Walter Widler (ÖVP)[15]
  • seit 2003 Johann Köck (ÖVP)[16]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinde wurde 1981 folgendes Wappen verliehen: In einem blauen Schild ein aus dem Schildesfuß wachsender, silberner Turm mit rotem Dach und aufgesetzter Laterne, begleitet rechts von einer goldenen Ähre, links von einer goldenen Weintraube.[17]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Walter Widler († 2014), Bürgermeister von Prellenkirchen 1990–2003[18]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Prellenkirchen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ein Blick auf die Gemeinde Prellenkirchen, Fläche und Flächennutzung. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 22. November 2021.
  2. Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen, Regionalinformation, Stichtag 31. Dezember 2016, abgerufen am 19. Februar 2018
  3. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2021 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2021), (xlsx)
  4. Geschichteseite der Gemeinde Prellenkirchen
  5. Ein Blick auf die Gemeinde Prellenkirchen, Bevölkerungsentwicklung. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 14. Oktober 2020.
  6. Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs: Niederösterreich südlich der Donau. Teil 2. M bis Z. Bundesdenkmalamt (Herausgeber), Verlag Berger, Horn/Wien 2003, ISBN 3-85028-365-8, Seite 1736f.
  7. Kindergärten in NÖ. NÖ Landesregierung, abgerufen am 5. Oktober 2020.
  8. Schulensuche. In: Schulen online. Abgerufen am 30. September 2020.
  9. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 1995 in Prellenkirchen. Amt der NÖ Landesregierung, 30. März 2000, abgerufen am 5. Oktober 2020.
  10. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2000 in Prellenkirchen. Amt der NÖ Landesregierung, 4. Februar 2005, abgerufen am 5. Oktober 2020.
  11. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2005 in Prellenkirchen. Amt der NÖ Landesregierung, 4. März 2005, abgerufen am 5. Oktober 2020.
  12. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2010 in Prellenkirchen. Amt der NÖ Landesregierung, 8. Oktober 2010, abgerufen am 5. Oktober 2020.
  13. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2015 in Prellenkirchen. Amt der NÖ Landesregierung, 1. Dezember 2015, abgerufen am 5. Oktober 2020.
  14. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2020 in Prellenkirchen. Amt der NÖ Landesregierung, 26. Januar 2020, abgerufen am 5. Oktober 2020.
  15. "Er war Vorbild und Respektsperson". 7. Oktober 2014, abgerufen am 14. Oktober 2020.
  16. NÖ Gemeinde. (PDF) Dezember 2013, S. 30, abgerufen am 14. Oktober 2020.
  17. Gedächtnis des Landes - Orte: Prellenkirchen. Museum Niederösterreich, abgerufen am 22. November 2021.
  18. "Er war Vorbild und Respektsperson". In: noen.at. Abgerufen am 22. Oktober 2021.