Prem

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Prem (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Prem
Prem
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Prem hervorgehoben
Koordinaten: 47° 41′ N, 10° 48′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Weilheim-Schongau
Verwaltungs­gemeinschaft: Steingaden
Höhe: 749 m ü. NHN
Fläche: 15,92 km²
Einwohner: 872 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 55 Einwohner je km²
Postleitzahl: 86984
Vorwahl: 08862
Kfz-Kennzeichen: WM, SOG
Gemeindeschlüssel: 09 1 90 143
Adresse der Verbandsverwaltung: Krankenhausstraße 1
86989 Steingaden
Webpräsenz: www.prem-am-lech.de
Bürgermeister: Herbert Sieber (WG)
Lage der Gemeinde Prem im Landkreis Weilheim-Schongau
Starnberger See Ammersee Landkreis Ostallgäu Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen Landkreis Garmisch-Partenkirchen Landkreis Starnberg Landkreis Landsberg am Lech Wildsteig Wielenbach Wessobrunn Weilheim in Oberbayern Steingaden Sindelsdorf Seeshaupt Schwabsoien Schwabbruck Schongau Rottenbuch Raisting Prem Polling (bei Weilheim) Penzberg Peiting Peißenberg Pähl Obersöchering Oberhausen (bei Peißenberg) Ingenried Iffeldorf Huglfing Hohenpeißenberg Hohenfurch Habach Eglfing Eberfing Burggen Böbing Bernried am Starnberger See Bernbeuren Antdorf Altenstadt (Oberbayern)Karte
Über dieses Bild
Prem am Lech
Lechstaustufe in Prem

Prem ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Weilheim-Schongau und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Steingaden.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Prem liegt in der Region Oberland am Lech.

Es existieren folgende Gemarkungen: Prem

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Prem gehörte zur geschlossenen Hofmark Steingaden des Klosters Steingaden; sie war Teil des Kurfürstentums Bayern. 1818 wurde die heutige Gemeinde errichtet.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 766, 1987 dann 818, im Jahr 2000 906 und im Jahr 2014 885 Einwohner gezählt.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Herbert Sieber (Wählergemeinschaft). Er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Hans Schmidt (Wählergemeinschaft).

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 396.000 €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 95.000 €.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappenbeschreibung:

  • „Geteilt durch einen schmalen blauen Balken, der mit drei liegenden silbernen Rauten belegt ist, von Silber und Gold; oben ein wachsender roter Greifenlöwe mit einer senkrechten Flößerstange in den Pranken; unten auf grünem Boden ein grüner Lorbeerbaum, beiderseits je ein fünfstrahliger blauer Stern.“

Das Wappen wurde dem Ort 1967 verliehen. Der Greifenlöwe verweist auf die engen Beziehungen zum Kloster Steingaden, das bis zur Säkularisation 1803 im Gemeindegebiet begütert war. Die Flößerstange deutet auf die früher auf dem Lech intensiv betriebene Flößerei hin. Der mit Rauten besetzte Balken und die untere Schildhälfte mit Lorbeerbaum und Sternen sind dem Wappen des Johann Georg von Lori entnommen, dem Mitbegründer der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, der 1723 im heutigen Premer Ortsteil Gründl geboren wurde. Die Sterne beziehen sich gleichzeitig auf das alte Marienpatrozinium der Premer Pfarrkirche St. Michael.[2]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 283. Im verarbeitenden Gewerbe gab es sieben Betriebe, im Bauhauptgewerbe vier Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 49 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 969 ha.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1999 existierten folgende Einrichtungen:

  • Kindergärten: 25 Kindergartenplätze mit 21 Kindern

Bundeswehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Gebiet der Gemeinde liegt mit dem Sauwaldhof eine Ausbildungsstätte der Bundeswehr. Da mit dem Hausmeister dort lediglich eine Person beschäftigt und dauerhaft anwesend ist, ist Prem vermutlich der kleinste Bundeswehrstandort Deutschlands. In den 1980er Jahren wurde auf dem Sauwaldhof Blitzforschung mit Hilfe von Raketen ausgeführt. Hierbei wurden Blitzeinschläge ausgelöst, in dem man Raketen, an denen ein dünnes Stahlseil befestigt hat, während eines Gewitters startete.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Prem. In: Bayerns Gemeinden: Wappen/Geschichte/Geografie. Haus der Bayerischen Geschichte, abgerufen am 1. Mai 2016.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Prem – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien