Priesendorf

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Priesendorf
Priesendorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Priesendorf hervorgehoben
Koordinaten: 49° 54′ N, 10° 43′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Bamberg
Verwaltungs­gemeinschaft: Lisberg
Höhe: 293 m ü. NHN
Fläche: 8,35 km2
Einwohner: 1505 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 180 Einwohner je km2
Postleitzahl: 96170
Vorwahl: 09549
Kfz-Kennzeichen: BA
Gemeindeschlüssel: 09 4 71 173
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Am Schloss 6
96170 Lisberg
Webpräsenz: www.lisberg.de/priesendorf
Bürgermeisterin: Maria Beck (CSU)
Lage der Gemeinde Priesendorf im Landkreis Bamberg
Landkreis Haßberge Landkreis Schweinfurt Landkreis Kitzingen Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Pommersfelden Landkreis Erlangen-Höchstadt Landkreis Coburg Landkreis Kulmbach Landkreis Bayreuth Landkreis Lichtenfels Bamberg Landkreis Forchheim Zückshuter Forst Winkelhofer Forst Steinachsrangen Semberg Lindach (gemeindefreies Gebiet) Koppenwinder Forst Hauptsmoorwald Geisberger Forst Eichwald (Oberbayern) Ebracher Forst Ebracher Forst Walsdorf (Oberfranken) Rattelsdorf Baunach Reckendorf Lauter (Oberfranken) Gerach (Oberfranken) Gundelsheim (Oberfranken) Hallstadt Schlüsselfeld Zapfendorf Wattendorf Viereth-Trunstadt Strullendorf Stegaurach Stadelhofen Schönbrunn im Steigerwald Scheßlitz Priesendorf Pommersfelden Pommersfelden Pettstadt Oberhaid (Oberfranken) Litzendorf Lisberg Königsfeld (Oberfranken) Kemmern Hirschaid Frensdorf Ebrach Buttenheim Burgwindheim Burgebrach Breitengüßbach Bischberg Altendorf (Landkreis Bamberg) MemmelsdorfKarte
Über dieses Bild

Priesendorf ist eine Gemeinde im oberfränkischen Landkreis Bamberg und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Lisberg.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Steigerwald am Flüsschen Aurach an der Grenze zwischen Oberfranken und Unterfranken.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Eltmann, Viereth-Trunstadt, Lisberg, Schönbrunn im Steigerwald und Oberaurach (Landkreis Haßberge, Unterfranken).

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die zwei Ortsteile sind (in Klammern Einwohnerzahl)[2]:

Es gibt folgende Gemarkungen: Neuhausen, Priesendorf.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Priesendorf gehörte den Freiherren Münster zu Lisberg und war ein Teil des Rittergutes Lisberg, außerdem zum Fränkischen Ritterkreis. Seit der Rheinbundakte von 1806 gehört der Ort wie weite Teile Frankens zum Königreich Bayern (Siehe auch Geschichte Frankens).

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die bis dahin selbstständige Gemeinde Neuhausen wurde am 1. Januar 1972 eingegliedert.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 0933 Einwohner, davon 293 in Neuhausen
  • 1970: 1056 Einwohner, davon 316 in Neuhausen
  • 1987: 1240 Einwohner
  • 1991: 1292 Einwohner
  • 1995: 1360 Einwohner
  • 2000: 1456 Einwohner
  • 2005: 1519 Einwohner
  • 2010: 1546 Einwohner
  • 2015: 1505 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeisterin ist seit dem 1. Mai 2008 Maria Beck (CSU). Sie löste Werner Raab (parteilos, bis Dezember 2007 CSU, kandidierte 2008 für die SPD) ab. Maria Beck ist zusammen mit Gisela Hofmann in Königsfeld die erste Bürgermeisterin im Landkreis Bamberg. 2014 wurde Beck ohne Gegenkandidaten mit 92,54 % der Stimmen wiedergewählt.

Gemeinderatswahl 2014[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus zwölf Mitgliedern:

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „In Rot über einem silbernen Hirschgeweih zwei schräggekreuzte goldene Messer, darüber eine silberne heraldische Lilie.“

Bedeutung: Die gekreuzten Messer weisen auf den heiligen Bartholomäus hin, den Namenspatron der Kirche in Priesendorf. Die Lilie steht als Mariensymbol für die Wallfahrtskapelle im Ort und das silberne Hirschgeweih erinnert an den 1717 verstorbenen Jäger Konrad Gregel. Er stand in Diensten der Grafen von Schönborn, deren Wappenfarben Gold (Löwe) und Rot (Feldfarbe) übernommen wurden, und in deren Herrschaftsbereich Priesendorf lag. Konrad Gregel hatte sich seinerzeit für eine Abtrennung Priesendorfs von der Pfarrei Eltmann eingesetzt.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 26, im produzierenden Gewerbe 184 und im Bereich Handel und Verkehr fünf sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 28 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 546. Im verarbeitenden Gewerbe gab es drei, im Bauhauptgewerbe zwei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 29 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 406 Hektar, davon waren 282 Hektar Ackerfläche und 99 Hektar Dauergrünfläche.

Freiwillige Feuerwehren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brauereien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Gebiet der Gemeinde besteht noch die Brauerei Schrüfer in Priesendorf, die mit einem Ausstoß von etwa 400 Hektolitern pro Jahr zu den kleinsten Brauereien der Welt gehört. Bis zum Jahre 1969 gab es die Brauerei Lang.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • einen Kindergarten mit 100 Plätzen
  • eine Volksschule mit 14 Lehrern und 273 Schülern

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Musikverein Priesendorf e. V.
    Der 1967 gegründete Verein steht seit 2009 unter der musikalischen Leitung von Thomas Wolf. Seit 1993 nimmt das Hauptorchester an Wertungsspielen in der Oberstufe teil. Derzeit umfasst der Verein die Abteilungen Hauptorchester (ca. 55 Aktive), Jugendorchester (ca. 25 Aktive), Schülerorchester (18 Aktive), BläserKlasse (13 Aktive) und Blockflöte.
  • Sportverein Priesendorf e. V.
  • Obst- und Gartenbauverein Priesendorf
  • Schützenverein Diana Neuhausen
  • Eisstockclub Priesendorf
  • Kirchenchor 3 Generations der Pfarrgemeinde St. Bartholomäus

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111101/223123&attr=OBJ&val=1128
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 430

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Priesendorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien