Priesterbruderschaft St. Pius X.

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Priesterbruderschaft St. Pius X.

Die Priesterbruderschaft St. Pius X. (lat. Fraternitas Sacerdotalis Sancti Pii X., Kürzel FSSPX, umgangssprachlich oft Piusbruderschaft oder Piusbrüder) ist eine Priestervereinigung katholischer Traditionalisten. Sie wurde 1970 von Erzbischof Marcel Lefebvre gegründet, um an Riten und Lehren der römisch-katholischen Kirche festzuhalten, die das Zweite Vatikanische Konzil (1962–1965) aus seiner Sicht aufgegeben hatte. Sie lehnt Konzilsbeschlüsse wie die Öffnung zur Ökumene, Religionsfreiheit, Kollegialität der Bischöfe, Anerkennung des Judentums als Heilsweg (Nostra Aetate) sowie die auf Anordnung des Konzils durchgeführte Liturgiereform als „modernistisch“ ab und strebt eine „Erneuerung des Priestertums“ und „Verbreitung und Wiederherstellung der authentischen katholischen Lehre“ an.[1] Seit 1994 ist der von Lefebvre zum Bischof geweihte Bernard Fellay der Generalobere der Bruderschaft.

Seit 1975 hat die Piusbruderschaft keinen kanonischen Status in der römisch-katholischen Kirche mehr und betreibt ohne Erlaubnis der jeweiligen Diözesanbischöfe Priesterseminare, Priorate und Kapellen. Im Jahr 1988 führten illegale Bischofsweihen zur Exkommunikation der vier geweihten und zwei weihenden Bischöfe. Die Exkommunikation der vier Geweihten wurde – vergleichbar dem Vorgehen bei nicht genehmigten Priester- und Bischofsweihen in China – am 21. Januar 2009 von Papst Benedikt XVI. aufgehoben, nachdem sie zuvor in einem Schreiben den Primat des Papstes im Allgemeinen und des amtierenden Papstes im Besonderen anerkannt hatten und daher der Grund der 1988 ausgesprochenen Exkommunikation – die Bischofsweihe ohne Zustimmung des Papstes – nicht mehr existent war.[2] Sie und die Priester der Bruderschaft sind weiterhin suspendiert und gelten nach römisch-katholischem Kirchenrecht als „vagante Kleriker“, die zwar gültig, aber größtenteils in irregulärer Weise zum Priester geweiht wurden und ohne kirchliche Erlaubnis wirken.

Verbreitung[Bearbeiten]

Zur Piusbruderschaft gehören nach eigenen Angaben von 2012 weltweit 569 Priester.[3] Die Zahl der Gläubigen, die sich zu ihr bekennen, soll nach Angaben von Kardinal Darío Castrillón Hoyos von 2007 um 600.000 Personen umfassen, davon 100.000 in Frankreich. Andere Quellen nennen 150.000 Anhänger.[4] Unabhängige und regelmäßig überprüfte Erhebungen zu den Anhängerzahlen sind nicht bekannt.

Einrichtungen[Bearbeiten]

Auf Initiative des später suspendierten Erzbischofs Lefebvre erlaubte Bischof François Charrière im Jahr 1970 in seiner Diözese vorläufig die Gründung eines Priesterseminars in dem Weiler Ecône im Kanton Wallis (Schweiz). Seither gründete die Piusbruderschaft ohne kirchliche Erlaubnis fünf weitere Priesterseminare: in Flavigny-sur-Ozerain (Frankreich), Goulburn (Australien), Winona (Minnesota) (USA), La Reja (Argentinien) und das Internationale Priesterseminar Herz Jesu in Zaitzkofen, einem Ortsteil von Schierling in der Oberpfalz (Deutschland). Insgesamt unterhält sie 750 Messzentren, 161 Priorate, 90 Schulen und zwei sogenannte Instituts Universitaires in 63 Staaten auf allen Kontinenten.[5] Ihr Generalhaus liegt in Menzingen im Schweizer Kanton Zug.

Altar in der Piusbruderschaftskirche St. Joseph in Memmingen

In Deutschland betreibt sie etwa 50 als „Zentren“ bezeichnete Messstandorte, wobei die sogenannten Priorate von den von diesen aus betreuten Kapellen zu unterscheiden sind.[6] Die meisten davon befinden sich im süddeutschen Raum; für Ostdeutschland gibt es nur ein Priorat in Berlin und eine Kapelle in Dresden. Zudem betreibt sie ein Kloster, ein Schwesternnoviziat, ein Altenheim und fünf Privatschulen: darunter das St.-Theresien-Gymnasium bei Bonn mit Mädcheninternat und zwei Grundschulen in Baden-Württemberg.[7] Im Jahr 1997 erhielt sie für vier Schulen 1,1 Millionen Euro staatliche Gelder.[8] Für eine Grundschule mit insgesamt 18 Schülern und eine Realschule mit etwa 50 Schülern in Saarbrücken erhält die Bruderschaft jährlich Gelder in Höhe von 425.000 Euro vom Saarland.[9] Distriktoberer der deutschen Einrichtungen ist Firmin Udressy.

Von April 2005 bis Juni 2006 ermittelte die Staatsanwaltschaft gegen Lehrer und Leitung der Realschule in Saarbrücken wegen Misshandlungen an Schülern. Das Oberverwaltungsgericht des Saarlandes erlaubte den Weiterbetrieb, da die Schulleitung auf die Verfehlungen eines Lehrers angemessen reagiert habe.[10] 2010 wurde dem angegliederten Internat vom Ministerium für Justiz, Gesundheit und Soziales (Saarland) die Betriebserlaubnis entzogen. Grund war, dass mehr Internatsplätze vergeben wurden, als genehmigt waren. Außerdem wurden nicht genehmigte zusätzliche Wohngruppen festgestellt.[11] Weil das Bildungsministerium durch die Vorfälle im Internat die Zuverlässigkeit des Schulträgers nicht mehr gegeben sah, verfügte sie anschließend auch die Schließung der Schule selbst. Die Anordnung der sofortige Schließung konnte jedoch erfolgreich angefochten werden.[12] Der anschließende Verwaltungsprozess über die Frage der Schließung an sich endete zugunsten der Piusbruderschaft.[13]

In den Diözesen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz darf die Piusbruderschaft meist keine römisch-katholischen Kirchengebäude nutzen, auch nicht für Beerdigungen, Taufen, Eheschließungen oder Wallfahrten. In Lisieux und Lourdes wurden ihr 2005 und in den folgenden Jahren vereinzelt Hochämter in römisch-katholischen Kirchen gestattet.

2002 wurde in der Ukraine die Priesterbruderschaft St. Josaphat mit dem Ziel der „Bekehrung des schismatischen Ostens zur Anerkennung des Papstes und der traditionellen katholischen Lehre“ gegründet.

Mit dem Sarto-Verlag betreibt der deutsche Distrikt der Priesterbruderschaft einen eigenen Verlag[14] mit Online-Versandhandel.

Geschichte[Bearbeiten]

Vorgeschichte und Gründung[Bearbeiten]

Lefebvre wurde im Juli 1962 zum Generaloberen der Spiritaner gewählt und in die Vorbereitungskommission des Zweiten Vatikanischen Konzils berufen. Dort kritisierte er die Kollegialiätsidee, die ökumenische Öffnung und die Religionsfreiheit, nicht aber die Liturgiekonstitution von 1963. Nach dem Konzil lehnte er jedoch die Liturgiereform ab, verschärfte seine übrige Kritik am Konzil und gab im September 1968 das Amt des Generaloberen auf.

Kurz darauf baten Seminaristen des Französischen Priesterseminars in Rom Lefebvre um ein konservatives Seminar zum Beenden ihrer Studien, um unbedrängt an traditionellen Glaubensvorstellungen und Doktrinen festhalten zu können. Er verwies sie zunächst an die Universität Freiburg in der Schweiz. Nachdem er gebeten worden war, diese Seminaristen persönlich zu unterrichten, wandte er sich an den Diözesanbischof vom Bistum Lausanne-Genf-Freiburg, François Charrière. Dieser genehmigte im Sommer 1969 die Gründung der Confraternitas Pius X. in seiner Diözese in der Rechtsform einer „pia unio” (can. 707ff CIC/1917) und genehmigte die Statuten für einen Zeitraum von sechs Jahren „ad experimentum”. Kardinal John Joseph Wright, Präfekt der Kongregation für den Klerus, gratulierte Lefebvre brieflich zur Gründung der Bruderschaft.[15]

Verlust kirchlicher Anerkennung[Bearbeiten]

1971 lehnte Lefebrve die neue Messordnung, die Paul VI. am 3. April 1969 verkündet hatte, ab und betrachtete die Liturgiereform von 1969 nun als Einführung von Martin Luthers Abendmahlsverständnis in der katholischen Kirche. Die kirchlichen Veränderungen seit dem Konzil seien das Ergebnis eines Komplotts liberaler und antichristlicher Mächte. Daraufhin berief Kardinalstaatssekretär Jean-Marie Villot im Auftrag des Papstes[16] eine Kommission ein, die die Angelegenheit untersuchen sollte. Dazu gehörten Kardinal Gabriel-Marie Garrone, Kardinal Wright und Kardinal Arturo Tabera.[15]

Am 21. November 1974 veröffentlichte Lefebvre folgende „Grundsatzerklärung“:[17]

„Wir hängen mit ganzem Herzen und mit ganzer Seele am katholischen Rom, der Hüterin des katholischen Glaubens und der für die Erhaltung dieses Glaubens notwendigen Traditionen […] Wir lehnen es hingegen ab, und haben es immer abgelehnt, dem Rom der neo-modernistischen und neo-protestantischen Tendenz zu folgen, die klar im Zweiten Vatikanischen Konzil und nach dem Konzil in allen Reformen, die daraus hervorgingen, zum Durchbruch kam […] Keine Autorität, selbst nicht die höchste in der Hierarchie, kann uns zwingen, unseren Glauben, so wie er vom Lehramt der Kirche seit neunzehn Jahrhunderten klar formuliert und verkündet wurde, aufzugeben oder zu schmälern […] Da diese Reform vom Liberalismus und vom Modernismus ausgeht, ist sie völlig vergiftet. Sie stammt aus der Häresie und führt zur Häresie, selbst dann, wenn nicht alle ihre Akte direkt häretisch sind! Daher ist es jedem wachen und treuen Katholiken unmöglich, diese Reform anzunehmen und sich ihr, in welcher Weise auch immer, zu unterwerfen.“

Am 13. Februar und 3. März 1975 musste sich Lefebvre vor der Kardinalskommission in Rom für seine Haltung verantworten. Danach erteilte Kardinal Tabera Bischof Pierre Mamie, Charrières Nachfolger, brieflich die Anweisung, die Piusbruderschaft aufzulösen. Daraufhin entzog Mamie ihr am 6. Mai 1975 die Anerkennung als katholische Organisation.[18] Lefebvre werde bis zum Widerruf seiner Erklärung vom 21. November 1974 keinerlei kirchliche Unterstützung erhalten.

Dieser lehnte gegenüber der Apostolischen Signatur diese Entscheidungen ab, da die Kardinalskommission nicht befugt gewesen sei, seine Erklärung zu beurteilen. Diese sei persönlicher Art gewesen, so dass allenfalls er selbst dafür bestraft werden dürfe. Es gehe nicht an, deshalb die Piusbruderschaft und deren Priesterseminare aufzulösen. Die Apostolische Signatur lehnte diesen Rekurs Lefebvres am 10. Juni 1975 ab, da Papst Paul VI. die Entscheidung der Kardinalskommission in forma specifica befürwortet habe. Dies bestätigte dieser in einem persönlichen Brief an Lefebvre. Für den Vatikan war die Piusbruderschaft fortan keine römisch-katholische Organisation mehr.

Lefebvre erklärte die angebliche Aufhebung der Piusbruderschaft für ungültig: Die Kardinalskommission habe ihre Kompetenz überschritten, da der Papst ihre spezifische Entscheidung erst nach Erlass des Rechtsaktes bestätigt habe.[19] Er setzte seine Arbeit fort und ignorierte die Weisungen des Diözesanbischofs und Roms. Im Konsistorium am 24. Mai 1976 kritisierte Papst Paul VI. ihn deswegen öffentlich und appellierte an ihn und seine Anhänger, sich zu besinnen.[20]

Unerlaubte Priesterweihen und Seminargründungen[Bearbeiten]

Trotz zweifachen Verbots durch Erzbischof Giovanni Benelli weihte Lefebvre am 29. Juni 1976 Seminaristen der Piusbruderschaft zu Priestern. In der Predigt dazu bekundete er:[21]

„Es bereitet uns einen ungeheuren und unermesslichen Schmerz, feststellen zu müssen, dass wir mit Rom Schwierigkeiten haben — wegen unseres Glaubens! […] Wir befinden uns in einer wahrhaft dramatischen Situation. Wir müssen uns entscheiden. Es geht um einen sozusagen scheinbaren Gehorsam, denn der Heilige Vater kann von uns nicht mit Recht verlangen, unseren Glauben aufzugeben. […] Wir entscheiden uns dafür, unseren Glauben nicht aufzugeben, denn darin können wir uns nicht täuschen.“

Lefebvre wurde am gleichen Tag von seinem Amt suspendiert (a collatione ordinum), so dass er von nun an nach wie vor gültige, aber keine rechtmäßigen Priesterweihen durchführen konnte. Kardinal Sebastiano Baggio, Präfekt der Kongregation für die Bischöfe, forderte ihn eine Woche später auf, sich beim Papst für die verbotenen Priesterweihen zu entschuldigen. In seinem Antwortschreiben verweigerte Lefebvre dies. Paul VI. solle seinerseits „die richtige Auffassung der verfälschten Ideen wiederherstellen, die zu Idolen des modernen Menschen geworden sind: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Demokratie.“[22] Der Papst solle das „unglückselige Unternehmen eines Kompromisses mit den Ideen des modernen Menschen aufgeben“, das vor dem Konzil mit einer geheimen Übereinkunft zwischen hohen kirchlichen Würdenträgern und den Freimaurerlogen begonnen habe.

Saint-Nicolas-du-Chardonnet, Paris

Daraufhin suspendierte der Papst Lefebvre am 22. Juli 1976 a divinis und entzog ihm damit zwar keine Mächte, aber alle Vollmachten seines Priester- und Bischofsamts. Dennoch empfing er ihn am 11. September 1976 nochmals zu einer Audienz, die ergebnislos verlief.

Lefebvre blieb Leiter der Piusbruderschaft, seit 1982 zusammen mit Franz Schmidberger als Generalvikar mit dem Recht auf Nachfolge. Er wurde zur Symbolfigur für konservative und radikale Gegner aller Kirchenreformen seit 1960 in der Tradition der Action française. Die Piusbruderschaft wurde vor allem in Frankreich zu deren Sammelbecken.

Lefebvres Anhänger besetzten am 27. Februar 1977 die Kirche Saint-Nicolas-du-Chardonnet in Paris.[18] Unter der Führung des Pariser Priesters François Ducaud-Bourget wurde der amtierende Priester aus der Kirche gewiesen. Die Kirche wird bis heute nur von der Piusbruderschaft genutzt und gilt in Frankreich als deren Hauptquartier. Behördlich wurde mehrmals bestätigt, dass die Besetzung rechtswidrig war [23], aber diese behördlichen Bestätigungen haben keine gerichtlichen Beschlüsse nach sich gezogen.

Die Piusbruderschaft eröffnete in verschiedenen Staaten weitere kirchlich ungenehmigte Priesterseminare und Kapellen und führte weiterhin unerlaubte aber gültige Priesterweihen durch. Sie begründet dies im Gegensatz zum Sedisvakantismus mit einer existierenden Kirchenkrise, aus dieser einen Notstand und damit ein Recht zum Ungehorsam gegenüber Rom und den lokalen Diözesanbischöfen ableitend.[24]

Unerlaubte Bischofsweihen[Bearbeiten]

1987 erklärte Lefebvre, er werde einen Nachfolger mit oder ohne Erlaubnis des Vatikans zum Bischof weihen. Denn dieser sei von antichristlichen Kräften besetzt:[25]

„Da dieses modernistische und liberale Rom sein Werk der Zerstörung der Herrschaft Unseres Herrn weiterverfolgt, […] sehe ich mich gezwungen […] die Gnade des katholischen Bischofsamtes […] weiterzugeben, damit die Kirche und das katholische Priestertum fortfahren zu bestehen.“

Der Vatikan verhandelte daraufhin mit Lefebvre und erreichte, dass er am 5. Mai 1988 ein Protokoll unterschrieb.[26] Im ersten, doktrinalen Teil versprach er als Vertreter der Piusbruderschaft:

  • der katholischen Kirche sowie dem Papst und seinem Primat als Oberhaupt der Gesamtheit der Bischöfe immer treu zu sein,
  • die in Sektion 25 der dogmatischen Konstitution über die Kirche (Lumen Gentium) enthaltene Lehre über das kirchliche Lehramt, die Papst Paul VI. promulgiert hatte, anzunehmen,
  • hinsichtlich der vom Zweiten Vatikanischen Konzil eingeleiteten Liturgie- und Kultreformen, bei deren Studium und einem Vorbringen beim Heiligen Stuhl eine positive Haltung einzunehmen und jede Polemik zu vermeiden,
  • die Gültigkeit des Messopfers und der Sakramente anzuerkennen, die in den von den Päpsten Paul VI. und Johannes Paul II. promulgierten offiziellen Ausgaben des römischen Messbuches und in den Ritualen für die Sakramente enthalten sind,
  • die allgemeine Disziplin der Kirche und die kirchlichen Gesetze zu achten, besonders das von Papst Johannes Paul II. promulgierte Kirchliche Gesetzbuch.

Der zweite, juristische Teil sah vor, dass:

  • die Priesterbruderschaft eine Gesellschaft des Apostolischen Lebens wird,
  • Erzbischof Lefebvre oder ein von ihm gebilligter anderer Bischof autorisiert werde, Bruderschaftsseminaristen zu Priestern zu weihen,
  • dem Papst vorgeschlagen wird, einen aus der Bruderschaft ausgewählten und von Lefebvre vorgestellten Kandidaten zum Bischof zu ernennen,
  • eine Kommission eingesetzt wird für die Koordinierung der Beziehungen zwischen der Piusbruderschaft einerseits und den verschiedenen vatikanischen Dikasterien und den Diözesanbischöfen andererseits sowie für die Lösung eventueller Probleme und Streitfragen,
  • die kirchenrechtliche Suspension von Erzbischof Marcel Lefebvre aufgehoben wird,
  • es zu einer „Amnestie“ und einer Genehmigung kommt für die Häuser und Kultstätten, die die Bruderschaft ohne Autorisierung der zuständigen Bischöfe errichtet und benutzte.

Dieses Dokument unterschrieben Lefebvre und Kardinal Joseph Ratzinger – der spätere Papst – und sandten es an Papst Johannes Paul II. mit der Bitte um Zustimmung.

Lefebvre ersuchte am 6. Mai in einem Brief an Kardinal Ratzinger um ein päpstliches Mandat für eine Bischofsweihe am 30. Juni. Sollte ihm dies verweigert werden, sehe er sich verpflichtet, bereits mit der Zusage eines Bischofs im Protokoll zur Bischofsweihe zu schreiten. Am 24. Mai stellte Kardinal Ratzinger dem Erzbischof in Aussicht, dass der Papst am 15. August einen Priester der Bruderschaft zum Bischof ernennen werde, falls man einen geeigneten Kandidaten finde. Im Gegenzug müsse Lefebvre auf der Basis des am 5. Mai von ihm unterzeichneten Protokolls um Aussöhnung mit dem Papst ersuchen und einen Brief mit Entschuldigungsbitten unterzeichnen. Lefebvre beharrte jedoch weiter auf einer eigenen Bischofsweihe am 30. Juni.

Nachdem in den Gesprächen von Seiten Roms kein genauer Termin für die Bischofsweihe genannt wurde und sich auch abzeichnete, dass die vorgesehene Kommission nicht mehrheitlich aus Mitgliedern der Bruderschaft bestehen würde, teilte Lefebvre am 3. Juni 1988 in einem Brief dem Papst mit, er werde am 30. Juni die von ihm geplanten Bischofsweihen auch ohne päpstliche Erlaubnis durchführen.

Papst Johannes Paul II. erinnerte Lefebvre am 9. Juni 1988 nochmals brieflich an die von ihm am 5. Mai unterzeichnete Vereinbarung und appellierte an ihn, nicht mit seinem Plan fortzufahren. Dieser werde als schismatischer Akt bewertet, dessen theologische und kanonische Konsequenzen Lefebvre bekannt seien. Als dieser darauf nicht antwortete, machte der Vatikan den Briefwechsel am 16. Juni 1988 öffentlich bekannt.

Am 30. Juni 1988 weihte Lefebvre, assistiert vom emeritierten brasilianischen Bischof Antônio de Castro Mayer, die Priester der Piusbruderschaft Bernard Fellay, Bernard Tissier de Mallerais, Richard Williamson und Alfonso de Galarreta gegen das päpstliche Verbot zu Bischöfen. In der Predigt dazu begründete er den Abbruch der Verhandlungen mit Rom:[27]

„Was ist die Wahrheit für diese Menschen? Es ist die Wahrheit des Zweiten Vatikanischen Konzils, dieser konziliaren Kirche. Folglich ist für den Vatikan die heute einzige existierende Wahrheit, die konziliare Wahrheit, die Wahrheit des ‚Geistes des Konzils‘. Es ist der Geist von Assisi. Das ist heute ‚die Wahrheit‘. Diese Wahrheit wollen wir nicht, um alles in der Welt! Der feste Willen der gegenwärtigen römischen Behörden ist, die Tradition zu vernichten und alle in diesen Geist des Zweiten Vatikanischen Konzils hineinzuziehen, in diesen Geist von Assisi. Darum haben wir es vorgezogen, uns zurückzuziehen. Diesem Geist konnten wir nicht zustimmen, das war unmöglich. Für uns war es nicht möglich, sich einer solchen Obrigkeit zu unterwerfen. Wir hätten der Amtsgewalt von Kardinal Ratzinger, des Präsidenten dieser römischen Kommission, die uns hätte leiten sollen, unterstanden. Wir wären ihm ausgeliefert gewesen. Wir wären in die Hände der Personen gefallen, die uns dem Geist des Konzils und dem Geist von Assisi unterwerfen wollen. Das ist unmöglich!“

Ein späterer Vermittlungsversuch des französischen Philosophen Jean Guitton scheiterte.

Exkommunikation[Bearbeiten]

Als Reaktion auf die unerlaubten Bischofsweihen erließ die Kongregation für die Bischöfe am 1. Juli 1988 ein Dekret, das Lefebvre, de Castro Mayer und die vier frisch geweihten Piusbischöfe für exkommuniziert erklärte.[28] Am folgenden Tag bestätigte Papst Johannes Paul II. dieses Dekret mit einem Apostolischen Brief.[29] Der Vollzug illegitimer Bischofsweihen im Ungehorsam gegenüber dem Papst sei ein schismatischer Akt. Die Wurzel dieses Aktes sei ein unvollständiges und widersprüchliches Traditionsverständnis. Niemand, der sich dem universalen Lehramt der Kirche widersetze, das dem Bischof von Rom und dem Kollegium der Bischöfe zukomme, könne der Tradition treu bleiben. Der Papst forderte alle Katholiken mit irgendwelchen Kontakten zur Piusbruderschaft auf, dieser keine Unterstützung mehr zukommen zu lassen.

Die Piusbruderschaft bestreitet den Eintritt der Exkommunikation aufgrund einer kirchlichen Notlage.[30]

Abspaltungen und Ausschlüsse[Bearbeiten]

Einige Priester verließen die Piusbruderschaft sofort nach deren unerlaubten Bischofsweihen und gründeten noch 1988 die Priesterbruderschaft St. Petrus. Diese erkennt alle Dokumente des Zweiten Vatikanischen Konzils und die auf dessen Anordnung durchgeführte Liturgiereform an, so dass sie ihrerseits von der katholischen Kirche anerkannt wurde. Dies gilt auch für weitere Gruppen ehemaliger Anhänger Lefebvres, die in den folgenden Jahren mit Unterstützung der Päpstlichen Kommission Ecclesia Dei von der Kirche anerkannte altritualistische Gemeinschaften gründeten. Daneben kam es zu Abspaltungen, welche die Legitimität des römischen Papstes in Frage stellen und eine sedisvakantistische Position einnehmen.

Schon Anfang der 1980er Jahre schloss die Priesterbruderschaft einige ihrer Mitglieder in den USA aus, darunter Daniel Dolan, Clarence Kelly und Donald J. Sanborn, die dann die Priesterbruderschaft St. Pius V. gründeten. 2009 wurde P. Florian Abrahamowicz ausgeschlossen, als dieser in Italien tätig war.

Am 24. Oktober 2012 wurde Bischof Richard Williamson wegen mangelnden Respekts vor der Leitung der Bruderschaft ausgeschlossen.[31]

Im Zuge der Auseinandersetzung um den Kurs gegenüber Rom haben sich einige Ordensgemeinschaften, die mit der Bruderschaft verbunden waren, von ihr getrennt. In Deutschland war dies der ursprünglich in Brilon-Wald beheimatete Karmel St. Josef, der 2013 nach längeren Diskussionen einen eigenen Weg ging.[32]

Kirchenrechtlicher Status[Bearbeiten]

Der Vatikan sieht die Piusbruderschaft zwar nicht mehr als schismatisch an[33], sie habe aber weiterhin keinen „kanonischen Status“.[34] Die Gefahr könne allerdings nicht ausgeschlossen werden, dass ihre Mitglieder längerfristig zum Schisma tendierten.[35]

Die Piusbruderschaft bestreitet das Vorliegen und Anstreben eines Schismas, erkennt den Papst ausdrücklich an, betont ihre Loyalität ihm gegenüber und verrichtet weiterhin das im Messkanon enthaltene Gebet für ihn und den jeweiligen Ortsbischof einschließlich der dort vorgesehenen persönlichen Namensnennungen.[36] Die Priesterweihen der Piusbruderschaft sind nach katholischem Kirchenrecht gültig, die Priester gelten jedoch wegen des Mangels einer gültigen Inkardination als suspendiert. Lefebvre beanspruchte das Recht, in die eigene Gemeinschaft inkardinieren zu können, nachdem Kardinal Antoniutti, Präfekt der Kongregation für die Ordensleute, zwei Ordenspriestern einen Indult erteilte, von ihrem Orden direkt in die Bruderschaft überzutreten, was kirchenrechtlich einer Inkardinationsberechtigung gleichkommt.[37]

Der Vatikan sieht die Messen der Piusbruderschaft als gültig an, rät aber von ihrem Besuch ab. Auf eine schriftliche Anfrage antwortete Camille Perl 1995 als damaliger Sekretär der päpstlichen Kommission „Ecclesia Dei“, Besuche von Messen der Piusbruderschaft seien moralisch unerlaubt (morally illicit).[38] 2002 und 2003 nannte er die Messen nur noch rechtlich unerlaubt (illicit i. e., contrary to the law). Es sei keine Sünde, daran teilzunehmen, um einfach eine Messe nach der Messordnung von 1962 zu feiern. Ein Katholik könne damit strenggenommen (in the strict sense) die Sonntagspflicht erfüllen. Auch eine moderate Spende bei dortigen Kollekten sei keine Sünde und erscheine vertretbar. Diese Messbesuche könnten allerdings weiterhin nicht empfohlen werden.[39] Gläubige, die dennoch eine von Priestern der Bruderschaft gehaltene Messe besuchen, riskieren nur dann Sanktionen, wenn sie in der Piusbruderschaft „die einzig wahre Kirche sehen und dies im äußeren Bereich sichtbar machen“.[40]

Trauungen durch Priester der Piusbruderschaft sind nur gültig, wenn diese mit Assistenz oder in Delegation des Ortsordinarius oder des Ortspfarrers geschlossen werden. Auch eine von einem Priester der Bruderschaft erteilte Absolution bedarf einer vom Ortsordinarius erteilten oder sich aus dem kirchlichen Priesteramt ergebenden Jurisdiktionsgewalt bzw. Befugnis („facultas“) zur Spendung des Bußsakraments (Can. 967ff. CIC). Diese ist in einigen Fällen entbehrlich bzw. von Rechts wegen ersetzt („suppliert“) , beispielsweise bei Todesgefahr des Beichtenden (Can. 142 § 2 CIC, Can. 144 CIC, Can. 844 § 2 CIC, Can. 976 CIC).

Beidseitige Versuche der Wiederannäherung[Bearbeiten]

Die von Johannes Paul II. eingesetzte Dialogkommission Ecclesia Dei unter Kardinal Hoyos führte unregelmäßige Gespräche mit der Priesterbruderschaft ohne greifbare Ergebnisse.

Im August 2005 empfing Papst Benedikt XVI. Bernard Fellay und Franz Schmidberger zu einem freundschaftlichen Meinungsaustausch. Im Umfeld seines ersten Konsistoriums am 24. März 2006 verstärkte der Vatikan sein Bemühen, den Anhängern der Piusbruderschaft eine vollkommenere Gemeinschaft mit der Römischen Kirche zu ermöglichen.

Der Papst erleichterte mit dem Motu Proprio Summorum Pontificum vom 7. Juli 2007 die Feier der Messe nach dem Messbuch von 1962. Zugleich ermächtigte er die Kommission Ecclesia Dei dazu, diese „außerordentliche Form des römischen Ritus“ zu organisieren. Kardinal Hoyos erklärte dazu, der Papst liebe den alten Ritus und wolle den Gläubigen der Piusbruderschaft damit volle Kirchengemeinschaft ermöglichen. Denn sie seien keine Schismatiker und Häretiker, nur ihre Bischöfe seien 1988 exkommuniziert worden.[41]

Der französische Kirchenhistoriker Luc Perrin sah wenig Aussicht auf Versöhnung, da die Piusbruderschaft nicht nur bei der Liturgie Entgegenkommen fordere. Er wies darauf hin, dass ihre Führung jedes Mal, als Einigung mit dem Vatikan möglich war, eine Periode des „Kalten Krieges“ gegen ihn begonnen habe. Wegen fehlender dauerhafter Strukturen seien Verhandlungen stets fehlgeschlagen. Inzwischen seien sowohl bei nationalen Bischofskonferenzen als auch bei den Priestern der Piusbruderschaft enorme Widerstände gegen eine Einigung vorhanden.[42]

Am 15. Dezember 2008 schrieb Bernard Fellay im Namen aller vier Bischöfe der Piusbruderschaft an Ecclesia Dei, man sei bereit, der katholischen Kirche zu dienen, ihre Lehren, den Primat Petri und seine Vorrechte zu akzeptieren. Dies erfüllte eine Bedingung des Vatikans zur Aufhebung der Exkommunikation.[43]

Aufhebung der Exkommunikation[Bearbeiten]

Am 21. Januar 2009 hob der Präfekt der Kongregation für die Bischöfe, Giovanni Battista Kardinal Re, aufgrund einer „ausdrücklich[en,] vom Heiligen Vater Benedikt XVI. übertragenen Vollmacht“ und einer erneuten Bitte Bernard Fellays die Exkommunikation der vier irregulär geweihten Bischöfe auf. Er begründete diesen Schritt damit, dass er dem „spirituellen Unbehagen“ der exkommunizierten Bischöfe mit „väterlicher Einfühlsamkeit“ begegne und ihre kirchenrechtliche Lage überdenken wolle. Er glaube ihrer schriftlich zugesicherten Bereitschaft, mit dem Vatikan ernsthaft über bestehende Differenzen zu reden, um „bald zu einer vollen und zufrieden stellenden Lösung des zugrunde liegenden Problems“ zu gelangen. Dieses „Geschenk des Friedens“ zum Ende der Weihnachtszeit solle die „Einheit in der Barmherzigkeit der Universalkirche“ fördern und „den Skandal der Spaltung“ überwinden. [44]

Das Dekret wurde am 24. Januar bekanntgegeben. Es beinhaltet das Recht zum Empfang der Sakramente, aber kein Recht, diese zu spenden und keine Anerkennung der Bischofsämter. Diese werden erst für den Fall einer vollen Anerkennung des 2. Vatikanischen Konzils durch die Bruderschaft in Aussicht gestellt.

Reaktionen[Bearbeiten]

Wegen ihres zeitlichen Zusammentreffens mit dem Bekanntwerden der erneuten Holocaustleugnung von Richard Williamson erschien die Aufhebung der Exkommunikation als Rehabilitation von Ansichten, die führende Mitglieder der Piusbruderschaft vertreten. Dies rief anhaltende inner- und außerkirchliche Proteste hervor.[45]

Judentum[Bearbeiten]

Aus Protest gegen die päpstliche Wiederaufnahme eines Holocaustleugners in die römisch-katholische Kirche setzte das israelische Oberrabbinat die Beziehungen zum Vatikan am 21. Januar 2009 unbefristet aus.[46]

Am 23. Januar 2009 warnte die Anti Defamation League den Vatikan schriftlich vor der Wiederaufnahme Williamsons in die römisch-katholische Kirche, die negative Folgen für deren Verhältnis zum Judentum haben werde. Ebenso warnte der römische Oberrabbiner Riccardo Di Segni den Papst vor negativen Folgen für das jüdisch-katholische Verhältnis und sprach von einer „tiefen Wunde“, die eine „Beendigung des Schismas“ und die „Wiederaufnahme der Lefebvristen in die Kirche“ reißen würde.[47]

Der Zentralrat der Juden in Deutschland brach den Dialog mit der katholischen Kirche vorerst ab. Der israelische Minister für Religionsangelegenheiten, Jizchak Cohen, empfahl seiner Regierung am 31. Januar den Abbruch der diplomatischen Beziehungen zum Vatikan.[48] Diesen Vorschlag wies der israelische Außenminister jedoch zurück.

Theologen und Kirchenvertreter[Bearbeiten]

Kritische Katholiken griffen meist nicht nur Aussagen aus der Piusbruderschaft, sondern auch die Papstentscheidung zur Aufhebung der Exkommunikation an. Der belgische Theologe Jean-Pierre Wils trat am 1. Februar deswegen aus der römisch-katholischen Kirche aus: Die Priesterbruderschaft sei eine „extrem reaktionäre und zutiefst antisemitische Gruppe, die mit Diktatoren und rechtsgerichteten Regimen sympathisiere“.[49] Die Theologin Uta Ranke-Heinemann nannte die Zurücknahme der Exkommunikation einen „schweren Fehltritt“.[50] Der Moraltheologe Prof. Eberhard Schockenhoff meinte, die katholische Kirche würde sich hiermit „einen rechtsradikalen Sumpf sozusagen ins Haus holen, sie würde ihm Heimatrecht innerhalb der katholischen Kirche verschaffen.“[51]

Einige deutsche Bischöfe kritisierten den Vatikan, nahmen aber den Papst in Schutz. Karl Lehmann meinte am 2. Februar 2009, Benedikt XVI. habe die Holocaustleugnung Williamsons vor dem Aufhebungsdekret gar nicht kennen können. Kardinal Hoyos aber hätte sich zuvor ein zutreffendes Bild von Williamson machen müssen. Dessen Wiederaufnahme sei eine Katastrophe für alle Holocaust-Überlebenden, für die es eine klare Entschuldigung „von hoher Stelle“ geben müsse. Dem Konflikt mit der Piusbruderschaft lägen inhaltlich-dogmatische Fragen zugrunde; sie habe sich nie mit Dignitatis humanae, der Französischen Revolution, der Ökumene und Kollegialität der Bischöfe abgefunden. Dies versuche sie durch Konzentration auf die lateinische Liturgie zu verschleiern.[52]

Hans-Jochen Jaschke schlug am 3. Februar 2009 vor, den Prozess der Wiedereingliederung vorläufig zu stoppen. Franz-Josef Bode meinte, der Papst dürfe Holocaustleugnung in der Kirche keinesfalls dulden. Ein Kirchengericht müsse den Fall Williamson klären; dieser müsse Buße leisten. Es sei jedoch kaum vorstellbar, dass die Piusbruderschaft von ihren bisherigen Äußerungen zu den kirchlichen Reformen abrücken werde. Dann bleibe dem Papst nur die erneute und diesmal endgültige Exkommunikation. Ähnlich äußerten sich Werner Thissen und Gebhard Fürst.

Reinhard Marx verlangte eine scharfe kirchliche Absage an den Antisemitismus, der Juden und Christen nie wieder entzweien dürfe. Der für Religionsdialog im Vatikan zuständige Walter Kasper, den Hoyos nicht vom Aufhebungsdekret informiert hatte, beklagte „Fehler im Management der Kurie“ und zu wenig „interne Kommunikation“. Die Aufhebung sei nur ein Dialogangebot an die Piusbruderschaft, keine vollgültige Wiederaufnahme.[53]

Robert Zollitsch, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, beklagte am 6. Februar 2009: Man habe „den Papst leichtfertig ins Messer laufen lassen“. Kardinal Hoyos hätte sich vor Bekanntgabe des Aufhebungsdekrets vergewissern müssen, „was für Personen“ die Betroffenen seien. Gerhard Ludwig Müller zufolge sollten die vier illegal geweihten Bischöfe auf die Ausübung ihrer Weihevollmachten verzichten und könnten nur als einfache Priester eingesetzt werden.[54] Am 15. Februar forderte Lehmann eine rasche Entscheidung des Vatikan zur Piusbruderschaft; es sei „fast lächerlich“, abzuwarten, bis Williamson geprüft habe, ob der Holocaust stattgefunden habe. Mit derartigen „höhnischen Reaktionen“ sei die Entscheidung eigentlich schon gefallen.[55]

Am 5. März 2009 erklärte die Deutsche Bischofskonferenz, die Piusbruderschaft sei kein Teil der katholischen Kirche und könne dies nur werden, wenn sie alle Beschlüsse des Zweiten Vatikanischen Konzils ohne Abstriche anerkenne. Nötig sei auch eine ernsthafte Distanzierung der ganzen Bruderschaft von Richard Williamson und von antisemitischen Haltungen. Dies sei jedoch zur Zeit kaum zu erwarten. Kein Priester der Bruderschaft dürfe eine Messe feiern oder Sakramente spenden. Vergangene und angekündigte Priesterweihen dort verstießen gegen das katholische Kirchenrecht; der Vatikan möge daher bald klären, welche Folgen dies hätte.[56]

Hans Küng begrüßte die eindeutige Bejahung des Ökumenismus in der Erklärung, kritisierte aber, die Bischöfe hätten eine Fehlentscheidung des Papstes erneut als Kommunikationsproblem verschleiert und versäumt, die erneute Exkommunikation der Piusbruderschaft von ihm zu fordern.[57]

Außerkirchliche Stimmen[Bearbeiten]

Für den Bonner Politikwissenschaftler Gerd Langguth ist die Piusbruderschaft ein „Fall für den Verfassungsschutz“, da sie einen „katholischen Gottesstaat“ anstrebe.[58] Ihre Beobachtung forderten auch Volker Beck (Bündnis 90/Die Grünen), Klaus Uwe Benneter und Sebastian Edathy (SPD).[59]

Journalisten kommentierten dazu oft die Haltung des damaligen Papstes: „Benedikt wusste, was er tat und mit wem er es zu tun hatte. Niemand im Vatikan kennt die Piusbruderschaft länger und wohl auch besser als er“, schrieb Daniel Deckers (FAZ).[60]

Friedrich Wilhelm Graf schrieb in der NZZ: Wer glaube, der Papst habe nicht gewusst, was er mit der Aufhebung der Exkommunikation der schismatischen Bischöfe tat, könne sich durch die Lektüre der Schriften Joseph Ratzingers eines Besseren belehren lassen.[61] Isolde Charim (Taz) meinte: Die Piusbruderschaft habe für den Papst Vorbildcharakter, er setze mit ihrer Wiederaufnahme auf eine kämpferische Kernkirche von Überzeugten.[62]

Dem Philosophiehistoriker Kurt Flasch (SZ) zufolge stimmen die Vorstellungen von der Kircheneinheit bei der Piusbruderschaft und Papst weitgehend überein. Die Aufhebung der Exkommunikation trotz im Vatikan bekannter antikonziliarer, antisemitischer und antimoderner Äußerungen sei daher gewollt, die möglichen Folgen seien bewusst missachtet worden.[63]

Der österreichische Politiker Ewald Stadler (früher FPÖ, jetzt Abgeordneter für das BZÖ), ein jahrelanger Unterstützer der Piusbruderschaft, erklärte, diese wolle die Einheit mit Rom gar nicht; Williamson habe seine Holocaustaussagen bewusst getätigt, um den Einigungsprozess zu zerstören. Stadler verlangte ein Ultimatum des Vatikan an die Piusbruderschaft, um in die kirchliche Einheit zurückzukehren. Zugleich sollten die einzelnen Diözesen deren Laienmitgliedern die Wiedereingliederung erleichtern.[64]

In ihrer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion sah die Bundesregierung im Oktober 2010 keine hinreichenden verdachtsbegründenden Anhaltspunkte für eine verfassungsfeindliche Aktivität der Piusbruderschaft, so dass diese nicht vom Bundesamt für Verfassungsschutz beobachtet wird.[65]

Priesterbruderschaft St. Pius X.[Bearbeiten]

Bernard Fellay verbot Williamson am 27. Januar 2009 bis auf weiteres, Stellungnahmen zu politischen und historischen Sachverhalten abzugeben. Er habe Williamsons Antisemitismus nicht bemerkt. Dieser sei nicht die Position der Bruderschaft.[66]

Am 29. Januar 2009 sagte Régis de Cacqueray de Valménier, Distriktleiter der Piusbruderschaft für Frankreich, die Kirchenkrise sei auf das Zweite Vatikanische Konzil selbst, nicht nur seine Auslegung zurückzuführen. Es sei daher an der Zeit, es Papst, Bischöfen und Priestern gegenüber zur Diskussion zu stellen. Der Kollegialitätsbegriff sei fragwürdig: Die Kirche sei eine Monarchie, an deren Spitze der Papst als König stehe.[67]

Am 1. Februar 2009 reagierte Bernard Tissier de Mallerais in Italien auf den Papstaufruf zur Anerkennung des 2. Vatikanischen Konzils wie folgt:

„Wir ändern unsere Positionen nicht; sondern wir haben die Intention, Rom zu bekehren, das heißt, Rom zu unseren Positionen zu führen.“[68]

Am 10. Februar erklärte Fellay auf schriftliche Anfrage, er habe Williamson sofort nach der Fernsehsendung vom 21. Januar aufgefordert, „diesen Unsinn zu korrigieren“, und am 31. Januar 2009 als Leiter des Priesterseminars in La Reja abgesetzt. Er bekräftigte, vorher nichts von Williamsons Aussagen zum Holocaust gewusst zu haben. Antisemitische Christen stellten ihr eigenes Heil in Frage, da Christus Jude gewesen sei. Das Christentum sei anderen Religionen überlegen, daher wünsche man sich einen Staat, der es bevorzuge. Zur innerchristlichen Ökumene gelange man nur, indem „sich die anderen Konfessionen zur Wahrheit der katholischen Kirche bekehren.“[69]

Williamson hatte in einem öffentlichen Brief an Hoyos am 30. Januar bedauert, sein Interview sei „unbedacht“ gewesen, und beim Papst um Entschuldigung für die Folgen gebeten, aber seine Holocaustleugnung nicht zurückgenommen. Am 9. Februar erklärte er, er müsse die historischen Beweise für den Holocaust erst prüfen und werde dazu das Buch von Jean-Claude Pressac (Auschwitz. Technique and operation of the gas chambers) studieren. Das brauche Zeit.[70]

Am 18. Februar 2009 erklärte Matthias Gaudron im ZDF, die Piusbruderschaft habe Richard Williamson ein Ultimatum bis Ende Februar gesetzt, seine Behauptungen zu widerrufen. Er habe seiner Gemeinschaft damit Schaden zugefügt. Traditionelle Katholiken hätten keinen Grund, Hitler und das NS-Regime zu verharmlosen.[71]

Nach seiner staatlich erzwungenen Ausreise aus Argentinien[72] bat Williamson am 26. Februar 2009 in einem offenen Brief an den Vatikan „alle, die sich aufgrund meiner Worte aufrichtig entrüstet haben, vor Gott um Vergebung.“ Er habe im schwedischen Fernsehen nur die 20 Jahre alte Meinung eines Nichthistorikers geäußert. Dies tue ihm angesichts der Folgen „besonders der Kirche, aber ebenso den Überlebenden und den Verwandten der Opfer der Ungerechtigkeit unter dem Dritten Reich“ gegenüber nun leid. Die Aussagen selbst nahm er wiederum nicht zurück.[73]

Am 6. März 2009 kritisierte Franz Schmidberger die deutschen katholischen Bischöfe scharf: Sie verweigerten sich einem Dialog mit der Piusbruderschaft und lehnten mit ihrer Einstellung zur Rücknahme des Exkommunikationsdekrets implizit die päpstliche Autorität ab. Ihr Vorwurf des Antisemitismus oder Antijudaismus sei Verleumdung der Piusbruderschaft und ein Verstoß gegen das Gebot „Du sollst kein falsches Zeugnis geben!“ Die Piusbruderschaft habe sich sofort nach Bekanntwerden von Williamsons Äußerungen „klar und unmissverständlich von jeder Art von Verharmlosung der Naziverbrechen distanziert“.[74] Die von Papst und Bischöfen geforderte Anerkennung des Zweiten Vatikanischen Konzils blieb aus.[75]

Am 27. Juni 2009 weihte die Bruderschaft trotz Interventionen seitens der deutschen Bischöfe und einer Erklärung des Vatikans,[76] wonach die Weihen „durchweg als illegitim anzusehen“ seien, im Priesterseminar zu Zaitzkofen bei Regensburg drei Priester.[77] Der Vorgang wiederholte sich 2010, als die Bruderschaft am 26. Juni 2010 erneut ohne kirchliche Erlaubnis drei Priester weihte.[78]

Vatikan[Bearbeiten]

Am 28. Januar 2009 erklärte Papst Benedikt XVI. zum Gedenktag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz seine „volle und unbestreitbare Solidarität“ mit den Juden und bat:[79]

„Die Shoah sei für alle eine Mahnung gegen das Vergessen, gegen die Leugnung oder die Reduzierung.“

Er forderte die Piusbruderschaft auf, die weiteren notwendigen Schritte zur vollen Kirchengemeinschaft zu tun, das päpstliche Lehramt und das Zweite Vatikanische Konzil anzuerkennen.[80]

Nachdem die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel den Papst am 3. Februar zu einer Klarstellung bezüglich der Holocaustleugnung Williamsons aufgefordert hatte[81], verlangte das Staatssekretariat des Vatikans am Folgetag, Williamson müsse seine Aussagen zum Holocaust vollständig, eindeutig und öffentlich widerrufen. Andernfalls könne er keine Ämter in der katholischen Kirche übernehmen. Eine Frist dazu setzte es ihm nicht.[82] Die „volle Anerkennung des Zweiten Vatikanischen Konzils und des Lehramts der Päpste Johannes XXIII., Paul VI., Johannes Paul I., Johannes Paul II. sowie Benedikt XVI.“ sei die „unerlässliche Bedingung“ für die „künftige Anerkennung der Bruderschaft St. Pius X.“. Die Aufhebung der Exkommunikation habe deren kirchenrechtliche Lage noch nicht verändert.[83]

Nach Presseberichten vom 4. Februar 2009 stuften Vatikanvertreter die Sendung des Williamson-Interviews vom 21. Januar 2009 intern als „gezieltes Komplott“ und „bewusst gestellte Falle“ ein, mit der bestimmte Medien dem Papst zu schaden versucht hätten. Dem widersprachen die schwedischen Journalisten, die das Interview geführt hatten.[84]

Nach einem internen Dossier soll der Papst dagegen von eigenen Mitarbeitern in eine vorbereitete Falle gelockt worden sein. Andere Vatikanvertreter sprachen von „ignoranter Schlamperei und mangelhafter Kommunikation in der Kurie“. Das Vatikanische Staatssekretariat habe die Veröffentlichung des Aufhebungsdekrets am 24. Januar noch vergeblich zu verhindern versucht. Dem widersprach Kardinal Hoyos: Er habe bis zum Dekret des Papstes nichts von antisemitischen Ansichten Williamsons bemerkt. Sein Mitarbeiter Camillo Perl erklärte, man habe politische Ansichten der Piusbischöfe nicht geprüft, da die meisten Kardinäle die Aufhebung ihrer Exkommunikation schon Ende 2007 befürwortet hätten, um das bereits eingetretene Schisma zu überwinden.[85]

Vatikansprecher Federico Lombardi erklärte am 6. Februar 2009, die Williamsonaffäre habe „Kommunikationsdefizite in der Kurie“ aufgedeckt. Jede Abteilung kommuniziere eigenständig, ohne immer mit der Presseabteilung des Vatikans zusammenzuarbeiten. Das Aufhebungsdekret sei mangelhaft vorbereitet worden; wäre die Klarstellung des Vatikanischen Sekretariats vom 4. Februar gleichzeitig erfolgt, hätte die Affäre vermieden werden können. Benedikt XVI. habe vor der Aufhebung der Exkommunikation nichts von den Aussagen Williamsons gewusst.[86]

In einem Brief vom 11. März 2009 an seine Mitbischöfe bedauerte der Papst, dass sein „Gestus der Barmherzigkeit“ durch die Holocaustleugnung durch Williamson überlagert worden sei. „Grenze und Reichweite“ der Aufhebung der Exkommunikation seien „bei der Veröffentlichung des Vorgangs nicht klar genug dargestellt worden“. Der Heilige Stuhl müsse in Zukunft aufmerksamer auf Nachrichten aus dem Internet achten. Dann erläuterte er seine Motive für das Aufhebungsdekret: Er denke dabei „zum Beispiel an die 491 Priester. Das Geflecht ihrer Motivationen können wir nicht kennen. Aber ich denke, daß sie sich nicht für das Priestertum entschieden hätten, wenn nicht neben manchem Schiefen oder Kranken die Liebe zu Christus da gewesen wäre“. Trotz mancher „Misstöne“ aus der Bruderschaft fragte er:

„Aber sollte die Großkirche nicht auch großmütig sein können im Wissen um den langen Atem, den sie hat; im Wissen um die Verheißung, die ihr gegeben ist?“

Die Aufhebung der Exkommunikation betreffe nur die „disziplinäre Ebene“ und die vier Bischöfe als Personen. Davon sei „der doktrinelle Bereich zu unterscheiden, […] bei der Amt und Institution in Frage stehen“. In Bezug darauf gelte:

„Solange die doktrinellen Fragen nicht geklärt sind, hat die Bruderschaft keinen kanonischen Status in der Kirche und solange üben ihre Amtsträger, auch wenn sie von der Kirchenstrafe frei sind, ihre Ämter [zwar gültig, aber] nicht rechtmäßig in der Kirche aus.“

Zur Klärung dieser wichtigen doktrinellen Fragen solle die Kommission Ecclesia Dei mit der Glaubenskongregation zusammengeschlossen werden. Außerdem würden deren kollegiale Organe, „besonders die regelmäßige Kardinalsversammlung an den Mittwochen und die ein- bis zweijährige Vollversammlung“ sowie „die Einbeziehung der Präfekten verschiedener römischer Kongregationen und des weltweiten Episkopats in die zu fällenden Entscheidungen“ die Prüfung aller Lehrdifferenzen mit der Piusbruderschaft garantieren. Er wies ferner auf Vorbehalte der Piusbruderschaft, aber auch mancher ihrer Gegner gegen die fortlaufende päpstliche und konzilische Lehrautorität hin:

„Man kann die Lehrautorität der Kirche nicht im Jahr 1962 einfrieren […] Aber manchen von denen, die sich als große Verteidiger des Konzils hervortun, muß auch in Erinnerung gerufen werden, daß das II. Vaticanum die ganze Lehrgeschichte der Kirche in sich trägt. Wer ihm gehorsam sein will, muß den Glauben der Jahrhunderte annehmen und darf nicht die Wurzeln abschneiden, von denen der Baum lebt.[87]

Positionen der Priesterbruderschaft sowie einzelner Mitglieder[Bearbeiten]

Ablehnung des weltanschaulich neutralen Staates[Bearbeiten]

In einer Predigt zu Allerheiligen 1990 im schweizerischen Ecône sagte Lefebvre:

„Die Laizität ist der öffentliche Atheismus und das ist eine schwere Sünde. Der Atheismus beruht auf der Erklärung der Menschenrechte. Die Staaten, die sich seither zu diesem offiziellen Atheismus bekennen, befinden sich in einem Zustand dauernder Todsünde.“[88]

Am 2. April 2006 erklärte der Generalobere der Bruderschaft Bernard Fellay in einer Predigt:

„Da erklärt [Papst Benedikt] uns, der moderne Staat habe sich seit dem 19. Jahrhundert, wo er von der Kirche verurteilt wurde, verändert. Heute sei der moderne Staat besser, versöhnlicher, weniger radikal und folglich musste die Kirche auf dem Konzil bezüglich des Verhältnisses zum Staat eine neue Haltung einnehmen. Und indem sich die Kirche eines der fundamentalen Prinzipien des modernen Staates zu eigen machte, nämlich die Neutralität, die Unparteilichkeit allen Religionen gegenüber, konnte die Kirche ihr (eigentliches) Erbe wiederfinden. […] Anders ausgedrückt erklärt der Papst, 1700 Jahre der Kirchengeschichte sei außerhalb der Lehre Unseres Herrn abgelaufen; die Kirche habe während 1700 Jahren ihr Erbe verloren und jetzt wiederentdeckt, indem sie auf den katholischen Staat verzichtet. Wenn das kein Bruch sein soll, was ist es dann?“[89]

Auch der deutsche Distriktobere Franz Schmidberger lehnt die religiöse Neutralität des Staates ab und plädiert für eine „christliche Gesellschaftsordnung“, in der etwa die Todesstrafe gälte, „keine zivile Ehescheidung“ vorgesehen sei, eine „Unauflöslichkeit der Ehe“ als „einer ihrer Grundpfeiler“ bestehe, „den vorehelichen und außerehelichen Beziehungen“ der „Kampf“ angesagt werde und der „Vertrieb von empfängnisverhütenden Mitteln“ verboten werde, ebenso wie Zinsspekulation, Großbanken, Abtreibung, „Gotteslästerung, Homosexualität und Pornographie“. Er fordert, dass die „Gewalt in Staat und Gesellschaft“ „nicht vom Volke“, nicht „von der Basis aus[geht], sondern von Gott […] folglich bezeichnet das Volk in Wahlen allein diejenigen, die es regieren sollen, verleiht ihnen aber nicht die Autorität; ebenso wenig kann es Regierungen beliebig absetzen.“ Statt eines Parteiensystems empfiehlt er, dass an deren „Stelle jene christlichen Männer treten, die sich durch sittliche Reife und Lebenserfahrung, durch Gerechtigkeitssinn und Sorge um das Gemeinwohl auszeichnen“.[90]

Kontakte zu Rechtsextremisten, Haltung zu rechtsgerichteten Diktaturen[Bearbeiten]

Schon in den 1970er Jahren soll Lefebvre in Predigten Aussagen getätigt haben, wonach die Militärjunta von Argentinien und die Diktatur in Chile unter Augusto Pinochet vorbildliche Regierungen seien.[91] Lobende Worte fand er auch für die Diktatoren Francisco Franco, António de Oliveira Salazar und Philippe Pétain, dessen Vichy-Regime mit den Nationalsozialisten kollaborierte. Er wurde durch reaktionäre Aristokraten, die sich die Monarchie zurück wünschen, und aus autoritär-republikfeindlichen Kreisen des Großbürgertums finanziell unterstützt.[92] Die Piusbruderschaft nahm mehrfach an Pilgerfahrten zum Grab Pétains teil. Dabei verglich der französische Distriktobere der Bruderschaft, Abbé Regis de Cacqueray, 2007 den „Kampf von Pétain für Frankreich“ mit dem „Kampf Lefebvres für die katholische Kirche“.[93]

Die Pariser Kirche Saint-Nicolas-du-Chardonnet, die seit 1977 von Anhängern der Piusbruderschaft besetzt ist, hat sich seither zu einem Zentrum der extremen Rechten entwickelt. Führende Vertreter wie Jean-Marie Le Pen, der Gründer des Front National, haben diese oft besucht, für andere wurden nach ihrem Tod Gedenkmessen abgehalten. [94] Philippe Laguérie, der von 1979 bis zu seinem Ausschluss 2004 Mitglied der Piusbruderschaft war, erklärte 1991, dass der Front National die Partei sei, die am wenigsten weit vom Naturrecht entfernt sei.[95] 1996 zelebrierte er ein Requiem für den verurteilten Kriegsverbrecher Paul Touvier, der Opfer eines Komplotts geworden sei, und erklärte sich zum Anwalt Touviers vor Gott. Vor dem letzten Gericht gebe es „keine Medien, keine Medienkampagnen, keine Lobbys, keine Interessengruppen, weder Kommunisten noch Freimaurer, keine Nebenkläger und keine LICRA“.[96] [97]

Markus Heggenberger war als deutscher Distriktoberer auch Referent des inzwischen aufgelösten Cannstatter Kreises der Stuttgarter FDP, den der Verfassungsschutz als rechtsextrem einstufte. Am 2. Juni 2008 sollte der österreichische Rechtsextremist Richard Melisch in der Kirche des Priorats St. Athanasius in Stuttgart – seit 1984 Sitz des deutschen Distriktoberen – ein Referat zu den „Gefahren der Globalisierung“ halten. In der Einladung war von einem „Angriffskrieg“ der Globalisierer und einer „Allianz von Pentagon & Wall Street“ die Rede, die ihre „Welteroberungspläne“ schriftlich veröffentlicht hätten. Kurz vor Beginn wurde der Vortrag abgesagt.[98]

Im April 2010 sollte bei der Piusbruderschaft in Stuttgart der Rechtsextremist Walter Marinovic mindestens zweimal über die „Überfremdung und Islamisierung Europas“ referieren. Nach einem entsprechenden Beitrag des Fernsehmagazins Report Mainz wurde die Veranstaltung abgesagt. Nach Recherchen des Magazins war Marinovic bereits in der Vergangenheit bei der Bruderschaft aufgetreten.[51][99]

Am 15. Oktober 2013 stellte die Bruderschaft ihre Niederlassung im italienischen Albano Laziale zu einer Trauerfeier für den nationalsozialistischen Kriegsverbrecher Erich Priebke bereit.[100] Die Totenmesse wurde nach Auseinandersetzungen zwischen rund 500 protestierenden Anwohnern und angereisten Neonazis abgebrochen. Die Behörden ordneten daraufhin an, Priebke an einem geheimen Ort beizusetzen.[101]

Antijudaismus und Antisemitismus[Bearbeiten]

Führende Vertreter der Priesterbruderschaft sind öfter mit antijudaistischen und antisemitischen Aussagen hervorgetreten. So schrieb Lefebvre am 31. August 1985 an Papst Johannes Paul II., die Feinde der Kirche seien z. B. Juden, Kommunisten und Freimaurer.[102] Damit griff er das seit 1790 bekannte Motiv einer christentumsfeindlichen Allianz von Juden und Freimaurern auf, das eine Wurzel der antisemitischen Verschwörungstheorie vom Weltjudentum ist.

Die belgische Webseite Joods Actueel zitierte eine Passage der amerikanischen Website der Piusbruderschaft, wonach das „internationale Judentum“ die christlich-katholische Ordnung zerstören wolle: „Das Geld, die Medien und die internationale Politik sind zu großen Teilen in den Händen der Juden.“[103]

Der inzwischen von der Bruderschaft ausgeschlossene Richard Williamson vertrat in Reden und Predigten die antisemitische Theorie eines Weltjudentums.[104] Die antisemitische Hetzschrift Protokolle der Weisen von Zion wurde von ihm mehrfach als authentische Informationsquelle bezeichnet.[105] Ferner vertrat Williamson wiederholt israelfeindliche Positionen.[106]

Franz Schmidberger schrieb im Oktober 2008 an alle 27 deutschen römisch-katholischen Bischöfe:

„Mit dem Kreuzestod Christi ist der Vorhang des Tempels zerrissen, der Alte Bund abgeschafft, wird die Kirche, die alle Völker, Kulturen, Rassen und sozialen Unterschiede umfasst, aus der durchbohrten Seite des Erlösers geboren. Damit sind aber die Juden unserer Tage nicht nur nicht unsere älteren Brüder im Glauben, wie der Papst bei seinem Synagogenbesuch in Rom 1986 behauptete; sie sind vielmehr des Gottesmordes mitschuldig, so lange sie sich nicht durch das Bekenntnis der Gottheit Christi und die Taufe von der Schuld ihrer Vorväter distanzieren. Im Gegensatz dazu behauptet das II. Vatikanum, man könne die Ereignisse des Leidens Christi weder allen damals lebenden Juden ohne Unterschied noch den heutigen Juden zur Last legen (§ 4).“[107]

Nachdem die Zeitschrift Der Spiegel diese Aussagen veröffentlicht hatte, korrigierte Schmidberger sich am 20. Januar 2009:

„Die Aussage, die heutigen Juden trügen die Schuld ihrer Väter, muss auf jene Juden eingeschränkt werden, welche die Tötung Jesu Christi gutheißen. Sie ist in der zitierten Verallgemeinerung unrichtig.“

Er blieb aber dabei, dass Jesus Christus auch für die heutigen Juden der einzige Weg zum Heil, das Judentum also überholt sei. Schon weil Jesus und alle Apostel Juden waren, könne „kein aufrechter Christ Antisemit sein“.[108]

Der Distriktobere der Piusbruderschaft in Österreich, Helmut Trutt, bezeichnete den Verzicht auf Judenmission am 7. Februar 2009 als Irrlehre: Juden sei die Erlösung allein durch Jesus Christus ebenso wie Heiden zu vermitteln.[109]

Am 10. Februar 2009 berichtete der „Spiegel“ über antijudaistische Aussagen in der Piusbruderschaft, unter anderem in deren Mitteilungsblatt für den deutschen Sprachraum.[110]

Der der Piusbruderschaft nahestehende Philologe und Verfasser theologischer Essays Heinz-Lothar Barth vertritt die traditionelle Substitutionstheologie, wonach der neue Bund in Jesus Christus den alten Bund Gottes mit Israel aufgehoben habe, als Hintergrund der tridentinischen Messfeier. Im März 2007 begrüßte er deshalb deren Wiederzulassung durch Papst Benedikt XVI., zunächst mit einer unveränderten Karfreitagsfürbitte für die Juden nach Messbuch von 1962, und wies die innerkatholische Kritik daran zurück.[111]

Die Erklärung Nostra Aetate des Zweiten Vatikanischen Konzils hatte demgegenüber die Gottesmordtheorie und Substitutionstheologie verworfen und das aktive Bekämpfen des Antisemitismus und Antijudaismus zur christlichen Pflicht erklärt.[112]

Während einer Rede am 28. Dezember 2012 an der Our Lady of Mount Carmel Academy in New Hamburg (Ontario) bezeichnete der Generalobere Bernard Fellay „die Juden, die Freimaurer, die Modernisten“ als „die Feinde der Kirche“.[113] In Bezug auf die Juden wies Vatikansprecher Federico Lombardi Fellays Behauptung zurück.[114]

Am 12. November 2013 unterbrachen Anhänger der Piusbruderschaft eine katholisch-jüdische Gedenkveranstaltung anlässlich der nationalsozialistischen Novemberpogrome 1938, die in der Kathedrale von Buenos Aires abgehalten wurde. Der Distriktssuperior der Piusbruderschaft in Südamerika, Christian Bouchacourt, begrüßte die Störung der Veranstaltung und erklärte, katholische Kirchen dienten nicht dem Kult anderer Religionen. Mehrere christliche Organisationen in Argentinien übten daraufhin Kritik an der Piusbruderschaft. Das Erzbistum Buenos Aires teilte mit, die Veranstaltung sei keine Messe gewesen, sondern ein Akt der Erinnerung an den Beginn einer Tragödie. Die Piusbruderschaft wisse dies genau und habe mit anderen Absichten gehandelt.[115]

Holocaustleugnungen[Bearbeiten]

1987 verteidigte Philippe Laguérie den Vorsitzenden des Front National, Jean-Marie Le Pen, mit den Worten, dieser sei ein Opfer des „jüdischen Finanzkapitals“, das Frankreich seit 45 Jahren tyrannisiere. Die Thesen der Holocaustleugner Henri Roques und Robert Faurisson seien „absolut wissenschaftlich“. Le Pen hatte zuvor den Holocaust in Frage gestellt.[116]

Im April 1989 leugnete Richard Williamson in seiner Predigt während der Messe im kanadischen Sherbrooke mit Bezug auf das Vernichtungslager Auschwitz den Holocaust. 2008 äußerte er sich ähnlich unter Berufung auf den Leuchter-Report.

Am 27. Januar 2009 reagierte Schmidberger nach internationaler Presseberichterstattung auf Williamsons Holocaustleugnung wie folgt:

„Die Verharmlosung der Judenmorde des NS-Regimes und dessen Greueltaten sind für uns inakzeptabel. Die Verfolgung und Ermordung von zahllosen Juden im Dritten Reich berührt uns äußerst schmerzlich, verletzt sie doch zutiefst das christliche Gebot der Nächstenliebe, die keine ethnischen Unterschiede kennt.“[117]

Der Priester und Regionalleiter der Piusbruderschaft in Nordost-Italien, Pater Florian Abrahamowicz, der 2007 durch eine tridentinische Messfeier für den Lega-Nord-Vorsitzenden Umberto Bossi bekannt wurde[118], bezweifelte am im Januar 2009 den Vernichtungszweck der Gaskammern und die Gesamtzahl der Holocaustopfer:[119]

„Ich weiß, dass die Gaskammern zur Desinfektion benutzt wurden. Ich weiß nicht, ob darin Menschen zu Tode gekommen sind.“

Weiter behauptete Abrahamowicz, „wenn Williamson den Völkermord an den Armeniern geleugnet hätte, wäre nichts passiert“. Im Februar 2009 schloss die Piusbruderschaft ihn wegen dieser Äußerungen aus.[120]

Islamfeindlichkeit[Bearbeiten]

Schmidberger bezeichnete in einem Vortrag vor der Bewegung actio spes unica im März 1989 den Islam als „jene Religion, die unsere Väter mehrfach unter größtem Einsatz und dem Opfer ihres Lebens zurückgeworfen haben, da sie sich zum Ziel gesetzt hat, die Erde durch Feuer und Schwert dem Halbmond zu unterwerfen.“; „Was dem Islam im 16. und 17. Jahrhundert mit Waffengewalt nicht gelungen ist, das schafft er heute in der nachkonziliaren Ära auf friedlichem Wege. Er besetzt Europa. Frankreich wird überschwemmt von Arabern, Deutschland von Türken, England und Skandinavien von Pakistani.“[121]

Am 5. Februar 2009 erklärte er in einem Interview, der islamische Prophet Mohammed habe nachweislich mit einem acht- oder neunjährigen Mädchen „geschlechtlichen Umgang gepflegt“. Man könne ihn daher heute als „Kinderschänder“ bezeichnen.[122] Am selben Tag bedauerte er diese Aussage, warf den Medien aber zugleich vor, Aussagen aus der Piusbruderschaft bewusst zu verzeichnen, und stellte Medienkontakte deshalb ein.

Ablehnung der Nouvelle Théologie und der Aufklärungsphilosophie[Bearbeiten]

Im April 2006 erklärte Tissier de Mallerais in einem Interview,[123] das von Joseph Ratzinger 1968 veröffentlichte Buch Einführung in das Christentum sei „voller Häresien“. Die im Buch vertretenen Positionen seien „schlimmer als Luther, viel schlimmer“. Ferner erklärte er:

„Sie können Vatikanum II nicht als ein katholisches Werk lesen. Es basiert auf der Philosophie des Immanuel Kant. […] Ich werde sagen, eines Tages sollte die Kirche dieses Konzil tilgen. Sie wird nicht mehr von ihm reden. Sie muss es vergessen. Die Kirche wird weise daran tun, dieses Konzil zu vergessen.“

Antiaufklärerische Erziehungsziele[Bearbeiten]

Die Schulen der Bruderschaft sollen nach ihrem deutschsprachigen Mitteilungsblatt vom Juli 2005 „nicht nur Wissen vermitteln, sondern ebenso auf die Erziehung und Charakterbildung der Schüler Wert legen“. Der „katholische Lehrer“ müsse die „Hauptirrlehren unserer Zeit“ erklären, ohne diese „zu loben“ oder gar „anzunehmen“. Schüler müssten sich mit den Lehren von Martin Luther, René Descartes, David Hume, Immanuel Kant, Georg Wilhelm Friedrich Hegel und Jean-Paul Sartre in der Weise beschäftigen, wie sich Medizinstudenten mit Krankheiten beschäftigen: mit dem Ziel, diese Krankheiten dann bekämpfen zu können.[124]

Für ihre Bekenntnisschulen beruft sich die Piusbruderschaft auf die Erziehungsenzyklika Divini illius magistri von Papst Pius XI. Es sei wichtig, die Werte der „traditionellen katholischen Kirche“ an Kinder weiterzugeben. Ziel sei es, „frohe, selbstständige junge Menschen heranreifen zu lassen, die gelernt haben, ihr Leben auf der Grundlage christlicher Überzeugung und Selbstbeherrschung zu gestalten.“ Besonderer Wert werde auf „Ehrfurcht vor Gott und den Nächsten, Disziplin, Höflichkeit, Ordnung und die Vermittlung der abendländischen Kultur gelegt“.[125]

Ablehnung von Homosexualität[Bearbeiten]

Mahnwache der Piusbruderschaft am Marienplatz in Stuttgart am 1. August 2009

Zum Christopher Street Day veranstaltete die Piusbruderschaft am 28. Juli 2007 in Stuttgart eine Gegendemonstration. Ihre Anhänger versammelten sich mit Protestplakaten mit Aufschriften wie „Rettet Kinder vor Perversen“ und „AIDS – Geißel der Unzucht“ und beteten zur „Wiedergutmachung der Perversion und Übertretung des 6. Gebotes des Dekalogs: ‚Du sollst nicht Unzucht treiben.‘“ öffentlich den Rosenkranz.[126] Peter Lang, Pater des Priorats St. Athanasius in Stuttgart-Feuerbach, erklärte:

„Der Umzug und seine Teilnehmer zeigen ein Verhalten, das dem Menschen nicht angemessen ist, eine moralische Umweltverschmutzung.“[127]

Niemand verteidige mehr „die christlichen Werte, wie Familie, Treue, Keuschheit. Dafür müssen unsere Kinder ansehen, wie pervers Erwachsene sein können.“[128]

Auch gegen den CSD am 1. August 2009 in Stuttgart veranstaltete die Piusbruderschaft eine Mahnwache.[129]

Zum ebenfalls 2009 stattfindenden vierzigsten Jahrestag der Verkündigung des zweiten Strafrechtsreformgesetzes (2. StRG) vom 4. Juli 1969, welche sie fälschlicherweise mit der Reform des § 175 StGB in Verbindung brachten (in Wirklichkeit wurde dies mit dem 1. StRG am 25. Juni 1969 beschlossen und trat mit 1. September 1969 in Kraft; das 2. StrRG trat erst zum 1. Juli 1975 in Kraft), zitierten sie unter der Überschrift „Jahrestag: Homosexualität ist eine Straftat“ den § 175 in der von den Nationalsozialisten 1935 verschärften Fassung, die bis 1969 in Kraft war. Daneben sprachen sie von „homosexuellen Moralvergiftern“, „geschlechtlicher Perversion“ und „sodomitischen Umzügen“, dass in den letzten 40 Jahren ein unvorstellbarer Werteverfall stattgefunden habe und Adenauer sich im Grab umdrehen würde.[130] Damit – besonders durch die Verwendung des Präsens in der Überschrift – erwecken sie den Eindruck, eine neuerliche strafrechtliche Verfolgung von (männlichen) Homosexuellen herbeizusehnen.[131]

Ablehnung der Gleichberechtigung von Frauen[Bearbeiten]

In einem ursprünglich auf den Internetseiten der Priesterbruderschaft in Kanada veröffentlichten und inzwischen dort wieder gelöschten Hirtenbrief vom September 2001 sprach sich Richard Williamson gegen höhere Bildung und Selbstbestimmung für Frauen aus:

„Fast kein Mädchen sollte zu irgendeiner Universität gehen. […] Aber wo finden weiterführende Mädchenschulen dann ihrerseits weibliche Lehrkräfte, wenn kein Mädchen mehr ein Studium absolviert? Man braucht keine Universität, um das meiste von dem zu lernen, was Mädchen unterrichtet zu werden brauchen, zum Beispiel Hauswirtschaft, Einrichtung und Unterhalt eines Heims, Pflege und Erziehung der Kinder, die geistige und soziale Vorbereitung auf die Ehe.“[132]

In einer mit den Piusbrüdern verbundenen Schule in Kansas wurde einer Schiedsrichterin die Tätigkeit verboten, da Frauen keine Autorität gegenüber Männern ausüben sollten.[133] Schmidberger sprach sich gegen die Gleichberechtigung aus:

„Wir brauchen heute Männer, die Männer sein wollen, Frauen, die Frauen sind und Frau sein wollen, das heißt Gehilfin des Mannes und Mutter der Kinder.“[134]

Literatur[Bearbeiten]

  • Jean Anzevui: Le Drame d’Ecône. Historique, analyse et documents. Valprint, Sion 1976
  • Wolfgang Beinert (Hg.): Vatikan und die Pius-Brüder. Anatomie einer Krise. Herder, Freiburg i.Br. 2009, ISBN 978-3-451-30279-4
  • Franz Xaver Bischof: Widerstand und Verweigerung – Die Priesterbruderschaft St.Pius X. Chronologie eines Schismas. In: Münchener Theologische Zeitschrift 60 (2009), ISSN 0580-1400, S. 234–246
  • Stephan Haering OSB: Rom und die Piusbruderschaft. Ein kirchenrechtlicher Blick auf die Vorgänge des ersten Halbjahres 2009. In: MThZ 60 (2009), S. 247–257
  • Andreas Pitsch: Die ekklesiologischen Irrlehren von Marcel Lefebvre. Entstehungsgeschichte, Rechtfertigung und Auswirkungen. Müstair: : Verax, 2008; ISBN 978-3-909065-29-5.
  • Peter Neuner: Eine neue Modernismuskrise? Theologiegeschichtliche Überlegungen zum Streit um die Piusbruderschaft. In: MThZ 60 (2009), S. 258–270
  • Alois Schifferle: Das Ärgernis Lefebvre. Informationen und Dokumente zur neuen Kirchenspaltung. Paulusverlag, Fribourg 1989, ISBN 3-7228-0211-3
  • Alois Schifferle: Die Pius-Bruderschaft. Informationen – Positionen – Perspektiven. Butzon & Bercker, Kevelaer 2009, ISBN 978-3-7666-1281-6

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Priesterbruderschaft St. Pius X. – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Eigendarstellung
Geschichte
Kritik

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Gerald Kluge (Beauftragter für Sekten und Weltanschauungsfragen im Bistum Dresden-Meißen): Priesterbruderschaft St. Pius X. (Lefebvre-Anhänger)
  2. Benedikt XVI. (2010): Licht der Welt: Der Papst die Kirche und die Zeichen der Zeit – Ein Gespräch mit Peter Seewald, Città del Vaticano, Freiburg 2010. S. 38f.
  3. fsspx.org: General statistics
  4. Gerald Kluge: Priesterbruderschaft St. Pius X. (Lefebvre-Anhänger)
  5. Website der Priesterbruderschaft mit dem Verzeichnis der Einrichtungen
  6. Messzentren der Piusbruderschaft in Deutschland
  7. Erzbischof Zollitsch, die Piusbruderschaft und ein Dauerstreit, kath.net, 27. März 2009
  8. Report Mainz, 9. Februar 2009: Chef deutscher Pius-Brüder plädiert für Todesstrafe, und nennt Aids eine „Strafe Gottes“
  9. epd: Saar-Landtag debattiert über Schulen der Pius-Bruderschaft
  10. Verwaltungsgericht Saarland (Hrsg.): Herz-Jesu-Schule in Saarbrücken darf weiter betrieben werden. Aktenzeichen 1 K 35/06, Pressemitteilung vom 3. Mai 2007; Carola Padtberg (Der Spiegel, 16. Februar 2006): Prügelnde Lehrer an Herz Jesu
  11. Michael Jungmann: Aufsichtsbehörde schließt Saarbrücker Herz-Jesu-Internat. Saarbrücker Zeitung, 25. April 2010.
  12. „Keine Gefährdung für Kinder“; Meldung beim Saarländischen Rundfunk vom 17. Januar 2011.
  13. Saarbrücker Don-Bosco-Schulen bleiben geöffnet. Das Verwaltungsgericht Saarlouis gab der Klage der Piusbruderschaft gegen das Saar-Bildungsministerium statt; Meldung der Saarbrücker Zeitung vom 6. September 2011.
  14. Sarto-Verlag: „Wir über uns“
  15. a b Jean-Marie Mayeur, Norbert Brox unter anderem (Hrsg.): Die Geschichte des Christentums Band 13: Krisen und Erneuerung (1958–2000), Herder, Freiburg/Basel/Wien 2002, S. 115–116.
  16. Canonical History of the Lefebvre Schism, Punkt 1.2
  17. FSSPX: Die Grundsatzerklärung von S.E. Erzbischof Marcel Lefebvre, 21. November 1974
  18. a b Jean-Marie Mayeur, Norbert Brox unter anderem (Hrsg.): Die Geschichte des Christentums Band 13: Krisen und Erneuerung (1958–2000), Herder, Freiburg/Basel/Wien 2002, S. 116.
  19. Rev. Thomas C.G. Glover, Doctor of Canon Law (Angelus online, 19. Januar 2011: The Valid Legal Existence of the Priestly Fraternity of St. Pius X)
  20. Papst Paul VI., 24. März 1976: CONCISTORO SEGRETO DEL SANTO PADRE PAOLO VI PER LA NOMINA DI VENTI CARDINALI
  21. Predigt von Erzbischof Lefebvre am 29. Juni 1976 in Ecône
  22. Brief von Erzbischof Lefebvre an Papst Paul VI. vom 17. Juli 1976
  23. Das Thema Traditionalisten ist in Frankreich besonders sensibel; Artikel der Katholischen Nachrichtenagentur in der Schwäbische Zeitung, Ausgabe vom 6. Februar 2009
  24. Priesterseminar Herz Jesu, Zaitzkofen: Nachrichten von Priesterweihen 2006–2007
  25. Brief von Erzbischof Lefebvre an seine zukünftigen Bischöfe vom 28. August 1987
  26. FSSPX-Dokumente: Protokoll über ein Einvernehmen vom 5. Mai 1988
  27. Predigt von Erzbischof Lefebvre am 30. Juni 1988 in Ecône
  28. Bernardinus Kardinal Gantin, Präfekt der Kongregation für die Bischofe: Decree of Excommunication on Marcel Lefebvre, 1. Juli 1988; vgl. Canon 1382 des kanonischen Rechts.
  29. Johannes Paul II.: Apostolisches Schreiben „Ecclesia Dei“ Motu Proprio
  30. R. Kaschewsky: Zur Frage der Bischofsweihen ohne päpstlichen Auftrag, in: Una Voce Korrespondenz 2/1988, S. 86–91.
  31. Piusbrüder schließen Bischof Williamson aus, Welt Online, 24. Oktober 2012
  32. Zu den Auseinandersetzungen siehe Der Karmel St. Josef von Brilon-Wald und die FSSPX; POSchenker; 7. April 2013; abgerufen am 28. Februar 2014.
    Deutscher Zweig der Karmelitinnen löst sich von der Piusbruderschaft; Katholisches.info – Magazin für Kirche und Kultur, 12. März 2013; abgerufen am 28. Februar 2014.
  33. Michael J. Matt: Vatican Cardinal Ordains Four for Priestly Fraternity of St. Peter. Remnant Editor Questions Darío Cardinal Castrillón Hoyos; The Remnant, 11. Juni 2008
  34. s. unten Zit. aus dem Papst-Brief vom 12. März 2009.
  35. Kommission Ecclesia Dei: Status of Society of St Pius X Masses, 29. September 1995.
  36. FSSPX: Stellungnahme zur Exkommunikation
  37. Michael Davies: Apologia pro Marcel Lefebvre, S. 398: Kapitel 32, Nr. 9: Erzbischof Lefebvre vor der Glaubenskongregation, 11. Januar 1979
  38. Commission Ecclesia Dei: STATUS OF SOCIETY OF ST PIUS X MASSES (September 1995)
  39. Unavoce.org: Letter by Msgr. Camille Perl Regarding Society of St. Pius X Masses
  40. Verordnungsblatt der Erzdiözese Salzburg, Erzb. Ordinariat, 10. Mai 2006, Prot.Nr. 579/06.
  41. Regina Einig (Die Tagespost, 9. Februar 2007, Nachdruck bei kathnet): Die alte Messe steht für die Vielfalt des Guten – Der Präsident der Kommission Ecclesia Dei, Darío Kardinal Castrillón Hoyos, hofft auf Versöhnung mit der Priesterbruderschaft Pius X.
  42. Rorate Caeli, The New Catholic, 31. Juli 2008: A historian observes the Catholic moment; one year of Summorum Pontificum and the SSPX; deutsch übersetzt: „Summorum Pontificum ist auf Langzeitwirkung berechnet“: Ein Gespräch mit Luc Perrin, Professor für Kirchengeschichte an der Universität Strassburg (1. August 2008)
  43. Kath.net, 24. Januar 2009: Vatikan: Exkommunikation der 'Pius-Bischöfe' aufgehoben
  44. Wortlaut des Dekrets der Bischofskongregation vom 21. Januar 2009
  45. Peter Wensierski, Spiegel Online, 19. Januar 2009: Problem für den Papst
  46. Tagesschau: Rabbinat setzt Beziehungen zum Vatikan aus (Die ursprüngliche Seite ist nicht mehr abrufbar.)[1] [2] Vorlage:Toter Link/www.tagesschau.de → Erläuterung
  47. Kath.info, 23. Januar 2009: Staatsanwaltschaft Regensburg ermittelt gegen Bischof Williamson (FSSPX)
  48. Tagesschau (ARD), 31. Januar 2009: Israel droht Vatikan mit Ende der Beziehungen (Die ursprüngliche Seite ist nicht mehr abrufbar.)[3] [4] Vorlage:Toter Link/www.tagesschau.de → Erläuterung
  49. Netzeitung, 1. Februar 2009: „Das Vorgehen ist eine Katastrophe“
  50. Die Zeit, 6. Februar 2009: Antisemitismus unterm Kreuz
  51. a b Die Pius-Brüder und die extremen Rechten. www.swr.de, 15. April 2010.
  52. Karl Lehmann (Die WELT, 2. Februar 2009, Nachdruck bei Kathnet): 'Der Papst konnte die Äußerungen von Williamson gar nicht kennen'
  53. Die Welt, 3. Februar 2009: Streit um Holocaust-Leugner: Bischöfe begehren gegen Papst-Entscheid auf
  54. Diözese Regensburg, 6. Februar 2009: Erklärung von Bischof Gerhard Ludwig Müller zur Aufhebung der Exkommunikation von vier Bischöfen der Pius-Bruderschaft und zur Kampagne gegen den Heiligen Vater, Papst Benedikt XVI.
  55. Die Welt, 15. Februar 2009: Holocaust-Leugnung: Lehmann will schnelle Entscheidung zu Williamson
  56. Kathüress, 5. März 2009: „Gemeinsame Botschaft“ der deutschen Bischöfe zur Lefebvrianerkrise
  57. Hans Küng (Spiegel, 5. März 2009): Stellungnahme zur Erklärung deutscher Bischöfe
  58. Süddeutsche Zeitung, 7. Februar 2009: Streit um Bruderschaft: „Pius-Brüder wollen einen katholischen Gottesstaat“ – Holocaust-Leugner Williamson weigert sich zu widerrufen. Politologen wollen die Pius-Bruderschaft vom Verfassungsschutz beobachten lassen
  59. Dietmar Neuerer (Handelsblatt, 10. Februar 2009): Verfassungsschutz soll Pius-Brüder beobachten
  60. Daniel Deckers: Papst Benedict XVI. und die Piusbrüderschaft: Der unbedarfte Brückenbauer; Frankfurter Allgemeine Zeitung, 6. Februar 2009.
  61. Friedrich Wilhelm Graf (Neue Zürcher Zeitung, 14. Februar 2009): Mein Tun ist nicht von dieser Welt; Papst Benedikt XVI. ist Joseph Ratzinger treu geblieben
  62. Isolde Charim: Zurück zum Glutkern des Glaubens; taz, 14. Februar 2009.
  63. Kurt Flasch (Süddeutsche Zeitung, 18. Februar 2009): Kein Betriebsunfall. Die Kircheneinheit und der Papst
  64. Kath.net: Stadler: „Vatikan soll der Piusbruderschaft ein Ultimatum setzen“; Meldung vom 9. Februar 2009.
  65. Matthias Meisner: Toleranz gegenüber Pius-Brüdern; Der Tagesspiegel, 19. Oktober 2010.
  66. Bernard Fellay: Stellungnahme des Generaloberen (Menzingen, 27. Januar 2009)
  67. Regina Einig:Was ist Tradition? Konflikte sind nach der Aufhebung der Exkommunikation von vier Bischöfen vorprogrammiert; Artikel in: Die Tagespost, 29. Januar 2009; Nachdruck bei kath.net.
  68. Alain Elkann: Bishop Tissier de Mallerais speaks; Interview auf cfnews.org (Catholic Family News) aus: La Stampa, 1. Februar 2009.
  69. Barbara Hans, Peter Wensierski, Steffen Winter: Streit über Holocaust-Leugner: Oberster Piusbruder fordert Williamson zur Umkehr auf; Der Spiegel, 10. Februar 2009
  70. Peter Wensierski, Steffen Winter: Kirche: „Nach Auschwitz werde ich nicht fahren“. 14 Fragen an den Bischof der Piusbruderschaft Richard Williamson; Der Spiegel, 9. Februar 2009
  71. Droht Williamson der Rauswurf? kath.net-Meldung vom 18. Februar 2009
  72. Nach Ausweisung aus Argentinien: Williamson auf dem Weg nach London; Netzeitung, 24. Februar 2009
  73. Piusbruder: Holocaust-Leugner Williamson bittet um Vergebung; Der Spiegel, 26. Februar 2009
  74. Offizielle Stellungnahme des Distriktoberen der FSSPX-Deutschland, Pater Franz Schmidberger, 6. März 2009
  75. Kritik: Piusbrüder werfen deutschen Bischöfen Lügen vor; Der Spiegel, 6. März 2009
  76. Priesterweihe: Piusbruderschaft ignoriert Entscheidung des Vatikans; Der Spiegel, 20. Juni 2009
  77. Pius-Brüder weihen Priester – trotz Verbots; Süddeutsche Zeitung, 27. Juni 200
  78. Drei Pius-Priester im bayerischen Zaitzkofen geweiht; kna-Meldung auf kath.net, 26. Juni 2010
  79. Radio Vatikan, 28. Januar 2009: Papst zur Shoah: „Juden waren unschuldige Opfer“
  80. Kathnet, 28. Januar 2009: Papst: Piusbruderschaft muss Autorität des Papstes anerkennen
  81. Die Zeit, 6. Februar 2009: Vatikan verärgert über Papst-Debatte
  82. Vatikanischen Stastssekretariat, 4. Februar 2009: Note zur Aufhebung der Exkommunikation der vier Bischöfe der Piusbruderschaft
  83. Radio Vatikan, 4. Februar 2009: Vatikan: „Papst kannte Williamson-Äußerungen nicht“; Williamson muss widerrufen
  84. Die Zeit, 4. Februar 2009: Skandal um Pius-Brüder: Vatikan wittert Verschwörung gegen Benedikt
  85. Paul Badde (Die Welt): Keiner im Vatikan hatte hinter den Bischöfen her gegoogelt (Nachdruck bei Kathnet, 5. Februar 2009)
  86. Die Presse.com, 6. Februar 2009: Piusbrüder auf Konfrontation: Juden als Christus-Mörder – Kommunikationsdefizite im Vatikan
  87. alle Zitate nach FAZ, 11. März 2009: Papst: „Man hat auf mich eingeschlagen“
  88. Predigt von Marcel Lefebvre am 1. November 1990 in Ecône
  89. Predigt von Bischof Bernard Fellay am 2. April 2006 in Ecône, in: Beilage zum Rundbrief von „Patrona Bavaria“, München, Mai 2006, zitiert nach: Einsicht aktuell, abgerufen am 10. Oktober 2011.
  90. Brief an die Freunde und Wohltäter Nr. 45 vom 7. Oktober 1993; Civitas, Zeitschrift für das christliche Gemeinwesen 2007 (S. 43-47): Grundsätze einer christlichen Gesellschaftsordnung
  91. Jan Dirk Herbermann: Pius-Bruderschaft: Das Nest des Beschmutzers; Der Tagesspiegel vom 4. Februar 2009
  92. Manuel Abramowicz: A l’extrême droite de Dieu; Introduction au dossier sur la Fraternité lefebvriste; Artikel in: RésistanceS – web-journal de l’Observatoire belge de l’extrême droite, vom 25. Januar 2009.
  93. Adresse au Maréchal Pétain par Mgr Lefebvre (13 avril 1987 à l’Ile d’Yeu), Invitation et affiche du pélerinage du 22 septembre 2007, accompagné d’une sur le site de La Porte latine; %26Itemid=11 Photos der Wallfahrt und Segnung des Pétain-Grabes in Cacqueray am 22. September 2007 auf der Internetseite des Priorates Saint-Louis
  94. Saint-Nicolas-du-Chardonnet, in: Erwan Lecoeur (Hg.): Dictionnaire de l'extrême droite, Paris 2007, S. 259.
  95. Internet Centre Anti-Racism Europe (24. August 2005): Philippe Laguérie qui établissait dès 1991 que le Front National était „le parti le moins éloigné du droit naturel“
  96. Barry James: Paul Touvier, Jailed French War Criminal, Dies at 81; New York Times vom 18. Juni 1996.
  97. Renaud Dely und Jean Hatzfeld: Requiem pétainiste pour Touvier: messe intégriste à Paris et inhumation à Fresnes pour l’ancien milicien; La Libération, 26. Juli 1996.
  98. Anton Maegerle: Unchristliche Brüder; Blick nach Rechts, März 2009.
  99. Piusbruderschaft Deutschland sagt Vorträge von Rechtsextremist Marinovic ab. www.swr.de, 28. April 2010.
  100. Piusbrüder ermöglichen Trauerfeier für Nazi-Verbrecher; Spiegel Online, 15. Oktober 2013.
  101. Franz Haas: Friede sei dem Massenmörder. Neue Zürcher Zeitung, 22. Oktober 2013, abgerufen am 22. Oktober 2013
  102. Archbishop Lefebvre: A Letter to His Holiness Pope John Paul II
  103. Joods Actueel, 23. Februar 2009: Pius X society: ‘Jews, the enemy of man’; Netzeitung, 24. Februar 2009: „Schock-Enthüllung“ über Pius-Bruderschaft
  104. Anti-Defamation-League: Beispiele für Antisemitismus bei Piusbrüdern
  105. Richard Williamson: Bishop Williamson’s Letters, 1. Mai 2000
  106. Holocaust-Leugner Williamson spricht Israel das Existenzrecht ab. www.zeit.de, 20. Januar 2010
  107. Vgl.: Peter Bürger: Weißwaschung für die Pius-Brüder?, Telepolis vom 5. Februar 2009, abgerufen am 11. Oktober 2011.
  108. Franz Schmidberger: Stellungnahme zum Spiegelartikel Nr. 4/2009, S. 32-33
  109. Krone.at, 7. Februar 2009: Affront gegen Rom: Erneute Provokationen durch Piusbruderschaft
  110. Spiegel Online, 10. Februar 2009: Auch deutsche Piusbrüder hetzen gegen Juden
  111. Klappentext zu Heinz-Lothar Barth: Ist die traditionelle lateinische Messe antisemitisch? Brennpunkt Theologie Bd. 7, 2. Auflage, Sarto-Verlag 2007 (PDF; 63 kB)
  112. Nostra Aetate 4
  113. Jewish Telegraphic Agency: “Jews Branded 'Enemies of Church' by Catholic Sect”, The Jewish Daily Forward, 7. Januar 2013
  114. Lombardi: „Juden sind unmöglich Feinde der Kirche“, Österreichischer Rundfunk, 7. Januar 2012
  115. Un líder lefebvrista defendió la irrupción del grupo fundamentalista en la Catedral, La Nación, 13. November 2013
  116. “Des moulins à vent”; Le Monde, 18. September 1987
  117. Franz Schmidberger: Zu den Aussagen von Bischof Williamson; FSSPX.de, 30. Januar 2009, Text vom 27. Januar 2009
  118. Keine Kleinigkeit aus irgendeinem Messbuch; Der Standard, 30. Januar 2009
  119. Stefan Ulrich: Der Vatikan sucht einen Schuldigen; Süddeutsche Zeitung, 30. Januar 2009
  120. Religion: Piusbruderschaft schließt Holocaust-Leugner aus; Spiegel Online, 6. Februar 2009
  121. Franz Schmidberger: Die Zeitbomben des Zweiten Vatikanischen Konzils (PDF; 244 kB), Stuttgart 1997. ISBN 3901851046.
  122. SWR, Sendung „Zur Sache Baden-Württemberg!“, 5. Februar 2009 (Vorauszug): Angela Merkel versteht das nicht.
  123. Stephen L. M. Heiner: An Interview with Bishop Bernard Tissier de Mallerais; in: The Remnant, 30. April 2006.
  124. Jean-Dominique OP: Die christliche Schule; in: Mitteilungsblatt der Priesterbruderschaft St. Pius X. Deutschland, Juli 2005, S. 24 (PDF; 1,1 MB)
  125. Schönenberg – St.-Theresien-Gymnasium; Priesterbruderschaft St. Pius X. Deutschland; abgerufen am 15. November 2013
  126. Mahnkundgebung für Gottes Gebote; Pressedienst der FSSPX in Deutschland, Meldung vom 20. Juli 2010. Demonstrationen – Mahnkundgebung für Gottes Gebote beim CSD in Stuttgart 2010; Presseerklärung der Piusbruderschaft.
  127. Wie Karneval im Juli – 100.000 Zuschauer bei Parade in Stuttgart; Stuttgarter Zeitung, 28. Juli 2007
  128. Stuttgarter Nachrichten, 28. Juli 2007: Priesterbruderschaft gegen Christopher Street Day (Link nicht mehr erreichbar)
  129. Aufruf zum Zeugnis für Gottes Gebote in Deutschland; piusbruderschaft.de, vom 22. Juli 2009
  130. Jahrestag: Homosexualität ist Straftat; piusbruderschaft.de, 4. Juli 2009
  131. CSD-Gegendemo: Pius-Bruderschaft fordert Homo-Verbot; queer.de, 28. Juli 2009
  132. Girls at University; Bishop Williamson’s Letters, 1. September 2001
  133. Female Referee Removed From Officiating Boys’ Basketball Game by Religious School; AP-Meldung auf Foxnews.com, 13. Februar 2008, abgerufen am 11. Oktober 2011.
  134. Peter Wensierski: Katholische Hardliner: Wie die Piusbrüder gegen Juden, Muslime und Schwule hetzen; Der Spiegel, 3. Februar 2009