Primary

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Die Primary (Vorwahl) ist ein parteiinternes Verfahren der großen Parteien in den Vereinigten Staaten, um innerhalb einer Partei die Kandidaten für öffentliche Ämter aufzustellen. Das Verfahren wird nur in einem Teil der amerikanischen Bundesstaaten insbesondere zur Wahl der Präsidentschaftskandidaten angewandt. Es wurde eingeführt, um die demokratische Transparenz innerhalb der Parteien zu fördern. Die Primaries finden in der Zeit von Januar bis Juni des Wahljahres statt. Formal werden bei den Vorwahlen nicht der Präsidentschaftskandidat selbst, sondern Delegierte für den Bundesparteitag, die national convention im Hochsommer gewählt. Die Delegierten sind dann allerdings in der Regel auf einen bestimmten Kandidaten festgelegt. Als Folge davon steht das Ergebnis der Nominierung häufig schon in der Mitte der Vorwahlsaison fest. Um einen möglichen Ansehensverlust in der Öffentlichkeit aufgrund von ausufernden Diskussionen zu verhindern, sind die Vorwahlen auf wenige Tage konzentriert worden. In einigen Staaten der USA findet keine Primary, sondern ein Caucus statt.

Man unterscheidet zwischen open primary, semi-open primary, semi-closed primary und closed primary.

Open primary[Bearbeiten]

Bei der open primary dürfen alle Wahlberechtigten an den Vorwahlen jeder Partei teilnehmen. Eine Mitgliedschaft in der Partei oder auch nur eine ausdrückliche Parteipräferenz sind dazu nicht erforderlich. Die Entscheidung, sich an der Vorwahl einer bestimmten Partei zu beteiligen, ist vom Wahlgeheimnis mitumfasst.

Semi-open primary[Bearbeiten]

Bei einer semi-open primary darf jeder in einer von beiden Primaries, also entweder in der demokratischen oder in der republikanischen Primary, wählen. Dazu muss man nicht Parteimitglied sein, man darf aber nur in einer von beiden wählen.

Semi-closed primary[Bearbeiten]

Bei einer semi-closed primary dürfen alle Mitglieder einer Partei wählen und Wahlberechtigte, die in keiner Partei Mitglied sind.

Closed primary[Bearbeiten]

Beim Verfahren der closed primary muss sich jeder Wähler öffentlich zu seiner Parteipräferenz bekennen. Auch hier ist es aber nicht notwendig, Mitglied einer Partei zu sein. Es genügt, die eigene Zugehörigkeit zu einer Partei auszudrücken, indem man sich für die Teilnahme an der Vorwahl registriert oder auch nur durch die Teilnahme selbst.

Raiding[Bearbeiten]

Raiding bedeutet, dass Wähler von der einen Partei absichtlich in der Primary der anderen Partei den schwächeren Kandidaten wählen, um so in der richtigen Wahl bessere Chancen zu haben. Das Problem des Raidings tritt nur in Bundesstaaten mit einer Open oder Semi-Open Primary auf.

Literatur[Bearbeiten]