Primary Account Number

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Die Primary Account Number (PAN) identifiziert eindeutig Kreditkarten und Debitkarten,[1] sie ist eine Zahlungskartennummer.[2]

Die PAN ist auf der Spur 2 einer Kreditkarte/Debitkarte codiert.

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Zahlung mit einer Karte wird neben anderen Informationen die PAN ausgelesen, diese kann mit Hilfe von Datenbanken in Land, Kreditinstitut, Bankleitzahl und Kontonummer umgesetzt werden. Auf Kartenzahlungsbelegen wird die PAN abgedruckt. Dabei wird oftmals ein Teil der Ziffern der PAN durch x ersetzt. Dies nennt man PAN Truncation.[3]

Aufbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ISO/IEC 7812 bestimmt den folgenden Aufbau.

  • Das erste Zeichen ist ein Major Industry Identifier (MII).
  • Die ersten sechs Zeichen heißen Issuer Identification Number (IIN), früher auch Bank Identification Number (BIN) genannt. Diese werden von der American Bankers Association (ABA) vergeben.
  • Das letzte Zeichen ist eine Prüfziffer, berechnet mit dem Luhn-Algorithmus.
  • Die Gesamtlänge beträgt bis zu 19 Zeichen.

Die IIN der deutschen Debitkarten beginnen mit 672, die IIN der Sparkassenkarten mit 59.

Für deutsche Debitkarten sieht die Kodierung der PAN wie folgt aus:

672 Präfix einer deutschen Debitkarte
ppppp fünfstellige Institutsnummer
kkkkkkkkkk zehnstellige Kontonummer
z Prüfziffer

Institutsnummer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für den internationalen Kartenzahlungsverkehr mittels Bankkundenkarten haben die Spitzenverbände des Kreditgewerbes und die Deutsche Bundesbank eine gesonderte Institutsnummerierung festgelegt; danach erhält das kartenausgebende Kreditinstitut eine fünfstellige Institutsnummer.[4]

Vergabe und Aussehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Institutsnummer ist fünfstellig. Die erste Stelle ist die Institutsgruppennummer, die folgenden vier Stellen können von den Institutionen frei gewählt werden. Die Mitgliedsinstitute des Bundesverbandes deutscher Banken e.V. sowie die Stellen der Deutschen Bundesbank haben die Institutsgruppennummer 2. Bei den anderen ist es die vierte Stelle ihrer Bankleitzahl.[4]

Die Bundesbank hält eine aktuelle Liste der Bankleitzahlen und der zugehörigen PAN zum Download bereit.[5] Jede Institutsnummer ist genau einer BLZ zugeordnet, umgekehrt gilt dies nicht. Es gibt keine Möglichkeit, die 5-stellige Institutsnummer und die 8-stellige Bankleitzahl ineinander umzurechnen.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

WiktionaryWiktionary: Bankleitzahl – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. acertigo.de Glossar@1@2Vorlage:Toter Link/www.acertigo.com (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (PDF; 78 kB)
  2. Seite 15 Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik
  3. currency-iso.org@1@2Vorlage:Toter Link/www.currency-iso.org (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  4. a b "Bankleitzahlen-Richtlinie - Stand: 8. Januar 2007" Herausgeber: Bundesbank (Archiv-Snapshot von Jan 2012)
  5. Download - Bankleitzahlen. In: Deutsche Bundesbank. Abgerufen am 20. November 2018.