Primatstadt

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Eine Primatstadt (englisch: primate city) ist eine Stadt, die durch ihre demographische und funktionale Dominanz eine herausragende Bedeutung im nationalen Wirtschaftssystem besitzt. Es handelt sich demnach um solche Großstädte bzw. meist Hauptstädte, die hinsichtlich Einwohnerzahl und Wirtschaftskraft die anderen Städte des jeweiligen Landes bei weitem übertreffen.[1][2][3]

Als Mark Jefferson 1939 den englischen Begriff primate city prägte, nannte er als Beispiele Saigon, Bangkok und Budapest. Primatstädte sind häufig in Entwicklungsländern anzutreffen, es gibt sie aber auch in zentralistisch regierten Industrieländern.[1][3]

Eine Primatstadt lässt sich unter anderem an der Höhe der Einwohneranzahl im Vergleich zu der Einwohnerzahl der nächstgrößeren Städte eines Landes erkennen. [4] Deutschland und die Schweiz (Zürich, Basel, Bern, Genf als Zentren) haben keine Primatstadt.

Beispiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Primatstadt, Lexikon der Geografie auf spektrum.de
  2. Primatstadt im TERRA Lexikon, Klett Verlag, 2004 auf klett.de
  3. a b Erklärung Primatstadt auf scinexx.de
  4. Jürgen Bähr, Christoph Jentsch, Wolfgang Kuls: Lehrbuch der Allgemeinen Geographie: Bevölkerungsgeographie. de Gruyter, Berlin, 1992. S. 312–316.
  5. World Urbanization Prospects: The 2003 Revision.. United Nations Publications, 1. Januar 2004, ISBN 978-92-1-151396-7, S. 97–102.