Princess Juliana International Airport

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Princess Juliana International Airport
PJIAirportSXM.jpg
Kenndaten
ICAO-Code TNCM
IATA-Code SXM
Koordinaten
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 16 km nordwestlich von Philipsburg
Basisdaten
Eröffnung 1942 für das Militär
1943 für Passagiere
Betreiber Princess Juliana International Airport Operating Company N.V.
Fläche 64 ha
Terminals 1
Passagiere 1.645.105 [1] (2010)
Luftfracht 7544 Tonnen [1] (2010)
Flug-
bewegungen
60.870 [1] (2010)
Kapazität
(PAX pro Jahr)
ca. 2,5 Mio.
Beschäftigte 266 [1] (2010)
Start- und Landebahn
10/28[2] 2300 m × 45 m Asphalt

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Die Schalterhalle des Flughafens

Der Princess Juliana International Airport ist ein Flughafen auf dem niederländischen Teil der Insel St. Martin in der Karibik.

Die Start- und Landebahn ist 2300 m lang, was eine Beschränkung des Startgewichts großer Passagierjets erfordert. Der Flughafen wird mit einem weiten Spektrum an Fluggeräten bedient – mit kleinen Sportmaschinen, Regionalflugzeugen wie der DHC-8, bis hin zur Boeing 747 und dem Airbus A340. Eine Boeing 747 kann auf Grund der kurzen Startbahn weit entfernte Ziele nicht direkt erreichen: Voll aufgetankt würde sie eine längere benötigen. Deswegen wird zunächst Curaçao bzw. Aruba (von KLM) oder Martinique bzw. Guadeloupe (von Corsair) angeflogen, um für den Weiterflug aufzutanken.

Flugregeln / Technische Details[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Flughafen verfügt in beiden Landerichtungen nicht über ein ILS, sondern nur über VOR/DME bzw. Sichtanflugverfahren. Außerdem befinden sich in relativ geringem Abstand hinter der Startbahn 10 mehrere Hügel, sodass abhebende Flugzeuge schnell an Höhe gewinnen und so früh wie möglich eine Rechtskurve fliegen müssen (siehe den Abschnitt Besonderheiten).

Fluggesellschaften und Ziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Flughafen wird aus Europa von Air France mit A340-300 (Paris-Charles de Gaulle), KLM (B747-400, Amsterdam), zweimal wöchentlich von Air Caraïbes (A330-200) von Paris-Orly und unregelmäßig im Charterverkehr von Corsair (B747-400, Paris-Orly) angeflogen. US Airways und weitere Fluggesellschaften aus Nordamerika und der Karibik bieten tägliche Linienverbindungen in die USA, Kanada und zu Karibik-Inseln an. Als Heimatflughafen dient der Princess Juliana International Airport für die karibische Fluggesellschaft Windward Island Airways (Winair).

Im Luftfrachtbereich fliegt Amerijet International die Ziele Miami, Santiago de los Caballeros sowie Santo Domingo an.

Ausbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den vergangenen Jahren wurde der Flughafen ausgebaut, um größere Passagierkapazitäten (2,5 Millionen pro Jahr erwartet) aufnehmen zu können. Das neue Terminal wurde Anfang November 2006 von Königin Beatrix eröffnet.

Zwischenfälle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Am 2. Mai 1970 wurde eine Douglas DC-9 der Overseas National Airways (Luftfahrzeugkennzeichen N935F), die im Auftrag der ALM Antillean Airlines den Linienflug ALM 980 von New York nach Sint Maarten durchführen sollte, nach mehreren wegen schlechter Sichtverhältnisse abgebrochenen Landeanflügen auf den Princess Juliana Airport nach Saint Thomas umgeleitet, konnte den dortigen Flughafen aufgrund ungenügender Treibstoffreserven aber nicht mehr erreichen. Nach der Notwasserung ungefähr 50 km ostnordöstlich der Insel Saint Croix konnten nur 40 der 63 Insassen gerettet werden; 22 Passagiere sowie ein Besatzungsmitglied kamen bei dem Unfall ums Leben.[3]
  • Am 29. Oktober 2014 stürzte eine Short 360-200 der amerikanischen Gesellschaft Skyway Enterprises (Luftfahrzeugkennzeichen N380MQ), die im Auftrag von FedEx Luftfracht nach San Juan auf Puerto Rico befördern sollte, unmittelbar nach dem Start von Piste 28 vor der Küste von Sint Maarten ins Meer. Beide Piloten kamen bei dem Absturz ums Leben.[4]

Besonderheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ankunftszeiten
Airbus A340 der Air France im Endanflug
Extrem niedrige Höhe beim Abfangen
Hügel im Osten erfordern rasches Steigen
Warnschild am Strand

Als besondere Attraktion des Flughafens gilt dessen Lage. Die Landeschwelle der Landebahn 10 ist nur wenige Meter vom Maho Beach entfernt. Aufgrund des hügeligen Terrains im Osten des Flughafens kann ausschließlich von Westen kommend auf Piste 10 gelandet werden; dabei überqueren die Flugzeuge in etwa 10 bis 20 Metern Höhe den Strand. Beim Anrollen zum Start werden durch den Schubstrahl der Triebwerke Sand und kleine Steine aufgewirbelt. Weil die Flugzeuge meist Richtung Osten starten und wegen der Hügel dort schnell an Höhe gewinnen müssen, wird der volle Schub häufig schon im Stand aufgebaut, bevor die Bremsen gelöst werden. Deshalb ist für Zuschauer der Aufenthalt am Strand direkt vor der Startbahn gefährlich.

Der Flughafen ist wegen der Möglichkeit, Flugzeuge im tiefen Endanflug über einem tropischen Sandstrand zu beobachten, weltweit bei „Planespottern“ bekannt. Darüber hinaus sammeln sich täglich waghalsige Touristen unmittelbar am Flughafen-Zaun und kämpfen gegen die Energie der Turbinenstrahlen an (sog. „Zaunsurfen“). Warnschilder des Flughafenbetreibers weisen darauf hin, dass der Abgasstrahl startender und landender Flugzeuge ernsthafte, sogar tödliche Verletzungen verursachen kann.[5]

Zur Information der Schaulustigen am Maho Beach werden die täglichen Flugbewegungen (Fluggesellschaften, Landezeiten und Abflugorte) am Strand neben der Landebahn von einem Restaurant-Betreiber handschriftlich auf einem Surfbrett aktualisiert.

Um die aktuellen ICAO-Anforderungen zu erfüllen[6], begann am 8. März 2010 der Bau der RESA (runway end safety area − Start-/Landebahnendsicherheitsfläche) mit einer Länge von 90 m. Hierfür wurde Strand aufgeschüttet sowie eine Straße verlegt. Anfang 2011 wurden die Bauarbeiten beendet.[7]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Flughafen Princess Juliana – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d ANNUAL REPORT 2010. In: sxmairport.com. Januar 2012, S. 4, abgerufen am 29. Oktober 2015 (pdf, englisch).
  2. http://www.airnav.com/airport/TNCM
  3. Accident Report NTSB-AAR 71-8 Unfallbericht des National Transportation Safety Board (NTSB) vom 31. März 1971, PDF (englisch), abgerufen am 4. März 2016
  4. Unfallbericht im Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 4. März 2016
  5. http://www.urlaubmachen365.de/st-maarten-airport-video/
  6. Security Information. In: sxmairport.com. Abgerufen am 28. Februar 2014 (englisch).
  7. ANNUAL REPORT 2010. In: sxmairport.com. Januar 2012, S. 16, abgerufen am 28. Februar 2014 (pdf, englisch).