Prinz-Eugen-Kaserne (München)

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DeutschlandDeutschland (Dienstflagge) Prinz-Eugen-Kaserne
Bauten im südöstlichen Teil

Bauten im südöstlichen Teil

Land Deutschland
Heute Wohngebiet
Gemeinde München
Koordinaten: 48° 10′ N, 11° 38′ OKoordinaten: 48° 9′ 45″ N, 11° 37′ 59″ O
Erbaut 1938
Besitzer Privat
Alte Kasernennamen
1938–1945
1945–1956
Lohengrin-Kaserne
Peterson Kaserne
Deutsches ReichWar Ensign of Germany (1938-1945).svg
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten
Ehemals stationierte Einheiten
Truppenschule Pioniere DeutschlandFlag of Germany (state).svg
Prinz-Eugen-Kaserne (Bayern)
Prinz-Eugen-Kaserne

Lage der Prinz-Eugen-Kaserne in Bayern

Die Prinz-Eugen-Kaserne, ursprünglich Lohengrin-Kaserne genannt, war eine Kaserne in München im Stadtteil Bogenhausen. Sie war bis zu deren Umzug nach Ingolstadt Standort der Pionierschule und Fachschule des Heeres für Bautechnik. Auf dem ehemaligen Areal der Kaserne entsteht seit 2017 der Prinz-Eugen-Park, ein Wohngebiet mit etwa 1.800 Wohnungen sowie ergänzender Infrastruktur.[1][2]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kaserne lag in der Südostecke des Stadtteils Oberföhring im Münchner Stadtbezirk 13 Bogenhausen an der Cosimastraße gegenüber der Einmündung der Lohengrinstraße, der sie ihren Alternativnamen verdankte. Die gelegentliche Bezeichnung als „Englschalkinger Kaserne“ ist dagegen irreführend, da die Kaserne zwar im Osten und Süden an Englschalking grenzte, aber nicht in diesem Stadtteil lag.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kaserne wurde 1938 als Nachrichtenkaserne für die Luftwaffe der Wehrmacht erbaut. Sie hieß ursprünglich Lohengrinkaserne, nach einer nahegelegenen gleichnamigen Straße. Architekt der Anlage war Viktor Freymadl. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie von den US-amerikanischen Besatzungstruppen übernommen und in Peterson Kaserne umbenannt. Sie diente zeitweise als Lager für Displaced Persons.

Nach der Übernahme durch die Bundeswehr wurde in der Kaserne im Juli 1956 eine „Truppenschule Pioniere“ eingerichtet. Ihren letzten Namen erhielt die Kaserne 1964 nach Prinz Eugen. Die dortige Schule für Pioniere trug ab 1966 die Zusatzbezeichnung „Akademie des Heeres für Ingenieurbau“ und ab 1971 den Namen „Pionierschule und Fachschule des Heeres für Bautechnik“.. Letzte Bauten auf dem Areal wurden 1976 fertiggestellt. Wegen anschließend mangelnder Kapazitäten wurde 1976 die Ausbildung der Unteroffiziere in die Münchner Funkkaserne verlagert.

Ab 2001 begann die Planung für die Verlegung der Pionierausbildung. Nach Eröffnung des neuen Standortes in Ingolstadt schloss die Ausbildungsstätte in München im Januar 2009, seit Ende März 2009 ist das Areal wieder in ziviler Hand. In der Zeit des Bestehens der Pionierschule in München wurden dort insgesamt 238.000 Angehörige der Bundeswehr ausgebildet.

Areal und geplantes Wohngebiet[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das ehemalige Kasernenareal umfasst 29,7 Hektar. Nach Abriss der militärischen Bauten sollen dort ab 2011 1600 Wohnungen entstehen. Vom Abriss der Gebäude sind das Schwimm- und Tauchbecken und vorübergehend auch die Sporthalle ausgenommen. Mittlerweile wurde auch die Sporthalle abgerissen.[3] Der vorhandene Baumbestand soll weitestgehend erhalten bleiben.

Als Infrastruktureinrichtungen sind eine Grundschule und ein Altenheim geplant. Auch die Errichtung eines Alten- und Servicezentrums ist angedacht.[4]

Nach einem ersten Wettbewerb wurden fünf Architekturbüros mit weiteren Planungen beauftragt. Im März 2010 wurde der Siegerentwurf bekanntgegeben und die erfolgreiche Arbeitsgemeinschaft GSP Architekten Grüner + Schnell + Partner mit Rainer Schmidt Landschaftsarchitekten mit der weiteren Überarbeitung ihres Entwurfs beauftragt.[5]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Prinz-Eugen-Kaserne (München) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. https://www.muenchen.de/rathaus/Stadtverwaltung/Referat-fuer-Stadtplanung-und-Bauordnung/Projekte/Prinz-Eugen-Kaserne.html
  2. http://www.prinzeugenpark.de/
  3. RIS München: Städtebauliche Entwicklungsmaßnahme Prinz-Eugen-Kaserne, Cosimastr. 60: Beschlussentwurf (PDF; 50 kB), Vorlagen-Nr.: 08-14 / V 02340
  4. Gabriele Mühlthaler: 2. ASZ soll auf Prinz-Eugen-Glände. In: Hallo Bogenhausen vom 7. Mai 2009, S. 3
  5. RIS München: Städtebauliche Entwicklungsmaßnahme Prinz-Eugen-Kaserne: Beschlussentwurf (PDF; 49 kB) mit Protokoll der Jury (PDF; 1,9 MB) und den Wettbewerbsentwürfen (PDF; 6,7 MB), Vorlagen-Nr.: 08-14 / V 03812