Prislich

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Prislich führt kein Wappen
Prislich
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Prislich hervorgehoben

Koordinaten: 53° 16′ N, 11° 37′ O

Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Ludwigslust-Parchim
Amt: Grabow
Höhe: 38 m ü. NHN
Fläche: 29,14 km2
Einwohner: 703 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 24 Einwohner je km2
Postleitzahl: 19300
Vorwahlen: 038752, 038756
Kfz-Kennzeichen: LUP, HGN, LBZ, LWL, PCH, STB
Gemeindeschlüssel: 13 0 76 115
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Am Markt 1
19300 Grabow
Website: Prislich auf grabow.de
Bürgermeister: Günter Klink
Lage der Gemeinde Prislich im Landkreis Ludwigslust-Parchim
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Über dieses Bild

Die Gemeinde Prislich gehört zum Amt Grabow im Landkreis Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland).

Geografie und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Prislich liegt etwa drei Kilometer östlich von Grabow im Südwesten Mecklenburg-Vorpommerns und ist umgeben von Ackerflächen mit vorwiegend kargen Sandböden und Wald. An der östlichen Gemeindegrenze fließt die Tarnitz südlich in Richtung Löcknitz. An der südlichen Grenze zu Brandenburg verläuft der Meynbach. Durch das Gemeindegebiet verläuft die Bahnstrecke Hamburg-Berlin. Der nächste Bahnhof sowie die Bundesstraße 5 werden in Grabow erreicht.

Am 13. Juni 2004 wurde das bis dahin selbständige Werle nach Prislich eingemeindet.[2] Zur Gemeinde gehören weiterhin die Ortsteile Prislich und Neese.[3] Weitere Siedlungen sind Hühnerland und Marienhof.

Umgeben wird Prislich von den Nachbargemeinden Zierzow im Norden, Balow im Osten, Karstädt im Süden, Kremmin im Südwesten sowie Grabow im Westen und Nordwesten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Prislich wurde 1356 erstmals urkundlich erwähnt.[4] Im Flurnamenatlas des südlichen Südwestmecklenburg wurde der Ort im Jahr 1424 als Prirtzwelke geführt.[5] Weitere Schreibweisen im Laufe der Jahre waren Prytzlick (um 1500), Pritzellecke, Pritzlick (um 1545) und Pryslych, was so viel wie „kleine Siedlung nahe der Stadt“ bedeutete. Prislich ist von jeher landwirtschaftlich geprägt, bis 1945 war es ein reines Bauerndorf mit Großbauern, Büdnern und Häuslern. Neese hingegen war ein Gutsdorf.[6]

Ortsteil Werle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung Werles stammt aus dem Jahr 1356. Der Ort war ehemals ein Sackplatz- und Bauerndorf. Werle und Hühnerland befanden sich in ritterschaftlichem Besitz, vom Herrschaftssitz sind allerdings nur noch Parkanlagen vorhanden. Die Kirche ist eine gotische, einschiffige, flachgedeckte Feldsteinkirche ohne Turm. Nach einem Brand 1719 wurde sie neu errichtet und nach Osten in Fachwerk verlängert. Die Balkendecke von 1724 zeigt eine Ornamentbemalung. Durch den im gleichen Zeitraum entstandenen Kanzelaltar und das Gestühl ist eine seltene stilistische Einheitlichkeit erhalten. Die Kirche steht unter Denkmalschutz.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen, Flagge, Dienstsiegel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde verfügt über kein amtlich genehmigtes Hoheitszeichen, weder Wappen noch Flagge. Als Dienstsiegel wird das kleine Landessiegel mit dem Wappenbild des Landesteils Mecklenburg geführt. Es zeigt einen hersehenden Stierkopf mit abgerissenem Halsfell und Krone und der Umschrift „GEMEINDE PRISLICH“.[7]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dorfkirche in Neese als Fachwerkbau von 1753
  • Dorfkirche in Werle als spätgotischer, flachgedeckter Feldsteinbau, der nach 1719 restauriert und verlängert wurde; Balkendecke und Ausstattung von 1724.
  • Gutshaus in Neese (Ruine)

Siehe auch Liste der Baudenkmale in Prislich

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Amt M-V – Bevölkerungsstand der Kreise, Ämter und Gemeinden 2019 (XLS-Datei) (Amtliche Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2004
  3. § 2 der Hauptsatzung der Gemeinde
  4. Ersterwähnung auf grabow.de
  5. Werner Zühlsdorff, Flurnamenatlas des südlichen Südwestmecklenburg, Akademie-Verlag, Berlin 1970, Band 1 (Text), S. 524.
  6. Einträge zu Prislich und Neese, in: Mecklenburgisches Ortsverzeichnis 1930, Städte und Ortschaften der Länder Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg Strelitz, Verlag Boldt, 1930.
  7. Hauptsatzung § 3 Abs.2

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Prislich – Sammlung von Bildern