Prisma (Fernsehzeitschrift)

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prisma
Logo von prisma
Beschreibung deutsche Programmzeitschrift
Sprache deutsch
Verlag prisma-Verlag GmbH & Co KG
Erstausgabe Januar 1977
Erscheinungsweise wöchentlich
Verkaufte Auflage
(IVW Q4/2016)
3.759.795 Exemplare
Reichweite (MA 2017 II) 5,61 Mio. Leser
Chefredakteur Florian Blaschke
Herausgeber prisma Verlag
Weblink prisma.de

Prisma (Eigenschreibweise prisma) ist eine deutsche, wöchentlich erscheinende Beilage zu mehr als 70 Tageszeitungen. Im redaktionellen Teil beschäftigt sich prisma vor allem mit Verbraucherthemen wie Haushalts- oder Gesundheitstipps. Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich über die Bundesländer Bayern, Berlin, Brandenburg,Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Seit 2017 aber auch Bremen, Schleswig-Holstein.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Prisma wurde im Winter 1976/77 von mehreren Großverlagen im Rheinland konzipiert und erscheint seit 1977 regelmäßig einmal pro Woche. Von den in den 1970ern gegründeten Fernsehsupplements (iwz, BWZ, Prisma) hat nur Prisma überlebt und bildet heute zusammen mit der wesentlich älteren rtv das Pressesegment der Fernsehsupplements. Mit ARD und ZDF und den 3. Programmen gestaltete sich die Fernsehlandschaft Ende der Siebziger noch übersichtlich. Der erste Redaktionsleiter von Prisma war Eberhard Gravenstein. Er stand der Prisma-Redaktion bis Ende 1992 vor. Unter seiner Ägide zeichnete sich Prisma durch eine starke Affinität zu Motorsport und rheinischem Karneval aus. Der Anzeigencharakter wurde von Inseraten regionaler Biermarken geprägt.[2] Seit 1993 war Detlef Hartlap Chefredakteur von prisma. Er öffnete das Blatt thematisch sowohl für die seinerzeit aufstrebenden privaten Fernsehsender wie auch für ein insgesamt breiteres Themenspektrum. Es zeichnet sich bis heute durch „Specials“ zu Servicethemen (Reise, Gesundheit etc.) aus sowie durch eine starke Betonung von kulturellen Themen wie Kunstausstellungen, Musik, Literatur etc. Der Anzeigencharakter hat sich in Richtung Kreuzfahrt-Angebote, OTC-Produkte und Reha gewandelt. 2016 wurde Hartlap von Florian Blaschke abgelöst.[3]

Regionalausgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jede Prisma-Ausgabe unterteilt sich in vier, thematisch oft stark unterschiedene Regionalausgaben. Es sind dies die Regionalausgabe Ost, Rheinland (mit Rheinland-Pfalz), Westfalen und seit Mai 2017 Nord.[4] Im September 2017 teilte der prisma-Verlag zudem die Gründung einer eigenständigen Südausgabe zum 1. Januar 2018 und die Steigerung der Auflage auf fünf Millionen Exemplare mit. [5]

Aufgabe, Themenschwerpunkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hauptaufgabe von Prisma findet im Untertitel („Das Fernsehmagazin Ihrer Zeitung“) Ausdruck. Durch das Beilegen von Prisma, das täglich auf jeweils zwei Doppelseiten die Programme von rund drei Dutzend Fernsehsendern darstellt, können die Tageszeitungen ihren Lesern ein umfassendes Fernsehprogramm mit Spielfilmbewertungen und redaktionellen Hinweisen zu einzelnen Sendungen anbieten. Darüber hinaus veröffentlicht Prisma Interviews mit Film- und Musikstars, Reportagen mit oftmals regionalem Charakter.

Regelmäßige Themenschwerpunkte versorgen den Leser mit zusätzlichen Informationen. Die Prisma behandelt Themen wie Reise & Freizeit, Gesund & Fit, Haus & Garten, Genuss, Mode & Kosmetik, Mobil im Alltag aber auch Digitales Leben.[6]

2007 und 2009 wurde Prisma insgesamt viermal vom Deutschen Presserat gerügt, stets wegen Verletzung von Ziffer 7 des Pressekodex (Schleichwerbung).[7]

Prix Médial[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis 2012 hat Prisma alle fünf Jahre den Prix Médial an Persönlichkeiten, die die Medienlandschaft mit Charisma, Leistungen und Ideen positiv beeinflusst, wenn nicht verändert haben, verliehen.

Er ging an Carmen Thomas, Friedrich Nowottny, Willy Millowitsch, Anna Montanaro, Ranga Yogeshwar, Heidi Klum, Frank Schätzing, Peter Maffay, Barbara Schöneberger und die A-cappella-Band Basta, die damit 2012 als letzte diese Auszeichnung erhielten. [8]

Elektronische Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits seit Dezember 1997 liefert die Website prisma – Ihr TV-Guide Infos zu Film, Fernsehen, Personen, Kino und DVD-Neuerscheinungen. Darüber hinaus bereitet das prisma – Ihr TV-Guide-Team täglich die wichtigsten Nachrichten rund ums TV unter der Rubrik Film und Fernsehen aktuell auf. Und im Hans-Hoff-Blog nahm Medienexperte Hoff bis Mai 2013 Stars und Fernsehsendungen unter die Lupe und lud alle Internetnutzer zur Diskussion und zu Kommentaren ein. Daneben ließ sich bis zur Neugestaltung der Website im September 2014 über die TV-Archivsuche eine bestimmte Sendung aus rund 14 Millionen Einträgen herausfiltern. Seit Dezember 2010 bietet prisma – Ihr TV-Guide auch einen mobilen Auftritt an. Im Dezember 2011 ergänzt eine Facebookpräsenz das digitale prisma-Angebot.[9]

Die prisma - deine TV-Programm App steht seit Oktober 2016 sowohl im Google-Play Store als auch im Apple-Store zum Download zur Verfügung.

Rubriken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. prisma – prima expandiert bei prisma-verlag.de
  2. Interview mit Eberhard Gravenstein bei prisma.de
  3. Wechsel an der Redaktionsspitze von „prisma“: Florian Blaschke übernimmt für Detlef Hartlap bei pr-journal.de
  4. prisma expandiert | News | www.prisma-verlag.de. Abgerufen am 21. März 2017 (deutsch).
  5. prisma knackt die 5 Millionen-Marke und gründet Südausgabe | News | www.prisma-verlag.de. Abgerufen am 27. September 2017 (deutsch).
  6. Terminplan | www.prisma-verlag.de. Abgerufen am 21. März 2017 (deutsch).
  7. Übersicht der Rügen, Presserat.de
  8. basta | News - Prisma Bericht - Prix Medial 2012. (basta-online.de [abgerufen am 21. März 2017]).
  9. prisma - Ihr TV-Guide. Abgerufen am 21. März 2017 (deutsch).