PrivatAir

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Privatair SA
Das Logo der PrivatAir
Airbus A319 der PrivatAir
IATA-Code: PV
ICAO-Code:
  • PTI
    Privatair SA
  • PTG
    Privatair GmbH
  • PVS
    Privatair Saudi Arabia[1]
Rufzeichen:
  • PRIVATAIR
    Privatair SA
  • PRIVATJET
    Privatair GmbH
  • PASA
    Privatair Saudi Arabia[1]
Gründung: 1977
Sitz: SchweizSchweiz  Meyrin
DeutschlandDeutschland  Düsseldorf
Heimatflughafen: Genf/Geneva
Unternehmensform: Aktiengesellschaft
Leitung: Thomas Limberger (Chairman)[2]
Allianz: AirClub
Flottenstärke: 10
Ziele: international
Website: www.privatair.com

Privatair SA, im Aussenauftritt PrivatAir, ist eine Schweizer Linien- und Charterfluggesellschaft, die auch Geschäftsreiseflugzeuge betreibt und ihren Sitz in Meyrin hat.[3] PrivatAir operiert international unter einer Deutschen und Schweizer Lizenz (AOC).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Sitz von PrivatAir in Meyrin

PrivatAir wurde 1977 als Firmenflugbereich der Unternehmensgruppe der Familie Latsis unter dem Namen Petrolair gegründet. 1979 begann man den Flugverkehr mit einer Boeing 737-200 und bot Geschäftsreiseflüge an. Im Jahr 1989 kamen eine Boeing 757 und eine Gulfstream IV hinzu und der Name wurde auf PrivatAir geändert.[4] Am 1. Juni 1995 wurde die Gesellschaft dann vom Schweizer Luftfahrtbundesamt als kommerzielle Fluggesellschaft lizenziert.

Seit Februar 2002 betreibt die Gesellschaft ein eigenes Terminal am Flughafen Genf.

Von Juni 2002 bis Juni 2008 betrieb Privatair im Auftrag der Lufthansa einen Nonstop-Transatlantik-Dienst von Düsseldorf nach Newark bei New York City. Zur Aufnahme war dies der erste Transatlantikflug, der ausschließlich mit Business Class abhob.[4] Zu diesem Zweck wurde die deutsche Tochtergesellschaft PrivatAir GmbH mit Sitz in Düsseldorf gegründet, die nicht nur die vier Airbus in eigener Verantwortung betrieb, sondern teilweise auch die Wartung mit eigenem Personal durchführte. Jene Flugzeuge wurden durch drei Boeing Business Jets ersetzt.[5]

Von 2003 bis 2008 führte PrivatAir für Airbus den Charterverkehr zwischen den Werksstandorten Hamburg-Finkenwerder und Toulouse durch. Dieser wurde anschließend durch die Ostfriesische Lufttransport (OLT) übernommen.[4] Zusätzlich fliegt die PrivatAir Linienflüge auf Routen für große Luftfahrtgesellschaften wie Lufthansa (Frankfurt - Pune, New York, Nairobi), SAS (Kopenhagen - Boston) und Saudia (Dschidda - Riad).

Anfang 2018 wurden mehrere neue Verträge mit Lufthansa (nach Dschidda (Saudi-Arabien) und Addis Abeba (Äthiopien)) sowie eine Verlängerung der Route nach Pune (Indien) abgeschlossen.

Im November 2016 wurde die Gesellschaft mehrheitlich (51 %) von der britischen Investmentgesellschaft SilverArrow Capital übernommen.[6] Seit 2017 fliegt die PrivatAir zusätzlich auch für Konzerne wie TuiFly und Eurowings auf ausgesuchten Linien.[7][8]

Flotte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Airbus A319CJ der PrivatAir

Schweizer PrivatAir[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Stand November 2017 besteht die Flotte der Schweizer PrivatAir aus drei Flugzeugen mit einem Durchschnittsalter von 15,2 Jahren:[9]

Flugzeugtyp Anzahl bestellt Anmerkungen
Airbus ACJ319 1 Geschäftsreiseflugzeug betrieben durch White Airways
Boeing 737-700BBJ 1 Boeing Business Jet; inaktiv
Boeing 767-300ER 1 betrieben für Eurowings
Summe 3

Deutsche PrivatAir[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Stand November 2017 besteht die Flotte der Deutschen PrivatAir aus fünf Flugzeugen mit einem Durchschnittsalter von 15,5 Jahren:[10]

Flugzeugtyp Anzahl bestellt Anmerkungen
Airbus A319-100 3 betrieben für Saudia Private Aviation [11]
Boeing 737-700BBJ 1 Boeing Business Jet betrieben für Lufthansa
Embraer Lineage 1000 1 Geschäftsreiseflugzeug betrieben für die Al Fahim Group; inaktiv
Summe 5

Saudische PrivatAir[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Stand November 2017 besteht die Flotte der Saudischen PrivatAir aus zwei Flugzeugen mit einem Durchschnittsalter von 16,6 Jahren:[12]

Flugzeugtyp Anzahl bestellt Anmerkungen
Boeing 737-700BBJ 2 Boeing Business Jet mit Winglets; 1 betrieben durch Oger Aviation

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: PrivatAir – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Designators for Aircraft Operating Agencies, Aeronautical Authorities and Services. Doc 8585. 180. Auflage. International Civil Aviation Organization, 2017, ISBN 978-92-9258-209-8, ISSN 1014-0123, 1-78 (englisch, französisch, spanisch, russisch, arabisch, chinesisch, gilt für alle ICAO-Codes und Rufzeichen).
  2. PrivatAir – Whos-who. PrivatAir, abgerufen am 19. Oktober 2017 (englisch).
  3. Registre du Commerce du Canton de Genève – PrivatAir SA. Eintragung im Handelsregister des Kantons Genf. 19. November 2017, abgerufen am 19. November 2017 (französisch).
  4. a b c Sebastian Schmitz: The Airline That Never Sold A Ticket. In: Air International. Key Publishing, Februar 2012, ISSN 0306-5634 (englisch).
  5. PrivatAir SA. Luftfahrt.ch, archiviert vom Original am 6. Oktober 2014; abgerufen am 20. Februar 2012 (PDF; 511 kB).
  6. Wallstreet-online.com Artikel vom 27. Oktober 2016 "SilverArrow Acquires Majority Share of PrivatAir in Switzerland"
  7. Eurowings fliegt mit Boeing 767 in Karibik Aerotelegraph.com, Artikel vom 25. Oktober 2017
  8. Ab Düsseldorf: Eurowings fliegt mit Boeing 767 in Karibik | aeroTELEGRAPH. In: aeroTELEGRAPH. 25. Oktober 2017 (aerotelegraph.com [abgerufen am 19. November 2017]).
  9. Ch-aviationPrivatAir (Switzerland) (englisch), abgerufen am 20. November 2017
  10. Ch-aviationPrivatAir (Germany) (englisch), abgerufen am 20. November 2017
  11. Terry Spruce: PrivatAir launches service on behalf of Saudia Private Aviation and Saudia Airlines. CorporateJetInvestor, abgerufen am 3. Juni 2016 (englisch).
  12. Ch-aviationPrivatAir (Germany) (englisch), abgerufen am 20. November 2017