ProZukunft

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proZukunft
ProZukunft-Logo.jpg

Beschreibung Rezensionsmagazin
Sprache Deutsch
Verlag Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen
Hauptsitz Salzburg
Gründungsjahr 1987
Erscheinungsweise Vierteljährlich
Chefredakteurin Katharina Kiening
Website proZukunft.org

proZukunft ist ein Rezensionsmagazin der gemeinnützigen Einrichtung Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen und wurde 1987 von Robert Jungk gegründet.[1] Im vierteljährlichen Rhythmus stellt das Magazin etwa 30 Publikationen aus der Trend- und Zukunftsforschung vor und informiert interdisziplinär über zukunftsrelevante Themen.[2] Seit 2014 werden jährlich die Top Ten der Zukunftsliteratur vergeben.

Charakteristik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

proZukunft stellt Publikationen vor, die sich mit zukunftsrelevanten Themen beschäftigen. Abwechselnde Kerngebiete sind dabei unter anderem Politik, Wirtschaft, Technik, Ökologie, Soziologie, Philosophie, Psychologie und Kulturtheorien.

Der überwiegende Teil der Rezensionen stammt von den wissenschaftlichen Angestellten der Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen. Immer wieder werden allerdings Gastbeiträge von externen Forschern eingebaut, die sich mit fachspezifischen Themenblöcken auseinandersetzen. Chefredakteurin ist die Literatur- und Kulturwissenschaftlerin Katharina Kiening.

Alle Rezensionen seit 1987 finden sich in der digitalen Datenbank proZukunft. Beiträge aus aktuellen Ausgaben werden einige Wochen nach Erscheinungsdatum eingespeist und der Öffentlichkeit kostenfrei zur Verfügung gestellt. Diese Sammlung umfasst derzeit über 4600 Rezensionen (Stand 2018).[3]

Top Ten der Zukunftsliteratur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jeden Dezember gibt das Magazin die Top Ten der Zukunftsliteratur bekannt, also eine Sachbuchliste, die als besonders zukunftsrelevant eingestuft wird. Auf diesem Weg werden herausragende Leistungen ausgewählter AutorInnen gewürdigt, die mit ihrer Arbeit gesellschaftliche Entwicklungen kritisch reflektieren und neue Zukunftsperspektiven eröffnen.

2004 wurde das Format der Top Ten ins Leben gerufen, das ob der speziellen Ausrichtung nach wie vor ein Alleinstellungsmerkmal im deutschsprachigen Raum hat. Für die bedeutendste Honorierung im Genre der Zukunftsliteratur kooperiert die Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen seit 2018 mit changeX, dem Onlinemagazin für Zukunftsideen. Eine fünfköpfige Jury entscheidet in mehreren Gesprächsrunden über die Nominierungen, die konstruktive Diskussionen rund um zukunftsweisende Analysen oder Ideen begünstigen sollen.

Als Kriterien für die Auszeichnung gelten die gesellschaftliche Brisanz eines Themas, ein augenfälliger Innovationscharakter, Verständlichkeit, dargebotene Wissens- und Faktengrundlagen sowie Lösungsvorschläge. Selbstverständlich fällt uns die Selektion nie leicht, intensiv diskutieren wir, um schließlich zu einem gemeinsamen, thematisch diversen Nenner zu gelangen.[4]

Bestenliste 2018[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dirk Baecker: 4.0 oder Die Lücke die der Rechner lässt. Leipzig: Merve Verl., 2018
  • Isolde Charim: Ich und die Anderen. Wie die neue Pluralisierung uns alle verändert. Wien: Zsolney, 2018
  • Sabine Hossenfelder: Das hässliche Universum. Warum unsere Suche nach Schönheit die Physik in die Sackgasse führt. Frankfurt/M.: S. Fischer, 2018
  • Steven Levitsky und Daniel Ziblatt: Wie Demokratien sterben. Und was wir dagegen tun können. München: DVA, 2018
  • Wolf Lotter: Innovation. Streitschrift für barrierefreies Denken. Hamburg: Edition Körber, 2018
  • Julian Nida-Rümelin und Nathalie Weidenfeld: Digitaler Humanismus. Eine Ethik für das Zeitalter der Künstlichen Intelligenz. München: Piper, 2018
  • Steven Pinker: Aufklärung Jetzt. Für Vernunft, Wissenschaft, Humanismus und Fortschritt. Frankfurt/M.: S. Fischer, 2018
  • Kate Raworth: Die Donut-Ökonomie. Endlich ein Wirtschaftsmodell, das den Planeten nicht zerstört. München: Hanser, 2018
  • Uwe Schneidewind: Die große Transformation. Eine Einführung in die Kunst gesellschaftlichen Wandels.Frankfurt/M.: S. Fischer, 2018
  • Shoshana Zuboff: Das Zeitalter des Überwachungskapitalismus. Frankfurt/M.: Campus Verl., 2018[5]

Bestenliste 2017[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Yuval Noah Harari: Homo Deus. Eine Geschichte von Morgen. München: Beck, 2017.
  • Ernst Ulrich von Weizsäcker und Anders Wijkman u. a.: Wir sind dran. Was wir ändern müssen, wenn wir bleiben wollen. Gütersloh: Gütersloher Verlagshaus, 2017.
  • Joachim Radkau: Die Geschichte der Zukunft. Prognosen, Visionen, Irrungen in Deutschland von 1945 bis heute. München: Hanser, 2017.
  • Matthias Martin Becker: Automatisierung und Ausbeutung. Was wird aus der Arbeit im digitalen Kapitalismus? Wien: Promeda, 2017.
  • Christian Felber: Ethischer Welthandel. Alternativen zu TTIP, WTO & Co. Wien: Deuticke, 2017.
  • Philipp Blom: Was auf dem Spiel steht. München: Hanser, 2017.
  • Harald Welzer: Was auf dem Spiel steht. München: Hanser, 2017.
  • Angelika Vetter und Uwe Remer-Bollow: Bürger und Beteiligung in der Demokratie. Eine Einführung. Wiesbaden: Springer, 2017.
  • Diedrich Diederichsen: Körpertreffer. Zur Ästhetik der nachpopulären Künste. Berlin: Suhrkamp, 2017.
  • Arlie Russel Hochschild: Fremd in ihrem Land. Eine Reise ins Herz der amerikanischen Rechten. Frankfurt/M.: Campus, 2017.[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Geschichte der proZukunft. In: Die Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen (JBZ). 31. Oktober 2017 (jungk-bibliothek.org [abgerufen am 14. November 2017]).
  2. Pro Zukunft. In: Die Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen (JBZ). 31. Dezember 2013 (jungk-bibliothek.org [abgerufen am 14. November 2017]).
  3. Startseite - ProZukunft. Abgerufen am 1. Juni 2018 (deutsch).
  4. Jährliche Bestenliste der Zukunftsliteratur. Abgerufen am 5. Dezember 2018.
  5. Top Ten der Zukunftsliteratur 2018 | Erstellt von der Robert-Jungk-Bibliothek heuer erstmals gemeinsam mit changeX | Die Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen (JBZ). Abgerufen am 5. Dezember 2018.
  6. JBZ-Team kürte die Top Ten der Zukunftsliteratur 2017 | Die Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen (JBZ). Abgerufen am 5. Dezember 2018.