ProB

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ProB
Logo der 2.BBL

Voller Name 2. Basketball-Bundesliga ProB
Aktuelle Saison ProB 2019/20
Sportart Basketball
Abkürzung ProB
Verband DBB, Arge 2. BBL
Ligagründung 2007
Mannschaften 24
Land/Länder Deutschland
Titelträger Bayer Leverkusen
Rekordmeister BAWE Oldenburger TB /
Team Ehingen Urspring /
Bayer Leverkusen (je zwei Mal)
Website http://www.zweite-basketball-bundesliga.de/ProB/
ProA (II)
Höchste Klasse Basketball-Bundesliga
Zweite Klasse ProA
Dritte Klasse ProB

Die ProB ist die derzeit dritthöchste Spielklasse im Vereins-Basketball der Herren in Deutschland. Zusammen mit der höherklassigen ProA bildet sie die 2. Basketball-Bundesliga, beide Spielgruppen werden von der „2. Basketball-Bundesliga, die Junge Liga GmbH“ (DJL) organisiert.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ProB löste ab der Saison 2007/2008 die bisher zweigleisige 2. Basketball-Bundesliga ab, die in Nord und Süd aufgeteilt war. Sie bildete gemeinsam mit dem „großen Bruder“ ProA die 2. Basketball-Bundesliga. Die Aufteilung der Mannschaften auf die beiden hierarchisch geordneten Staffeln erfolgte nach einem Schlüssel, bei dem die Abschlussplatzierungen der drei vorangegangenen Spielzeiten berücksichtigt wurden.

Seit der Saison 2010/2011 ist die ProB in die beiden Spielgruppen Nord und Süd eingeteilt. Damit entspricht die ProB einer zweigleisigen dritthöchsten nationalen Spielklasse. Bis 2013 war Nicolas Grundmann als Geschäftsführer der 2. Bundesliga im Amt,[1] sein Nachfolger wurde Daniel Müller.[2]

Nachdem die Basketball-Akademie Weser-Ems/Oldenburger Turnerbund (auch abgekürzt zu BAWE OTB) als Reserve des Erstligisten EWE Baskets Oldenburg nach ihrer Meisterschaft 2014 auf den Aufstieg verzichtet hatten, konnten sie als erste Mannschaft eine zweite Meisterschaft der ProB erringen und ihren Titel 2015 direkt verteidigen.

Im Februar 2018 übernahm die Krankenkasse Barmer die Namensrechte an der 2. Basketball-Bundesliga.[3] Müller gab Mitte Februar 2019 bekannt, seine Tätigkeit als Geschäftsführer zum Ende der Saison 2018/19 zu beenden.[4] Nachfolger wurde zum 1. August 2019 Christian Krings.[5]

Modus und Ausrichtung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Modus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jede Spielgruppe besteht aus zwölf Mannschaften. In der Saison 2011/12 und der Saison 2014/15 spielten in der Staffel Nord ausnahmsweise 13 Mannschaften.

Zuerst spielen alle Mannschaften der jeweiligen Spielgruppe in einer Hauptrunde gegeneinander in je einem Hin- und einem Rückspiel. Die 16 Mannschaften, die sich nach Abschluss der Hauptrunde auf den Tabellenrängen 1 bis 8 der beiden Spielgruppen befinden, spielen anschließend gemeinsam in Play-offs um die zwei Aufstiegsplätze. Die acht Mannschaften auf den Rängen neun bis zwölf der beiden Hauptrundengruppen spielen in einer Abstiegsrunde um den Klassenerhalt. Die Play-Offs werden in bis zu drei Spielen ausgetragen (dabei sind zwei Siege zum Weiterkommen nötig), während die Play-downs seit der Saison ProB 2012/13 wieder im „Jeder-gegen-jeden“-Modus innerhalb der jeweiligen Hauptrundengruppen ausgespielt werden, in denen bei regulärer Teilnehmerzahl die beiden Tabellenletzten der Relegationsrunden absteigen.

Während eines ProB-Spiels ist nur ein Nicht-EU-Ausländer spielberechtigt. Ausgenommen hiervon sind Spieler, die unter die sogenannte Local-Player-Regelung fallen, d. h. für eine bestimmte Zeit eine basketballerische Ausbildung im deutschen Jugendbereich erhielten. Zu jeder Zeit eines Spiels müssen mindestens drei in Deutschland ausgebildete Spieler gleichzeitig auf dem Platz stehen.

Zulassungsvoraussetzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Voraussetzungen zur Teilnahme am Spielbetrieb sind in der Spielordnung der Liga geregelt.[6] Grundsätzlich steigen die beiden Letztplatzierten der ProA in die ProB ab, im Gegenzug steigen zwei Mannschaften aus der ProB in die ProA auf. Aus der ProB steigen vier Mannschaften in die Regionalligen ab, dafür steigen aus den Regionalligen vier Mannschaften in die ProB auf. Neben dieser sportlichen Qualifikation zur Teilnahme müssen auch wirtschaftliche und spieltechnische Bedingungen erfüllt werden. So muss in einer Halle gespielt werden, die mindestens 500 Zuschauern Platz bietet. Des Weiteren müssen ProB-Ligisten den Nachweis erbringen, mit einer bestimmten Anzahl an Jugendmannschaften am Spielbetrieb teilzunehmen und ab der Saison 2019/20 eine Mannschaft in der Jugend-Basketball-Bundesliga teilzunehmen.

Mannschaften der ProB 2019/20[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mannschaften der ProB 2019/20. Red pog.svg Gruppe Nord Green pog.svg Gruppe Süd

Staffel Nord[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mannschaft Heimspielort
SSV Lokomotive Bernau Bernau bei Berlin
VfL SparkassenStars Bochum Bochum
SG ART Giants Düsseldorf Düsseldorf
Dresden Titans Dresden
Iserlohn Kangaroos Iserlohn
SC Itzehoe Eagles Itzehoe
WWU Baskets Münster Münster
BAWE Oldenburger TB Oldenburg
EN Baskets Schwelm Schwelm
BSW Sixers Sandersdorf-Brehna
RSV Eintracht Stahnsdorf Kleinmachnow
SC Rist Wedel Wedel

Staffel Süd[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mannschaft Heimspielort
Baunach Young Pikes Bamberg
BBC Coburg Coburg
ScanPlus Baskets Elchingen Elchingen
Basketball Löwen Erfurt Erfurt
Skyliners Frankfurt II Frankfurt am Main
Gießen 46ers Rackelos Gießen
White Wings Hanau Hanau
FC Bayern München II München
TSV Oberhaching-Deisenhofen Oberhaching
baskets speyer Speyer
OrangeAcademy Ulm
TG Würzburg Würzburg

Meister der ProB[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison 1. Platz 2. Platz
2007/08 ETB Wohnbau Baskets Essen Kirchheim Knights
2008/09 proveo Merlins Crailsheim Herzöge Wolfenbüttel
2009/10 SOBA Dragons Rhöndorf Hertener Löwen
2010/11 Erdgas Ehingen/Urspringschule BG Leitershofen/Stadtbergen
2011/12 Oettinger Rockets Gotha SC Rasta Vechta
2012/13 Bayer Giants Leverkusen Schwelmer Baskets
2013/14 BAWE Oldenburger TB Bike-Café Messingschlager Baunach
2014/15 BAWE Oldenburger TB SC Rist Wedel
2015/16 Team Ehingen Urspring Fraport Skyliners Juniors
2016/17 Weißenhorn Youngstars PS Karlsruhe Lions
2017/18 ScanPlus Baskets Rostock Seawolves
2018/19 Bayer Giants Leverkusen UBC Münster

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Geschäftsführer Nicolas Grundmann verlässt "Die Junge Liga". In: schoenen-dunk.de. Abgerufen am 14. Februar 2019.
  2. RP ONLINE: 2. Basketball-Bundesliga: Daniel Müller neuer Geschäftsführer. Abgerufen am 14. Februar 2019.
  3. 2. Basketball-Bundesliga vergibt Namensrecht. 2. Basketball-Bundesliga GmbH, 17. Februar 2018, abgerufen am 18. Februar 2018 (Medien-Info).
  4. 2. Basketball Bundesliga | Geschäftsführer Daniel Müller verlässt BARMER 2. Basketball Bundesliga. Abgerufen am 14. Februar 2019.
  5. 2. Basketball Bundesliga | Christian Krings wird neuer Geschäftsführer der BARMER 2. Basketball Bundesliga. Abgerufen am 25. Mai 2019.
  6. Spiel-und Veranstaltungsordnung. (PDF; 1,28 MB) In: zweite-basketball-bundesliga.de. 2. Basketball-Bundesliga GmbH, 23. Juni 2019, abgerufen am 21. September 2019.